CH217033A - Turbine mit Laufradschaufeln, die einer intermittierenden Beanspruchung durch das Triebmittel ausgesetzt sind. - Google Patents

Turbine mit Laufradschaufeln, die einer intermittierenden Beanspruchung durch das Triebmittel ausgesetzt sind.

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CH217033A
CH217033A CH217033DA CH217033A CH 217033 A CH217033 A CH 217033A CH 217033D A CH217033D A CH 217033DA CH 217033 A CH217033 A CH 217033A
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turbine
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Company Allis-Ch Manufacturing
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Allis Chalmers Mfg Co
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Description


  Turbine mit     Laufradschaufeln,    die einer     intermittierenden        Beanspruchung     durch das Triebmittel ausgesetzt sind.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Turbine mit     Laufradschaufeln,    die einer       intermittierenden    Beanspruchung durch das       Triebmittel    ausgesetzt sind.  



  Die auftretende Zentrifugalkraft und  auch das Arbeiten bei hohen Temperaturen  haben eine elastische Streckung     bezw.    ein  Kriechen des Schaufel- und Scheibenmate  rials zur Folge, wodurch eine Lockerung so  wohl zwischen den benachbarten Schaufeln  als auch zwischen den Schaufelfüssen und der  Scheibennut eintritt. Diese Lockerungen sind  bei teilweise     beaufschlagten    Turbinenstufen,  bei denen jede Schaufel einer     intermittieren-          den        Beanspruchung    durch das Treibmittel  ausgesetzt ist, die Ursache für das schädliche  Vibrieren und Kippen der Schaufeln.  



  Die erfindungsgemässe Turbine zeichnet  sich dadurch aus, dass die     Schaufeln        einen     solchen     Zentrifugal-Stabilitätsfaktor        aufwei-          -#en,    dass beim Betrieb mit den Geschwindig-         keiten,    für     welche    die Turbine     konstruiert     ist, die Zentrifugalkraft ein Moment erzeugt,  das :dem durch das Auftreffen des     Triebmit-          tels    erzeugten Moment     entgegenwirkt,    und  welches grösser ist als das durch das Auf  treffen des     Triebmittels    maximal erzeugte  Moment.  



       Zweckmässigerweise    ist eine solche An  ordnung einer Turbinenschaufel vorgesehen,  dass die Schaufeleinen     Zentrifugal-Stabilitäts-          F.aktor    aufweist, der gleich oder grösser ist  als der Quotient der erhalten     wird,    wenn die  maximale     Schaufelauslenkung    durch die  Gleichgewichts- oder statische Schaufelaus  lenkung     dividiert    wird.  



  Die Erfindung soll nun     @.an    Hand der  beiliegenden, ein     Ausführungsbeispiel    dar  stellenden Zeichnung erläutert werden. "       Fig.    1 ist eine     Seitenansicht    und ein teil  weiser Schnitt eines Teils eines mit Schau-           feln    besetzten Turbinenrades, welche Schau  feln in üblicher Weise befestigt sind.  



       Fig.    2 ist ein senkrechter Schnitt nach  der Linie     11-II    'der     Fig.    1 und zeigt die  Befestigung des Schaufelfusses in der Kranz  nut der Scheibe.  



       Fig.    3 und 4 sind analoge Darstellungen  zu     Fig.    1 und 2 und zeigen in vergrössertem  Massstab die Lockerung, welche sich durch  die elastische Streckung oder das     elastische          Kriechen        einstellt.    '       Fig.    5 zeigt ein     ungedämpftes    Feder  system und     Kraftauslenkungskurven    zeigen  die tatsächliche Differenz in der     Auslenkung,

       welche bei 'einer innert einigen Tausend  stelsekunden von Null auf einen Maximal  wert ansteigenden Belastung und einer augen  blicklich mit     .dem    Maximalwert zur Wirkung  kommenden     Belastung    eintritt.  



  Die Erfindung soll in     bezug    auf die     Fig.1     und 2 unter Bezugnahme auf den üblichen  Typus einer Laufschaufel 1     beschrieben    wer  den. Diese Schaufel besitzt eine aktive, das  heisst mit dem Triebmittel zusammenwir  kende     Oberfläche    2 und eine nach hinten sich  erstreckende Verlängerung 3, welche mit der  gegenüberliegenden     Oberfläche    der benach  barten Schaufel zusammenwirkt, um so die  übliche     Durchtrittstelle    4 für das Triebmittel  zu bilden.

   Ausserdem ist ein Schaufelfuss 5  mit Halteflächen 6     vorgesehen.    Die Turbinen  scheibe 8 besitzt eine sich in     Umfangrich-          tung    erstreckende Nut 9, deren Querschnitt  demjenigen des Schaufelfusses 5 angepasst ist  (Fis. 2). Der Schaufelfuss 5 ist in die Nut  9 eingesetzt, welche mit Hilfe der zusammen  wirkenden Fläche der benachbarten     Schaufel,     wie in     Fig.    1     gezeigt,    die Schaufel 1 gegen  radiale und seitliche Bewegung sichert. Die  Art und Weise des Einbaues der Schaufel in  die Nut 9 ist nicht     dargestellt,    da sie mit  der vorliegenden Erfindung nicht zusammen  hängt.

   Es soll hier erwähnt werden, dass die  Erfindung auf alle Schaufelarten angewen  det werden kann, ganz gleichgültig, welche       besondere    Form die Schaufel und ihr Fuss  haben mögen. Es sind. im nachstehenden auch  nur diejenigen Merkmale der Schaufel er-    wähnt, welche für ein vollständiges Ver  ständnis der Erfindung     erforderlich    sind.  Die strichpunktierte Linie     c-c        bezeichnet     die Richtung, in welcher die     Zentrifugalkraft     auf eine einzelne Schaufel wirkt.

   Diese Zen  trifugalkraft wird als<I>Fe</I> bezeichnet.<I>L</I> be  zeichnet die in     Umfangrichtung        gemessene     Länge der Halteflächen 6 des Schaufelfusses  5 beim     Radius   <I>R.</I>     KL    bezeichnet den vom  Punkte X aus gemessenen Teil von L bis  zum Punkte, bei welchem die     Linie        c-c    den  Zylinder vom Radius R schneidet. Die Rich  tung, in welcher das Triebmittel wirkt, ist  mit     s-s    und die maximale durch das Trieb  mittel ausgeübte Kraft mit     Fs    bezeichnet.

         Ls    bezeichnet den Abstand des Angriffs  punktes von     Fs    von den     Halteflächen    des  Schaufelfusses 5 am Punkt X. Die Kraft     Fs,     multipliziert mit der     Distanz        Ls    stellt     das     maximale Moment dar, das durch das Trieb  mittel auf die Schaufel ausgeübt wird.  



  Die Rotation der Turbinenscheibe 8 bei  normaler     Geschwindigkeit    bedingt eine  elastische     Streckung    des Schaufel- und       Scheibenmaterials,    wie oben erwähnt wurde,  und verändert das Verhältnis der zusammen  wirkenden Oberflächen     zwischen,den    benach  barten     Schaufeln    und zwischen dem Schau  felfuss 5 und der Scheibennut 9 von der in       Fig.    1 und 2 dargestellten statischen Lage in  diejenige gemäss     Fig.    3, 4, in welcher     die     Verhältnisse während .der Bewegung in grö  sserem     Massstab        dargestellt    sind.

   Es ist daraus  ersichtlich, dass     bei    voller Drehzahl die zu  zusammenwirkenden Flächen benachbarter  Schaufeln,     sowie    der     Schaufelfüsse    5 und  Scheibennuten 9 nicht     genügen,    um die  Schaufeln vor dein Kippen oder Schwingen  innerhalb der     Scheibennut    9 zu bewahren.  Mit andern Worten, die elastische Streckung  oder die Kriechwirkung     erzeugt    eine ge  nügende Lockerung zwischen benachbarten  Schaufeln und zwischen den sich in Umfang  richtung erstreckenden Halteflächen der       Sebaufelfüsse    und der Scheibennut, dass ein  Kippen der Schaufeln in der Nut bei plötz  licher Beanspruchung durch das Triebmittel  ermöglicht ist.

        Bei einer kontinuierlichen Zufuhr des  Triebmittels. zum Beispiel des Dampfes, auf  die Schaufel lassen sich die auf letztere wir  kenden Kräfte im     Gleichgewicht    halten. Das  Moment, welches bestrebt     ist,    die Schaufel  im Uhrzeigersinn um den Punkt X zu kip  pen ist gleich     Fs    .     Ls.    Bei mit voller Touren  zahl laufender Turbine und bei kontinuier  licher Dampfzufuhr hängen die dieser auf  die Schaufel wirkenden Kraft entgegenwir  kenden Kräfte von der Formgebung der  Schaufel ab.  



       Uxn    ein Kippen der Schaufel unter dem  Einfluss der Kraft     Fs    zu verhindern, kann  einerseits einentgegengesetztes Moment durch  die Zentrifugalkraft Fe erzeugt und ander  seits eine Gegenwirkung der zusammenwir  kenden Oberflächen von benachbarten Schau  feln und der Nut 9 bewirkt werden. Bei kon  tinuierlicher Zuleitung des Triebmittels  würde diese Befestigung der     Schaufel    ge  nügen.

   Wird die Schaufel jedoch an einem  Rad mit teilweiser     Beaufschla.gung    verwen  det, bei welchem jede Schaufel     mindestens     einmal per Umdrehung in den     Treibmittel-          strom    ein- und austritt, dann muss das Gleich  gewicht ausschliesslich durch die Zentrifugal  kraft bewirkt werden.

      Dies ist erforderlich, da die Wirkung der  elastischen Streckung und des     Kriechens    des  Schaufel- und     Spindelmaterials    zwischen be  nachbarten Schaufeln und     zwischen    Schaufel  fuss und Scheibennut eine Lockerung bewirkt,       tvelche    den durch die zusammenwirkenden  Oberflächen erzeugten Widerstand     imwesent-          lichen        eliminiert.    Unter diesen     Umständen     stellt sich das     Gleichgewicht    lediglich ein,

    wenn das     Zentrifugalmoment    Fe<I>.</I>     KL    grösser  ist als das maximale Moment     Fs.        Ls,    das  durch die Stosswirkung .des     Triebmittels    er  zeugt wird.  



       Teilweise        Beaufschlagung    der Turbine  unterwirft die Schaufeln einer sich rasch  wiederholenden Belastung, wie oben     erwähnt,     und da .die Schaufeln derart konstruiert sind,  dass sie starr in der Scheibennut halten sollen,  kann eine Dämpfung nur durch die innere    Reibung des Schaufelmaterials oder durch  ein geringes Gleiten     zwischen    zusammenwir  kenden Oberflächen bewirkt werden. Diese  Dämpfung kann aber praktisch ganz vernach  lässigt werden. Es kann deshalb die in der  Schaufel bei teilweiser     Beaufsehlagung    er  zeugte Spannung angenähert durch Unter-.

    Buchung einer .gleichwertigen     mechanischen     Anordnung eines     ungedämpften,    durch Fe  dern getragenen     Systemes    geprüft werden,  welches plötzlich durch ein Gewicht     W!    be  lastet wird.     Fig.    5 zeigt schematisch ein der  artiges, System 10 und die Charakteristiken,  von welchen Kurve 12 die augenblicklich zur  Wirkung gebrachte Triebkraft     bezw.    das  Gewicht     W    .darstellt.

   Kurve 13 zeigt den  Verlauf des     elastischen    Widerstandes oder  der Federkraft, welche in der Feder     bezw.     in der     ;Schaufel    bei     einer    gegebenen     Aus-          lenkun;g    auftritt.

   Kurve 14 gibt :den Verlauf  der     Beschleunigungskraft    an, welche zu jedem  Zeitpunkt gleich ist der Differenz zwischen  dem Gewicht     bezw.    der     Triebkraft        (Kurve     12) und dem     Widerstand    (Kurve 13). 16 be  zeichnet die Linie der     Gleichgewichts-    oder  statischen     Auslenkung.    Feder 17 ist     in    der  dargestellten Lage nicht gespannt, da das Ge  wicht     W    :durch leicht     auslösbare        Mittel    18  vollständig     getragen    ist.  



  Wird     das        Gewicht        W    plötzlich freigege  ben, so verschiebt es sich um den Weg     dl.     Die dabei     geleistete    Arbeit     W   <I>.</I>     dl    wird ver  braucht zur Beschleunigung des Systems und  zur     Spannung    der Feder. Mit P     wird    die       Federkonstante    bezeichnet.

   Der Verlauf der  Federkraft<I>P .1</I> wird durch Kurve 13 :dar  gestellt.     l        ist    dabei die Dehnung     bezw.    Aus  lenkung     und    die angewandte Kraft     bezw.    das  Gewicht beträgt W und ist durch Kurve 12  dargestellt. Die Differenz     W-P   <I>.1,</I> die die       Beschleunigungskraft        darstellt,    ist durch  'Kurve 14 dargestellt und wird kleiner und  kleiner, bis bei der     statischen-    oder Gleich  gewichtsauslenkung in der Lage     1,    die Be  schleunigungskraft Null wird.

   Die bis zur       Auslenkung    11 aufgewendete Arbeit     W        .11     ist gleich der dem System innewohnenden  kinetischen Energie und der zur Spannung      der Feder     aufgewendeten    Energie. Mit 1, ist  die tatsächliche     Auslenkung    des     Systems     infolge allmählich zunehmender Wirkung der  Kraft W bezeichnet.

   In Form einer Glei  chung ergibt sieh folgendes Bild, wobei E       rlie    kinetische Energie darstellt:  
EMI0004.0005     
    Wird zwischen den Grenzen Null und     h          integriert,    so ergibt sich  
EMI0004.0008     
    Diese kinetische Energie ist in     Fig.    5  durch die zwischen der Linie 14 und der  Nullordinate liegende Fläche oberhalb der  Linie 16 dargestellt.

   Die Umwandlung dieser  kinetischen Energie, die durch die oben er  wähnte Fläche dargestellt ist, in     potentielle     Energie, ist umgekehrt     dargestellt    durch die  jenige Fläche, welche unter der Linie 16  liegt und durch die Nullordinate und Kurve  14     begrenzt    ist, wobei die Abszisse die maxi  male     Auslenkung    darstellt.  



  Es ist deshalb offensichtlich. dass die  plötzliche Belastung zur Folge hat, dass     das     System     weiterläuft,    und zwar um eine Weg  länge 1" wobei die kinetische Energie in po  tentielle Energie umgewandelt wird, und dass  die     Auslenkung    und die Beanspruchung der  Feder im Punkte der maximalen Dehnung h       doppelt    so gross ist, wie die     Auslenkung        und     die Beanspruchung im Gleichgewichtszustand  bei 1,.

   Eine plötzlich auf eine Turbinenschau  fel wirkende Kraft hat deshalb die doppelte  Beanspruchung und     Auslenkung    (Biegung  einer starr gelagerten Schaufel) zur Folge       ,gegenüber    dem Fall, in welchem die Kraft  allmählich zur Wirkung käme.

   Da bekannt  ist, dass die elastische Streckung zwischen der  Schaufelwurzel und der     Spindelnut    eine ge  nügende Lockerung bewirkt, um eine     zerstö-          rende        Vibration    der Schaufelwurzel innerhalb    der     Spindelnut    zuzulassen, ist es klar, dass  das     stabilisierende        Zentrifugalmoment          Fc   <I>.</I>     KL     gleich oder grösser sein sollte als das zwei- so  fache maximale     Biegungsmoment        Fs    .     Ls,    das  durch die Stosswirkung des Triebmittels aus  geübt wird.

   Mit andern     Worten,    der Zen  trifugal-Stabilitätsfaktor, welcher gleich ist  
EMI0004.0035     
    sollte gleich oder grösser sein als der Quo  tient, der erhalten     wird,    wenn die maximale       Auslenkung        h    durch die     statische    oder       Gleichgewichtsauslenkung    1, dividiert wird.  



  Die durch diese     elementare        Untersuchung          erhaltenen    Ergebnisse sind für die prak  tischen     Konstruktionszwecke        durchaus    ge  nügend. Sie sind     jedoch    nicht vollkommen  genau,     @da    bei der praktischen Ausführung  die Triebkraft nicht     augenblicklich    mit dem  maximalen Wert zur Wirkung gelangt.

   Bei  spielsweise bei einer modernen Hochdruck-,  mit hoher Temperatur arbeitenden Turbine,  welche mit einer normalen Drehzahl von  3600 T/min. umläuft, werden etwa<B>100</B> Schau  feln in der ersten     Reihe    verwendet und     bei     richtig konstruierten     Düsen-    und Schaufel  durchtrittsöffnungen wird die Treibkraft bei  Null beginnen, wenn die Schaufeln in den  Strom des     Triebmittels    hineingelangen. Die  erwähnte     Kraft    steigt von Null auf den  maximalen Wert, während einer Zeit, welche  erforderlich ist, um die     Spindel    um einen  Winkel zu     verdrehen,    der gleich der Schaufel  teilung im mittleren Durchmesser gemessen  ist.

   Es ist deshalb offensichtlich, dass die       Belastung    auf jede Schaufel von Null auf  den maximalen Wert steigt, und zwar inner  halb     1/e0    sec. dividiert durch 100, also in       1/"0o,    sec. Die verhältnismässig kurze Zeit, wel  che benötigt wird, damit die Last ihren Maxi  malwert erreicht, wird deshalb den maxima  len Wert des     Zentrifugal-Stabilitätsfaktors,     welcher gemäss der oben     erwähnten    Unter  suchung erhalten wurde, leicht verändern.  Wenn deshalb der genaue Wert des Zentri-           fugal-Stabilitätsfaktors    für Konstruktions  zwecke erforderlich ist, wird es erforderlich  sein, die Zeit in der Berechnung zu berück  sichtigen.  



  Die durch eine     Schaufeldurchtrittsöffnung     fliessende Menge des     Triebmittels        steigt    di  rekt proportional zu der linearen Bewegung  der Schaufel. Es ist deshalb klar, dass bei  einer gleichförmigen Geschwindigkeit die       Triebkraft    von Null auf den Maximalwert  ansteigt, wie die Zeit. Als Differential aus  gedrückt, ergibt sich, dass
EMI0005.0006  
   konstant ist,  wenn t die Zeit bezeichnet.

   Es ist also:  
EMI0005.0007     
    Die     Schaufeln    treten     normalerweise    mit nor  maler radialer Lage     in    den     Triebmittelstrom,     und wenn     die    Triebkraft zur Wirkung ge  langt,     verstellt    sich jede Schaufel von ihrer  unbelasteten Ausgangslage um einen Betrag,  der zur     Triebkraft    proportional     ist.    Es     bildet     sich deshalb in jeder Schaufel     eine        elastische     Widerstandskraft     F'b    aus,

   welche der Aus  lenkung proportional ist und welche der ge  wöhnlichen     Ausbildung    einer Feder ent  spricht, wo das Verhältnis von Kraft zu Ver  schiebung konstant     ist.    Als     Differential    aus  gedrückt ergibt sich, dass
EMI0005.0023  
   konstant ist,  wobei y die     Auslenkung        bezeichnet,    das heisst  
EMI0005.0026     
    In jedem Zeitpunkt t, nach Eintritt einer  Schaufel     in    den     Triebmittelstrom,    wird die  Triebkraft auf     einen    gewissen     Teilbetrag     steigen,

   welcher als  
EMI0005.0031     
    bezeichnet werden kann und die Schaufel  wird um einen Betrag     ausgelenkt,    der dazu  proportional ist. Es bildet sich eine elastische  Widerstandskraft, welche gleich ist  
EMI0005.0033     
         Die   
EMI0005.0035  
    <I>A</I> ist gleich wobei<I>f</I>  die Kraft und M die Masse bezeichnen,

   und     5o     da nun  
EMI0005.0037     
    ergibt sich die     Beschleunigung    nach Ablauf  der Zeit t als  
EMI0005.0039     
    Die Beschleunigung ist jedoch auch gleich  
EMI0005.0040     
    und in Form einer Differentialgleichung er  gibt sich  
EMI0005.0041     
    Das Verfahren     zum    Lösen dieser nicht  homogenen linearen     Differentialgleichung     erster Ordnung ist auf den .Seiten 210-211  des Buches:

   "Manual of     Mathematics        and          Mechanics"    von     Clements        and        Wilson,    ver  öffentlicht 1937 durch     Me        Graw-Hill        Book          Company,    gegeben und die Lösung lautet:

    
EMI0005.0054     
    Diese Lösung erlaubt     .die    tatsächlich auf die  Schaufel     wirkenden    Kräfte unter Berück  sichtigung der Zeit zu ermitteln,     innerhalb     welcher eine vorher unbelastete     Schaufel    bei  Eintreten     in        einen    Dampfstrom voll     beauf-          schlagt    wird.  



  Eine     praktisch        ausgeführte    Ausführungs  form einer Turbine,     in    welcher die Trieb  kraft bei 1/4 Last ihren Höchstwert von  36,7 kg     in        '/suoo        sec.    erreicht,     weist    eine       Schaufel    mit     einer    mittleren Länge von  5,96     cm,    und einem Gewicht von 0,107 kg  auf.

   Bei einem     Elastizitätsmodul    .des verwen  deten     Schaufelmaterials    von 2 038 800 kg/cm'  wurde festgestellt, dass die     statische        Aus-          lenkung    der Schaufel, welche durch     Linie    16  der     Fig.    5 dargestellt wird, 0,01145     mm    be  trägt.

   Die     Gleichung        kann:        nun        gelöst    werden,      um die     tatsächliche        Auslenkung    der Schaufel  in jedem Zeitpunkt zu bestimmen und auch  die zugehörige Triebkraft oder Schaufelbe  lastung und mit diesen Daten kann Kurve  19 der     Fig.    5, welche die Triebkraft darstellt,       welche    von Null auf den Maximalwert von  36,7 kg in     '/"O"    sec. ansteigt, ohne weiteres  gezeichnet werden.

   Kurve 20 in     Fig.    5 zeigt  die Beschleunigungskraft, welche in jedem  Moment durch die von Null auf den Maximal  wert ansteigende     Triebkraft    erzeugt wird.  Sie wird dadurch erhalten, dass die     Werte     der Kurve 13 von den zugehörigen     Werten     der Kurve 19 abgezogen werden.

   Es ist zu       beachten,    dass bei der Untersuchung des     un-          gedämpften,    federnd aufgehängten Systems,  das in     Fig.    5 schematisch dargestellt ist, die  augenblicklich wirkende Kraft gleich der  maximalen Triebkraft und die Federskala  eine Funktion des     Elastizitätsmoduls        des     Schaufelmaterials und der Dimensionen der  Schaufel ist.     Deshalb    zeigen die Kurven 12,  13 und Linie 16 der     Fig.    5 genau die Wir  kung einer augenblicklich zur Einwirkung  gelangenden Triebkraft von 36,7 kg auf die  Turbinenschaufel, wenn dieselbe starr in der  Turbinenscheibe gehalten     ist.     



  Die Fläche, welche über der Linie 16 liegt  und welche durch die     Nullordinate    und  Kurve 20 begrenzt ist, zeigt in einem ge  wissen Massstab, wie bei der     Untersuchung     des     ungedämpften    Federsystems erwähnt  wurde, die kinetische Energie, welche dafür       verwendet    wird, die Schaufel über die sta  tische     Auslenkung    hinaus     auszulenken.    Die  Umwandlung dieser kinetischen Energie in  potentielle Energie wird durch     eine    Fläche  dargestellt, welche unter der     Gleichgewichts-          Auslenkungslinie    liegt und die Nullordinate  und die Kurve 14 begrenzt wird.

   Diese Flä  che ist flächengleich mit der über der sta  tischen Gleichgewichtslinie liegenden Fläche,  welch letztere durch die     Nullordinate    und  die Kurve 20 begrenzt ist. Die Abszisse des  > unterhalb der     Gleichgewichtslinie    liegenden  Dreieckes bestimmt die maximale Aaslen  kung, die bei     einer    innerhalb     1/ssooo    sec. von  Null auf den     Maximalwert    ansteigenden Be-         lastung    erhalten wird. Der Wert     beträgt        beine          gewählten        Beispiel    0,01947 mm.

   Ein Ver  gleich der maximalen     Auslenkungen        1,    und  1;,, welche gemäss der beschriebenen Unter  suchung erhalten wurden,     zeigt,    dass im Falle  einer innerhalb kurzer     Zeit    von Null auf den  Maximalwert     ansteigenden        Belastung    die  Schaufel den     Gleichgewichts-Auslenkungs-          punkt    um<B>69,9%</B> überschreitet.

   Bei dem  untersuchten Beispiel wurde     also    bei genauer  Berechnung der Wert des     Zentrifugal-Stabi-          litätsfaktors    von 2     auf    1,7 gesenkt, was einer  tatsächlichen     Reduktion    um nur 15     %    ent  spricht.

   Die     vorbeschriebene,        vollständige          Untersuchungsmethode    lässt sich auf alle  Fälle anwenden     und        wird    immer eine     leichte     Verminderung     des    Wertes des Zentrifugal  Stabilitätsfaktors gegenüber dem Wert zur  Folge haben, der     bei    Annahme einer     augen-          blicklich    mit dem Maximalwert zur Wirkung  kommenden     Triebkraft    resultiert.  



  Die dynamische Gleichgewichtslage wird  also erreicht, wenn der     Zentrifugal-Stabilitäts-          faktor     
EMI0006.0065     
    gleich ist dem     Quotienten,    der erhalten     wird     durch Division der maximalen Schaufelaus  lenkung durch die statische     Schaufelauslen-          kung.    Damit eine dynamische Stabilität erhal  ten bleibt, wird derselbe grösser gewählt als  der     erwähnte    Quotient, das heisst  
EMI0006.0071     
    Um aber einen genügenden Sicherheitsfaktor  in Berücksichtigung ziehen zu können, wird  das Verhältnis von<I>Fe.</I>     KL    zu     Fs    .

       Ls    gleich  oder grösser als 3 gewählt. Der     Zentrifugal-          Stabilitätsfaktor    wird     beeinflusst    von der  Grösse, dem Gewicht     und    der Form der Tur  binenschaufel, dem Druck des     Triebmittels,     dem Durchmesser der Turbinenscheibe und  der Drehzahl der Turbine.

   Wenn die Kon  struktion der Schaufel so     ausgeführt        wird,     dass der Stabilitätsfaktor grösser     ist    als  
EMI0006.0083  
   werden auch     durch    das Zentrifugal-           monieret   <B>Fe</B><I>.</I>     Kt    die Halteflächen 6 des  Schaufelfusses 5 dicht gegen die entsprechen  den Halteflächen der Scheibennute 9 ge  drückt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Turbine mit Laufradschaufeln, die einer intermittierenden Beanspruchung durch das Triebmittel ausgesetzt sind, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schaufeln einen solchen Zentrifugal-Stabilitätsfaktor aufweisen, dass beim Betrieb mit den Geschwindigkeiten, für welche die Turbine konstruiert ist, die Zen trifugalkraft ein Moment erzeugt, das dem durch das Auftreffen des Triebmittels er zeugten Moment entgegenwirkt, und welches grösser ist als das durch das Auftreffen des Triebmittels maximal erzeugte Moment.
    UNTERANSPRüCHE 1. Turbine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrifugal-Stabi- litätsfaktor mindestens gleich gross ist wie der Quotient, der erhalten wird durch Division der maximalen Schaufelauslenkung durch die statische Schaufelauslenkung. 2.
    Turbine nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schaufelfuss mit beidseitig angeordne ten, in Umfangsrichtung verlaufenden Aus- nehmungen versehen ist, in welche Halteteile der Scheibe eingreifen, um so die Schaufel am Turbinenrad zu sichern. 3. Turbine nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schaufel einen gezahnten Fuss .aufweist, um die Schaufel .am Turbinenrad zu sichern.
CH217033D 1939-01-16 1939-06-14 Turbine mit Laufradschaufeln, die einer intermittierenden Beanspruchung durch das Triebmittel ausgesetzt sind. CH217033A (de)

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