CH266569A - Verfahren und Einrichtung zur Wärmebehandlung von feuchtem Material. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Wärmebehandlung von feuchtem Material.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Wärmebehandlung von feuchtem Material. Die Erfindung bezieht sieh auf ein Ver fahren und eine Einrichtung zur Wärmebe handlung von feuchtem Material, das aus Teilchen verschiedener Grösse besteht. Es ist beispielsweise möglich, das Verfahren auf die Behandlung von Vegetabilien (Gras oder anderes Grünfutter, Gemüse uswj und Brennstoff (linde, Torf, Sägespäne usw.) anzuwenden. Es ist wichtig, dass das Endpro dukt bei einer Behandlung dieser Art gleich förmig wird und somit z. B. den gleichen Feuchtigkeitsgehalt hat. Dies bedeutet, dass die gröberen Teile länger behandelt werden müssen, um z. B. durchgetrocknet zu werden, während gleichzeitig die feinen Teile nicht überbehandelt, z.
B. ühertrocknet oder ver brannt, werden dürfen.
Es ist bekannt, die Trocknung von in Frage stehendem Material in einem konti nuierlichen Kreislauf durchzuführen, wobei das Material im Gas schwebend gehalten wird. Aus den erwähnten (Trüiiden ist dabei die Behandlungszeit regelbar, das heisst man kann für die groben Bestandteile eine längere Be handlungszeit als für die feinen -.NTat.erialbe- standteile anwenden; weiterhin wird ange strebt, die Kontaktfläche, das heisst die Mate rialfläche, die vom Gas getroffen wird, mög lichst gross zu halten.
Es ist bekannt, zur Erreichung einer v er- änderlichen Behandlungszeit das grobe Mate rial vom feineren Material nach einer ersten Behandlung abzuscheiden, worauf das grobe Material zu erneuter Behandlung zurückge- leitet wird. Bei den bekannten Anordnungen dieser Art erfolgt in der Regel die Abschei- dung in Windsieben oder dergleichen ein oder mehrere Male, wobei die schweren =Par tikel von den leichten durch Schwerkraft- wirkung abgeschieden werden.
Beim Verfahren nach der Erfindung -%ver- den nun die zu behandelnden -Taterialteil- eben von einem.
heissen Gasstrom durch ein Gebläse geführt, in dem eine Vortrocknung der Teilchen und eine Zerteilung grösserer Teilchen stattfindet, wonach das Gas mit den Teilchen aufwärts und unter Ausführung einer Drehbewegung durch eine Kammer mit nach oben zunehmendem Querschnitt zwecks weiterer Trocknung der Teilchen geleitet wird, in welcher Kammer grössere Teilchen von dein Gas getrennt und nach dem Einlauf des Gebläses zwecks erneuter Trocknung und Zerteilung zurückgeleitet werden, während die fertig behandelten Teilchen auf anderem Weg aus der Kammer austreten und aus dein Gas ausgeschieden werden.
Zur Durchführung des Verfahrens dient vorteilhaft die ebenfalls Gegenstand der Er findung bildende Einrichtung, welche ge kennzeichnet ist durch einen Ofen zur Erzeu gung von heissem Gas und durch ein mit dem Ofen verbundenes Gebläse, das eine mecha nisch zerteilende Wirkung auf dem angesaug ten heissen Gas beigemischte Teilchen hat und das in Verbindung mit einer Kammer steht, die einen konischen, sich nach aufwärts erweiternden Teil aufweist, in dem das Gas und die beigemischten Teilchen eine spiral förmig hochgehende Bewegung ausführen, um grössere Teilchen aus dem Gas durch Zen trifugalwirkung abzuscheiden,
und die ferner gekennzeichnet ist durch eine Leitung zum Zurückführer- der in der Kammer abgeschie denen Teilchen nach der Einlaufseite des Ge bläses, zwecks weiterer Zerteilung und Trock nung dieser Teilchen.
Bei der Durchführung des Verfahrens ge mäss der Erfindung hat sieh überraschender weise gezeigt, dass im die Teilchen zerklei nernden Gebläse gleichzeitig eine weitgehende Trocknung der Teilchen stattfindet, z. B. hatten die Gase in eirein bestimmten Fall beim Eintritt in das Gebläse eine Temperatur von etwa 400 C und beim Eintritt in die Kammer nurmehr etwa 200 C. Dieser starke Temperaturabfall kann nur davon herrühren, dass die Gase einen grossen Teil ihrer Wärme schon im Gebläse an das zu trocknende Mate rial abgeben, also bereits eine sehr wirksame Trocknung der Teilchen im Gebläse stattfin det.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass die ganze Einrichtung kleiner ausgeführt werden kann als bei bekannten Einrichtungen. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer ge mäss der Erfindung ausgeführten Einrich tung zur Durchführung des erfindungsge mässen Verfahrens im Vertikalschnitt nach der Linie 1-I von Fig. 3, Fig. 2 zeigt die Einrichtung von der Seite gesehen im rechten Winkel zu dem in Fig. 1 gezeigten Schnitt.
Fig. 3 zeigt einen Grundruss der Kammer der Einrichtung, wobei ein in der Kammer angebrachter Zyklon weggelassen ist.
Fig. 4 zeigt einen ähnlichen Grundruss einer Kammer nach einer Ausführungs variante.
An Hand der Figuren wird das Verfah ren nach der Erfindung in Anwendung auf die Trocknung von Futtermitteln, wie Klee oder Lupine, beispielsweise näher erläutert.
In den Fig. 1 bis 3 bezeichnet 1 einen Turm oder eine Kammer mit nach abwärts kleiner werdendem runden Querschnitt lind ein Zentrifugalgebläse, dessen Austritts stutzen unter der Kammer exzentrisch zu ,deren Längsachse angeordnet ist (siehe Fig. 3).
Die Mündungsebene dieses Austrittsstutzens liegt relativ zu der Kammerlängsachse schräg, so dass der das Gebläse verlassende Gasstrahl nicht parallel zur Kammerlängsachse gerichtet ist, sondern einen Teil. der Kammerwandun gen quer anströmt und gleichzeitig in eine um die Kammerlängsachse rotierende Bewegung; versetzt wird. Der Gasstrahl wird dadurch mit dem von ihm getragenen Material längs einer Spirale mit grosser Steigung- in der Kammer aufwärts strömen.
Der Wandteil 4 (Fug. 2) der Kammer, der vom Gasstrahl ge troffen wird, soll Druckseite und der gegen- überliegende V'4 andteil 5 Leeseite genannt. werden. Die Winkel des Gasstrahls gegenüber der Druck- und der Leeseite sind, wie aus der Fig. 2 hervorgeht, verschieden, man kann hierdurch das Ansammeln von Material an ,den Wänden wirksam vermeiden.
Die Leeseite ist steiler als die Driiekseite, so dass die gTöbe- ren Bestandteile des Materials das heisst im vorliegenden Fall des Futtermittels, die an der Leeseite herabfallen, vom Gasstrahl ge troffen werden, der aus der Gebläsemündung austritt, und wieder aufwärts in die Kammer geführt werden. Zur Einrichtung gehört ein (nicht dargestellter) Ofen, in dein warme Gase, vorzugsweise Verbrennungsgase, erzeugt werden.
Der Ofen steht über eine Rohrleitung 6 mit der Saugseite des Gebläses 2 in Verbin dung.. Das Futtermittel, das getrocknet wer den soll und im voraus in kleinere Stücke zer teilt sein kann, wird in die Leitung 6 durch einen Trichter 13 mit Hilfe eines Schrauben förderers 14 eingeführt.
An der einen Seite der Kanutier 1 sind mehrere Löcher 7 vorgesehen, die mittels einer Rohrleitung 8 mit der nach der Saugseite des Gebläses führenden Leitung 6 verbunden sind. Ein Zyklon 9 von an sich bekanntem Typ mit tangentialem Einlass 16, dessen Durehströ- mimgsquerschnitt gegebenenfalls verstellbar ist, ist an einem die Kammer 1 oben abschlie ssenden Deckel 15 befestigt und erstreckt sich nach unten in die Kammer 1.
Der Querschnitt des Einlasses 16 ist relativ klein, und das Gas erhält hierdurch eine solche Geschwindigkeit beim Eintritt in den Zyklon, dass die ge wünschte Abscheidung in ihm erreicht wird. Der Trichter des Zyklons ist an seinem untern engem Ende mit einem Ablaufrohr 10 für das fertigbehandelte Material verbunden; oben ist der Zyklon mit Abzugsrohren 11 und 12 für das Gas versehen. Das Abzugsrohr 12 steht mit der Rohrleitung 6 in Verbindung.
Die Arbeitsweise der beschriebenen Ein richtung ist folgende: "Tarmes Gas, das im vorliegenden Fall möglichst säurefrei sein soll, sowie durch den Trichter 13 eingeführtes feuchtes 3laterial. wird vom Gebläse 2 einge saugt und in ihm vorgetrocknet, während gleichzeitig grössere Teilchen des Materials durch die Schaufeln des Gebläses zerkleinert werden.
Danach wird das Material von dem Gebläse aufwärts in die Vorbehandlungszone des Turmes 1 geführt, die sich aufwärts bis zu einem Niveau dicht unterhalb der unter sten Öffnung 7 erstreckt und in der das Material eine im wesentlichen um eine waag rechte Achse verlaufende Rotation mit einer relativ geringen tangentialen Komponente er fährt, indem es entlang der Druckseite 4 her aufgeführt wird und unter dem Einfluss der Schwerkraft entlang der Leeseite 5 herab fällt.
Mit dem Abgang von Feuchtigkeit aus dem 'Material wird dieses vom Gas immer höher aufwärts mitgenommen und erreicht automatisch die über der Vorbehandlungs- zone liegende Grobscheidungszone. Das Mate rial erhält hier durch das spiralförmig auf wärts strömende Gas eine überwiegend tan- gentiale Drehbewegung um die Kammerlängs achse, also- mit. geringer Geschwindigkeit in axialer Richtung, wobei die groben spezifisch schwereren, noch nicht trockenen Bestandteile des Materials sich ganz aussen und die feinen weiter innen bewegen.
Wenn die groben Be standteile die Öffnungen 7 passieren, werden sie durch die Rückführleititng 8 zurückge saugt und vom Gebläse 2 zerteilt und wie derum vorgetrocknet und setzen darauf ihren Weg in die Kammer 1 zu erneuter Behand lung fort. Die feinen fertigbehandelten Be- Standteile des Materials werden im Oberteil der Kammer 1 gesammelt und durch den tangentialen Einlass 16 des Zyklons einge saugt. Im Zyklon wird das fertig behandelte Material vom Gas in bekannter Weise abge schieden. Dieses Material geht durch das I"ohr 10 ab, das Gas teils durch das Rohr Il, z. B.
zwecks V orwärmung von noch nicht behan deltem Material, und darauf ins Freie, teils durch das Rohr 12 über das Gebläse 2 zurück zur Kammer 1.
Beim Trocknen von z. B. Klee kann bei dem. beschriebenen Ausführungsbeispiel die Temperatur der vom Ofen kommenden Ver brennungsgase beispielsweise 1200 C betra gen und beim Eintritt in das Gebläse kann das Gas infolge Durchmischung mit den durch die Leitungen 8 und 12 zum Gebläse zuriiekströmenden kälteren Gasen eine Tem peratur von 400 C aufweisen. Durch die im Gebläse eintretende Vertrocknung fällt die Temperatur, so dass sie im untern Teil der Kammer 1 z. B. ungefähr 200 C beträgt. Von hier fällt sie allmählich auf z. B. etwa 100 bis 120 C in der obersten Zone der Kam mer.
Die Gasgeschwindigkeit in axialer Rich tung kann bei diesen Temperaturverhältnis sen 30 bis 40 m/sek in der Gebläsemündung und beispielsweise 2 bis 1 m/sek im obersten Teil der Kammer betragen.
In gewissen Fällen, z. B. wenn es sich um Behandlung von auf Wärme besonders empfindliches Material handelt, können zwei oder mehr Apparate in Reihe geschaltet wer den. Hierbei wird z. B. das Rohr 10 eines vorangehenden Apparates mit dem Trichter 13 eines naehfolg-enden verbunden. Es ist auch möglich, die Leitung 8 eines Apparates in den. Trichter 13 eines daneben stehenden einmünden zu lassen. Auf diese Weise kann in_ jedem Apparat eine Teiltroeknung durch geführt werden.
Bei der t@usführungsform gemäss Fig. 4 hat der Turm oder die Kammer 1 rechtecki gen Querschnitt. Hierdurch wird die Rück führung von Material in der Vorbehandlungs- zone begünstigt, da. die schwereren Bestand teile des Materials in die Ecken geworfen werden, wo sie an Geschwindigkeit verlieren und nach unten in eine Zone -mit höherer Temperatur sinken. Die exzentrisch zur Kam merlängsachse liegende Gebläsemündung j ist in diesem Fall trapezförmig.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Wärmebehandlung von feuchtem Material, bestehend aus Teilchen verschiedener Grösse, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Materialteilchen von einem heissen Gasstrom durch ein Gebläse ge führt werden, in dem eine Vortroeknung der Teilchen iuzd eine Zerteilung grösserer Teil chen stattfindet, wonach das Gas mit den Teilchen aufwärts und unter Ausführung einer Drehbe-@cegung durch eine Kammer mit nach oben zunehmendem Querschnitt zwecks weiterer Trocknung der Teilchen geleitet wird,in welcher Kammer grössere Teilchen von dem Gas getrennt und nach dem Einlauf des Gebläses zwecks erneuter Trocknung und Zerteilung zurückgeleitet werden, während die fertigbehandelten Teilchen auf anderem Wege aus der Kammer austreten und aus dem Gas abgeschieden werden. II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen Ofen zur Erzeugung von heissem.Gas und durch ein mit dem Ofen verbundenes Gebläse, das eine mechanisch zerteilende -Virkuing auf dem angesaugten heissen Gas beigemischte Teilchen hat und das in Verbindung mit einer Kammer steht, die einen konischen, sieh nach aufwärts er weiternden Teil aufweist, in dem das Gas und die beigemischten Teilchen eine spiral förmig hochgehende Bewegung ausführen, um grössere Teilchen ans dem Gas durch Zen- trifugalwirkung abzuscheiden, sowie gekenn zeichnet durch eine Leitung zum Zurückfüh ren der in der Kammer abgeschiedenen Teil chen nach der EinlauAeite des Gebläses,zwecks weiterer Zerteilung und Trockn-Lmg dieser Teilehen. U NTERAYSPRUC IKE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiclniet, dass die Teilellen nach dem Durchgang durch. das Gebläse vom Gas durch eine eiste Zone der Kammer getragen werden, derart, da.ss liier eine Separierun# der schwereren Bestandteile von den feineren unter dem Einflut)der Sclnz erkraft und eine wiederholte Uinzcä.lzuiig der sclneereren Teil ehen stattfindet, und dass in einer zweiten Zone der I%animer, in der die Gastemperatur niedriger als in. der erst-enannten Zone ist.die Teilehen in eine überwiegend tangentiale Drelibewegun g uni die Kaininerlängsachse versetzt werden, so da.ss schwerere Teilchen durch Zentrifu-alkraft abgesehieden werden, um nach. dem Gebläse zur erneuten Behand lung znrüelzgefühi t. zu werden, während die feineren Bestandteile in einer dritten Zone von dem. Gas getrennt werden.9. Einrichtung iiaeli Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass in einem äussern Wandteil der Kammer weni-,stens eine öff- nung vorgesehen ist, dureli \die die durch Zentrifugalkraft abgeschiedenen schwereren Teilchen aus der Kammer entfernt werden, um durch.eine Leitun - nach der Saugseite des Gebläses ziirücl@oefülirt zu werden. @. Einrichtun- naell Patentanspruell II, dadurch --ekeniizeichnet, dass das Gebläse unterhalb der Kammer angeordnet. ist, wobei sich die Kammer unten auf den Querschnitt der Gebläseinünd-Lui- verengt. ,1.Einrichtung naeli Unteranspruch 3, da durch ,gekennzeichnet, dass die Gebläsemün- dung exzentrisch uni Verhältnis zur Kammer- längsaclise angeordnet ist, -Lind zwar derart,dass der (las Gebläse verlassende Gasstrahl einen Wandteil der Kammer (teer anströmt und gleichzeitig in eine um die Kammerlängs- achse rotierende Beweg''iulg versetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH266569T | 1944-12-09 |
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Family Applications (1)
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| CH266569D CH266569A (de) | 1944-12-09 | 1944-12-09 | Verfahren und Einrichtung zur Wärmebehandlung von feuchtem Material. |
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|---|---|
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1017984B (de) * | 1956-03-05 | 1957-10-17 | Berger Maschinenfabriken G M B | Fontaenentrockner |
| DE1040968B (de) * | 1956-06-11 | 1958-10-09 | Schilde Maschb Ag | Stromtrockner |
-
1944
- 1944-12-09 CH CH266569D patent/CH266569A/de unknown
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