CH259131A - Verfahren zur Herstellung homogener Polymerisat-Dispersionen und nach dem Verfahren erhaltene Polymerisat-Dispersion. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung homogener Polymerisat-Dispersionen und nach dem Verfahren erhaltene Polymerisat-Dispersion.

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CH259131A
CH259131A CH259131DA CH259131A CH 259131 A CH259131 A CH 259131A CH 259131D A CH259131D A CH 259131DA CH 259131 A CH259131 A CH 259131A
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Dewey And Almy Chem Comp
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J3/00Processes of treating or compounding macromolecular substances
    • C08J3/005Processes for mixing polymers

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Description


  Verfahren zur Herstellung homogener     Polymerisat-Dispersionen     und nach dem Verfahren erhaltene     Polymerisat-Dispersion.       Bevor man ein     Polymerisat    zur Herstel  lung von     Filmen    oder     Überzügen    durch     Flie-          ssen    oder Tauehen oder     ähnlichen        MethiOden     verwenden kann, muss es erst von seinem  festen,     elastischen        Zustand,        wie    er für  Weichgummi     charakteristisch    ist,

   in den       flüssigen    Zustand     umgewandelt    werden. Eine  Möglichkeit dies zu erreichen     besteht    darin,  dass man das     Polymerisat    mit einem     Lösungs-          mittel        behandelt.    Dies bewirkt, dass das     Poly-          merisat    sehr stark quillt während die     Flüs-          sügkeit        aufgenommen        wird,

          so        -dass        die    Mi  schung sehr     zähflüssig    wird,     obwohl    sie im  Verhältnis zum     Lösungsmittel    nur eine kleine  Menge     Polymerisat    enthält. Demzufolge be  steht     ein    aus     @so    einer Lösung     durch    Eintrock  nung erzeugter Film nur aus einer sehr klei  nen     Menge        Polymerisat-Festbestandteile    und  ist sehr dünn.

   Wenn man natürlichen Kaut  schuk und manche synthetische     Polymerisate     mit einem Lösungsmittel     behanblt,    wird     des          Polymerisat    im     Film    viel     leichter        oxydierbar,          depolymerisiert    viel     leichter    und ist     leer    Ein  wirkung von Ölen,     Fetten    und Kohlenwasser  stoffen viel mehr ausgesetzt, wodurch     die    Le  bensdauer und Verwendbarkeit des Filmes  oder Überzuges     herabgesetzt    wird.  



       Eine    andere Möglichkeit ein     Polymerisat     in den     flüssigen    Zustand überzuführen be  stand     darin,    dass man das     Polymerisat    in  einer     Flüssigkeit        disperb        erte,    die auf     das          Polymerisat    keinen     nennenswerten    Q,uel-         lungseinfluss        ausübte    und indem man die Di  spersion des     Polymerisates    durch Anwen  dung von Substanzen wie Kasein,     Leim,    Sei  fen und Tonen, wie z.

       B.        Bentonit    usw. er  zielte. Solche flüssige Mischungen haben  weite Anwendung gefunden, weil die     Poly-          merisatteilchen,        die    in der Flüssigkeit     di3per-          giert    sind, nichterheblich gequollen sind, so       da.ss    die Lösung frei fliesst und einen verhält  nismässig dicken Film ergibt.

   Die -zur An   -endung gebrachten     Dispersionsmittel    wer  den aber in dem     getrockneten    Film zurück  gehalten und beeinflussen     nachteilig    die Ober  flächenberührung     der    individuellen Teilchen  des     Polymerisates    in dem aus der Dispersion  erzeugten Film,     wodurch        @senn    Zusammen  halt,     seine    Zähigkeit, Elastizität und Wider  standsfähigkeit     herabgesetzt    wird.

   Ein noch  grösserer     Nachteil    ist aber, dass die als     Di-          spersionsmitte'l    angewandten Substanzen sehr  leicht von Wasser und Dampf und mitunter  auch von Ölen,     Fetten    und     Kohlenw        asser-          stoffen    angegriffen werden.

   Dies hat zur  Folge, dass die     Anwendung    solcher Substan  zen zur     Dispergierung    des     Polymerisates          Filme    ergibt,     die    bei Anwendung     derartiger     Substanzen rascher     Zerstörung    unterliegen.  



  Obwohl es seit Jahren möglich war, aus  gezeichnete     Klebestoffe,    Kitte, Dispersionen,       Ansbrichmittel        uew.        herzustellen,        hät    - so  weit mir bekannt - niemand bisher einen  Film oder Anstrich erzeugt, der nichts ausser           Odem        Polymerisat        enthält,    welches die Ela  stizität,     Kohäsionsvermögen,    Zähigkeit     und     andere     charakteristische    Eigenschaften des       Ausgangsmaterials    aufweist,

   welches auch  verhältnismässig frei von den schädlichen Ein  flüssen fremder Bestandteile     ist    und     :der     gleichzeitig aus einer     flüssigen        Mischung    von  geringer     Viskosität    und hohem     Gehalt    an       festen;        Stoffen        erhalltan    werden kann.

      Dies kann     erreicht    werden durch die     Di-          spergierung    eines     Polymerisatee,    in Gegen  wart eines     andern    und einer Flüssigkeit,     wel-          che,das;

      zweite, aber nicht das.     ersteaufzulösen     vermag.     In.    dem aus einer solchen     Mischung          gewonnenen    Film haben die     dispergierten     festen     Polymerisatteilchen    eine grosse     Nei-          gung,    sich     miteinander        und    mit dem gelösten       Polymerisat    zu     vereinigen,    wodurch im End  produkt eine     ausgezeichnete    Kohäsion des       Polymerisatgehaltes    erreicht wird und ein       starker,

      zäher und elastischer Film entsteht.  Es     besteht    in solchen Filmen kein Hindernis  mehr für die     Kohäsion    der     Polymerisatteil-          chen,    indem keine Stoffe, welche leicht durch  Wasser oder Dampf, Öl oder Fett angegrif  fen werden, vorhanden sind. Daher wird -ein  aus     erfindungsgemäss;en        Kunstmassen    gewon  nener     Film    auch seine     guten    Eigenschaften  gegenüber solchen     Stoffen    bewahren.  



  Das Wort      Polymerisat     wird in der  heute in der Kautschukindustrie üblichen     Be-          deutung    verwendet und     umfasstbeispielsweise     die folgenden     ,Substanzen:    Naturkautschuk       (Polyisopren),        Polymerisate    und     Copolyme-          risate    der     konjugierten        Diolefine,    z.

   B.     Poly-          butadien,        Butadien    -     Styrol    -     Copolymerisate,          Butadien-Acrylnitril-Copölymerisate.        Poly-          merisate    und     Copolymerieate    von     Methyl-          pentadien,        Chlor-Derivate        konjugierter        Di-          olefine,    z. B. mit Chlor     substituierte    Produkte  konjugierter     Diolefine,    z.

   B.     Polychloropren;          Copölymerisate    von     Polyisobutylen        und        Iso-          pren;        Polyalkyl-Polysulfide    -und     Polyiso-          butylen.     



  Mischungen mit der beschriebenen     Zu-          sammensetzung        können    erhalten werden durch       mechanisches    Verarbeiten von wenigstens    zwei     Polymerisaten    mit verschiedenen     Ms-          lichkeitseigenechaften    in     Gegenwart    einer  Flüssigkeit, welche nur das .eine     Polymerisat     aufzulösen vermag-,     -das        andere    aber     nicht.     Die Aufarbeitung russ fortgesetzt werden,

    bis das     eine        Polymerisat    in Form von klei  nen     festen    Teilchen in der Lösung des andern       dispergiert        ist.    In einigen Fällen, wenn .die       Pdlymerisate    nicht nur verschiedene     Löslich-          keitseigenschaften    haben,     sondern    auch eine       verschiedene        chemische        Natur    besitzen, ge  lingt es,

       .dasselbe    Ergebnis zu erreichen ohne  eine     mechanische    Bearbeitung mit dem     Lö-          sun.gsmittel,    und zwar durch eine trockene       Vermahlung    der beiden     Polymerisate    und  eine nachfolgende     Vermischung    mit der Flüs  sigkeit, in     wClcher    nur eines der     Polymeri-          sate    sich auflöst,     während,das    andere in Ge  stalt von kleinen     Teilchen    sich in der Lö  sung des andern verteilt.  



  Die     mechanische    Bearbeitung kann zweck  mässig in den üblichen Maschinen der     Gummi-          Industrie,    z. B. Differentialwalzen,     Banbury-          Mischer,    Mischfässer, Werner  &      Pfleiderer-          Knetmaschinen,        usw.        durchgeführt    werden.

    In allen Fällen besteht der Effekt in einem  Strecken, auseinanderreissen und     Zerteilen     von     engverbundenen    Teilchen des     dispergier-          ten        Polymerisates    in Gegenwart des     andern     und dessen Lösungsmittel.  



       Meistens.    ist es zweckmässig, die beiden       Pol'ymerisate    zusammen. auf Walzen oder in  einem     Banbury-Mi.scher    zu     vermahlen    und  dann das Mahlgut in einer Mischmaschine  mit der Flüssigkeit zu vereinigen. Es. ist not  wendig, die     mechanische    Bearbeitung .des  einen     Polymerisates    in Gegenwart des andern  .durchzuführen. Einfaches Vermischen ohne       gleichzeitiges        Zerkleinern    genügt nicht. Dies  gilt ganz besonders für     teilweise    vulkani  sierte     Palymerisate.     



       .Das        Uispergierte    und     suspendierte        Poly-          merisat    bedarf in einigen Fällen einer Weich  machung und .dies kann nebenbei auch eine  gewisse     Quellung        hexvorrufen.    Trotzdem  wird     @dias        suspendierte        Polymerieat        niemals     aufgelöst, es verbleibt     vielmehr    in Form  fester Teilchen in der Masse verteilt.

        Eine mikroskopische     1r        ntersuc.hung        und     Analyse der beiden Komponenten, die durch  Verdünnen und Zentrifugieren der flüssigen       Kunstmasee    erhalten wurden, ergab, dass die  eine Komponente aus     Polymerisatteilchen    be  steht, welche trotzdem sie eine     Quellun,g    er  fahren haben mögen, immer noch wohl .defi  niert und klar     erkennbar    sind, während die  andere Komponente keine festen Teilchen  aufwies.  



  Daraus geht eindeutig hervor,     da.ss    das eine       Polymerisat    in gelöstem     Zustand    vorhanden  ist, während das andere in der Form von  festen Teilchen verbleibt.  



  Die erfindungsgemässe Mischung besteht  daher aus einem     Polymerisat    in einem aus  reichenden Zustand der Verteilung zur Bil  dung der innern Phase einer     Dispersion,    des  sen äussere kontinuierliche Phase aus einer       Polymerisatlösung    besteht.

   Dieser Zustand       st,ellit    im Gegensatz zu jenem, in     welchem     die     Polymerisatteilchen    mit     Polymerieat-          zement        überzogen    sind, dabei     @ab-er    nicht  als innere Phase in einer     äussern,    konti  nuierlichen Phase, die aus gelöstem     P'olyme-          risat    besteht, suspendiert sind.  



       Polymerisate,    welche von     verschiedenen     Ausgangsstoffen erhalten     -,verden,    sind z. B.       Butadien-Styrol-Copol.ymerisate    und     Poly-          alkyl-Polysu-lfide.     



  Es können auch     Polymerisate    verwendet  werden, welche nicht notwendigerweise von       verschiedenen    Ausgangsstoffen erhalten wur  den, aber durch das Lösungsmittel in sehr  verschiedenem Ausmasse angegriffen werden.  



  Beispielsweise sind     Naturkautschuk    und  vulkanisierter Kautschuk     Isopren-Polymeri-          sate,    aber im letzteren verursacht die durch  die     Vulkanisation    bedingte     Briiekung    erheb  liche Änderungen in der Löslichkeit im Ver  gleich zu     unvulkanisiertem        Naturkautschuk.     Ein     anderes    Beispiel wäre in der Klasse der       synthetischen        Copolymerisate,    wie z.

   B.     Bu-          tadien-Ac.rylnitril.    Hier verursacht eine  Änderung im     liengenverhältni;    der     Monomere     erhebliche Unterschiede in der Löslichkeit  des     Polymerisates.       Im allgemeinen kann     sowohl    ein     Poly-          merisat    oder eine Mischung von     Polymerisa-          ten    mit.

       ähnlichen        Lösungseigenschaften    ent  weder als das gelöste Material oder als das       diapergierte    in einem System verwendet     wer-          .den,    vorausgesetzt, dass das andere     Poly-          merisat    oder die     Pdlymerisatmischung    hin  reiehen.d     veTsehiedene        Lösun        @gse2,gerrs-eliaften     hat und ein     ;eeignetes    Lösungsmittel gewählt  wird.

   Die Wahl des     dispergierten        Polymeri-          sales        hängt        voni    den     gewünschten    Eigenschaf  ten des Filmes und seiner     Verwendung    ab.  



  Geeignete     Flüssigkeiten    sind     bei@piel"swei.se:          Hexan,        Oktan,        Methyl-äthylketon,    Aceton       und        To@luol.    Benzol und     ehloriert.e    Lösungs  mittel können verwendet werden, wenn toxi  sche Wirkungen kein Hindernis bieten. Die       wesentliche    Eigenschaft der Flüssigkeit ist,       dass    sie das eine     Polymerisa.t    aufzulösen ver  mag, aber das andere hingegen nicht auflöst,       sondern    höchstens zum Quellen bringt.

   Es  können auch Mischungen     verseliiedener    Flüs  sigkeiten als Lösungsmittel dienen, und es  können Flüssigkeiten mit hohen Verdun  stungsgeschwindigkeiten benutzt werden, um  die Trockenzeit zu verkürzen und die Kosten  der Trockenanlage zu ermässigen.  



  Die     Mengen    angewandter     Flüssigkeit     sind abhängig vom     Ver@vendungsaweek    der  erfindungsgemässen Massen z. B. von der Art  der Maschine mit der .der     Anstrich    aufge  tragen wird, z.

   B.     Verteilen    auf Tragvor  richtungen und Maschinen zum Abdichten  von Konservenbüchsen, aber in allen Fällen  wird     ausreichend        Fliissigkeit    verwendet, um  das eine     Polym-erisat    aufzulösen und das  andere in der     Lösung    zu     .dispergieren.    Wenn  das in festen Teilchen zu     dispergierende          Poly        merisat    auf Grund von besonderen  Eigenschaften ausgewählt wird, z. B.

   Wider  stand gegen     0'1,    Fette usw., so werden die       ursprünglichen        Quailitäten    sich im Film wie  derfinden. Während der Film     schliesslich     einige Eigenschaften von beiden     Polymeri-          saten    aufweist, kann anderseits der     GelhaIt     an     festen    Teilchen im     gelösten        Polymerisat     so gross gewählt werden,

   sass kein nennens  werter Verlust von irgendwelchen charakte-           ristisclhen        Eigenschaften    des     suspen=dierten          Pölymerisates        eintritt.    Daher ist     es    möglich,  Filme zu erzeugen m=it der ursprünglichen  Beständigkeit des.     Jispergierten        Polymeri6a-          tes    gegenüber 01, Fette und Wasser und auch  Filme mit erhöhter Festigkeit, Elastizität  und Dauerhaftigkeit.  



  Es besteht die Möglichkeit, zu ,der erfin  dungsgemässen Masse     inerte    Füller in geeigne  ten Mengen beizumischen, z. B. Holzmehl,  gemahlenen.     Kork,        gemahlenen    Hartgummi,  Metalloxyde usw. Solches Füllmaterial wird  lediglich. mechanisch eingeschlossen und ver  hindert keineswegs den .direkten Kontakt       zwischen        Polymerisatoberflächen    der beiden  Arten in der erfindungsgemässen Masse.  



       Flüssige    Massen gemäss der Erfindung  können folgende Vorzüge     aufweisen:     1. Sie haben einen hohen     Gehalt    an fe  stem     Polymerisat    und eine niedrige Visko  sität im Vergleich zu     wässeigen        Mischungen,     sind aber frei von irgendwelchen     Bestand-          teilen,        welche    in Gegenwart. von     Wiauser    oder  Dampf     schädlich@e    Veränderungen erleiden.  



  2. Sie erleiden keine     schädlichen    Ver  änderungen     durch.        Depolymerisation    und       Oxydation,    wie dies. bei     bereits    bekannten  Massen, etwa der Fall ist.  



  3. Es können in viel grösserer Mannig  faltigkeit Produkte für die verschiedensten  Zwecke hergestellt werden. Durch die Frei  heit in -der     Auswahl        tler        Polymerisate    kön  nen; Produkte für Sonderzwecke mit bestimm  ten     Anforderungen    erzeugt werden.  



  4. Es     können    Produkte hergestellt wer  den mit einem nur     :geringen    Gehalt an nach  träglich zu verdampfenden     Flüssigkeiten,          wodurch,die        Tro        kenzeit    von     Anstrichen    ver  kürzt wird und Trockenanlagen     vereinfacht     und verbilligt werden.  



  5. In     manchen    Fällen ist     es    möglich, viel  billigere     Polymerisate    zu verwenden, weil  synthetische     Polymerisate,    Abfälle,     Regene-          rate    aufgearbeitet werden     können    und keine  Notwendigkeit     besteht,    natürlichen     Latex     oder frischen     Rohkautschuk    zu verwenden.  



  6.     Polymerisate,    welche nur sehr schwer  löslich sind oder nur in giftigen     Lösunb    -         mitteln        aufgelöst    werden können,     sind:    als       dispergiertes        Polymerisat    in nicht giftigen  Flüssigkeiten verwendbar.  



  Im allgemeinen -haben     .die        beschriebenen     neuen     Kunstmassen    alle Vorzüge von Lösun  gen und     wässrigen    Dispersionen ohne deren       Nachteile    und zudem gewisse     besondere    Vor  züge.  



  Die in der Tabelle     zusammenbestellten     Beispiele erläutern die Ausführung des er  findungsgemässen     Verfahrens    mit     verschie-          .denen        Polymerie@aten    und     Lösuggsmitteln.    Die  beschriebenen Produkte sind Grundmassen.  welche Zusätze. von Füllmaterial, Wachsen,       .Weichmachern,    Harzen, Pigmenten     usw.    er  halten können, je nach .dem Verwendungs  zweck :des betreffenden Fabrikates.  



  Trotzdem gewisse Modifikationen in der  folgenden Herstellungstechnik möglich sind,  zeigen     praktische        Erfahrungen,.dass    die     nied-          ri;gsten        Viskositäten    und die kleinsten     Teil-          chengrö:ssen    der     suspendierten        Po        lymerisat-          teilchen    erhalten werden, wenn .das Verfahren  wie folgt     durchgeführt    wird:

   Die beiden       Polymerisate    werden     zusammen    auf einer       Kauts@ehuknvühl,e    üblicher     Art    mit engster       Einsteillung        undgekühltenWal.zenvermahlen.     Es ist     empfehlenswert,    das Mahlen während  15 bis 2,0 Minuten fortzusetzen, worauf das       Mühlgut    .sofort in einen     Werner     &      Pfleiderer-          Kneter    mit     Sigmaschaufeln        ,gegeben    wird.

    Das     Lösungsmittel    wird der     Mischmasse    in  kleinen Portionen     allmählich        zugesetzt.    Es  soll kein frisches Lösungsmittel zugesetzt  werden, bevor -der vorhergehende     Zusatz    des       Polymerisates    vollständig     aufgenommen    wor  den ist. Die Verarbeitung in der Werner  &        Pfleiderer-Mas,clüine    soll in jedem Fallee fort  gesetzt wenden, bis eine glatte,     knofflenirei#e,          feinliörnige,cremeartige    Masse erhalten wird.  



       Gewisse        Polymerisate        wind    leichter zu       dispergieren        als,        andere,    und es     wunde    gefun  den,     dass    in einer     begrenzten    Anzahl von  Fällen     zufriedenstellende        Ergebnisse    erzielt  werden können, wenn das zu     dis,

  pergierende          Polymerisat        in.        cdie    Werner  &      Pfleiderer-Ma-          schine    gebracht wird     und,das    andere in Ge-           stalt        einer    Lösung     zugesetzt    wird.

   In diesem  Falle ist es besonders     wiehtig,    die Verarbei  tung des :n einer     Polymeris,atl,ö-sung    zu     disPer-          gierenden        Polymerisates    so lange fortzusetzen,  bis eine     eremeart.ige,        'knollen:

  freie,    feine Sus  pension erhalten     wird.    Es ist, ferner in     einer     begrenzten Anzahl von Fällen möglich, die    zunächst     gemeinsärirn        gründ'lieh        vermahlenen          Polymerisate    in einer der üblichen Misch  trommeln der     Gummiindustrie    mit dem Lö  sungsmittel zu     vera-rheiten.    Das.     Quellen    und  Zerreissen zufolge der Auflösung des einen       Polymerisates    genügt um die     Dispergierung     des andern durchzuführen.

    
EMI0005.0022     
  
    <I>Beispiele:</I>
<tb>  Dispergiertes <SEP> Gelöstes <SEP> Viskosität <SEP> Feste <SEP> Anteile
<tb>  Nr. <SEP> Polymerisat <SEP> Polymerisat <SEP> Lösungsmittel <SEP> o
<tb>  (Centipoises) <SEP> Total <SEP> in
<tb>  Art <SEP> Teile <SEP> Art <SEP> Teile <SEP> Art <SEP> Teile <SEP> /o
<tb>  1. <SEP> A <SEP> 5U(1 <SEP> B <SEP> 125 <SEP> C <SEP> 900 <SEP> 4,400 <SEP> 43,3
<tb>  2. <SEP> A <SEP> 500- <SEP> <B>1)</B> <SEP> 125 <SEP> E <SEP> 900 <SEP> 9,100 <SEP> 44.0
<tb>  F <SEP> 100
<tb>  3. <SEP> B <SEP> 500 <SEP> G <SEP> 125 <SEP> <B>11</B> <SEP> 880 <SEP> 9,600 <SEP> 45,7
<tb>  4. <SEP> <B>1</B> <SEP> 500 <SEP> G <SEP> 125 <SEP> H <SEP> 1300 <SEP> 3,400 <SEP> 43,5
<tb>  G <SEP> 500 <SEP> 1 <SEP> 125 <SEP> C <SEP> 1200 <SEP> 7,000 <SEP> 42,5
<tb>  6.

   <SEP> G <SEP> 500 <SEP> <B>1)</B> <SEP> 125 <SEP> E <SEP> 1100 <SEP> 4,400 <SEP> 38,0
<tb>  K <SEP> 2100
<tb>  7. <SEP> G <SEP> 500 <SEP> <B>1)</B> <SEP> 125 <SEP> C <SEP> 1200 <SEP> 2,360 <SEP> 38,0
<tb>  <B>8</B>. <SEP> L <SEP> 400 <SEP> G <SEP> 100 <SEP> H <SEP> 2000 <SEP> 6,000 <SEP> 35,1
<tb>  9. <SEP> G <SEP> 500 <SEP> 11I <SEP> 125 <SEP> C <SEP> <B>1</B>500 <SEP> 11.600 <SEP> 35,1
<tb>  10. <SEP> A <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> C <SEP> 1550 <SEP> 1,240 <SEP> 33,9
<tb>  1 <SEP> 50
<tb>  11. <SEP> G <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> C <SEP> 1600 <SEP> 3,530 <SEP> 32,7
<tb>  I <SEP> 100
<tb>  12. <SEP> A <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 75 <SEP> C <SEP> 875 <SEP> 1,400 <SEP> 40,3
<tb>  13. <SEP> A <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> C <SEP> 850 <SEP> 4,400 <SEP> 45,9
<tb>  14. <SEP> N <SEP> 400 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> C <SEP> 660 <SEP> 6,050 <SEP> 41,1
<tb>  15.

   <SEP> 0 <SEP> 400 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> C <SEP> 580 <SEP> 7,700 <SEP> 46,4
<tb>  16. <SEP> N <SEP> 300 <SEP> D <SEP> <B>7</B>5 <SEP> E <SEP> 1000 <SEP> 8,700 <SEP> 47,6
<tb>  0 <SEP> 300
<tb>  17. <SEP> P') <SEP> 300 <SEP> G <SEP> 93 <SEP> K <SEP> 800 <SEP> 9,850 <SEP> 41,7
<tb>  18. <SEP> 0 <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 62,5 <SEP> E <SEP> 975 <SEP> 3,040 <SEP> 40,6
<tb>  19. <SEP> 0 <SEP> 500 <SEP> D <SEP> 50 <SEP> F <SEP> 100 <SEP> 1,170 <SEP> 41,6
<tb>  A <SEP> 50 <SEP> E <SEP> 1100
<tb>  *@ <SEP> Erweicht <SEP> durch <SEP> Einwalzen <SEP> von <SEP> polymerisiertem <SEP> Beta-Pinen <SEP> und <SEP> -Mineralöl.       Notiz: Einige     dieser        Mischungen        gelieren     beim Stehen, andere nicht.

   Die, welche gelie  ren, können durch Rühren bei Beginn der Ge-         lierung    wieder verflüssigt werden. Für einige  Zwecke können auch     gelierte    Mischungen ver  wendet werden.    
EMI0006.0001     
  
    <I>Erlclärüng <SEP> der <SEP> Dezeichn <SEP> Ingen:

  </I>
<tb>  A <SEP> = <SEP> Chloropreu
<tb>  B <SEP> = <SEP> Naturkautschuk
<tb>  C <SEP> = <SEP> Oktan
<tb>  D <SEP> = <SEP> Butadien-Styrol-Copolymerisat
<tb>  E <SEP> = <SEP> Heran
<tb>  F <SEP> = <SEP> Toiluol
<tb>  G <SEP> = <SEP> Butadien-Acrylnitril-Copolymerisat
<tb>  H <SEP> = <SEP> Azeton
<tb>  I <SEP> = <SEP> Isobutylen-Isopren-Copolymerisat
<tb>  K <SEP> = <SEP> Methyl-Äthyl-Keton
<tb>  L <SEP> = <SEP> Polyalkyl-Polysulfid
<tb>  M <SEP> = <SEP> Isobutylen
<tb>  N <SEP> = <SEP> Vulkanisierter <SEP> Chloropren-Abfall
<tb>  0 <SEP> = <SEP> Vulkanisierter <SEP> Butadien-@Styrol-Abfag-1
<tb>  P <SEP> = <SEP> Vulkanisierter <SEP> Naturkaütschulz--Lauf  flä,ehen-Abfadl

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung einer homo genen Polymerisat-Diapersion, dadurch ge kennzeichnet, dass zwei verschiedene Polyme- risata mit einer Flüssägkeit, welche nur das eine Polymerisat aufzulösen vermag, behan delt werden, derart,
    dass das lösliche Poly- merisat in Lösung geht und das unlösliche Polymerisat in Form von kleinen Teilchen in der Lösung des andern Polym@erisates dispe r- giert wird. II. Dispersion, hergestellt nach dem Ver fahren gemäss Patentanspruch I. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mann die beiden Polymerisate zusa.tiiüen in Gegenwart der Flüssigkeit einer mechanischen Bearbeitung unterwirft. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das eine Poly- merisat in der Flüssigkeit auflöst, das andere Pol'ymerisat der Lösung zufügt, und die er haltene Mischung -einer mechanischen -Be arbeitung unterwirft. 3.
    Dispersion gemäss Patentanspruch 1I, gekennzeichnet dadurch, dass die Polymeri- satlösung selbst einen niedrigen Gehalt an Feststoffen und hohe Viskosität besitzt, wäh rend das in dieser Lösung dispergierte Poly- merisat der Dispersion einen hohen Gehalt an Feststoffen verleiht,
    ohne die Viskosität in nennenswertem Masse zu erhöhen. 4. Dispersion gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein vulkanisier tes Polymorisat dispergzert ist in der Lösung eines unvulkanisierten Polvmerisates. 5.
    Dispersion gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie polymeri- siertes Chloropren, dispergiert in einer Lö sung eines Butadien-Styrol-Copolymc4rs, ent hält. 6,.
    Dispersion gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein polymeri siertes Butadien-Aerylnitril-Copoilymer in der Lösung eines Butadien-Styro1-Copoly- mere dispergiert ist. 7.
    Dispersion gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass natürlicher Kautschuk in der Lösung eines Butadien- Acrylnitril-Copolymers dispergiert ist.
CH259131D 1946-03-01 1947-02-18 Verfahren zur Herstellung homogener Polymerisat-Dispersionen und nach dem Verfahren erhaltene Polymerisat-Dispersion. CH259131A (de)

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