Verfahren zur Herstellung eines ringförmigen Wärmeanstausehrohres. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung eines ringförmigen Wärmeaustauschrohres mit einem Hohl raumquerschnitt, dessen Erstreckung in ra dialer Richtung grösser als die Erstreckung in Richtung senkrecht zur Ringebene ist. Die Verwendung derartiger Ringrohre ist insbesondere bei den für Kraftfahrzeuge ge bräuchliche Raumheizgeräten erwünscht, bei denen die Wärmeaustauschflächen eine Fördervorrichtung * für die zu beheizende Raumluft umgeben.
Erfindungsgemäss werden zur Herstellung derartiger Flachrohre von geraden Seitenkan ten begrenzte Blechstreifen hochkant auf einen runden Kern aufgewickelt und hierauf die äussern Längsränder der beim Auf- ivicL-eln entstandenen ringförmigen Bänder paarweise miteinander verbunden.
Dies kann dadurch geschehen, da.ss ein ge rader Blechstreifen zunächst in eine V- förmigre und nach einer Schraubenlinie ver- laufende Hohlkehle eingezogen und dadurch in der Mittel gefaltet und nach einer Schrau benlinie gewunden wird. Eine derartige Ge staltung setzt eine Verformung des Werk stoffes innerhalb der Blechebene voraus. Danach wird der Rand mindestens einer'der Schenkel des Profils gegen den andern Schenkel abgebogen.
Die bei dieser Verfor mung sich etwa parallel stellenden Schen kel, die nunmehr ein etwa U-förmig gestalte- tes Blechprofil bilden, werden dann. an ihren Rändern, zweckmässigerweise durch einen Falz, miteinander verbunden.
Wenn aus diesem nach einer Schraubenlinie gewunde- nen Flachrohr einzelne Ringrohre herge stellt werden sollen, wird das Flachrohr zweckmässigerweise vor dem Falzen in Stücke geeigneter Bogenlänge unterteilt.
Zur Herstellung des Wärmeaustauseh- rohres aus. zwei ringförmigen Blechstreifen, deren an der Ringinnen- und -aussenseite be findliche abgebogene Ränder miteinander zu einem Hohlkörper vereinigt werden sollen. wird zweckmässigerweise zunächst ein Me tallband hochkant in Schraubengängen auf einen zylindrischen Körper aufgewickelt.
Aus diesem '-#leta.llband können ebenfalls nach einer Schraubenlinie gewundene Rohre hergestellt werden, indem in einem weiteren Arbeitsgang die Ränder des 'Metallbandes aus der Blechebene abgebogen und mit den Rändern eines zweiten in entsprechender Weise vorbereiteten Metallbandes verbunden werden. Das in Schraubengängen hochkant gewickelte Metallband kann aber auch mit Vorteil zur Herstellung einer grösseren An zahl von Ringrohren benutzt werden, indem es in ringförmige Blechstreifen geeigneter Bogenlänge zerlegt und je zwei so entstan dene Ringabschnitte auf dem schon beschrie benen Wege zu einem flachen ringförmigen Hohlkörper verbunden werden.
Zweckmässig bestehen die beiden jeweils zu einem Ring rohr zu vereinigenden Blechteile aus zwei Streifen gleicher Breite.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausfüli- rungsbeispmele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 bis 3 ein aus einem Blechzuschnitt hergestelltes Ringrohr, Fig. 4 bis 6 aus je zwei ringförmigen Blechstreifen bestehende Ringrohre, Fig. 7 veranschaulicht einen Teil eines besonders zweckmässigen Verfahrens zur Her stellung der Ringrohre; Fig. 8 zeigt einen aus Ringrohren be stehenden Heizkörper mit Rippenheizflä chen ; in Fig. 9 bis 11 sind verschiedene Einzel heiten dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 wird ein Blechstreifen 10 durch Ein ziehen in eine nach einer Schraubenlinie ver laufende Hohlkehle von V-förmiger Gestalt gefaltet und unter Verformung des Werl-:- stoffes innerhalb der Blechebene über die beim Falten entstehende Kante nach einer Schraubenlinie verlaufend abgebogen. Wie Fig. \? zeigt, werden sodann die Ränder derart gestaltet, dass aussen eine schmale Seitenwand 13 und Falzränder 14 und 14' entstehen. die in der in Fig. 3 dargestellten Weise miteinander vereinigt werden.
nach dem die beiden Schenkelwände 10 parallel zu einander gestellt sind. Der so entstandene nach einer Sebraubenlinie gewundene Hohl körper kann für Wärmeaustauschzwecke ver wendet "-erden. Zur Herstellung der später zu beschreibenden Wärmeaustauscher wird er in Ringrolirabsclinitte geeigneter Bogen länge zerlegt.
Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausfüli- rungsbeispiel sind zwei Bleehstreifen 1.5 und <B>IC)</B> ebenfalls durch Verformung des Werk stoffes innerhalb der Blechebene ringförmig gestaltet. Die Ränder des Blechringes<B>15</B> werden sodann dergestalt verformt, dass zwei.
sehnlale Seitenwände 17 und 18 und zwei Falzränder 19 entstehen, um die die Rän der '?0 des ini wesentlichen eben verbliebenen Blechringes 16 herumgelegt "-erden. Da die Seitenwände<B>17</B> und 18 sowie die Falzränder 19 nur schmal sind, und die ersteren schräg zur Ringebene verlaufen, können die zur Her stellung des Ringrohres benötigten Blech streifen 15 und 16 gleiche Breite besitzen.
Das in Fig. 5 dargestellte Ausführungs beispiel unterscheidet sich von dem vorher gehenden lediglich dadurch, dass jeder der beiden Streifen 1:5 und 16 einen als Seiten wand und als Falzrand dienenden und einen um den Falzrand des andern Blechringes herumzulegenden Randteil aufweist. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 "-eist jeder der Blechringe ausser den zum Zusammen falzen dienenden Randteilen eine schmale Seitenwand auf.
Fig. 7 veranschaulicht eine zweckmässige Herstellungsweise der für die Wärmeaus- tauschrohre nach Fig. 4 bis 6 benötigten Blechringe. Ein 3letal.lband 21. wird hoch kant auf einen umlaufenden zylindrischei Träger 22 derart aufgewickelt, dass je zwei benachbarte Windungen gegeneinander zli liegen kommen. Ein unter der Wirkung mehrerer starker Federn 23' stehender Gegen balter 23 verhütet das Verkanten und Ver ziehen des Blechrandes.
Das dabei entstan- dene Schraubenband wird in Bandteile geeig neter Bogenlänge zerlegt. Diese Bandteile -erden dann wie beschrieben weiter verformt und paarweise zu ringförmigen Wärmeaus- tauschrohren vereinigt.
Selbstverständlich ist es auf diesem Wege auch möglich, nach einer Schrauben linie gewundene Rohre zu erzeugen, indem die Randteile zweier Schraubenbänder eine geeignete, beispielsweise eine der in Fig. 4 bis 6 dargestellten Formgestaltungen erfah ren und, nachdem zwei paarweise zusammen gehörige Schraubenbänder ineinander ge schraubt sind, miteinander verbunden wer den.
Die Herstellung derartiger Wä.rmeaus- tauschrohre erfordert nur einen wesentlich geringeren Zeit- und Arbeitsaufwand, als zur Fertigung nahtlos gezogener Flachrohre er forderlich ist., bei denen zur Herstellung der Ringrohrform noch zusätzliche Formge- bungskosten entstehen würden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ermög licht auch die Anwendung dünnerer Wand stärken und damit auch erhebliche Werk stoffersparnis, die noch dadurch vergrössert wird, dass die Rohre aus billigem Metallband ohne den geringsten Verschnitt gefertigt werden können.
Wie Fig. 8 zeigt, können mehrere derartige Ringrohre leicht zu einem Wärmeaustausch körper vereinigt werden. Die offenen En den der Ringrohre 24 sind flüssigkeitsdicht in mit entsprechenden Öffnungen versehene Wände 24' eingesetzt. Zwischen den Ringroh ren sowie auf deren nach aussen gerichteten Endflächen sind wellenförmig gefaltete Lamellenbänder 27 angebracht, deren jeweils in einer Ebene befindliche Wellenscheitel mit den Langseiten der Ringrohre wärme leitend verbunden werden.
Nach dem Zu sammensetzen wird der Wärmeaustauschkör- per zur Herstellung eines flüssigkeitsdichten Abschlusses der Falznähte und der an den Wänden 24' befindlichen Anschlüssstellen, sowie zwecks Erzielung einer gut wärme leitenden Verbindung zwischen den Ringroh ren und den Wellenscheiteln zweckmässig in schmelzflüssiges Metall eingetaucht, das auch nach dem Herausheben des Wärmeaustausch körpers in den Verbindungsstellen und Fugen haften bleibt.
Das im Überschuss anhaftende Schmelzmetal'1 kann entfernt werden mittels einer mit geeigneter Geschwindigkeit um die Ringrohraclhse umlaufenden Schleudervor richtung, in die der Wärmeaustauscher kurz nach dem Herausheben aus der Metall schmelze eingesetzt wird. Schliesslich werden an die Wände 24' mit Rohranschlüssen 26 zur Zu- bezw. Ableitung des Heizmittels oder der zu kühlenden Flüssigkeit versehene Verteilergehäuse 25 angesetzt.
Im Bedarfs falle können in dem durch die Ringinnen- kanten begrenzten Hohlraum noch Ring- räume von entsprechend kleinerem Durch messer angeordnet und in die (entsprechend breiter bemessenen) Wände 24' eingesetzt sein.
Fig. 9 und 10 zeigen eine besonders zweckmässige Ausgestaltung der in die Wände 24' des Verteilergehäuses 25 einzu setzenden Ringrohrenden. Die beiden Lang seiten des Ringrohrquerschnittes sind mit sickenartigen Ausprägungen 28, 29 versehen, deren den Ringrohrenden zugewendete Grundkanten die Eindringungstiefe bestim men. In Höhe dieser Grundkanten sind die Falzränder 19 und 20 eingeschnitten.
Die von den Schnittlinien und den Vorderkanten der Rohre begrenzten Flächenteile 30, 31 werden, wie Fig. 9 zeigt, derart aus der Blechebene hochgerichtet, dass sie sich beim Zusammenfalzen der beiden Ringteile über decken. Fig. 10 zeigt ein derart zum Einfü gen in eine Öffnung der Wand 24' vorbe reitetes Ringrohrende, bei dem die einander überdeckenden Flächenteile 30 und 31 zuge- schärft sind, um eine unnötige Werkstoff anhäufung an den Schmalseiten zu vermeiden. Die so vorbereiteten Enden werden in ent sprechend gestaltete Öffnungen der Wände 24' eingesetzt.
Wie Fig. 11 zeigt, können die aus den Wänden herausragenden Ränder nach aussen umgelegt werden, um dem Wärmeaus tauscher die mechanische Festigkeit zu ge ben, die insbesondere für die bereits erwähnte nachfolgende Behandlung im 11etallbad und in der Schleudervorrichtung erforderlich ist.