Drehkondensator. Die Erfindung bezieht sich auf einen Drehkondensator zur dreieckförmigen Ände rung der Frequenz eines Kurzwellensenders, insbesondere eines Höhenmessgerätes. Solche Höhenmessgeräte arbeiten in der Weise, dass bei fortlaufender, und zwar zweckmässig dreieckförmiger Frequenzänderung der Sende <B>t,</B> im Empfänger durch Überlagerung der direkten und reflektierten Wellen eine Dif ferenzfrequenz entsteht, deren Grösse unmit telbar ein Mass für die Laufzeit der Wellen und damit für die Höhe ist.
Für diesen Zweck ist im Sender ein Kondensator ange ordnet, der aus einem von zwei um 180 gegeneinander versetzten und an der Innen wand des zylindrischen Gehäuses befestigten Metallsegmenten gebildeten Stator sowie aus einem sich innerhalb dieses Gehäuses dre henden, ebenfalls zwei um 180 gegeneinan der versetzte Metallsegmente aufweisenden Rotor besteht. Zur Messbereichserweiterung des Höhen messgerätes ist man nach einem Vorschlag so vorgegangen, dass die Frequenzspanne, innerhalb der die dreieckförmige Frequenz änderung vor sich geht, verschieden gemacht werden kann, und zwar für grosse Höhen klein und für kleine Höhen gross.
Nach einem weiteren bekannten Vorschlag wird hierzu der Frequenzänderungskondensator so ausge bildet, dass der Rotor aus zwei - in axialer Richtung gesehen - übereinanderliegenden, in ihrer Höhe verschieden grossen Teilen zu sammengesetzt und das eine Teil gegen das andere um einen Bereich von etwa 90 frei drehbar auf der Rotorachse angeordnet ist.
Bei Inbetriebsetzung dieses Kondensators wird dadurch zunächst infolge des Luft widerstandes das frei drehbare Rotorteil noch stehenbleiben, bis sein beispielsweise durch Anschläge begrenzter Drehbereich zu Ende ist. Die Anordnung dieser Anschläge ist so betroffen, dass in der einen Drehrichtung des Kondensators die beiden Rotorteile in Dek- kung liegen und in der andern Drehrichtung auf Lücke stehen. Im ersten Fall sind dann die von den beiden Rotorteilen hervorge rufenen Kapazitätsänderungen in Phase und addieren sich, so dass sich eine grosse Kapazi tätsänderung und damit auch eine grosse Fre quenzspanne ergibt.
Wenn aber die Rotor teile auf Lücke stehen, sind die Kapazitäts änderungen in Gegenphase und subtrahieren sich. Auf diese Weise entsteht eine kleine Frequenzspanne. Damit diese Differenzwir kung erzielt wird, muss natürlich die von jedem Rotorteil hervorgerufene Kapazitäts änderung verschieden gross sein, was durch die bereits erwähnte, verschieden grosse Höhe der einzelnen Rotorteile erreicht wird.
U m eine hinreichende Anzeigegenauigkeit des Höhenmessgerätes zu erhalten, ist es not wendig, beide Frequenzspannen auf ihre festen Sollwerte abzugleichen. Damit dies ohne ein Ausbauen des Kondensators durch geführt werden kann und damit weiter auch beim Abgleich der einen Frequenzspanne keine Änderung der andern bereits abgegli chenen eintritt, ist schliesslich vorgeschlagen worden, parallel zum Kondensator eine un veränderliche, jedoch einstellbare Zusatz kapazität zu schalten sowie den zweiteiligen Rotor des Kondensators auf beiden Seiten um ein gleich grosses Stück über den Stator hinausragend auszubilden und in axialer Richtung verschieblich anzuordnen.
In der Praxis hat es sich bei dieser Aus bildung des Kondensators gezeigt, dass bei kleiner Frequenzspanne,wenn also die beiden umlaufenden Rotorteile auf Lücke stehen und eine Differenzbildung stattfindet, die Frequenzkurve nicht mehr den für eine ein wandfreie Höhenmessung erforderlichen ge radlinigen Verlauf aufweist. Dies hat seine Ursache darin, dass bei einer Serienfertigung schwer zu vermeidende geringfügige Mass abweichungen, zum Beispiel Teilungsfehler, bei der Dreiecksform stellenweise schon Stei- gungsänderungen um den zehnfachen Betrag erbeben. Auch Lagenänderungen der beiden Rotorteile während des Laufes wirken sich ähnlich aus.
Schliesslieb verhindert auch die aus konstruktiven Rücksichten unsymme trische Speisung des Kondensators über ein Lechersystem einen geradlinigen Verlauf der Frequenzkurve. Der Versuch, einen gerad linigen Frequenzkurvenverlauf durch ein zu sätzliches Korrekturglied zu erzwingen, was liehes Korrekturglied zu erzwingen, was aii sich möglich wäirc, scheitert daran, dass damit eine weiten Komplizierung des Auf baues und Steigerung der bereits erheblichen Anforderungen an die Fertigungsgenauig keit verbunden ist.
Zweck der Erfindung ist ein Drehkonden sator zur drcieckförmigen Frequenzänderung eines Kurzwellensenders zu schaffen. bei. demn die beim Drehkondensator nach der bisher vorgeschlagenen Ausführung auftre tenden Schwierigkeiten hei kleiner Frequenz spanne beseitigt sind. Dies ist beim Dreh kondensator nach der Erfindung, der einen von zwei tun 180 gegen einander versetzten Metallsegmenten gebildeten und an der In nenwand des zylindrischen Gehäuses befestig ten Stator, einen sich innerhalb dieses Ge häuses um eine feststehende Achse drehen den, aus zwei, in axialer Riehtung gesehen.
übereinanderliegenden, in ihrer Höhe ver schiedet grossen Teilen zusammengesetzten Rotor, wobei jeder der beiden Rotorteile zwei um 180 gegeneinander versetzte Metallseg mente aufweist, und eine einstellbare, kon stantbleibende Zusatzkapazität enthält, da durch erreicbt, dass zwischen dem grösseren Rotorteil und dem kleineren, angetriebenen Rotorteil sowie einem an der Achse festste henden Teil wahlweise einrückbare Kupp- lungsgliedcr vorgesehcn sind.
durch deren wechsc weise Betätigung das grössere Rotor teil entweder an das kleinere Rotorteil oder an den feslstehenden Teil angekuppelt -ird. Das z@.-alilweise Einrücken der Kupplungs- .
-lieder kann dabei entweder unmittelbar von der Drebricbtung des Rolors selbsttätig oder aber von einer fremden. von aussen zugeführ- ten Kraft mechanisch oder elektrisch be steuert werden. Hierfür sind mehrere Ausführungsbei spiele in der Zeichnung dargestellt, die im folgenden näher beschrieben werden.
Fig. 1 zeigt zunächst schematisch den bisherigen Aufbau des Drehkondensators. Um eine in einem Sockel 1 sitzende, fest stehende Achse 2 ist der aus zwei, die in Fig. 1a in perspektivischer Ansicht darge stellte Form besitzenden Teilen 3 und 4 be stehende Rotor drehbar gelagert. Durch einen Bund der Achse 2 und Stellringe 5 und 6 ist ein gleichbleibender Abstand zwi schen den Rotorteilen gesichert. Auf der gleichen Achse, jedoch fest auf ihr, ist ein im Profil ebenso wie die Rotorteile 3 und 4 ausgebildeter Teil 7 angeordnet. Diesen Tei len gegenüber sind zwei um 180 gegenein ander versetzte Metallsegmente 8 und 9 be festigt, die den gemeinsamen Stator für Zu satz- und Drehkondensator bilden. Die für beide wirksamen Statorlängen sind durch sprunghafte Einbuchtungen 10 und 11 be grenzt.
An den Statorplatten sind die Kon densatoren an ein Lechersystem angeschlos sen, während die Rotorteile nicht angeschlos sen sind.
Der Antrieb der umlaufenden Rotorteile 3 und 4 erfolgt über einen von einem Motor angetriebenen Mitnehmer 12, der mit einem am Rotorteil 4 befestigten Stift 13 zusam menarbeitet. Durch einen weiteren Stift 14 wird auch das Rotorteil 3 mitgenommen, indem sich dieser Stift gegen eine der sek- torförmigen Flanken legt. Durch das Spiel von der Anlage des Stiftes bei Rechtsum lauf an der einen Flanke bis zur Anlage bei Linksumlauf an der andern Flanke ist die Umschaltung für die kleine oder grosse Fre quenzspanne bestimmt, denn in der einen Umlaufrichtung stehen die Rotorteile 3 und 4 auf Lücke und in der andern liegen sie in Deckung.
Der Abgleich der grossen Fre quenzspanne erfolgt durch Drehung des nicht mitumlaufenden Teils 7 und der Abgleich der kleinen Frequenzspanne durch eine axiale Verschiebung der beiden Rotorteile 3 und 4, beides durch Verstellen der Achse 2. In Abweichung hiervon soll nun nach der Erfindung der Rotor eine Ausbildung er halten, die beispielsweise in Fig. 2 schema tisch dargestellt ist. Die Darstellung benutzt den gleichen Rotor und den gleichen Teil 7 wie in Fig. 1. Der einfacheren Darstellung wegen sind in den folgenden Figuren die Ro torteile 3 und 4 und das Teil 7 der Zusatz kapazität statt in der in Fig. 1a gezeigten Form als Zylinder dargestellt.
Um die fest in dem Sockel 1 sitzende Achse 2 sind die Rotorteile 3 und 4 drehbar gelagert, während das Teil 7 der Zusatzkapazität fest, jedoch verstellbar angeordnet' ist. Ein Teil 7' ist achsfest. Ein Bund der Achse 2 sowie die Stellringe 5 und 6 sorgen für einen gleich bleibenden Abstand zwischen den einzelnen Teilen. An den beiden Stirnseiten des grö sseren Rotorteils sind federbelastete Glieder 15 und 16 angebracht, die mit Einsparungen 17 und 18 zusammenarbeiten, welche an den ihnen gegenüberliegenden Flächen des klei neren Rotorteils 4 und dem achsfesten Teil 7' vorgesehen sind.
Das wechselweise Einrücken dieser Kupp lungsglieder ist von der Drehrichtung des an getriebenen kleineren Rotorteils 4 abhängig. In der einen Drehrichtung rastet das Glied 15 in die Aussparung 17 ein, und die Rotor teile 3 und 4 laufen gemeinsam um. Die Frequenzänderung ist daher von der Summe der Kapazitäten beider Rotorteile abhängig, und man erhält eine grosse Frequenzspanne. In der andern Drehrichtung rastet das Glied 16 in die Aussparung 18 ein, und das Rotor teil 3 wird stillgesetzt, so dass das Rotorteil 4 allein umläuft.
Die Frequenzänderung hängt jetzt nur mehr von der Kapazität des kleineren Rotorteils ab, und die Frequenz spanne ist daher klein. Die vorher aufgetre tenen und durch die Differenzbildung der Kapazitäten bedingten Schwierigkeiten wer den bei diesem Rotor vermieden.
Für die konstruktive Ausgestaltung der Kupplungsglieder gibt es selbstverständlich die verschiedensten Möglichkeiten. Zweck mässig erscheint es, als federbelastete Glieder Stifte 19 und 20 zu verwenden, wie das in Fig. 3 angedeutet ist. Diese Stifte sind innerhalb des uröderen Rotorteils 3 in parallel zur Achse 2 verlaufende Bohrungen 21 und 22 gelagert und stehen unter der Einwirkung von Druckfedern 2 3 und 24, die sich einerseits an den Stiften und anderseits an den Bohrungen abstützen.
Bei der Konstruktion ist jedoch zu be achten, dass folgende Bedingungen erfüllt werden. Soll von der grossen Frequenzspanne, wenn also beide Rotorteile 3 und 4 gemein sam umlaufen, durch Drehrichtungswechsel auf die kleinere Frequenzspanne umgeschal tet werden, muss das Rotorteil 4 das Rotor teil 3 so lauge mitnehmen, bis durch Ein rasten des Stiftes 20 die Weiterdrehnng des Rotorteils 3 gehemmt wird. Die Mitnahme kraft des Rotorteils 4 auf das Rotorteil muss also grösser sein als sämtliche bei der Umschaltung an dem Rotorteil 3 wirkenden hemmenden Kräfte. Beim Umschalten auf die grosse Frequenzspanne muss anderseits das Rotorteil 3 so lange stehenbleiben, bis der Stift 19 einrastet und das Rotorteil 3 zwangläufig von dem Rotorteil 4 mitgenom men wird.
Die Mitnahmekraft des Rotor teils 4 auf das Rotorteil 3 muss in diesem Fall also kleiner sein als sämtliche an dem Rotorteil 3 wirkenden Rückstellkräfte. Es ist daher erforderlich, die Grösse der Ein rastkräfte der beiden Kupplungsglieder in der Abhängigkeit von der Drehrichtung um steuerbar zu machen. Dies kann wiederum in der verschieden sten Weise erfolgen, zunächst, beispielsweise wie in den Fig. 2 und 3 schon angedeutet, dadurch, dass die beim Einrasten den Kupp lungsstiften zugewandten Seiten der Ausspa rungen als schiefe Ebenen ausgebildet sind. Diese erzeugen alsdann die erforderlichen drehsinnabhängigen Zusalzkräfte.
Die von den Federn 23 und 34 hervorgerufenen Druckkräfte der Stifte 19 und 20 bewirken nämlich an den schiefen Ebenen zwei Kraft komponenten, die das Rotorteil 3 bei kleiner Frequenzspanne in Drehrichtung von Rotor teil 4, bei grosser Frequenzspanne dagegen entgegengesetzt der Drehrichtung von Rotor teil 4 zu drehen sueben.
Diese Massnahme reicht jedoch nicht aus, um die Wirkung der Trügheitskraft des Ro torteils 3 beim Umschallen von der grossen auf die kleine Freqnenzspanne aufzuheben. Die Hierzu erforderliche Zusatzkraft kann dadurch gebildet werden, dass man der Feder 23 des Stiftes 19 eine grössere Federkonstante als der Feder 24 des Stiftes 20 gibt.
Da das Tolerieren der Federn immerhin einige Schwierigkeiten bereitet, kann zur Auf hebung der Wirkung der Trägheitskraft < < uch so vorgegangen werden, dass man die schiefen Ebenen der Anssparungen in zwei oder auch mehrere ineinander übergehende Flächen mit verschieden grossen Neigungs winkeln unterteilt und zwar so, dass an den Raststellen die Neigungswinkel gross, dann aber klein und schliesslich Null werden. lm Augenblick des Umschaltens von der kleinen auf die grosse Frequenzspanne, in welchem auf Grund des vorangegangenen Drehsinnes der Stift 20 in die Aussparung 18 eingerastet ist, wird in diesem Fall die hemmende Zu satzkraft an dem Rotorteil 3 gross, da der Neigungswinkel der jetzt an den Stift 20 stossenden schiefen Ebene auch gross ist.
Dem gegenüber ist die mitnehmende Zusatzkraft klein, da der Stift 19 auf einer Ebene gleitet, deren Neigungswinkel ebenfalls klein bezw. Null ist. Das Rotorteil 3 bleibt daher auf ,jeden Fall so lange liegen bis der Stift 19 in die Aussparung 17 einfällt. Wird auf die kleine Frequenzspanne zurückgeschaltet, ist die Mitnahmekraft gross, da der Neigungs winkel der den Stift 19 berührenden schiefen Ebene gross ist, und die hemmende Zusatz kraft ist klein, da der Stift 20 auf einer Ebene gleitet, deren Neigungswinkel klein bezw. Null ist. Das Rotorteil 3 wird daher sicher von dein Rotorteil 4 mitgenommen. bis der St-ifi 20 in die Aussparung 18 einrastet..
Eine andere einfache lliigliehkeit zur Er- zielun- dieser 7,usatzhi-aft besteht darin. elass ;
in Rotorteil 3 ein weiterer federbelasteter Stift parallel zür Aelisc 2 längsverschieblich l a., gert ist, <B>-</B> weleher ebenfalls auf der Stirn- eite des Rotorteils 4, aber auf einem andern Radius als der Stift 19 gleitet, so dass er nlicht in die Aussparung 17 einfallen kann. Eine konstruktive Vereinfachung dieser Massnahme zeigt Fig. 4.
Die Bohrung im Rotorteil 3 für den Stift 20 ist glatt durch geführt. Als Gegenlage für die Feder 24 dient eine auf dem dünneren Teil des Stiftes 20 verschiebliche Hülse 25, die ihrerseits als zweiter federbelasteter Stift auf der Stirn seite des Rotorteils 4 gleitet.
Schliesslich können die für die einwand freie Umschaltung benötigten drehsinnabhän gigen Zusatzkräfte dadurch erzielt werden, dass jedem Kupplungsglied eine Bremse, beispielsweise eine Bandbremse, beigefügt wird, deren Bremsrichtungen drehrichtungs abhängig umsteuerbar sind. Hierzu ist es er forderlich, dem Rotor des Drehkondensators eine Anordnung etwa nach Fig. 5 zu geben. Das kleinere Rotorteil 4 sowie das Teil 7' der Achse ragen mit im Durchmesser erheblich kleineren Ansätzen 26 und 27 in entspre- ehende Ausbohrungen des grösseren Rotorteils 3. Ein Schnitt, beispielsweise nach der Linie A-A, ergibt alsdann ein Bild nach Fig. 6.
Ausser dem nicht dargestellten Kupp lungsglied ist zwischen dem Rotorteil 3 und dem Ansatz 26 eine Bandbremse 28 ange ordnet. Bei einer vom Beschauer aus ge sehenen Linksdrehung des Ansatzes 26 ist nur eine sehr kleine Bremskraft zwischen den Rotorteilen 3 und 4 vorhanden, dagegen bei Rechtsdrehung eine sehr grosse. Bekannt lich ist ein Nachteil dieser Bandbremse, dass sie zur Selbstsperrung neigt. Es ist daher zweckmässiger, eine Bremse gemäss Fig. 7 zu verwenden. Sie besteht aus einem in sich geschlossenen Band 29. In der einen Dreh richtung wird das Band über eine Mitnahme 30 mitgenommen, so dass das Rotorteil 4 das Rotorteil 3 mitzunehmen sucht.
In der an- (lern Drehrichtung findet keine Mitnahme der Bremse 29 durch das Rotorteil 4 statt da die Mitnahme 30 öffnet.
Für die Anordnung der Kupplungsglie der und Bremsen ergeben sich Bilder nach den Fig. 8 bis 11. Dabei ist Fig. 8 ein Schnitt nach der Linie A-A, Fig. 9 ein solcher nach der Linie B-B, Fig. 10 ein solcher nach der Linie C-C und schliesslich Fig. 11 ein sol cher nach der Linie D-D der Fig. 5. Dar nach ist zwischen den Rotorteilen 3 und 4 als Kupplungsglied ein am Ansatz 26 be festigtes federndes Glied 31 und eine am Teil 3 angebrachte Aussparung 32 vorge sehen. Ausserdem ist ein in sich geschlossenes Bremsband 33 vorhanden, das über eine Mit nahme 34 mit dem Ansatz 26 verbunden werden kann.
Die gleiche Anordnung ist zwischen dem Rotorteil 3 und dem Teil 7' getroffen (Bild 10 und 11), nämlich ein Bremsband 35 mit der Mitnahme 36 sowie die aus einem federnden Glied 37 und einer Aussparung 38 bestehende Kupplung.
Bei kleiner Frequenzspanne, das heisst wenn der Rotor im Uhrzeigersinn angetrieben wird, wird unter der Voraussetzung, dass bei der Umschaltung das Kupplungsglied 37 noch nicht in die Aussparung 38 (Fig. 11) eingerastet ist, von dem Ansatz 26 über Mit nahme 34 das Bremsband 33 (Fig. 9) mit genommen.
Durch die Reibungskraft zwi schen dem Bremsband und dem Rotorteil 3 wird dieses ebenfalls mitgenommen bis das Kupplungsglied 3 7 einrastet und das Rotor teil 3 in der erforderlichen Endlage zu dem feststehenden Teil 7' stillsetzt. Das Rotor teil 4 läuft alsdann entgegen der Bremskraft vom Bremsband 33 allein weiter um.
Beim Umschalten auf die grosse Frequenzspanne (Drehrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn) kann, wenn das Kupplungsglied 31 noch nicht in die Aussparung 32 (Fig. 8) ein greift, das Rotorteil 3 von dem Rotorteil 4 nur so lange in falscher Stellung mitgenom men werden, bis die Mitnahme 36 einrastet und das Bremsband 35 festhält (Fig. 10).
Durch das Bremsband 35 wird das Rotorteil 3 so lange gebremst, bis das Kupplungsglied 31 (Fig. 8) einrastet. -Darnach laufen die Rotorteile 3 und 4 in richtiger Lage zuein ander entgegen der Bremskraft von Bremse 35 um. Ein besonderer Vorteil dieser Anord nung von Bremsen ist der, rlass in beiden Umschaltstellungen durch die ständig wir- kenden Reibungskräfte der beiden Bremsen das Kupplungsglied 31 bezw. 37 in der Aus sparung 32 bezw. 38 festgehalten wird und dadurch Prellungen verhindert werden.
Die vorangegangen beschriebenen zusätz lichen Massnahmen, wie schiefe Ebenen, Bremsen usw., dienten dazu, die bei der Um schaltunu auftretenden unangenehmen Rei bungskräfte und Trägheitsmomente aus zuschalten. Diese Reibungskräfte und Träe- heitsmomente können nun aber vernachlässigt werden durch eine zwangläufige Steuerung der richtigen Stellungszuordnung der ein zelnen Rotorteile zueinander in den verschie denen Frequenzspannen. Dies geschieht bei spielsweise dadurch, dass zu den bereits vor handenen Kupplungsgliedern zwischen den Teilen 3 und 4 bezw, 3 und 7' ein weiteres gemeinsames Kupplungsglied vorgesehen ist. das ebenfalls drehrichtungsabhängig ge steuert wird.
Dieses Ausführungsbeispiel ist in Fig. 12 schematisch dargestellt. Das grössere Rotor teil wird von einer achsparallelen Bohreng 39 ganz durchdrungen, in welcher ein Stift 40 gelagert ist. Dieser Stift kann entweder in eine Aussparung 41 des kleineren Rotorteils 4 oder in eine ebensolche 42 des Teils 7' der Achse einfallen, wobei seine Länge so bemes sen ist, dass er stets in einer der beiden Aus sparungen eingerastet sein muss.
Wird hier auf die kleine Frequenzspanne umgeschaltet, so soll das Rotorteil 4 das Rotorteil 3 so lange mitnehmen, bis das Kupplungsglied 16 in 18 einrastet. Bei die ser Anordnung eines zusätzlichen gemein samen Kupplungsgliedes geschieht dies auch, weil das Rotorteil 4 über den Stift 40, der, bei der vorangegangenen Drehrichtung in 41 eingefallen war, das Rotorteil 3 so lange mit nimmt, bis 16 in 18 einrastet und der Stift 40 über der Aussparung 42 steht. Beim Weiterdrehen vom Rotorteil 4 wird jetzt der, Stift 40 aus 41 herausgedrückt und fällt in 42 ein. Das Rotorteil 3 liegt damit in der geforderten Endstellung zu dem feststehen den Teil 7'.
Wird nunmehr auf die grosse Frequenzspanne zurückbeschaltet, hält der in 42 eingerastete Stift 40 das Rotorteil 3 so lange fest, bis die Aussparung 41 über dem Stift 40 steht und das Kupplungsglied 15 in 17 einrastet. Bei Weiterdrehung des Rotorteils 4, jetzt mit dem Rotorteil 3, wird der Stift 40 aus 42 herausgedrückt und fällt in 41 ein. Damit ist auch hier die erforder liche Lage der leiden Rotorteile 3 und 4 zueinander im genfeinsamen Umlauf ge sichert.
Für ein einwandfreies Arbeiten der zu sätzlichen Kupplung ist zu beachten, dass beim Umschalten kein Klemmen des Kupp lungsstiftes und damit keine Selbstsperrung eintritt. Neben der Möglichkeit, dies durch die richtige Wahl der Neigung für die Wände der Aussparungen, in die der Stift einfällt, auszuschliessen, kann dies in einfacher Weise dadurch erfolgen, dass der Kupplungsstift in der Mitte unterbrochen ist und die beiden Teile über ein nachgiebiges Zwischenstück verbunden sind.
Die Anordnung des weiteren Kupplungs- gliedes kann selbstverständlich in der ver schiedensten Weise abgewandelt werden. Wie Fig. 13 zeigt, werden hier die besonderen Aussparungen 41 und 42 für den Stift 40 vermieden und die bereits vorhandenen Aus sparungen 17 und 18 der Kupplungsglieder zwischen den Rotorteilen 3 und 1 bezw. 3 und 7' mitbenutzt, indem Stift 40 zwischen den federnden Kupplungsgliedern 15 und 16 angeordnet ist. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist die Bleiehe wie die schon für die Ausführung nach Fig. 12 beschriebene.
Werden für die Kupplungen zwischen den Rotorteilen 3 und 4 bezw. 3 und 7' feder belastete Stifte gemäss der Ausführung nach Fig. 3 benutzt, lässt sich die zwangläufige Steuerung der Stellungszuordnung in ein facher Weise so erzielen, wie es in Fig. 14 angedeutet, ist.
Die Stifte 14 und ?0 werden übereinander in einer Berneinsamen BohrllnB 43 untergebracht und so lang gemacht, dass sie sieh fass berühren. Das Ausrasten eines der Stift(, isi jetzt nur mehr rnügliclr, wenn glaielizeitig der andere Stift einrastet.
Urn einen i#tilii--en Sitz der Stifte in ihren jewei- Ligen Raststellungen zu gewährleisten und gleichzeitig eine Selbstsperrung durch Ver kanten zu vermeiden, können die Stifte unter Zwischenschaltung eines nachgiebigen Glie des, zum Beispiel einer kräftigen Feder, mit einander verbunden werden. Auch hier ist die Wirkungsweise die gleiche. Beispiels weise beim Umschalten von der grossen auf die kleine Frequenzspanne wird das Rotor teil 3 über den Stift 19 so lange mitgenom men, bis der Stift 20 in 18 einrastet und Rotorteil 3 dadurch stillgesetzt ist. Der Stift 19 kann alsdann ausrasten, und Rotor teil 4 läuft allein um.
Die Fig. 15 und 16 zeigen eine Ausfüh rungsmöglichkeit eines Rotors für den Fall, dlass das wahlweise Einrücken der zwischen den Rotorteilen 3, 4 und 7' vorgesehenen Kupplungen mit Hilfe einer von aussen zu geführten Kraft mechanisch oder elektrisch steuerbar ist.
In der perspektivischen Darstellung der Fig. 15 ist in dem Sockel 1 die Achse 2 be festigt. Drehbar auf ihr sind die verschie den grossen Rotorteile gelagert, die sich aus den um 180 gegeneinander versetzten Seg menten 3 und 3' bezw. 4 und 4' und den auf der Achse 2 gelagerten, zylindrischen Kör pern 44 bezw. 45, auf denen die Segmente isoliert angebracht sind, zusammensetzen. Das nur schematisch angedeutete Teil 7 der Zusatzkapazität besteht ebenfalls aus zwei Segmenten, die an einem auf dem Sockel 1 sitzenden, zylindrischen Körper isoliert be festigt und gegenüber der Achse 2 einstell bar sind. Das Teil 7' ist dagegen unverrück bar achsfest. Durch eine Bohrung 47 im Körper 44 ist ein Kupplungsstift 48 geführt, der mit einer Aussparung 49 im Körper 45 und einer Aussparung 50 im Teil 7' zusam menarbeitet.
Er ist so lang gehalten, dass er, zum Beispiel in der Aussparung 50 einge rastet, immer noch fast die Stirnseite des Körpers 45 berührt und umgekehrt. Zwischen den Rotorteilen 3 und 4 ist an dem Stift 48 ein rotationssymmetrischer Körper 51 an geordnet, dessen Querschnitt von der Form zweier gleicher. mit ihrer grösseren Grund- linie zusammengefügter Trapeze ist. Ein an diesem Körper vorgesehener Führungsstift 52 ragt in eine weitere Bohrung 53 des Körpers 44.
Der Antrieb des Rotorteils 4 erfolgt exzentrisch über eine Kurbel 54, an deren Arm 55 ein nicht mehr dargestellter Mitnehmer angreift und deren anderer Arm 56 in einer Bohrung des Körpers 45 drehbar gelagert ist. An dem freien, in den Konden sator hineinragenden Ende des Armes 56 ist ein nahezu U-förmig gebogenes Glied 57 be festigt, das mit dem einen freien Ende auf der obern und mit dem andern freien Ende auf der untern abgeschrägten Fläche des rotationssymmetrischen Körpers 51 liegt. Die Bewegungsmöglichkeit der Kurbel 54 in der Bohrung des Körpers 45 ist durch An schläge 58 und 59 begrenzt.
Wird von der kleinen Frequenzspanne, welchen Fall die Fig. 15 zeigt, auf die grosse Frequenzspanne umgeschaltet, wird die Kurbel 54 gegen den Anschlag 58 gedreht. Diese Drehung bewirkt, dass das Glied 5 7 mit dem einen Ende auf der obern abge schrägten Fläche von innen nach aussen und mit dem andern Ende auf der untern ab geschrägten Fläche von aussen nach innen gleitet. Dadurch wird der Körper 51 mit samt dem an ihm sitzenden Kupplungsstift 48 nach oben gedrückt.
Der Stift kann dieser Bewegung aber erst folgen, wenn die Aus sparung 49 über ihm steht, in die er als dann einrastet unter gleichzeitigem Ausrasten aus der Aussparung 50. Rotorteil 3 wird vom Teil 4 erst mitgenommen, wenn beide die erforderliche Stellungszuordnung einge nommen haben, in der sie auch sicher gehal ten werden. Umgekehrt wird beim Zurück schalten auf die kleine Frequenzspanne der Stift 48 nach unten gedrückt und das Rotor teil 3, sobald der Stift 48 über der Aus sparung 50 steht, durch Einrasten des Stiftes in diese Aussparung in der geforderten Stel lungszuordnung zu dem Teil 7' stillgesetzt.
An Stelle der mechanischen Steuerung der Stellungszuordnung kann diese auch elektrisch erfolgen, wie Fig. 16 zeigt. An dem durch das Rotorteil 3 geführten Kupp- lungsglied 60 ist unten ein topfförmiger An ker 61 befestigt, auf den eine am Teil 7' befestigte Magnetwicklung 62 arbeitet. Die Steuerung der Kupplung erfolgt lediglich durch Ein- oder Ausschalten der Erregung für die Wicklung 62. Im ersten Fall wird der Kupplungsstift 60 entgegen der Kraft einer Feder 65 nach unten gezogen und rastet aus 63 aus, wenn die Aussparung 64 unter ihm steht. Im andern Fall wird der Kupplungsstift 60 durch die Feder 65 nach oben gezogen und rastet aus 64 aus, wenn die Aussparung 63 über ihm steht.
Die Wir kungsweise ist also die gleiche wie bei der mechanischen Umschaltung. Ein Vorteil der elektrischen Umschaltung besteht darin, dass jetzt kein Drehrichtungswechsel der An triebskraft für den Drehkondensator mehr notwendig ist.
Die im vorangegangenen erläuterten und in den Figuren dargestellten Ausführungs möglichkeiten sind damit nicht erschöpft. Sie lassen sich durch Abwandlungen noch er heblich erweitern, ohne dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.