CH242578A - Betätigungsvorrichtung an Webstuhl. - Google Patents
Betätigungsvorrichtung an Webstuhl.Info
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Description
Betätigungsvorrichtung an Webstuhl. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Betätigungsvorrichtung an einem Webstuhl.
Erfindungsgemäss kann der Webstuhl durch axiale Verschiebung einer Betätigungs stange, deren Längsachse in Richtung quer zum Stuhl liegt, in Betrieb gesetzt und ab gestellt werden, ferner kann mindestens eine den Gang -des Webstuhls in anderer Weise beeinflussende Einrichtung ebenfalls mittels dieser Betätigungsstange zur Wirkung- ge bracht werden, indem die Lage der Stange in bestimmter Weise verändert wird.
Diese Betätigungsstange steht dabei vor teilhaft unter der Wirkung von Federkräf ten, welche jeder Lageveränderung derselben aus der dem Stillstand des Webstuhls ent sprechenden Mittellage entgegenwirken, wobei die Stange jeweils nur in der dem Normal lauf entsprechenden Lage durch eine Arre tierung festgehalten wird, aus allen andern Stellungen dagegen selbsttätig in die er wähnte Mittellage zurückgeht.
Bei Webstühlen mit einer Rücklaufein- richtung und einer von einem bewegten Teil des Stuhls gesteuerten Einrichtung zum An halten der Weblade in bestimmter Stellung werden diese Einrichtungen vorzugsweise so mit der Betätigungsstange verbunden,
dass bei axialer Verschiebung der Betätigungs stange von der dem Stillstand des Stuhls entsprechenden Lage aus in entgegengesetz ter Richtung zur Einschaltbewegung für den Normallauf der Rücklauf eingeschaltet und durch Verdrehen der Betätigungsstange um ihre Längsachse die Einrichtung zum An halten der Weblade in bestimmter Stellung zur Wirkung gebracht wird.
Der Erfindungsgegenstand - ist auf - der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht, mit einzelnen Teilen im Schnitt, Fig. 2 einen Grundriss, ebenfalls mit ein zelnen Teilen im Schnitt, Fig. 3 eine Teilansicht von vorn, mit ein zelnen Teilen im Schnitt, und Fg. 4 einen Ausschnitt von Fig. 3 in grösserem Massstabe.
Die Weblade 1 wird durch ein in der Zeichnung :nur _ teilweise angedeutetes Ge triebe von der Welle 2 in gebräuchlicher Weise in Bewegung gesetzt. Diese Welle erhält ihren Antrieb über die aus den Rä dern 3 und 4 bestehende Kupplung und den Riemen 5 vom Motor 6. Das auf der Welle 2 sich drehende und axialverschiebbare Kupplungsrad 4 wird durch, den Hebel 7 ein und ausgerückt. Dieser Hebel wird durch die Stange 8 betätigt; welche auch mittels des Hebels 9 das auf das Rad 3 wirkende Brems band 10 beeinflusst.
Das andere Ende der Stange 8 steht über den Hebel 11, die Welle 12 sowie den Hebel 13 mit der Pleuelstange 14 in Verbindung. Diese, ist am Zapfen 15 der Kurbelwelle 16 angelenkt, auf welcher das Zahnrad 18 gelagert ist. Am Zahnrad 1.8' sind die Federklinken 17, 17' angebracht, welche mit :dem. Rasten 16', 16" der Kurbel-. welle 16 zusammenwirken und in eingeklink- tem Zustand eine Verdrehung des Zahnrades 18 gegenüber der-Welle 16 verhindern.
Das Zahnrad 18 steht in Eingriff mit dem als Zahnstange ausgebildeten Ende 20 der Be tätigungsstange 19. Durch axiale Verschie bung der Betätigungsstange 19 kann daher das Zahnrad 18 und damit die Kurbelwelle 16 vedreht-werden. Ein Anschlag 21-lässt die Verdrehung der Kurbelwelle 16 aus der untern in die obere Totpunktlage des Zapfens 15 nur in einem Drehsinn zu.
Sie liegt bei weiterer Verdrehung um einen kleinen Be trag über die obere To-tpunktlage des Zapfens. 15 hinaus mit der Federklinke 17 gegen den Anschlag 21 an.
Hierdurch gelangt die Fe derklinke 17 äüsser Eingriff mit der Rast 16", so dass die Kurbelwelle 16 für diese Drehrichtung nicht mehr fest mit dem Zahn rad 18 verbünden ist. Die Stange 8 trägt noch die Feder 22, welche die Schaltglieder für die Kupplung und die Bremse beeinflusst und die Pleuelstange 14 sowie diel Kurbel in die dem Stillstand des Webstuhls entspre chende Totpunktlage zu ziehen sucht.
Die auf der Kurbelwelle 16 angebrachte Nockenscheibe 27 dient zum Einschalten des Rücklaufes. Diese Nockenscheibe wirkt auf den einen Arm eines Doppelhebels 26, dessen anderer Arm an der Stange 25 angelenkt ist, welche ihrerseits am andern Ende mit dem Doppelhebel 24 verbunden ist, der die Rück laufrolle 23 trägt. Die Feder 28 auf der Stange 25 ist bestrebt, einerseits den einen Arm des Doppelhebels 26 gegen die Nocken scheibe 27 zu drücken - und anderseits im Normalbetrieb die Rolle 23 ausser Eingriff mit dem Rad 3 zu halten.
Im Webstuhlgehäuse 30 ist der mit dem Zapfen 29' versehene Flansch 29. derart be festigt, dass er sich um die Längsachse der Betätigungsstange 19 drehen, in axialer Rich tung sieh jedoch nicht verschieben kann. Die Aussparung 31 in diesem Flansch entspricht dem Querschnittsprofil des Stangenendes 20 und dient zugleich als Lager für dieses Ende. Der Flansch 29 und die Betätigungsstange 19 werden durch die von der Feder 32 aus geübte Kraft in ihrer Mittellage gehalten (Stellung 0 des Flanschzapfens 29' in Fig.1).
Für d @e Einrichtung zum Anhalten der Weblade in bestimmter Stellung, sind zwei durch die Nocken 33, 34 betätigte Messer 35, 36 vorgesehen, die im Normalbetrieb des Stuhls unter bezw. über der Nase 37' des Schwinghebels 37 hin- und herbewegt wer den.
Am Gehäuse 30 ist ein aus den beiden Armen 38' und dem Arm 38" gebildeter He bel gelagert. Der Schwinghebel 37 ist einer seits in den Armen 38' gelagert und kann mittels des Zapfens 29' vom Flansch 29 so verdreht werden, dass seine Nase 37' in die Bewegungsbahn eines der Messer 35, 36 kommt. de nach Stellung der Kurbelwelle 16 wirkt der Arm 38" entweder auf den an der Welle 16 vorgesehenen Zapfen 16"' oder über den Zusatzhebel 39 auf die Klinke 17'.
Der Antrieb -wirkt in folgender Weise. Durch axiale Verschiebung der Betäti gungsstange 19-nach rechts (Fix. 3 und 4) wird das Zahnrad 18 und mittels der auf diesem angebrachten Federklinken 17, 17' die Kurbelwelle<B>16</B> im Gegenuhrzeigersinn ver dreht, bis. die Federklinke 17 gegen den An schlag 21 anliegt und ausklinkt. Der Kurbel zapfen 15 kommt dadurch von der untern, dem Stillstand des Webstuhls entsprechen den, in die obere, dem Normalbetrieb .
ent sprechende Totpunktstellung. Hierdurch -wird auch die Pleuelstange 14 nach oben gezogen und verschiebt über den Hebel 13, die Welle 12 und den Hebel 11 die Stange 8 nach rechts (Fig. 1 und 2). Das Bremsband 10 wird da durch gelöst und das Kupplungsrad 4 mittels des Hebels 7 eingerückt.
Die am Zapfen 15 angreifende Pleuelstange 14 bildet in dieser Stellung zusammen mit der durch den Mittel punkt des Zapfens 15 und den Mittelpunkt der Kurbelwelle 16 gehenden Verbindungs- linie einen Kniehebel, der, am Anschlag 21 zum Anliegen kommt. Die Wirkung des Kniehebels stellt sich beim Überschreiten des obern Totpunktes des Zapfens 15 in Gegen uhrzeigerrichtung ein, wobei, durch die Fe der 22 unterstützt, der Zapfen 15 in Be triebsstellung festgehalten wird. Auf der Zeichnung ist dieser Zustand dargestellt.
Für den Rücklauf wird die Betätigungs stange 19 axial von der dem Stillstand ent sprechenden Lage aus (untere Totpunktlage in Fig. 4) nach links verschoben. Dadurch wird die Kurbelwelle 16 über das Zahnrad 18 mittels der auf diesem angebrachten Fe derklinken 17, 17' im Uhrzeigersinn ver dreht. Die auf der Kurbelwelle 16 ange brachte Noekens,cheibe, 27 viors,ehwenkt den Hebel 26, und die im Webstuhlbetrieb sich ständig in Pfeilrichtung drehende Rücklauf rolle 23 wird entgegen der Wirkung der Fe der 28 gegen das Rad 3 gepresst.
Dadurch erhält die Welle 2 die für den Rücklauf erforderliche Drehrichtung. Die - Nocken Scheibe 27 ist dabei so auf der Welle 16 an geordnet, dass die Rücklaufrolle 23 erst nach Lösen des Bremsbandes 10, aber vor Ein rücken des Kupplungsrades 4 eingeschaltet wird.
Beim Anhalten der Weblade bei Normal betrieb des Webstuhls in einer ihrer beiden Totpunktlagen (I, II) koqnmt die erwähnte Zusatzabstelleinrichtung zur Wirkung. In diesem Fall wird die Betätigungsstange 19 um ihre Längsachse verdreht, bis der Zapfen 29' des- Flansches 29 entweder in der mit I oder Il markierten Stellung ist (Fig. 1).
Dabei verursacht das Verdrehen der Betäti gungsstange 19 im Sinne von I (Fig. 4) und damit des Flansches 29 in die Stellung I (Fig. 1) das Einstechen des durch den Nocken 33 getriebenen Messers 35 auf die Nase 37' und bewirkt das Anhalten der Weblade 1 in der hintern Tot-punktlab und um=gekehrt verursacht das Verdrehen der Betätigungs stange 19 im Sinne von II (Fig. 4)
und da mit des Flansches 29 in die Stellung II (Fig. 1) das Einstechen des durch den Nok- ken 34 getriebenen Messers 36 auf die Nase 37' und bewirkt das Anhalten der Weblade 1 in der vordern Totpunktlage II. Indem nämlich durch das Verdrehen der Betäti gungsstange 19 die Nase 37' des Hebels 37 in die Bewegungsbahn eines der beiden Mes ser 35, 36 gebracht wird, wird in der Folge der Hebel 38', 38" um seine Achse verdreht und drückt auf den Zapfen 16"'.
Hierdurch wird der Kurbelzapfen 15 über den öbern Totpunkt hinaus verschoben und geht unter dem Einfluss der Feder 22 in die dem Web stuhlstillstand entsprechende untere Tot punktlage zurück.
Für das Anhalten der Weblade bei Rück wärtsgang des Stuhls in einer der beiden Tot punktlagen I, 1I kommt der Zusatzhebel 39 zur Wirkung. In diesem Fall ist der Zapfen 16"' ausser Reichweite des Hebels 38', 38", denn das Zahnrad 18 wurde durch Aaialver- schiebung der Betätigungsstange 19 nach links im Uhrzeigersinn verdreht.
Die Klin ken 17, 17' wirken mit den Rasten 16, 16" zusa)mmen und befinden sich in der strirh- punktierten Lage von Fig. 4.
Sobald durch Verdrehen der Stange 19 mittels des Flan sches 29 und des Schwinghebels 37 die Nase 37' in die Bewegungsbahn eines der Messer .35, 36 kommt, wird der Hebel 38', 38" um seine Achse verdreht und wirkt auf den Zu satzhebel 39, welcher auf die Klink=e 17' drückt und dadurch die Verbindung zwischen dem Zahnrad 18 und der Kurbelwelle 16 löst, wodurch der Kurbelzapfen 15 unter dem Einfluss der Feder 22 in die untere Totpunkt lage und der Webstuhl zum Stillstand kommt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Betätigungsvorrichtung an Webstuhl, da durch gekennzeichnet, dass der Webstuhl durch axiale Verschiebung einer Betätigungs- stange" deren Längsachse in Richtung quer zum Stuhl liegt, in Betrieb gesetzt und abge stellt werden kann, und dass ferner minde stens eine den Gang des Webstuhls in anderer Weise beeinflussende Einrichtung ebenfalls mittels dieser Betätigungsstange zur Wir kung gebracht werden kann,indem die Lage der Stange in bestimmter Weise verändert wird. UNTERANSPRüCHE 1. Betätigungsvorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsstange unter der Wirkung von Federkräften steht, welche jeder Lagever änderung derselben aus der dem Stillstand des Webstuhls entsprechenden Mittellage entgegenwirken, wobei die Stange jeweils nur in der dem Normallauf des Stuhls ent sprechenden Lage durch eine Arretierung festgehalten wird,aus allen andern Stellun gen dagegen selbsttätig in die erwähnte Mit- tellagle zurückgeht. 2. Betätigungsvorrichtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellung der Betätigungsstange in der Normalbetriebslage des Webstuhls durch Kniehebelwirkung erreicht wird. 3.Betätigungsvorrichtung -nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei axialer Verschiebung der Betätigungsstange von der dem Stillstand des Webstuhls ent sprechenden Lage aus in entgegengesetzter Richtiung zur Einschaltbewegung für dien Normallauf der Rücklauf eingeschaltet wird.4.- Betätigungsvorrichtung nach Patent anspruch, mit einer von einem bewegten Teil des Stuhls gesteuerten Einrichtung zum An halten der Weblade in bestimmter Stellung, dadurch gekennzeichnet, dass diese Einrich tung durch Verdrehen der Betätigungsstange um ihre Längsachse zur Wirkung gebracht wird, wobei jedem Drehsinn das Anhalten der Weblade in einer ihrer beiden Totpunktlagen entspricht. 5.Betätigungsvorrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die axiale Verschiebung der Betäti gungsstange eine Kurbel verdreht wird, deren Kurbelzapfen mittels einer Pleuelstange mit den Schaltgliedern der Betriebskupplung und der Bremse so in Verbindung steht, daZ die. eine Totpunktlage der Kurbel dem Ruhe zustand des Stuhls mit angezogener Bremse bei ausgerückter Kupplung und die andere Totpunktlage dem Normalbetriebszustand des Stuhls mit eingerückter Kupplung bei ge löster Bremse entspricht.6. Betätigungsvorrichtung nach Unter ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltglieder für die Kupplung und die Bremse unter dem Einfluss einer Feder stehen, welche die Pleuelstange und die Kur bel in die dem Stillstand des Stuhls entspre chende Totpunktlage zu ziehen sucht und dass ein Anschlag (21) die Verdrehung der Kurbel aus dieser Totpumktlage in die Be triebslage nur in einem Drehsinn zulässt;wobei die Kurbel bei Verdrehung über die Betriebslage hinaus gegen diesen Anschlag anliegt und in dieser Stellung durch Knie hebelwirkung festgehalten wird. 7. Betätigungsvorrichtung nach Unter ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle der Kurbel eine die Rücklauf- einrichtung betätigende Nockenscheibe trägt, welche bei Verdrehung der Kurbel in der einen Drehrichtung vom Stillstandtotpunkt gegen den Betriebstotpunkt hin den Rück lauf nach Lösen der Bremse aber vor Ein rücken der Kupplung einschaltet.B. Betätigungsvorrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslösung der Einrichtung zum Anhalten der Weblade in bestimmter Stellung durch zwei pockengetriebene Messer erfolgt, welche auf einen Schwinghebel. wirken, dessen Nase durch Verdrehen der Betätigungsstange im einen oder andern Drehsinne wahlweise in die B,ewieigimgssb@ahneines der beiden Messerge- schwenkt werden kann.9. Betätigungsvorrichtung nach Unter ansprüchen 5 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurbel jeweils mittels der von einem der Messer auf den Schwinghebel übertra genen Bewegung in die dem Stuhlstillstand entsprechende Totpunktlage gedreht wird. 10.Betätigungsvorrichtung nach 'Unter ansprüchen 5 und 9, dadurch gekennzeichnet; dass das eine als Zahnstange ausgebildete Ende der Betätigungsstange mit einem Zahn rad in Eingriff steht, welches über Feder- klinken mit der Welle der Kurbel verbunden ist, wobei jeweils ein Anschlag mit diesen Federklinken so zusammenwirkt,dass beim Abstellen des Stuhls durch die Einrichtung zum Anhalten der Weblade in bestimmter Stellung die Verbindung zwischen Zahnrad und Welle gelöst ist. ,
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