CH201014A - Verfahren zur Verminderung der Korrosionswirkung von Gebrauchswasser auf Metall. - Google Patents
Verfahren zur Verminderung der Korrosionswirkung von Gebrauchswasser auf Metall.Info
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Description
Verfahren zur Verminderung der Korrosionswirkung von Gebrauchswasser auf Metall. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Verminderung der Korrosions wirkung von Gebrauchswasser auf Metall, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser mit einer Gleichstrommenge, welche zwischen 0,1 und 1,3 Amp.-Std. je Millival Salz gehalt und je Kubikmeter Wasserverbrauch liegt, elektrolytisch behandelt wird. Diese elektrolytische Behandlung des Wassers kann so erfolgen, dass innerhalb des Wassers Elek troden angebracht werden.
Der Einfachheit halber kann man nur die Anode in einen Wasserbehälter einbauen, während die Wan dung dieses Behälters als Kathode verwendet werden kann; es wäre aber auch möglich, einen besonderen Behälter für die elektroly tische Behandlung des Wassers zu verwen den, da es ja nur auf die elektrolytische Be handlung des Wassers ankommt, durch wel che das ganze, mit dem Wasser in Berüh rung kommende System (Rohrleitungen usw.) vor Korrosion geschützt werden kann. Dieses Verfahren lässt sich insbesondere auch für warmes Wasser anwenden. Handelt es sich bei dem zu behandelnden Wasser um ein weiches Wasser, welches keine Härtebildner enthält, so findet keine auffallende Veränderung des Wassers statt.
Wird ein hartes Wasser der oben beschrie benen Behandlung unterworfen, dann kann neben der korrosionsvermindernden Wirkung der elektrolytischen Behandlung auch eine Beeinflussung der Härtebildner stattfinden, besonders wenn es sich um carbonathaltige Wässer handelt, und zwar findet eine Ver minderung der Carbonathärte statt, so dass zu der korrosionsvermindernden Wirkung noch eine zusätzliche härtevermindernde Wir kung des elektrischen Stromes kommt.
Vor andern Verfahren zur Verminderung der Korrosionswirkung von Gebrauchswasser auf Metall zeichnet sich das erfindungs gemässe Verfahren dadurch aus, dass durch einfache Einschaltung eines geringfügigen elektrischen Stromes die vorteilhafte Wir kung der Verminderung der Korrosion er reicht wird. Es genügt hierbei im allgemei nen, die Stromzufuhr bei jeder Anlage und für jedes Wasser ein- für allemal einzuregu lieren, wobei Vorsorge zu treffen ist, dass die Stromzufuhr sich gewissen Schwankungen im Wasserverbrauch oder in der Wasser zusammensetzung anpassen kann.
Bezüglich der Wasserzusammensetzung tritt im allge meinen die Anpassung zwangläufig auf, da bei höherem Salzgehalt infolge besserer Leit fähigkeit die Strommenge entsprechend zu nimmt und bei geringerem Salzgehalt des Wassers infolge Abnahme der Leitfähigkeit die Strommenge entsprechend abnimmt. Durch das erfindungsgemässe Verfahren kann die zerstörende Wirkung von Gebrauchswas ser in warmem oder kaltem Zustande gegen über Metallen oder Metallegierungen voll ständig oder nahezu vollständig aufgehoben werden.
Das gilt insbesondere auch für Ge brauchswässer, die durch Basenaustausch na- triumbicarbonathaltig geworden sind, oder auf anderem Wege enthärtete Gebrauchs wässer.
Das Verfahren soll durch die nachstehen den Beispiele erläutert werden: 1. 1 Boiler, der mit aus einer Basenaus tauschenthärtungsanlage stammendem Was ser gespeist wird, das einen Natriumbicarbo- natgehalt entsprechend 15,4 d. H. aufweist, wird mit Gleichstrom von 8 Volt Spannung so behandelt, dass der negative Pol mit der Boilerwandung oder mit der Zuführungslei tung des Wassers fest verbunden wird, und dass in dem Boiler als positiver Pol zum -Bei spiel ein geeignetes Aluminium- oder Eisen formstück isoliert befestigt wird. Die Strom menge, die zugeführt wird, beträgt bei der Leistung des Boilers von 9 m$ heissen Was sers stündlich 6 Amp., so dass ein Energie verbrauch von 48 Wattstunden sich einstellt.
Dieser ausserordentlich geringe Energiever brauch, der etwa einer 50 Wattlampe ent spricht, genügte, um das bis dahin braun aus dem Hahn laufende Wasser binnen kur zer Zeit vollständig zu klären.
Bei Verwendung von hartem Wasser ist die korrosionsvermindernde Wirkung genau die gleiche, wie in dem obigen Beispiel 1 beschrieben, daneben tritt nur, wie schon vor- her ausgeführt worden ist, noch eine zusätz liche Wirkung, die in einer Verminderung der Härte, soweit es sieh um Carbonathärte handelt, zum Ausdruck kommt. Die nach stehenden Beispiele zeigen die Wirkung des neuen Verfahrens auf harte Wässer: z. Bei einem Wasserverbrauch von 58 m3 in 24 Stunden und einer Heisswassertempera tur von 70' wird ein Strom von 15 Amp. und 10 Volt --- 150 Watt angewandt.
Die Elektrolyse wird in einem Behälter von 12 m$ durchgeführt. Das Wasser hatte vor der Behandlung eine Härte von<B>17,5',</B> nach der Behandlung eine Härte von 11,5 . In 24 Stunden wurden <B>3,19</B> kg Niederschlag gebildet. Der angewandten Elektrizitäts menge würde die Bildung eines Niederschla ges von nur 0,375 kg entsprechen.
Der theo retisch der Verminderung der Härtebildner entsprechende Stromverbrauch errechnet sich zu 3053 Amp.-Std., während bei dem prak tischen Versuch nur 360 Amp.-Std. benötigt wurden, mithin nur 11;3e der theoretisch erforderlichen Strommenge: 3. Bei einem Wasserverbrauch von 250 m$ in 24 Stunden und einer Heisswassertempera tur von 70 wurde ein Strom von 60 Amp.
und 10 Volt ' 600 Watt verbraucht. Die Enthärtung wurde in einem Behälter von 60 m8 durchgeführt. Das Wasser hatte vor der Behandlung eine Härte von 17,5 , nach der Behandlung eine Härte von 12 . In 24 Stunden wurden 13,75 kg Niederschlag ge bildet.
Der angewandten Elektrizitätsmenge entspricht nach dem Faradayschen Gesetz die Bildung von nur 1,5 kg: Errechnete Strommenge 13160 Amp.-Std:, verbrauchte Strommenge 1440 Amp.-Std., somit 10,9 der theoretisch erforderlichen Strommenge.
4. Bei einem Wasserverbrauch von 7500 m$ pro Jahr und einer Heisswassertemperatur von 60 bis<B>70'</B> wurden <B>31000</B> Amp.-Std. bei 10 Volt Spannung aufgewandt. Die Elektro lyse wurde in einem Behälter von 4 m' durch geführt. Das Wasser hatte vor der Behand lung eine Härte von 9,4 ", nach der Behand lung eine Härte von 6,8 . Niederschlag wur den insgesamt 195 kg oder 26 g pro Kubik- meter Wasser abgeschieden. Zu erwarten wären theoretisch 32,4 kg Niederschlag. Er rechnete Strommenge 186 643 Amp.-Std.
Ver brauchte Strommenge 31000 Amp.-Std., so mit 16,6 % der theoretisch erforderlichen Menge. Dieser Versuch ist in der Stadt Lem- vig (Jütland) durchgeführt worden.
5. Versuch im Königlichen Brauhaus in Frederiksberg, das einen eigenen Brunnen, sowie ein eigenes Wasserwerk hat, das sehr hartes und ziemlich chlorhaltiges Wasser liefert.
Bei einem Jahresverbrauch von 10 000 mg wurden 58 800 Amp.-Std. bei 10 Volt Span nung aufgewandt. Das Wasser hatte vor der Behandlung eine Härte von 24', nach der Behandlung eine Härte von 17,5 . Die Ar beit wurde in einem Behälter von 10 m3 durchgeführt, und es bildete sich ein Gesamt niederschlag von 650 kg pro Jahr, das heisst 65 g pro Kubikmeter Wasser. Nach der angewandten Elektrizitätsmenge wäre eine Abscheidung von 61 kg zu erwarten ge wesen. Errechnet wurde ein Strombedarf von 622143 Amp.-Std., verbraucht wurden 58 800 Amp.-Std., mithin 9,4% der errechneten Strommenge.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Boi lers, der die Ausführung des erfindungs gemässen Verfahrens erlaubt, dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Boiler im Längsschnitt und Fig. 2 im Querschnitt.
<I>A</I> bedeutet die Stromdurchführung, <I>B</I> die Anode, C den Stützisolator, D die Stützkon- struktion für den Isolator C, und E die Wan dung des Boilers.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verminderung der Korro- sionswirkung von Gebrauchswasser auf Me tall, dadurch gekennzeichnet, dass das Was ser mit einer Gleichstrommenge, welche zwi schen 0,1 und 1,3 Amp.-Std. je Millival Salz gehalt und je Kubikmeter Wasserverbrauch liegt, elektrolytisch behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE:1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Anode in nerhalb eines Wasserbehälters angebracht wird, während die Behälterwandung als Kathode verwendet wird. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass weiches Was ser mittels des Gleichstromes behandelt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass hartes Wasser mittels des Gleichstromes behandelt wird. 4.Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass warmes Was ser mittels des Gleichstromes behandelt wird. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass hartes Wasser mittels des Gleichstromes zugleich teil weise enthärtet wird.
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| FR2630100A1 (fr) * | 1988-04-15 | 1989-10-20 | Freyne Claude | Procede et dispositif de traitement de l'eau du reseau de distribution par impulsions electriques a duree modulee |
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1936
- 1936-10-07 CH CH201014D patent/CH201014A/de unknown
Cited By (2)
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| FR2630100A1 (fr) * | 1988-04-15 | 1989-10-20 | Freyne Claude | Procede et dispositif de traitement de l'eau du reseau de distribution par impulsions electriques a duree modulee |
| EP0338896A1 (de) * | 1988-04-15 | 1989-10-25 | Claude Freyne | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Leitungswasser mittels elektrischer Impulse modulierter Zeitdauer |
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