CH239057A - Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Metallen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von Metallen.

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CH239057A
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metal
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piston
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Ferrier Proctor William
William Webb George
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Ferrier Proctor William
William Webb George
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Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Giessen von M1etallen.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf Verfahren und Vorrichtungen zum Gie  ssen von Metallen, wie zum Beispiel Alumi  nium- und Magnesiumlegierungen, die über  mehr als 5  der Celsiusskala zähflüssig sind.  Es kann sich dabei um das Pressgiessen zäh  flüssigen     Metalles    in     geschlossenen    Schalen  formen unter Ausnützung der Schwerkraft  oder Anwendung von Druck oder um das  kontinuierliche Strang giessen von Metallen  und Metallegierungen mittels einer Strang  giessform     handeln.     



  Bekanntermassen ist es von grösster     Wich-          tigkeit,    um beste Ergebnisse beim Giessen von  Metallen, insbesondere Leichtmetallen, zu er  halten, eine zweckmässige Temperaturrege  lung des     Metalles    bis zu dessen Eintritt in  die Giessform erzielen zu können.

   Ferner ist  bekannt, dass besonders bei Aluminiumlegie  rungen die Temperatur so tief, als dies mit  der Fliessfähigkeit des     Metalles    vereinbart  ist, gehalten werden     sollte.    In den bisher ge  bräuchlichen Verfahren musste jedoch das ge-         schmolzene    Metall, infolge der damit ver  bundenen -Wärmeverluste, bei einer genügend  hohen, diese Wärmeverluste berücksichtigen  den Temperatur in die Giessform eingeführt  werden. Aber diese Temperaturen     verursachen          übermässige        Schwindung    und Bildung von  Gasblasen, was natürlich der Herstellung  eines befriedigenden Erzeugnisses abträglich  ist.

   Ausserdem war es nicht möglich, die Tem  peratur mit Genauigkeit zu regulieren. Diese       Unmöglichkeit    der     Temperaturregulierung     erschwerte beim Giessen unter Druckanwen  dung die Erzeugung hoher Drücke, welche  bei der Herstellung von     Gussstücken    guter  Qualität wesentlich sind.

   Wenn nämlich zu  hohe Temperaturen angewendet werden, ist  die Fliessfähigkeit des     Metalles    derart, dass  sie zu Schwierigkeiten in der Aufrechterhal  tung des Druckes führt, und bei zu tiefen  Temperaturen neigt das Metall dazu, im Be  hälter oder in der Giessform schon vor der  vollständigen Füllung der letzteren zu     er-          etarreil,         Beim Metallgiessen unter     Druckranwen-          dung    ist es allgemein üblich, einen Giess  zylinder und Kolben innerhalb des Schmelz  kessels anzuordnen, welcher mit dem Innern  des Zylinders durch einen Einlass, der durch  den Kolben im gewünschten Zeitpunkt ge  öffnet und geschlossen wird, in Verbindung  steht.

   Bei solchen Vorrichtungen wird das im  Kessel befindliche Metall üblicherweise nmil  tels einer die Aussenseite des Kessels bestrei  chenden Flamme oder mittels elektrischer.  in das geschmolzene Metall getauchter     Heiz-          elemente,    die thermostatisch reguliert wer  den, erhitzt. Beim Stranggiessen von plasti  schen Stoffen und gewissen Metallen, wie sie  insbesondere zur Aussenverkleidung von heb  trischen Kabeln verwendet werden, lässt man  bekanntermassen ein Heizmittel. wie Dampf  oder Heisswasser, durch enge, teilweise den  Druckzy linder oder auch die Austrittslei  tung umgebende Kanäle oder Mäntel zirku  lieren.

   Bei der Spritzgussherstellung wurde  auch schon vorgeschlagen, den     Einfülltricb-          ter    und die Spritzdüse mit thermostatisch  regulierbaren Heiz- oder Kühlelementen zu  versehen. Diese Elemente wären zum Beispiel  durch an ihnen vorgesehene mit einem  Zirkulationssystem oder mit einer elektri  schen Stromquelle verbunden. Es stellte sich  jedoch     heraus,    dass mit diesen     Heizmitteln     trotz ihrer thermostatischen Regulierung, die  Temperatur des zu behandelnden Walles  nicht genau auf der für das Strang- oder  Pressgiessen innerhalb des     ZähNüssigkeits-          bereiches    geeignetsten Höhe gehalten werden  kann.  



  Bei den bekannten Giessvorrichtungen     ob-          genannter    Art verursachen die die Kessel  aussenseite bestreichenden Flammen oder die  in das Giessmetall getauchten elektrischen  Heizelemente örtliche Erhitzung, besonders  wenn sich das Metall in zähflüssigem Zu  stand befindet, die vermutlich darauf     zurücl-          zuführen    ist, dass die natürliche Konvek  tionsströmung bei solchem Zustand vermin  dert ist oder ganz aufgehört hat.

   Solch ört  liche Erhitzung ist sehr schädlich,     indem     Temperaturabweichungen in verschiedenen    Teilen des Mhetallbades über und unter elen  Bereich der Zähflüssigkeit eine ungleich  mässige Sclswin eung des Metalle s in der Giess  form zur Folge babe n. die Risse oder Poro  sität im fertigen Gnssstück verursacht. Der  Mangel einer genauen Temperaturregelung  ist auch für cdas Stranggiessen nachteilig  indem die Uhnstetigkeit der Metalltemperatur  unmittelbar vor dem Eintritt in die Form von  schädlicher Wirkung auf das gegossene Pro  dukt ist.  



  Erfindungsgemäss wird rnnn (las Giess  metall vor seinem Eintritt in die Form durch  indirekten Wärmeaustausch mittels einer  dieses bis     zum    Eintritt in die Form umgeben  den Heizflüssigkeit, wie zuem Beispiel ge  schmolzenen Salzen oder geschmolzen emn Me  tall anderer Art als das Giessimetall oder  einem Gemisch ans solchen Salzen und     Me-          lallen.    aber nicht Wasser, deren Temperatur  thermostatisch reguliert wird, auf die zum  Giessen günstigste Temperaturgebracht.  



  Durclh Verwendung einer Heizflüssigkeit  anstatt eines Gases ist eine wesentlich grö    ssere Warmemengw pro  des  Heizmediums verfügbar, entsprechend demn  Unterschie zwiselhen derspezifischenWärme  einer Flüssigkeit und eines Gasas, so dass  zwischen In Heizflüsigkeit und dem ge  schmolzenen Giessmetall nur ein kleines Tem  peraturgefälle erforcderlich ist.  



  Die Heizflüssigkeit kann ein Salz, wie  Kalium, Natriumntrat oder ein anderes  Salz oller eine Mischung solcher Salze, sein:  sie kann akwi- auch ein Metall oder eine     3e-          tallegierung    sein, deren Schn elzpunlkte     un-          gefälh    gleieh oder tiefer als wie derjenige des  Giessmetalles isst. zum Beispiel Blei, Zink.  Barium, Wismut oder deren Legierungen  zum Giessens von Alumninium oder dessen Le  gierungen.

   Es wird zweckmässig eine     Heiz-          flüssigkeil        smen        ge        verwendet,    deren     ther-          mische        Kapazität    grösser ist als die totale       thermishic        @iapazitüt    des Giessmetalle.  



  Ein Teil     dor        Hcizl.'lüssigkvit        kann    in     Zir-          kulation        um        die          des        CTieh-          metalle.s        und        ein        gesonderter        teil        uni    die     zum          Eintritt    in die Giessform     bereitgehaltene         Giessmetallmenge gesetzt werden,

   wobei diese  beiden Teile der Heizflüssigkeit durch ge  meinsame oder gesonderte     Mittel    erhitzt und  thermostatisch reguliert werden können.  



  Die Vorrichtung gemäss der Erfindung  zur Durchführung des Verfahrens besitzt  eine Ausstosskammer, welche einerseits mit  einem Behälter für das Giessmetall kommuni  ziert,     anderseits    mit Mitteln zum Zuführen  des Metalles zu einer Giessform versehen ist.  Ferner sind eine den Giessmetallbehälter und  die Ausstosskammer umgebende und zur Auf  nahme einer     Heizflüssigkeit    geeignete Um  kleidung, wobei diese Heizflüssigkeit nicht  in die Ausstosskammer eintreten kann, und  Mittel zum Erhitzen und thermostatischen  Regulieren der Heizflüssigkeit in dieser Um  kleidung vorgesehen.  



  Vorzugsweise wird das Giessmetall mit  tels eines     Kolbens    oder einer Förderschnecke  unter Druck aus der Ausstosskammer ausge  stossen. Dabei ist es zweckmässig, dass der  Kolben oder die Förderschnecke mit der     Heiz-          flüssigkeit    in Berührung stehen, um bei ihnen  die gleiche Temperatur aufrechtzuerhalten  wie in der Wandung der Ausstosskammer und  im Giessmetall; dadurch wird zwischen den  festen und den beweglichen Teilen eine  drucksichere Abdichtung gewährleistet.  



  Die Ausstosskammer kann die Form eines  mit einem Mantel umgebenen Zylinders ha  ben und ein Ventil zur Regulierung des Ein  trittes des Giessmetalles aus dem Behälter  besitzen. Erfolgt das Ausstossen des Giess  metalles aus dem Zylinder mittels eines Kol  bens, so kann dieser gleichzeitig als Schie  ber zum Öffnen und Schliessen des mit dem  Giessmetallbehälter in Verbindung stehenden  Einlasses dienen. Diese Bauart sieht vor, dass  die vom Giessmetall abgekehrte Rückseite des  Kolbens durch die Heizflüssigkeit bespült  wird.  



  Ein Vorteil erwächst durch die Verwen  dung eines Metalles wie Blei als Heizflüssig  keit für die Ausstosskammer, wenn diese mit  einem Kolben ausgerüstet ist, indem Blei  gleichzeitig als Schmiermittel dient, und be  hebt ausserdem die bei Verwendung von Sal-         zen    eingetretene     Schwierigkeit    von Undicht  heitsverlusten an der Stopfbüchse der Kol  benstange. In ein und derselben Anordnung  kann die Ausstosskammer mittels Salzen und  der Kolben mittels Bleierhitzt werden, wobei  Salze und Blei voneinander getrennt gehalten  und, wenn wünschenswert, getrennt erhitzt  und     thermostatisch    reguliert werden können.  



  Der     Erfindungsgegenstand    wird nachfol  gend an drei beispielsweisen Ausführungs  formen     unter    Bezugnahme auf die beiliegen  den     Zeichnungen    beschrieben, in welchen  diese Ausführungsformen schematisch darge  stellt sind:       Fig.    1 zeigt einen Vertikalschnitt durch  eine     Vorrichtung    mit Ausstosskolben.  



       Fig.    2 zeigt einen Vertikalschnitt durch  eine Variante der in     Fig.    1 dargestellten  Ausführungsform.  



       Fig.    3 zeigt einen Vertikalschnitt durch  eine Vorrichtung mit Förderschnecke.  



       Fig.    4 zeigt einen Schnitt längs der Linie       IV-IV    in     Fig.    3.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1  besitzt die Vorrichtung einen Kessel 1 für  die Heizflüssigkeit, in welchem mit Abstand  von den Kesselwänden ein     trichterähnlicher     Behälter 2 für das Giessmetall und unter des  sen engem Ende ein Zylinder 3 eingebaut  sind. Durch einen     Durchlass    4, der mittels  eines Ventils 5 reguliert wird, sind     Behälte#.     2 und Zylinder 3     miteinander    verbunden. Der  Zylinder 3 ist an seinem einen Ende mit  einem zur Giessform führenden     Auslasskanal     6 versehen, der von einem mit dem Kessel 1  kommunizierenden Mantelraum 7 umgeben  ist, so dass der Kanal 6 auf seiner ganzen  Länge von Heizflüssigkeit umgeben ist.  



  Im Zylinder 3 ist ein Kolben 8 angeord  net, auf dessen dem     Auslasskanal    6 abgekehr  ten Seite eine Kolbenstange 9 befestigt ist.,  die durch eine Stopfbüchse 10 an der mit der       Kesselseitenwand    bündigen     Stirnseite    des  Zylinders 3 geführt ist. Zum Hin- und Her  bewegen des Kolbens kann die Kolbenstange  von Hand, auf mechanischem oder auf hy  draulischem Wege betätigt werden. Aus      Fig. 1 ist ersichtlich, dass der äussere mnit  einem Gewinde 9a versehene Teil der Kol  benstange 9 durch einen Ausleger 11 geführt  ist und ausserhalb desselben ein mit dem Ge  winde 9a in Eingriff stehendes Handrad 14  trägt.  



  Der Kolben 8 weist an seiner zylindri  schen Aussenseite eine breite Vertiefung 8a  auf, die durch einen Kanal 8b und eine daran  anschliessende, in der     Kolbenstange    9 vorge  sehene Axialbohrung 9b mit einer     Schmnier-          vorrichtung    13 in Verbindung steht. Der  Kolben 8 trägt Kolbenringe<B>8e,</B> um das An  setzen der Heizflüssigkeit, z. B. der Salze,  oder eine Verunreinigung des Giessmetalles  zu verhindern. Die Zylinderwandung besitzt  in ihrem der Rückseite des Kolben zugeord  neten Teil Durchbrechungen 3a, durch welche  der hinter dem Kolben befindliche Zylinder  raum mit dem Kesselinnern 1 kommuniziert.  



  Der Behälter 2 ist vorzugsweise mit  einem darin versenkten Deckel 15 verschlos  sen. Über diesem Deckel 15 befinden sich in  den Seitenwänden des Behälters 2 Öffnungen  2a, welche die Heizflüssigkeit über dem  Deckel 15 eintreten lassen. Ein durch den  Deckel 15 führendes Rohr 16 dient zum Ein  führen eines Thermoelementes in den Behäl  ter 2, um gelegentliche Temperaturmessun  gen vornehmen zu können.  



  Durch eine seitlich am Behälter 2 ange  brachte Einfülleitung 17 gelangt das Giess  metall durch die Eintrittsöffnung 2b ober  halb des Ventils 5 in den Behälter 2. Die  Öffnung 2b besitzt einen geringeren Quer  schnitt als die Leitung 17, damit die Ein  trittsgeschwindigkeit vermindert und Turbu  lenz verhindert wird.  



  Im Kessel 1 erstreckt sich ein Paar Elek  troden 18 nach unten, welche unter Kontrolle  eines im Kessel nahe am Behälter 2 angeord  neten Thermoelementes 18a stehen, so dass  die Temperatur der Salze in     Ütbereinstim-          mung    mit der erwünschten Temperatur des  Giessmetalle, reguliert wird.  



  Eine Hilfsheizvorrichtung 19 kann am  äussern Ende des Auslasskanals 6 angeord  net werden, um die Salze im 'Mantel 7 zu er-    Kitzen, falls deren Zirkulation zu langsam  und dadurch die Wärmezufuhr zum Mantel  7 ungenügend würde.  



  Bei Gebrauch der Vorrichtung wird der  Kessel 1 mit einer Heizflüssigkeit, beispiels  weise obgenannten Salzen, gefüllt und die  Heizvorrichtung 18 in Betrieb gesetzt. Isst in  der Heizflüssigkeit die Temperatur erreicht.  bei welcher das Giessmetall verwendungsfähig  ist, so wird das geschmolzene Giessmetall  durch die Einfülleitung 17 in den Behälter  2 eingegossen. Wenn mit dem Giessen begon  nen werden kann, wird das Ventil 5 geöffnet  und der Kolben 8 in seine äussere     Endstel-          hung    zurückgezogen, dann wird das Ventil 5  geschlossen und der Kolben 8 gegen seine  innere Endstellung hin bewegt.

   Inzwischen  hält die Erhitzung der Salze mittels der  Elektroden 18 eine kontinuierliche Strömung  in der Heizflüssigkeit aufrecht und bewirkt  eine Wärmeströmung um den Zylinder 3, den  Behälter 2 und dein Auslasskanal 6, so dass  das Giessmetall fast bis zum Eintritt in die  Giessform auf konstanter Temperatur gehal  ten wird und mit gleichmässiger     Temperatur     in die Giessform fliesst, wobei diese Tempe  ratur, dank der thermostatischen Regulie  rung der Salze, knapp iiber dem Schmelz  punkt des Giessmetalle, gehalten wird. Aus  diesem Grund ist die Schwindunng des in der  Giessform     erstarrenden    Giessmetalle, minimal,  und Gasblasen entstehen nicht.  



  Da durch die Heizflüssigkeit, auch der  Zylinder 3 und der     Kolben    8 auf gleicher       Temperatur        gehalten    werden, ist das Spiel  minimal; daher     können    sehr hohe Ausstoss  drücke ohne Sickerverluste angewendet   -erden.  



  Die Anwendung niedriger Temperaturen  bedingt ferner geringere Sehwindung des  Gusses in der Form.     Zum    Beispiel beträgt.  bei gewissen     Altiminiiimle@gierungen    das       Schwindmass    aus flüssigem Zustand ungefähr  0,00203 pro cm=, während beim zähflüssigen  Zustand solcher Legierungen das Schwind  mass auf (1,00000561 pro cm' sinkt. Es lasen  sich somit fehlerfreie     Gussstüeke    herstellen.  bei denen keine Unannehmlichkeiten durch      die Sehwindung auftreten.

   Ausserdem hat sich  herausgestellt, dass Aluminium     und    dessen  Legierungen in zähflüssigem Zustand nicht  benetzend sind, so dass eine Korrosion der  Vorrichtung einschliesslich der Giessformteile,  wie sie bei flüssigem Zustand auftritt, ver  mieden wird.  



  Fig. 2 stellt eine Variante der in Fig. 1  gezeigten Vorrichtung dar, bei welcher zum  Heizen von Behälter 2 und Kolben 8 geson  derte Heizflüssigkeiten verwendet werden.  Oberhalb des Zylinders 3, nahe beim Kolben  stangendurchtritt ist eine zusätzliche Kam  mer 20 angeordnet, welche durch die Öff  nung     3a    mit dem Zylinder 3 in Verbindung  steht. Ausser der Heiz- und Reguliervorrich  tung 18 und 18a im Kessel 1 befinden sich in  der Kammer 20 ein zusätzliches Heizorgan  21 und ein Thermoelement 21a. Kurz vor dem  Verlassen des Ausstosskanals wird die Tem  peratur des Giessmetalles mittels des Thermo  elementes 22 gemessen.  



  In dieser Ausführungsform der Vorrich  tung ergibt sich bei Verwendung von Blei als  Heizflüssigkeit in Kammer 20 der weitere  Vorteil, dass das Blei überdies als Schmier  mittel für Kolben 8 und Zylinder 3 dient,  wobei die Kolbenstange 9 massiv statt ausge  bohrt ist und der Kolben dafür bei 8c durch  bohrt ist, um dem Blei den Durchgang durch  die Aussparung 8a zu ermöglichen. Ausser  dem ist die Schmierung der Stopfbiichse 10  mit Blei durchführbar, während dies bei  Füllung des Zylinders 3 mit Salzen Schwie  rigkeiten bereitet.  



  Bei einer solchen     Giesseinrichtung,    gleich  gültig ob Blei oder Salze zum Heizen des  Kolbens verwendet werden, ergibt sich noch  der weitere Vorzug, dass beim getrennten Er  hitzen und Regulieren der Heizflüssigkeit       einerseits    im Kessel 1 und anderseits in der  Kammer 20 jede gewünschte Temperatur für  Kessel oder Kammer eingestellt werden kann,  wodurch eine ausserordentlich feine Regelung  der Temperatur des Giessmetalles beim Ver  lassen des Zylinders 3 erzielt wird.  



  Beim Stranggiessen kann das Metall in  zähflüssigem Zustand in eine gekühlte Form    gedriückt werden. Infolge des zähflüssigen  Zustandes des Giessmetalles ist dessen Durch  fluss über den ganzen Querschnitt der Form  gleichmässig, so dass Scherbeanspruchungen  zwischen verschiedenen Teilen des     Quer-          echnittes    vermieden werden; die Länge des  gegossenen Stranges kann     praktisch    unbe  grenzt sein.  



  Die     Fig.    3 und 4 zeigen eine Ausfüh  rungsform, welche insbesondere für konti  nuierliche     Stranggiessverfahren    geeignet ist.  Der Kessel 23 enthält die Heizflüssigkeit und  der Behälter 24 das Giessmetall. Der Aus  stosszylinder     2'5    steht mit dem Behälter 24  durch eine Öffnung 2.6 in Verbindung, die  nahe dem der Ausstossöffnung gegenüberlie  genden Zylinderende angeordnet ist. Der Zy  linder 25 erstreckt sich quer durch den Kes  sel 23 und besitzt an seinen Enden Lager 2'7  und 28, in welchen eine Hohlwelle 29 ge  lagert ist, die eine hohle, mit dem Hohlraum  der Welle durch Bohrungen 29c kommuni  zierende Schneckenwendel     3'0    trägt.

   Das La  ger 28 ist an der einen Stirnseite geschlos  sen, während sich die Welle 2,9 über das La  ger 27 hinaus erstreckt und ein Vierkantende  29d aufweist, auf welchem ein Kettenrad  oder ein anderes     Übertragungsmittel    zum An  treiben der Welle montiert werden kann.  Eine auf der Welle 29' sitzende Druckscheibe  31 läuft nahe bei der Öffnung 2.6 zwischen  zwei Innenflanschen     25a    und     215b    des Zy  linders 25 derart, dass dadurch eine Art       Labyrinthdiehtung    ein den Druck aufneh  mendes     Axiallager    der Welle gebildet wird.

    Zwischen dem Lager 27 und dem Flansch  2:5a sind im Zylinder 25 Öffnungen     25.e    und  in der Hohlwelle 29 Öffnungen     29a    für die  Zirkulation der     Heizflüssigkeit    angeordnet.  während beim Lager 28 Kanäle     2-8a    vorge  sehen sind, die mit Öffnungen 29b in der  Welle 29 in     Verbindung    stehen. Längskanäle  28b im Lager 28, die in     Fig.4    ersichtlich  sind, vermitteln dem Giessmetall den Austritt  in die     Ausgiessleitung    32.  



  Bei dieser Bauart vollzieht sich die Zir  kulation ungehemmt und kontinuierlich      durch die Wendel 30 und die Hohlwelle 29,  so dass die Wärmeregulierung des Giess  metalles bis zu dessen Austritt aus der Vor  richtung aufrechterhalten werden kann.  



  Die beschriebene Förderschneclke     ermög-          licht    eine ununterbrochene     Speisung    von  Giessmetall in die Giessform im     Falle    von  Pressguss. Dabei kann je nach Grösse und Ge  stalt der Giessform das Mass der     Speisung     durch Änderung der Drehgeschwindigkeit  der Förderschnecke reguliert werden, um den  Füllvorgang der Giessform in erwünschter  Weise zu beeinflussen und so die     Hlamogeni-          tät    des entstehenden Gussstücles sicherzu  stellen.

   Beim Stranggiessen ermöglicht diese  Regulierung das Einhalten eines     gleichför-          mnigen    Vorganges und daher auch der Küh  lung, so dass ein Produkt von gleiclmässiger  Struktur über dessen ganze Länge, wie auch  über dessen Querschnitt erhalten wird.  



  Ist nur stossweise Förderung, er wünsclht,  so kann die Förderschnecke mittels einer  Sperrklinkenvorrichtung angetrieben werden.  Soll die Förderung fortlaufend erfolgen, so  kann der Antrieb mittels Elektromotors oder  einer andern ständigen Kraftquelle über ein  veränderliches Reduktionsbetriebe, zum Bei  spiel ein Reibradgetriebe, bewirkt werden.  



  Um beim Stranggiessen von Metallen die  Kühlung zu gewährleisten, wird die Strang  giessform zweckmässig etwas länger dimen  sioniert als bei üblichen Strangg-iessverfaliren,  und die     Kühlung        erfolgt        vorzugsweise    mit  tels Kühlmantel.  



  Als Variante einer kontinuierlichen     För-          dervorrichtung    können auch zwei oder mehr  Zylinder mit Kolbenförderung und kombi  niertem Austritt zur Anwendung gelangen,  wobei die Kolben in bleichmässigem Turnus  arbeiten.  



  Ferner können anstatt einer einzigen,  mehrere Austrittsstellen bei Anwendung eines  oder mehrerer Zylinder und Kolben vorge  sehen sein.  



  Im Falle von eisenhaltigen Metallen und  deren Legierungen kann als Heizfliüssigkeit  Kupfer verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRÜ CHE I. Verfalhrcen zum Giessen von Metallen, dadurch gekennzeichnet, dlass das Giessmetall vor seinem Eintritt in die Form durch in direkten Wärmeaustausch mittels einer das- selbe bis zum Eintritt in die Giessform benden Heizflüssigkeit auf die zum Gie ssen günstigste Temperatur gebracht wird, wobei die Heizfliüssigkeit nicht Wasser ist und deren Temperatur thermostatisch regu liert wird. II.
    Vorricltung zur Durchführung des Ve rfalhrennach Patentanspruch T, gekenn zeichnet durch eine Ausstosskammer, die einerseits fmnit einem Behälter zur Aufnahme des Giessmetallcs lkommnuniziert. anderseits mnit Mitteln zum Zuführetn des Metalles zu einer Giessform versehen ist, ferner durch eine zur Aufnahme einer Heizflüssigkeit ge eigneten Umlkleidtutng um den Giessnmetall- behälter und dis Ausstosskammer, wobei ein Durchtritt der Heizflüssigkeit in diese Aus- sldsslkamnmer verhindert ist, uud durch Mit tel zum Heizen und thernmostatischen Regu lieren der Heizflüssigkeit in dieser Um- kleidun g. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Heizflüssig- keitsmenge verwendet wird, deren thermische Kapazität grösser als die totale thermisclhe Kapazität des Giessmetalles ist. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Giessen bestimmte Metall unter Druck in die Giessform ausgestossen wird und dass die Heizflüssigkeit den ganzen, unter Ausstossdruck siebenden Teil des Giess- nmetalles umgibt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteranspriüchen 1 und 2, dadurch ge- kennzeiclinet, dass der nicht unter denm Aus- stossdruek stehende Teil des Giessmantels ebenfalls von Heizflüssigkeit umgeben ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und den U nteranspi-iiclien 1 bis 3, dadurch ge- kennzeiclinet. tiass die Heizflüssigkeit durch Hindurchleilen eines elektrischen Stromes er- hitzt und zur Zirkulation um das Giessmetall herum gebracht wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, das ein Teil der Heizflüssig keit um das gespeicherte Giessmetall und ein gesonderter Teil derselben um die unter Aus stossdruck stehende Giessmetallmenge zur Zirkulation gebracht wird, wobei beide Teile der Heizflüssigkeit erhitzt und thermosta- tisch reguliert werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das die Heizflüssigkeit aus ge schmolzenem Salz besteht. 7. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das die Heizflüssigkeit aus ge schmolzenem Metall anderer Art als das Giessmetall besteht. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das die Heizflüssigkeit aus einem Gemisch geschmolzenen Salzes und ge schmolzenen Metalles anderer Art als das Giessmetall besteht. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das der um das gespeicherte Giessmetall zirkulierende Teil der Heizflüs- sigkeit Salze enthält und der andere Teil der selben aus Metall besteht. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, das der um das gespeicherte Giessmetall zirkulierende Teil der Heizflüs- sigkeit Salze enthält und der andere Teil der selben aus Blei oder Bleilegierung besteht. 11. Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das das Giessmetall Alumi niumlegierungen enthält, deren Temperatur bereich der Zähflüssigkeit zwischen festem und flüssigem Aggregatzustand mehr als 5 C beträgt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, das das Giessmetall Magne- siumlegierungen enthält, deren Temperatur bereich der Zähflüssigkeit zwischen festem und flüssigem Aggregatzustand mehr als 5 C beträgt. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch ein zur Steuerung des Eintrittes von Giessmetall aus dem Behälter in die Ausstosskammer zwischen diesen ange ordnetes Ventil. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, das die Ausstosskammer und -mittel einen Zylinder und zugeordneten Kolben und Antriebsorgane zur Erzeugung der Relativ bewegung zwischen diesem Kolben und Zy linder umfassen, wobei die von der Ausstoss kammer abgekehrte Rückseite des Kolbens mit der Heizflüssigkeit in Berührung steht. 15.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, das der Kolben .durch eine Kolbenstange mit den Antriebsorganen ver bunden ist und eine an seinem Zylinder umfang verlaufende Vertiefung besitzt, welche durch Kanäle im Kolben und in der Kolbenstange mit Schmierorganen zum Schmieren der Zylinderwandung in Verbin dung steht. 16.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, das die mit der von der Aus stosskammer abgekehrten Rückseite des Kol bens in Berührung stehende Heizflüssigkeit mit einer gesonderten Heizflüssigkeitskam- mer kommuniziert, die vom Kessel mit der das gespeicherte Giessmetall umgebenden Heizflüssigkeit getrennt angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, bis 16, dadurch gekennzeichnet, das für die gesonderte Heiz flüssigkeitskammer gesonderte Heiz- und thermostatische Regulierorgane vorgesehen sind. 18.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13, bis 17, dadurch gekennzeichnet, das die Heizflüssigkeit in der gesonderten Kammer und auf der Rück seite des Kolbens im Ausstosszylinder- ein Metall wie Blei ist, welches gleichzeitig als Schmiermittel zwischen Zylinder und Kolben dient, dadurch, dass die am Kolbenunmfang verlaufende Vertiefung mit dem Raum rück seitig des Kolbens durch Bohrunzen kmnmu- niziert. 19.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und den Unteransprüchen 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet. dass eine Mehrzahl von Zy lindern und zugeordneten Ausstosskolben zum Ausstossen in eine einzige Giessform an geord net ist, wobei die Kolben aufeinanderfolgend arbeiten, so dass sich eine kontinuierliche Ausstossung erbibt. 20. Vorrichtung nach Patentanspruch Ir und den Unteranspriüchen 1 3 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Aus stossstellen für dlas Giessmetall angeordnet ist, wobei die Au ssiossorgane mindestens einen Zylinder und Kollben umfassen. 2l.
    Vorrichitung flach Patentanspruch II und U nteranspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass dlie Ausstossorgane einen in die Giess form mündenden Zylinder und eine darin angeordnetre Föürderschnecke umfassen, deren hohle Welle eine hohle Schneeckenwendel träigt und einerseit,s mit dlemn Innern dieser Wendel und anderseits mit der Heizflüssig- heit#cluelle kommuniziert.
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