Verfahren zur Betätigung von elektrischen Anzeigeeinrichtnngen durch Signalspannungen. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Betätigung -on elektrischen An zeigeeinrichtungen, wie Glimmlampen, Tele fonen oder dergleichen durch eintreffende Signalspannungen. Eine Anwendungsmöglich keit besteht beispielsweise darin, einem Emp fangsgerät zugeordnete Anzeigeorgane von einem Hochfrequenzsender aus durch Signal spannungen zu steuern.
Dieser Fall ist zum Beispiel bei der Standortsbestimmung eines Fahrzeuges gegeben, das auf einer von einer Funkbake erzeugten Kurslinie entlangfährt und dem durch einen oder mehrere Richt- sender Abstandsmarken gegeben werden. Durch die von diesen Signalsendern ausge henden Signalspannungen werden empfangs- seitig Anzeigeeinrichtungen betätigt, die dem Fahrzeugführer das Passieren der Strahlung des Signalsenders anzeigen. Beispielsweise werden durch die empfangenen Signalspan nungen Glimmlampen zum Aufleuchten ge bracht und gleichzeitig der Signalton im Telefon abgehört.
Die bekannten Anordnungen dieser Art arbeiten so, dass die vom Empfänger aufge nommenen Signalspannungen durch Elek tronenröhren verstärkt werden und die hier durch entstehende Gleichspannung zur Betä tigung der Anzeigeeinrichtungen benutzt wird. In den gleichen greisen ist ein Telefon ein geschaltet, das ein Abhören der Signale ge stattet. Der Nachteil dieser einfachen An ordnung besteht im wesentlichen darin, dass die Betätigung der Anzeigeeinrichtungen nicht plötzlich einsetzt, sondern entsprechend der beim Schneiden der Strahlung langsam an steigenden bezw. abfallenden Signalspannung erfolgt.
Da bei Verwendung von Glimmlam pen diese bekanntlich erst bei Erreichung der Zündspannung aufleuchten, das zum Ab hören vorgesehene Telefon jedoch bereits bei kleinen Signalspannungen ertönt, so besteht in diesem Fall der Nachteil, dass die Hör- und Sichtanzeige nicht gleichzeitig arbeitet.
Zur Behebung dieser Nachteile wird erfin dungsgemäss vorgeschlagen, die empfangenen Signalspannungen dem Gitter einer Elek tronenröhre zuzuführen, deren Arbeitspunkt sich im Ruhezustand am untern Knick der Kennlinie befindet und deren Verstärkungs grad durch die eintreffenden Signale selbst erhöht wird. Durch diese Massnahme kann erreicht werden, dass die Anordnung bei ge ringen Signalspannungen zunächst nicht an spricht und erst beim Wirksamwerden einer durch die Signalspannung selbst betätigten Regelanordnung plötzlich auf erhöhten Ver stärkungsgrad gebracht wird, so dass die Be tätigung der Anzeigeeinrichtungen schlagartig einsetzt, so dass zum Beispiel die Hör- und Sichtanzeige gleichzeitig erfolgt.
Dieerfindungsgemässe Anordnung istzweck- mässigerweise so getroffen, dass ein geringer Teil der Signalspannung durch die am untern Knickpunkt arbeitende Röhre hindurch ge langt und an deren Ausgang gleichgerichtet wird und dass durch diese Gleichspannung der Arbeitspunkt der Röhre in das Gebiet grosser Steilheit verschoben wird.
Krachfolgend werden zwei beispielsweise Ausführungsformen des Verfahrens nach der Erfindung an Hand von Abbildungen erläutert. Die Abb. 1 zeigt eine Schaltung mit Anzeige einrichtungen für die Anzeige von nur einer Signalspannung und die Abb. 2 eine Weiter bildung dahingehend, dass zwei verschiedene Anzeigeeiurichtungen durch mehrere Signal spannungen verschiedener Frequenz betätigt werden.
Bei der Anordnung gemäss Abb. 1 wer den die dein Empfängerausgang abgenornnre- nen niederfrequenten Signalspannungen über den Transformator 1 der Röhre 2 zugeführt. Durch die entsprechende Bemessung der Wider stände 3, 4, 5 und 6 wird der Arbeitspunkt der Röhre am untern Knick der Kennlinie eingestellt, so dass diese im Ruhezustand fast vollkommen gesperrt ist. Ein geringer Teil der gitterseitig zugeführten Signalspannung gelangt jedoch durch die Röhre hindurch, wird über den Kondensator 7 dem Anoden kreis entnommen und im Gleichrichter 8 gleichgerichtet.
Die an dem Widerstande 9 auftretende Gleichspannung dient als Gitter- Spannung für die Röhre 2 und verschiebt deren Arbeitspunkt von dem untern Knick der Kennlinie in das Gebiet grosser Steil heit. Im Anodenkreis liegen die Glimmlam pen 11, 12 und das über dem Transformator 13 angekoppelte Telefon 14. Bei Wirksam werden der Regelanordnung und der durch diese ausgelösten Erhöhung des Verstärker- grades der Röhre 2 erfolgt schlagartig die Betätigung der angeschalteten Anzeigeeiii- richtungen.
Die Wirkungsweise der Anordnung ge- rnäss Abb. 2 unterscheidet sich von der An ordnung gemäss Abb. 1 insbesondere dadurch, dass der Röhre 2 verschiedene Signalspan nungen, nämlich zwei verschiedene Frequen zen zugeführt werden, die jeweils eine zuge hörige Anzeigeeinrichtung betätigen sollen. Diese Schaltung kommt zum Beispiel dann in Frage, wenn ein Fahrzeug zwei Markie rungssender schneidet, von denen der eine mit der Frequenz fi und der andere mit der Frequenz f: moduliert ist.
Zu diesem Zweck sind im Anodenkreis die Schwingkreise 15 und 16 angeordnet, von denen der eine auf die Signalfrequenz fi und der zweite auf die Signalfrequenz f2 abgestimmt ist. An jedem dieser Kreise ist eine zugehörige Anzeige einrichtung angekoppelt, zum Beispiel die Glimmlampen 17 und 18. Die Glimmlampe 17 soll beispielsweise nur durch die Frequenz fi und die Glimmlampe 18 nur durch die Frequenz f2 betätigt werden.
Jedem dieser durch die Resonanzkreise getrennten Anzeige kreise wird über die Widerstände 19, 20 bezw. die Kondensatoren 21, 22 eine Span nung abgegriffen, die in den Gleichrichtern 23, 24 gleichgerichtet und zur Beeinflussung des Verstärkungsgrades der Röhre in dem vorher- erläuterten Sinne benutzt wird. lm Anodenkreis liegt ausserdem zur gleichzeitigen Höranzeige das Telefon 25.