Trimmerkondensator. Die, im Geiütebau der Hochfrequenz technik verwendeten Schaltelemente können nicht so übereinstimmend genau hergestellt werden, daB die mit den Schaltelementen ,aufgebauten Stromkreise gleicher Art genau übereinstimmende Eigenschaften haben.
Das <B>1.</B> lt insbesondere hinsichtlich der kapazi- tiven Eigenschaften der S.ehaltelemente. Auch die Verbindungsleitungen zwischen den Schaltelementen haben infolge gewisser Unterschiedlichkeit ihrer Verlegung in den einzelnen Stromkreisen der .gleichen Schal tung verschiedene sogen.a.nnte Raumkapazi täten.
Diese Abweichungen der kapazitiven Eigenschaften von Stromkreisen der gleichen Art. müssen ausgeglichen werden, wenn es auf unbedingte elektrische Gleichwertigkeit der Stromkreise, wie z. B. von Schwing kreisen einer Hochfrequenzverstärkerkas- kade ankommt. Für diesen Abgleich werden in der Hochfrequenztechnik Trimmerkon- densatoren verwendet, die von vornherein in den Schaltungen vorgesehen werden.
In vie len Fällen werden in einem frequenzbestim- inenden Stromkreis, z. B. in einer Hochfre- quenzverstärkerstufe, mehrere Trimmerkon- densatoren angeordnet, um die verschiedenen verstimmenden ka.pazitiven Einflüsse mög lichst getrennt, und zwar jeweils an der sinngemäss richtigen Stelle, kompensieren zu können, so ist z.
B. bei einem abgestimmten Kreis; an den eine Röhre angeschlossen ist, einerseits die Abweichung der Schalt- und Leitungskapazität vorn theoretisch ge- wünschten Betrag und anderseits die Ab weichung der Röhrenkapazität von .deren all und für sich vü@ra.usgesetzten Betragauszu gleichen. Während die Leitungs- und Schalt kapazität, also die Kapazität der Schaltele mente, der Leitungen und auch z.
B. des Röhrensockels während des Gebrauchs eines. Gerätes die gleiche bleibt, ist das hinsieht- lieh der Röhrenkapazität nach erfolgi-em jedesmaligen Auswechseln einer Röhre nicht der Fall. Die Unterschiedlichkeiten, die durch die letztgenannten Umstände bedingt sind, müssen jeweils. wieder mittels eines Trimmerkondenisators ausgegliehen werden.
Man bezeichnet den diesem Zweck dienenden Trimmerkondensator häufig als Eichtrimmer.
Wenn auch Trimmerkondensatoren an und für sich nur kleine :Schaltelemente dar stellen, so bedeuten sie aber doch einen nennenswerten Aufwand sowohl als geson dert herzustellende Einzelteile als auch hin sichtlich der notwendigen Montagearbeit bei ihrem Einbau in die Geräte.
Die erforder lichen Betriebseigenschaften eines Trimmer- kondensators, insbesondere die Gewährlei stung seinerausreichenden Unempfindlich keit gegenüber Alterunb :
vorgänge und Tem peratureinflüsse, stempelt einen Trimmer kondensator zu einem ausgesprochenen Prä zisionsteil, und der Einbau eines Trimmer- kondensators in ein Gerät erfordert nicht nur seine mechanische Befestigung, seine Anordnung an einer zugänglichen Stelle, sondern -auch den zuverlässigen elektrischen Anschluss,
der in der Regel mittels. Verlö- tung v'orgenommen wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Trim- tnerkondensator, der gekennzeichnet ist durch. eine . Einrichtung, derzufolge An schläge für das Einstellmittel in Wirksam keit gesetzt werden können, die den Regel bereich des Kondensators auf einen Teil des an und für sich vorhandenen ganzen Regel- bereichs begrenzen,
wobei der mittlere Ka- pazitätswert des so begrenzten Regel- bereiehs beliebig gewählt werden kann.
Mit einem solchen Trimmerkondensator kann zunächst die Schalt- und Leitungskapa- zität des betreffenden Stromkreises auf den jeweils gewünschten theoretisch voraxrsge- setzten Betrag gebracht werden.
Für den Ausgleich der Abweichung der Röhrenkapa zität vom jeweils vorausgesetzten Betrag kann der T'rimmerkondensator .gleichzeitig Verwendung finden, wobei jedoch die erwähnten Anschläge in Wirksamkeit ge setzt werden, so @dass nur ein kleiner Regel bereich des gondernsators, der für den genannten Ausgleich ausreicht, übrigbleibt.
Hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, die beim Auswechselh der Röhre erforderliche Korrektur bzw. Nacheichung des Hochfre- quenzkreises mittels des Trimmerkonden.sa- tors vorzunehmen, ohne dass die Gefahr be steht, dass der an und für sich vorgenom mene Abgleich .der Sohalt- und Leitungs kapazität aufgehoben wird.
Die mechanische Ausbildung des in der erfindungsgemässen Weise. eingerichteten Trimmerkondensators kann verschiedenartig vorgenommen werden. Als besonders vorteil haft und einfach ist eine Konstruktion anzu sehen, "bei der das Einstellmittel des Trim- merkondensators eine Schranrbenspindel ist, auf der ein arretierbarer Körper reitet, der in Richtung der Schräubenspindelachse um einen Teil des Betrages,
um den die Schrau- benspindel an und für sich ein- und ausdreh- bar ist, hin- und herbewegt werden kann.
An Hand des dargestellten-Ausführungs- beispiels sei der Erfindungsgeg'eristand ver anschaulcht. Links. vion der Systemachse S ist eine Ansicht und rechts ist der Trimmer kondensator im Schnitt dargestellt.
Der fest stehende Teil des :eigentlichen Trimmerkon- densators besteht aus dem hülsen- bzw. hohl- zylinderförmigen Teil 1 und dem buchsen- förmigen Ansatz 2, der mit einem Innen gewinde 4 versehen ist. Der buchsenförmige ..
Teil 2 ist in der Richtung der Systemachse S mit mehreren :Schlitzen 3 versehen. Diese sind zu dem Zweck vorgesehen, eine jeweils gewünschte Gängigkeit der im Innengewinde eingedrehten Schraubenspindel 9 einzustel len.
Die Einstellung erfolgt mittels der Mut- ter 6, für die auf dem buchsenförmigen Teil<B>'-)</B> ein Aussengewinde vorgesehen ist:
Nahe am Ansatzpunkt des buchsenförmigen Teils ist letzterer konisch geformt, und zwar derart, dass die entsprechend geformte Mutter 6 gegen diesen Bonusteil 7 drückt und ein Zu sammendrücken des buchsenförmigen Teils herbeiführt. Die besondere Ausführungsart, wie sie die Zeichnung zeigt, hat den Vorzug,
dass der auf den Bonusteil ausgeübte radial gerichtete Druck zunächst eine Pressanla.ge des Stirnteils 8 des buchsenförmigen Teils a.ri der eingedrehten Schraubenspindel herbei führt. Daraus, ergibt sich in radialer Rieh- tung ein gewisses Durchfedern der durch die Schlitze 3 unterteilten Buchse 2.
Dieses Durchfedern führt zu einer gleichmässig ver- teilten engen Anlage der Buchse an der Sbhraubenspindel, wodurch eine ,sehr gleich mässige Materialbeanspruchung, eine gün- stige Allmählichkeit der Erhöhung bzw. Er niedrigung der Reibung und damit eine leichte Einregulierbarkeit der jeweils ge wünschten Gängigkeit gewährleistet wird.
Der drehbare Teil des Trimmerkondensa- tors besteht aus der Schraubenspindel 9, die im Innengewinde 4 steckt. An ihrem obern stirnseitigen Ende befindet sich die hohl- zylinderförmige Erweiterung 10, in die ein weiterer hohlzylinderförmiger Körperteil 1\2 koaxial eingeschachtelt ist.
Zu diesem Zweck ist in Richtung der Systemachse S die stirn- seitige Bohrung 11-in der Schraubenspindel vorgesehen, in der der zapfenförmige An satz des Teilb:12 im Presssitz gehalten wird.
Die durch die Hohlzylinder 10 und 12 ge bildete Kammer 13 dient zur Aufnahme des ebenfalls hohlzylinderförmig ausgebildeten Siatorteils 17. Dieser ist am obern stirnsei- tigen Ende des hülsenförmigen Körperteils 1 isoliert angebracht.
Zu diesem Zweck ist die Isoliei scheibe 15 mittels des Bandstreifens 74 an den Hülsenkörper 1 befestigt; sie hat ein zentrales Loch 16, durch dm: der zapfen förmige Ansatz des Elektrodenteils 17 hin- rlurehgesteckt ist und mittels der Mutter 20 befestigt ist.
Für letztere ist auf den An- latzzapfen des Elektrodenkörpers 17 das Aussengewinde 18 vorgesehen. 19 ist eine Unterlegscheibe zwischen der Mutter 20 und dem Isolierkörper 15. Für das Werkzeug zum Festschrauben der Mutter 20 ist an dieser der Querschlitz 21 angebracht.
Der Zapfen des Elektrodenkörpers 17 läuft oben in dem Lötansatz 22 aus, dessen zentrale Bohrung 23 zur Aufnahme des Anschluss- dr"a.hi;es dient. Am untern stirnseitigen Ende < ler Schraubenspindel ist der Schlitz 24 vor- le.sehen, um mittels eines Schraubenziehers den Trimmerkondensator einstellen zu kön nen.
An dem festsehenden Teil 1 ist der Rahmenkörper 25, 26, 27 mittels der Schrau- lien 28 und 29 befestigt, dessen Jochteil mit ?:5 und dessen Schenkelteile mit 26 und. 27 gekennzeichnet sind. Innerhalb des freien Raumas des Rahmenkörpers ist die, auf der SchraubenspindIel 9 reitende Mutter 30 ange ordnet, die mit radialen mit Innengewinde versehenen Bohrungen 31 versehen ist.
In diesen stecken die M adensehrauben 32, die gestatten, die Mutter auf der Schrauben spindel arretieren zu können. Zwischen den Anschlagflächen 33a und 33, nämlich der innern Begrenzungsfläche -des Jochteils 25 und der untern Stirnfläche des feststehenden Teils 2, kann die Mutter 30 in Richtung der Systemachse hin- und herbewegt werden. Ist sie arretiert, so kann um den entsprechenden Betrag die Schraaibenspindel 9 hinein- bzw. herausgedreht werden.
Der Befestigung des Trimmerkondensators dient der Teil 34, der mittels der Schraube 35 an dem Rahmenkör per 25, 26, 27 befestigt ist.
Der Tizmmerkondensator wird in der fol genden Weise zum Ausgleich der im Strom kreis vorhandenen unerwünschten Abwei chungen der Schalt- und Le.itungs- sowie der Röhrenkapazität vom jeweils gewünsch ten Betrag verwendet:
Es erfolgt zunächst ohne Arretierung der Feststellmutter 30 ein Einregulieren des Trimmerkondensators zur llerbeiführung des notwendigen Abgleichs. Dann wird mittels der Madenschraube 32 die Mutter 30 arre tiert, wodurch die Anschlagflächen 33 und 33a in Wirksamkeit gesetzt werden.
Der hierdurch bedingte verbleibende kleinere Re gelbereich ist nur ein Bruchteil des ganzen Regelbereiekes des Kondensators und genügt vollständig, um beim Auswechseln der Röhre den jeweils erforderlichen Abgleich der Ensatzröhrenka.pazität herbeizuführen.