CH216511A - Gleichpolmaschine, insbesondere zur Erzeugung von Wechselstrom höherer Frequenz. - Google Patents
Gleichpolmaschine, insbesondere zur Erzeugung von Wechselstrom höherer Frequenz.Info
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Description
Gleichpolmaschine, insbesondere zur Erzeugung von Wechselstrom höherer Frequenz. Mittel- und Hochfrequenzgeneratoren werden in der Regel als Gleichpoltype ge baut. Dabei ist die Erregerwicklung als ko axialer Ring ruhend zwischen zwei ebenfalls koaxialen Ständerblechpaketen angeordnet, die in achsparallelen Nuten eine Spulen wicklung tragen, während der Läufer wick lungslos ist. Ständer und Läufer sind mit einer der vorgesehenen Drehzahl entsprechen den Zahl von Polzacken zur Erreichung der gewünschten Frequenz versehen. Diese Bau art erlaubt bei gleicher Umfangsgeschwindig keit die Ausführung der Wechselstrom maschinen mit höheren Polzahlen als bei der Bauart mit gewickelten Polen.
Immerhin ist auch für diese Bauart die Polzahl beschränkt wegen der mit der Zunahme der Polzahl auch immer enger werdenden Nutenteilung und der damit verbundenen Schwierigkeit der Bewicklung dieser Nuten. Ferner sind solche Maschinen wegen der vielen Nuten verwickelt und in der Herstellung sehr kost spielig.
Durch die Erfindung wird nicht nur eine weitgehende Vereinfachung und Verbilligung der Maschine erreicht, sondern auch eine we sentliche Erhöhung der Polzahl oder/und Frequenz, oder bei gegebener Polzahl oder Frequenz eine Verkleinerung des. Durch messers der Maschine möglich.
Die Erfin dung besteht darin, dass ausser der Gleich stromerregerwicklung der als Gleichpoltype gebauten Maschine auch die Wechselstrom arbeitswicklung als koaxiale Spule in wenig stens einer koaxialen Ringnut zwischen, Pol- vorsprüngen des Ständers angeordnet ist und dass die Polvorsprünge beidseitig der Ringnut entweder beim Ständer oder beim Läufer in der Umfangsrichtung um eine Polteilung gegeneinander versetzt sind.
In der Zeichnung sind .einige Ausfüh rungsbeispiele für die Erfindung dargestellt, und zwar zeigen jeweils im Längs- und Quer schnitt die Fig. 1 und 2 eine vierpolige An ordnung zur Erläuterung ider Wirkungs weise, Fig. 3 und 4 eine vielpolige Hoch frequenzmaschine mit zylindrischem Anker und Fig. 6 und 7 eine solche mit scheiben- förmigem Anker, während Fig. 5 die Ab- en des Ständers der Maschine nach Fig. 3 zeigt..
Fig. 8 zeigt die Hälfte des aktiven Teils einer Dreiphasenmaschine im Längsschnitt, Fig. 9 eine Abwicklung dieses Teils.
In Fig. 1 gibt die obere Hälfte eine Aus führungsform wieder, bei der die axial nebeneinanderliegenden Polvorsprünge des Ständers gegeneinander um eine halbe Pol teilung versetzt sind, während diejenigen des Läufers jeweils in der gleichen Radialebene liegen; bei der unteren Hälfte der Fig. 1 ist der umgekehrte Fall veranschaulicht. Fig. 2 zeigt den Querschnitt durch eine Maschine der erstgenannten Art.
In der Magnetspule a, die in einer umlaufenden Ringnut o des Ständers b der Maschine ruht, wird ein Kraftfluss erzeugt, der sich entweder in der gezeichneten Stellung des Läufers c längs der gestrichelten Linie über die Polvor sprünge d, e des Läufers c und die Vor sprünge f, y des Ständers b, oder nach einer Vierteldrehung des Läufers c längs der strichpunktierten Linie über die Läufervor sprünge h-, i und Ständervorsprünge j, k, schliesst. Der Rückschluss des Magnetkreises erfolgt durch eine zylindrische Ständerboh rung, wobei es gleichgültig ist, welchen Durchmesser sie hat; der Luftspalt kann also hier an der Stelle l oder an der Stelle m liegen.
Zwischen den Ständerpolvorsprüngen f, g einerseits und j, <I>k</I> anderseits liegt in einer Ringnut q die Arbeitswicklung s der Maschine, die wie die Erregerspule a als Ringspule ausgebildet ist. Sie wird bei jedem Wechsel de' Kraftschlusses von d, f nach h, j bezw. von e, g nach i, k einmal vom gesamten Ma gnetfeld geschnitten, wobei jedesmal in je dem Spulendraht eine dem Feld und der Schnittgesechwindigkeit proportionale EMK induziert wird, die abzüglich des Spannungs- abfalles in den Spulenleitern, an den Klem men der Maschine herrscht. Es ist eine Wechselspannung, denn einmal wird das Feld von links nach rechts, das andere Mal von rechts nach links durch die Spule s hin wegeführt.
Die sekundliche Frequenz v hängt natürlich von der Drehzahl ab und ist, wenn p die halbe Zahl der wechselnden Pol vorsprünge und n die Drehzahl je Minute ist,
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Für das Beispiel der Fig. 1 und 2 ist p = 2, so dass die Maschine bei 1500 Um drehungen pro Minute einen Einphasenstrom von 50 Perioden und bei 3000 Umdrehungen pro Minute einen Strom von 100 Perioden liefert. Die erzeugte EMK ergibt sich dann aus Frequenz, Kraftfluss und Zahl der in geschalteten Windungen der Spule s.
Mechanisch ist die in Fig. 1 oben dar gestellte Anordnung mit gleichartigen Pol vorsprüngen am Läufer günstiger als die An ordnung mit versetzten Polvorsprüngen am Läufer, wenigstens dann, wenn es sich um wenigpolige Maschinen handelt, weil im letz teren Falle eine Unwucht auftritt. Bei viel poligen Maschinen spielt aber diese keine Rolle mehr.
Fig. 3 bis 5 zeigen eine 80polige Ma schine, die zum Beispiel bei 1500 Umdrehun gen pro Minute eine Frequenz 1000 liefert.
Ständer- und Läufereisen b, c sind hier ge blecht, und zwar, der Richtung des Kraft flusses entsprechend, radial, wie aus Fig. 4 hervorgeht. Hierbei brauchen die Zwischen stücke t zwischen den Polvorsprüngen d des Läufers nicht aus Eisen zu bestehen, weil sie keinen Kraftfluss führen; Sie können aus irgendeinem geeigneten, mechanisch wider- standsfähigen Werkstoff, zum Beispiel aus einem Kunststoff auf Harzgrundlage be stehen.
Die Ständerbleche b sind in schwal benschwanzförmigen Nuten des Gehäuses r gehalten, und auch die Läuferbleche sind zwischen im Querschnitt schwalbensch wanz- förmigen Pressplatten m, v gefaBt.
Die Maschine ist ,symmetrisch zur senk recht auf ihrer Drehachse stehenden Mittel ebene gebaut, so daB der magnetische Rück schluss rechts in gleicher Weise ausgenutzt wird wie auf der linken Seite. Die beiden Spulen s und s' können in Reihe oder par- alle) geschaltet werden. Wie aus der Ab wicklung Fig. 5 zu erkennen, sind die Kraft flüsse der einzelnen Polpaare NS bezw. N S' völlig unabhängig voneinander.
Dass man die Maschine grundsätzlich auch mit Scheibenanker ausführen kann, zeigt Fig. 6 und 7. Dabei wird man die ra diale Pollänge von innen nach :aussen in dem Verhältnis abnehmen Jassen, wie die mittlere Polbreite in der Umfangsrichtung zunimmt, damit der Polquerschnitt und der Kraftfluss pro Polvorsprung konstant bleiben. Der Ver lauf der Magnetflüsse ist wie in Fig. 3 an gedeutet.
Auch mehrphasig lässt sich die Maschine bauen. In Fig. 8 und 9 ist zum Beispiel eine Dreiphasenmaschine dargestellt. Dabei ist jede Spule s der drei Phasen I, II, 111 zwi schen je zwei Reihen von um<B>180</B> elektrische Grade versetzten Polvorsprüngen f, j ange ordnet, und die Polreihen der drei Phasen sind gegeneinander um 120 elektrische Grade versetzt.
Dreiphasenstrom lässt sich aber auch so erzeugen, dass man in einer Maschine ent sprechend Fig. 3 bis 5 die Polreihen rechts und links der Erregerspule a um 90 (elek trische Grade versetzt und den so gewon nenen Zweiphasenstrom bei entsprechender Wahl der Windungszahl der Arbeitswick lungen s, s' mit Hilfe der Scottschen Schal tung in Dreiphasenstrom umwandelt.
Die Maschine kann auch, unabhängig von der Frequenz der Arbeitswicklung, Gleich strom erzeugen, den man an axial auseinan derliegenden Punkten des Läufers mittels Bürsten oder sonstiger Stromabnehmer ab nehmen kann; sie wirkt dann als Unipola,r- maschine. Gegebenenfalls lässt sich dieser Gleichstrom zur Speisung der Erregerspule a verwenden.
Ebenso wie angetrieben als Generator läuft die, Maschine auch, an ein Wechsel stromnetz angeschlossen und mit Gleichstrom erregt, treibend als: Synchronmotor, wenn man sie: auf Touren gebracht und synchroni siert hat. Die radiale Schichtung der Bleche hat wesentliche Vorteile. Einmal ergeben sich weniger Blechabfälle, was bei den hoch legierten teuren Blechen, die für :solche Ma schinen in Frage kommen, besonders ins Ge wicht fällt. Ferner ermöglicht die radiale Schichtung ohne weiteres die Verwendung der gleichen Blechschnitte für Maschinen der, verschiedensten Frequenzen, lediglich durch Änderung der Dicke der Blechpakete.
Zum Einlegen der Magnet- und der Ar beitswicklungen kann die Maschine senkrecht zur Achsrichtung, zum Beispiel jeweils an den Ringnuten in Einzelabschnitte getrennt werden. Einfacher lässt sich die Wicklung aber auch einlegen, wenn man die Maschine wie üblich durch einen Schnitt durch die Längsachse in zwei Teile zerlegt.
Die neue Maschine besitzt gegenüber,den Hochfrequenzgeneratoren der bisherigen Bau- art weit grössere Möglichkeiten. Denn die durch die Nutenteilung bedingte obere Grenze der Polzahl fällt bei ihr weg, da die Wicklung nicht mehr in Längsnuten zwi schen die Pole gelegt werden muss. Bei der Maschine nach der Erfindung lässt sich eine viel kleinere Polteilung wählen:, wodurch in .der Auslegung der Hochfrequenzmaschinen ein viel grösserer und freierer Spielraum ge schaffen ist. Zudem erlaubt die Erfindung eine viel einfachere, billigere Herstellung und betriebssicherere Isolierung der Wechsel stromwicklung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gleichstrommaschine, insbesondere zur Erzeugung von Wechselstrom höherer Fre quenz, mit in wenigstens einer Ringnut Ales Ständers angeordneter, ruhender, mit Gleich strom gespeister Erregerspule, dadurch ge kennzeichnet, dass auch die Wechselstrom arbeitswicklung als koaxiale Spule in wenig stens einer koaxialen Ringnut zwischen Pol vorsprüngen des Ständers angeordnet ist, und dass die Polvorsprünge beidseitig der Ringnut entweder beim Ständer oder beim Läufer in der Umfangsrichtung um eine Polteilung ge geneinander versetzt sind. UNTERANSPRÜCHE: 1.Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die nach dem Luftspalt zu gerichteten Stirnflächen sämt licher zwischen den Ringnuten sowie diesen und den Maschinenenden liegender Polvor sprünge einander gleich sind. 2. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Längsachse der Polvorsprünge parallel zur Maschinenachse liegt. 3. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Längsachse der Polvorsprünge radial liegt. 4.Maschine nach L nteranspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Länge der zwischen Ringnuten liegenden Polvorsprünge in dem gleichen Masse von innen nach aussen hin abnimmt. wie ihre mittlere Breite in der Umfangsrichtung zu nimmmt. 5. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ihre Eisenkörper radial geblecht sind. 6. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Lücken zwi schen den nicht gegeneinander versetzten Polvorsprüngen wenigstens zum Teil mit un magnetischem Werkstoff ausgefüllt sind. 7.Maschine nach Z nteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Lücken zwi schen den nicht gegeneinander versetzten Polvorsprüngen wenigstens zum Teil mit Isolierstoff ausgefüllt sind. B. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Luftspalt für den magnetischen Rückschluss einen andern Durchmesser hat als der Luftspalt zwischen den Polvorsprüngen. 9. Maschine nach Patentanspruch, da- dureli gekennzeichnet, dass sie zur Erreger spule symmetrisch gebaut ist, dass also beid seits der Erregerspule je mindestens eine Ar beitspule induziert wird.10. Maschine nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Ar- i,eitsspulen in Reihe geschaltet sind. 11. Maschine nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Arbeits spulen parallelgeschaltet sind. 12. Maschine nach Patentanspruch mit mehreren Arbeitsspulen, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erzielung von Mehrphasen strömen die den verschiedenen Arbeitsspulen zugeordneten Polvorsprünge um den Phasen winkel gegeneinander in der Umfangsrich tung versetzt sind. 13.Maschine nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzielung von Dreiphasenstrom mindestens drei Arbeits spulen zwischen je zwei Reihen von Polvor sprüngen angeordnet sind, und dass diese drei Doppelreihen von Polvorsprüngen um je 120 elektrische Grade gegeneinander versetzt sind. 14. Maschine nach Unteranspruch 9 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er zielung von Zweiphasenstrom die Polvor sprünge links und rechts der Erregerspule um 90 elektrische Grade gegeneinander ver setzt sind. 15. Maschine nach Unteranspruch 14, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzielung von Dreiphasenstrom die Arbeitsspulen in Scott- Schaltung miteinander verbunden sind. 16.Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass unter Ausnutzung ihrer Wirkung als Unipolarmaschine an in der Längsrichtung verschobenen Stellen ihres Läufers Stromalmehmer zur Abnahme von Gleichstrom angeordnet sind. 1'7. Maschine nach. Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der unipolar er zeugte Gleichstrom zur Speisung ihrer Er regerwicklung verwendet wird. 18. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Läuferbleche zwischen in Querschnitt schwalbenschwanz förmigen Pressringen gehalten sind.19. Maschine nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Ständerbleche in schwallienschwanzförmigen Nuten des Gehäuses gehalten sind.
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296699B (de) * | 1965-01-21 | 1969-06-04 | Lloyd Dynamowerke Gmbh | Elektrische Maschine in Scheibenbauweise |
| DE3927454A1 (de) * | 1989-08-19 | 1991-02-21 | Weh Herbert | Elektrisch errregte transversalflussmaschine |
| DE4125779C1 (en) * | 1991-08-03 | 1992-12-17 | Weh, Herbert, Prof. Dr.-Ing., 3300 Braunschweig, De | Transverse flux reluctance electric machine - has passive rotor with field excitation from stator windings in form of circular coils coaxial with machine axis |
-
1940
- 1940-09-18 CH CH216511D patent/CH216511A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1296699B (de) * | 1965-01-21 | 1969-06-04 | Lloyd Dynamowerke Gmbh | Elektrische Maschine in Scheibenbauweise |
| DE3927454A1 (de) * | 1989-08-19 | 1991-02-21 | Weh Herbert | Elektrisch errregte transversalflussmaschine |
| DE4125779C1 (en) * | 1991-08-03 | 1992-12-17 | Weh, Herbert, Prof. Dr.-Ing., 3300 Braunschweig, De | Transverse flux reluctance electric machine - has passive rotor with field excitation from stator windings in form of circular coils coaxial with machine axis |
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