CH256263A - Optische Einrichtung zur Ablotung einer horizontalen Richtgeraden in eine andere Horizontalebene. - Google Patents

Optische Einrichtung zur Ablotung einer horizontalen Richtgeraden in eine andere Horizontalebene.

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CH256263A
CH256263A CH256263DA CH256263A CH 256263 A CH256263 A CH 256263A CH 256263D A CH256263D A CH 256263DA CH 256263 A CH256263 A CH 256263A
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Verkaufs-Aktiengesellschaft Heinrich Wild's Geodaetische Instrumente
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Wild Heerbrugg Ag
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B23/00Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices

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Description


  Optische Einrichtung zur Ablotung einer horizontalen Richtgeraden  in eine andere Horizontalebene.    Lm eine horizontale Richtung, beispiels  weise die Richtung einer zu treibenden Ga  lerie, auf den Boden eines vertikalen Schach  tes abzuloten, werden gewöhnlich zwei     Richt-          lote    verwendet, die zusammen eine vertikale  Ebene bestimmen, die diese Richtung enthält,  Dieses Verfahren ist jedoch unbequem  und wenig genau. Es ist daher eine Einrieb       tung        vorgeschlagen    worden, mittels welcher  die     Ablotung    einer bestimmten horizontalen  Richtgeradem in eine andere Horizontalebene  auf optischem Wege möglich ist.

   Diese Ein  richtung weist ein Zielfernrohr und eine  Spiegelvorrichtung, die zur Knickung der  horizontalen     Zielachse    in die     Vertikale    vor  dem Fernrohr in den Strahlengang einschalt  bar ist, auf und ferner ein Ablenksystem, das  bei Einschaltung dieser Spiegelvorrichtung  dem Fernrohr vorgesetzt ist, zwecks Erzeu  gung eines     Doppelbildes    einer waagrechten  Linienmarke. Das verwendete optische Ab  lenkmittel besteht aus einem einfachen achro  matischen Glaskeil, der von einem Teil des  Fernrohrobjektivs angeordnet ist.

   Eine     bei-          spieisweise    in einem Schachtgrund angeord  nete Linienmarke wird daher in zwei par  allel zueinander liegenden Bildern erschei  nen.     Dabei    entsteht das eine Bild durch die  Strahlen, die neben dem Glaskeil durch das  Objektiv eintreten, und das andere durch die  Strahlen, welche zuerst den geil und dann  das Objektiv passieren. Der Abstand der bei-    den Bilder ist abhängig vom Winkel zwi  schen den Horizontalprojektionen der Linien  marke und der optischen Achse des Zielfern  rohres, wobei dieser Abstand verschwindet,  wenn diese Projektionen zueinander parallel  sind. Die Einrichtung gestattet daher, die  Linienmarke und das Fernrohr miteinander  auszurichten.

   Die abzulotende Richtgerade  ist dabei die Achse des Fernrohres, mit wel  chem ein entsprechendes Ziel anvisiert wird,  vor dem Einschalten der Spiegelvorrichtung.  Diese Einrichtung hatden Nachteil, dass der  Abstand der beiden Bilder der Linienmarke  nicht nur von dem genannten Winkel und  von dem Brechungswinkel des Glaskeils ab  hängt,     sondern    auch vom Abstand der Linien  marke zum Fernrohr, das heisst von der Tiefe  des Sehachtes.

   Es ist daher notwendig, je  nach der     Schachttiefe    den Glaskeil auszu  wechseln, :da ein Glaskeil mit einem grossen       Ablenll-ungs,#v-inkel    nur für     einen,        seichten     Schacht verwendbar ist, während für einen  tiefen Sehacht ein Glaskeil     mit    einem we  sentlich kleineren Ablenkungswinkel erfor  derlich ist.  



  Vorliegende Erfindung bezweckt, eine  optische Einrichtung zu     schaffen,    welche für  den beschriebenen Zweck     bestimmt    und für  jede     Schachttiefe    verwendbar ist, ohne dass  Auswechslungen von optischen Teilen     erfor-          Jerlich    sind.

   Die Erfindung     besteht    darin,       dass    das     Ablenksystem    so ausgebildet     ist,    dass      die anvisierte waagrechte Linienmarke im  Fernrohr in zwei sich     kreuzenden    Linien ab  gebildet wird, wobei der durch die     beiden     Linien     eingeschlossene    Winkel doppelt so  gross ist wie der Winkel zwischen den Hori  zontalprojektionen der Linienmarke und der  optischen Achse des Zielfernrohres.  



  Der Abstand zwischen Fenurohr und  Marke spielt somit keine Rolle mehr, so dass  diese optische Einrichtung unabhängig vom  Abstand der Marke verwendet werden kann.  Als Ablenkorgan kann beispielsweise ein  Doveprisma verwendet werden.  



       Nachstehend    ist eine beispielsweise Aus  führungsform der erfindungsgemässen Ein  richtung beschrieben und auf den beiliegen  den Zeichnung dargestellt; es zeigt:  Fig. 1 eine schematische Darstellung der       Einrichtung,     Fig. la eine Ansicht des Fernrohrobjek  tivs mit unmittelbar vorgesetztem     Dove-          prisma,     Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines  Doveprismas.  



  Fig. 3 und 4 veranschaulichen die zwei  Bilder, die im Verlauf der Richtungsbestim  mung im Fernrohr gesehen werden,  Fig. 5 die in den Schacht eingelegte Vi  siertafel in der Draufsicht,  Fig. 6 die Anwendung der Einrichtung  beim Anvisieren einer in einem Schacht  grund aufgestellten Visiertafel,  Fig. 7 die Anwendung der Einrichtung  beim Anvisieren eines über den Sehacht ge  spannten Kabels von der Schachtsohle nach  oben.  



  Die Vorrichtung besteht aus einem Fern  rohr L mit horizontaler Achse x1, x2, Objek  tiv 01, Okular O2, Fadenkreuz R, einer Licht  quelle A und einer planparallelen, unter einem  Winkel von 45  geneigten Spiegelscheibe B  ohne Belag, die das Licht der Lampe a auf  das Fadenkreuz wirft. Vor dem Objektiv Ol  ist beispielsweise ein Doveprisma P angeord  net, das mit dem Fernrohr justierbar verbun  den ist, aber nur etwa die Hälfte des Objek  tivs überdeckt (Fix. la). Der Längsschnitt    durch dieses Prisma (Fix. 2), hat die Form  eines gleichschenkligen Trapezes mit einem  Basiswinkel von 45 . Ein Strahl, der, wie bei  spielsweise r1, parallel zur grösseren Basis C  durch eine geneigte Fläche des Prismas ein  dringt,     wird    auf C total reflektiert und ver  lässt das Prisma parallel zur Einfallsrichtung.

    Hinter diesem Prisma P sind zwei einen Win  kel von 45  einschliessende Spiegel G1 und G2  angeordnet, welche die senkrecht von unten  zur Hälfte durch das Doveprisma und zur  Hälfte direkt eintretenden Strahlen r3 in das  Fernrohr L reflektieren. Der eine dieser  Spiegel G1 ist wegschaltbar, um bei horizon  taler Zielung die Sicht nach der Zielfernmar ke  Z (Fix. 6) freizugeben. Im Fernrohr L wer  den die von unten eintretenden Strahlen zwei  Bilder erzeugen, eines ohne und eines mit Be  teiligung des Prismas P. Zur Richtungsüber  tragung benützt man mit Vorteil eine verti  kal unter der Einrichtung angeordnete, unten  im Schacht aufgelegte Visiertafel M, die bei  spielsweise einen weissen Strich D auf  schwarzem Grund aufweist.

   Die in den  Schacht abzulotende horizontale Richtung ist  gegeben durch den über dem Schacht bezeich  neten Fixpunkt (Stationspunkt)     und    ,die Ziel  fernmarke Z.         Die    Anwendung der Einrichtung ist in       Fig.    6     schematisch    veranschaulicht.

   Die Vor  richtung wird senkrecht über dem Fixpunkt       (Stationspunkt)        aufgestellt.    Das     Prisma    P  wird     zunächst    so eingestellt, dass dessen Ba  sisfläche C zur optischen Achse     x1,        x#-    des  Fernrohres L senkrecht zu liegen kommt.

   7m  diese Einstellung durch     Autokollimation    vor  nehmen zu können, ist das Prisma     unmitte'#-          bar    vor dem     Fernrohrobjektiv    angeordnet,  währendes für die Bilddrehung allein auch  weiter unten     angebracht    sein     könnte,        als    in       Fig.    1 dargestellt ist.    Nach Einstellung des Fernrohres auf     Ur-          endlich    wird das Prisma derart orientiert.

         dass    das in das     Fernrohr    durch die Fläche C  zurückgeworfene Bild des Fadenkreuzes R  ,das Fadenkreuz R selbst überdeckt     (Auto-          kollimation).    Hierfür genügt die an einer un-      verspiegelten Glasfläche auftretende Re  flexion. Durch das Fernrohr wird sodann die  Zielfernmarke Z anvisiert, um die optische  Achse x1, x2 des Fernrohres, die nunmehr  reeltwinklig zur Fläche C liebt, in die zu  übertragende Richtung einzustellen. Im  Schacht, möglichst in der Richtung des  Strahles r3, (Fig. 1) wird die Visiertafel N  aufglegt, die auf schwarzem Grund eine  weisse, gerade Linie D aufweist, welche an  nähernd nach der gesuchten Richtung orien  tiert ist.

   Man sieht sodann nach     Zurück-          des    Spiegels G, im Fernrohr L  ein direktes Bild D' der Geraden D, welches  nur durch die Spiegel G1 und G2 reflektiert  wird, und ausserdem ein durch das Prisma P  lindurchgehendes und durch G1 und G2 re  flektiertes Bild D'', das sich mit dem ersten  Bild kreuzt (Fig. 3), unter einem Winkel, der  doppelt so gross ist wie der durch die Linie  D der Visiertafel mit der Achse x1, x2 ge  bildete Winkel. Die ganze Einrichtung wird  sodann uni die vertikale Achse Y1, Y2 ver  dreht, bis die beiden Bilder D', D'' sich voll  kommen decken (Fig. 4).  



  In diesem Augenblick liegt die Achse  x1, x2 des Fernrohres L parallel zur Linie D  der Visiertafel M.  



  Durch ablesen des Winkels a1, um     wel-          clien    das Zielfernrohr gedreht werden musste,  um die Deckung der Bilder zu erzielen, wird  der Winkel ermittelt, den die Linie D der Vi  siertafel mit der gesuchten Richtung bildet.  Die Vorrichtung wird sodann auf den Boden  des Schachtes aufgestellt. Man vergewissert  sich, dass die Autokollimation immer noch be  steht und bringt die zwei Bilder D', D''  durch Verdrehen der Vorrichtung um die  Achse Y1, Y2 neuerdings in Deckung, wonach  durch Drehen der Einrichtung um die Achse  Y, Y in der bewiinsehten Richtung um den  vorher bestimmten Winkel a1 die optische  Achse x1, x2 des Fernrohres L in die zu über  tragende Richtung gebracht wird, welche auf  diese Weise bestimmt ist.

   Die beiden Bilder  können mit grosser Präzision zur Deckung  gebracht werden, da sie identisch sind und    sich um das Doppelte des Drehwinkels der  Vorrichtung drehen.  



  In dem in Fig. 7 dargestellten, Fall wird  die gewünschte Richtung durch ein über dem  Schacht gespanntes Kabel E gekennzeichnet.  In diesem Falle wird die     Einrichtung    auf  dem Boden des Schachtes aufgestellt und die  Spiegel G1, G2 werden um die Achse x1, x2  um 180  geschwenkt, so dass der Strahl r3  senkrecht von oben auf den Spiegel G2 auf  tritt. Nach     Einstellung    des     Prismas    P durch       Autokollimation    wird das über dem Schacht  gespannte Kabel E nach oben anvisiert und  die Einrichtung um die Achse Y1, Y2 so  lange gedreht, bis die beiden Bilder des Ka  bels E im Fernrohr L zusammenfallen. In  diesem Augenblick liegt die optische Achse  x1, x2 des Fernrohres L parallel zum Kabel E.  



  Anstatt einer einzigen Linie D kann die  Visiertafel M mit einem Netz von parallelen  Linien in gleichmässigen Abständen verse  hen sein, wobei die Dicke dieser Linienetwas  geringer sein soll als die Zwischenräume     zwi-          sehen    den Linien. Die reflektierten Bilder  lassen sich durch leichtes Drehen des Prismas  um die Achse x1, x2 des Fernrohres parallel  verschieben.

   Nach Herstellung des     Parallelis-          mus    zwischen dem direkten und dem reflek  tierten Bild erscheint das aus den beiden Bil  dern     zusammengesetzte    Bild in der Form von  feinen .schwarzen Linien von bleichmässi-er  Dicke, in     gleichmässigen.    Abständen, auf wei  ssem     Untergrund.     



  Es wäre ebenfalls denkbar, die auf dem  Boden des Schachtes angeordnete     Visiertafel     mit dem Fernrohr eines     Theoidoliten    zu ver  binden, .dessen     Zi.elaehse    parallel steht zum       Längsstrich    der     Zieltafel.    In einem solchen  Falle wird dieses Fernrohr dadurch nach der       ,),e@sLichten    Richtung orientiert,     dass    man es  zusammen mit der Zieltafel dreht,     bis    im  Fernrohr L .die beiden gekreuzten Bilder der       Zieltafel    sich decken.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRUCH Optische Einrichtung zur Ablotunb einer bestimmten horizontalen Richtgeraden in eine andere Horizontalebene, mit einem ZieHern- rohr und mit einer Spiegelvorrichtung, die zur Knickung der horizontalen Zielachse in die Vertikale vor dem Fernrohr in den Strahlengang einschaltbar ist, und ferner mit einem Ablenksystem, das bei Einschaltung dieser Spiegelvorrichtung dem Fernrohr vor gesetzt ist, zwecks Erzeugung eines Doppel bildes einer waagrechten Linienmarke, da durch gekennzeichnet, dass das Ablenksystem so ausgebildet ist, dass die anvisierte waag rechte Linienmarke im Fernrohr in zwei sich kreuzenden Linien abgebildet wird,
    wobei der durch die beiden Linien eingeschlossene Win kel doppelt so gross ist wieder Winkel zwi schen den Horizontalprojektionen der Linien marke und der optischen Achse des Zielfern rohres. UNTERANSPRÜCHE 1. Optische Einrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ab- lenksystem aus einem Doveprisma besteht, dessen grössere Basis senkrecht zur optischen Achse des Fernrohres einstellbar und das un mittelbar vor dem Fernrohrobjektiv angeord net ist. 2.
    Optische Einrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass das Fernrohr ein Fadenkreuz und eine Lichtquelle aufweist, um das Dove- prisma durch Autokollimation mit seiner grö sseren Basis senkrecht zur optischen Achse des Fernrohres orientieren zu können,. 3.
    Optische Einrichtung nach Patentan- spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spiegelvorrichtung aus zwei Spiegeln besteht, die unter sich einen Winkel von 45 bilden, und wovon der eine ausschaltbar ist.
CH256263D 1945-05-15 1946-04-29 Optische Einrichtung zur Ablotung einer horizontalen Richtgeraden in eine andere Horizontalebene. CH256263A (de)

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