CH213818A - Alkalipatrone zur Beseitigung der Kohlensäure aus der Ausatemluft. - Google Patents
Alkalipatrone zur Beseitigung der Kohlensäure aus der Ausatemluft.Info
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Description
Alkalipatrone zur Beseitigung der Kohlensäure aus der Ausatemluft. Zur Verbesserung der Leistung von Al kalipatronen in Atemschutzeinxnchtungen hat man, dem wasserfreien oder nur wenig Was ser enthaltenden Alkali, das in gekörnter Form auf Siebplatten irgendwelcher Art über den Raum der Patrone verteilt ist, Zusätze beigefügt, durch welche das Zerlaufen des Alkalis verhindert undl daher auch bei hö heren Aussentemperaturen hohe Leistungen erzielt wurden. So zum Beispiel ist es be kannt, dem Alkali Kalk beizufügen oder es durch Behandlung mit Kohlensäure zu kar bonisieren.
Derartige Patronen hatten jedoch den Nachteil, dass sie bei Verwendung der Atemschutzgeräte in, niedrigen Aussentempe raturen, insbesondere unter dem Gefrierpunkt schwer ansprangen und schlecht arbeiteten. Wollte man auch bei gälte eine ausreichende Leistung erzielen, so musste gemäss einem älteren Vorschlag ;stark wasserhaltiges Al kali benutzt werden. Ein solches Alkali wird aber bei hohen Aussentemperaturen stark flüssig, so @dass es aus der Patrone ausläuft und innerhalb des Gerätes Schaden anrichten kann.
Es mussten deshalb innerhalb der Pa trone besondere Auffangschichten für die Lauge vorgesehen werden, welche sehr viel Raum beanspruchten, wenn sie sicher wirken sollten.
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden. Gegenstand derselben ist eine Alkakipatrone zur Beseiti gung der Kohlensäure aus der Ausatemluft.
Die Alkalipatrone gemäss der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Füllung der Abkalipatrone ein alkalisches Absorp tionsmittel aufweist, welches neben einem ge ringen Wassergehalt, durch Zusätze von die Zähflüssigkeit des Absorptionsmittels wäh rend der Absorption erhöhenden Stoffen bei mittleren Temperaturen die höchste und bei gälte eine noch ausreichende Leistung ergibt, und welchem zur Verhinderung des Laufens bei hohen Aussentemperaturen mindestens eine Schicht eines Trockenmittels vorgeschal tet ist.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Bei spiel des Erfindungsgegenstandes im Schnitt ,dargestellt. Dieselbe zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaues einer Alkali patrone. Die von Kohlensäure zu befreiende Luft tritt der Pfeilrichtung entsprechend bei 1 in die Patrone ein und trifft zunächst auf eine oder mehrere Trockenschichten 2.
In diesen Schichten ist gekörntes Material, wie zum Beispiel Chlorkalzium, Natronkalk und Silikagel etwa in den Vertiefungen eines Wehsiebes untergebracht. Der übrige Raum der Patrone (3) enthält ebenfalls in gekörnter Form, etwa in Wellsieben untergebracht, ein Alkali, das zur Verhinderung eines über mässig starken Fliessens mit die Zähflüssig keit erhöhenden Stoffen, wie zum Beispiel Kalk, 14lagnesiumoxyd, Oxalat, Alkalikar- bonat,
versetzt ist und ausserdem einige Pro zente Wasser (bis 5%) enthält. Bei 4 strömt. die gereinigte Luft aus.
Die Atemluft ist aus dem Munde des Ge räteträgers mit einer Temperatur von etwa 37 und voller Wasserdampfsättigung aus getreten. Auf dem Wege bis zum Eingang der Patrone 1 hat die Luft. zum Beispiel bei mittleren Temperaturen infolge Abkühlung auf etwa 20-25', einen Teil ihrer Feuch tigkeit verloren. Von -der verbleibenden Feuchtigkeit wird wieder ein Teil von der Trockenschicht 2 aufgenommen.
Der Rest der Feuchtigkeit bewirkt mit dem Wassergehalt des Alka1imaterials 3 der Patrone zusammen von Anfang an eine gute Kohlensäureabsorp- tion. Dabei tritt durch die beschränkte Was sermenge in Verbindung mit den Zusätzen an Kalk usw. niemals ein so starkes Laufen ein, dass etwa flüssige Lauge aus dem Pa tronenausgang ausläuft. Diese Wirkung ist auch noch in ausreichendem Masse vorhanden, wenn bei hohen Aussentemperaturen von 40 bis <B>50'</B> die Atemluft von der Maske des Ge räteträgers bis zum Einströmen in die Pa trone sich nicht abkühlt.
In diesem Falle nehmen die Trockenschichten 2 noch mehr Feuchtigkeit auf als bei mittleren Aussen temperaturen. Bei niedrigen Temperaturen tritt eine verstärkte Abkühlung der Atemduf t ein, so,dass sie beim Eintritt in die Patrone nur noch wenig Wasserdampf enthält. Es kann infolgedessen auch nur wenig Wasser bei dem Durchgang durch die Trockenschich ten herausgenommen werden. Dafür genügt. aber das in dem Alkali des Raumes 3 ent haltene Wasser, um den Beginn der Ab sorption einzuleiten und in hinreichendem Masse aufrecht zu erhalten.
Eine derartige Patrone hat also bei mittleren Temperaturen, wie sie meistens vorhanden sind, eine sehr grosse Leistung, die sowohl bei übermässig hohen Temperaturen als auch bei hoher Kälte nur wenig vermindert wird; ausserdem ist das Ausfliessen von flüssiger Lauge mit Sicher heit ausgeschaltet. Die trocknenden Vor schichten nehmen wenig Raum ein und kön nen, wenn zum Beispiel Natronkalk verwen det wird, sogar einen Teil der Kohlensäure binden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Alkalipatrone zur Beseitigung der Kohlen säure aus der Ausatemluft, dadurch gekenn zeichnet, dass die Füllung der Alkalipatrone ein alkalisches Absorptionsmittel aufweist, welches neben einem geringen Wassergehalt, durch Zusätze von die Zähflüssigkeit des Ab- sorptionsmittels während der Absorption er höhenden Stoffen bei mittleren Temperaturen die höchste und bei Kälte eine noch ausrei chende Leistung ergibt,und welchem zur Verhinderung des Laufens bei hohen Aussen temperaturen mindestens eine Schicht eines Trockenmittels vorgeschaltet ist. UNTERANSPRVCHE: 1. Alkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als die Zähflüssigkeit erhöhenden Zusatzstoff Kalk enthält.2. Alkalipatrone nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als die Zähflüssigkeit erhöhenden Zusatzstoff Alka.li- karbonat enthält. 3. Alkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als die Zähflüssigkeit erhöhenden Zusatzstoff Ma gnesiumoxyd enthält. 4. A.lkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dassdieselbe als die Zähflüssigkeit erhöhenden Zusatzstoff Oxalat enthält.5. Alkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Trockenmittel Chlorkalzium enthält. 6. Alkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Trockenmittel Natronkalk enthält. 7. Alkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe als Trockenmittel Silikagel enthält.B. A.lkalipatrone nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocken mittel in gekörnter Form in Wellsieben unter gebracht sind.
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