CH201005A - Verfahren zur Herstellung langnachleuchtenden Zinksulfids. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung langnachleuchtenden Zinksulfids.

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CH201005A
CH201005A CH201005DA CH201005A CH 201005 A CH201005 A CH 201005A CH 201005D A CH201005D A CH 201005DA CH 201005 A CH201005 A CH 201005A
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zinc
zinc sulfide
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photoluminescent
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J D Riedel-E De Haeen A- Haeen
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J D Riedel E De Haeen A G Werk
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    • C09K11/00Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials
    • C09K11/08Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials
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    • C09K11/562Chalcogenides
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Description


  Verfahren zur Herstellung langnachleuchtenden     Zinksulfids.       Die Herstellung phosphoreszierenden Schwe  felzinks ist schon seit vielen Jahren bekannt  und sehr umfangreich ist die Literatur, die  sich mit seiner Darstellung beschäftigt. Durch  die Erkenntnis,     däss    absolut reines Zink  sulfid nicht     phosphoreszenzfähig    ist; und dass  das Leuchten durch eine     winzig    kleine Menge  eines     Metalles    im Zinksulfid hervorgerufen  wird, wurde der Darstellung des Zinksulfid  phosphors der richtige Weg gewiesen.  



  Die lediglich durch Licht erregte Phos  phoreszenz des Schwefelzinks ist zwar zu  nächst sehr stark, lässt aber     ausserordentlich     schnell nach und schliesst aus diesem Grunde  eine vielseitige     Verwendung        praktischer    Art  aus. Seine Verwendbarkeit beschränkt sich  bis heute fast ausschliesslich auf die Dar  stellung von radioaktiven Leuchtfarben. Dies  ist besonders bedauerlich, weil sich gerade  die     Schwefelzinkleuchtfarben    im Gegensatz  zu den     Erdalkalileuchtfarben    durch eine un  gewöhnlich grosse Beständigkeit gegen Wit-         terungs-    und andere chemische     Eiuflüssp    aus  zeichnen.  



  Es wurde     nun    gefunden, dass durch eine  besondere Art der Herstellung ganz über  raschenderweise sich     ein    Schwefelzink ge  rinnen lässt, das     ein    ausserordentlich langes,  roch dazu sehr helles Nachleuchten besitzt.

    Das lässt sich dadurch erreichen, dass man durch  nichtoxydierendes Glühen von mit Kupfer  aktiviertem,     phosphoreszenzchemisch    reinstem  Zinksulfid und     Natriumehlorid    nach Zugabe  entsprechender Mengen einer     phosphoreszenz-          -chemisch        reinsten,    beim Glühen     Zinkoxyd    er  gebenden Zinkverbindung,     einen    ungefähr  2     %    betragenden Gehalt an Zinkoxyd des  Endproduktes erzielt.  



  Das     auf    diese Weise erhaltene Schwefel  zink unterscheidet sich- auch in anderer Hin  sicht von gewöhnlichem. Am     auffallendsten     ist die viel     gelblichere    Tönung des     Phos-          phoreszenzleuchtens,    verglichen mit der be  kannten Leuchtfarbe grün, also der gewöhn  lichen Ware.

        Man hat bereits     vorgeschlagen,        dem'Zink-          Sulfid    zum Zwecke der mechanischen Auf  lockerung bis 20% weisser Metalloxyde, wie       Magnesiumoxyd,        Ceroxyd,    seltene Erden und  Oxyde der Erdalkalien, vor dem Glühen zu  zusetzen     und    in der     geglühten        Leuchtmasse     zu belassen. Das bringt den grossen Nachteil  mit sich, dass ein auf solche Weise her  gestelltes Zinksulfid schlecht     phosphoresziert.     



  Das erfindungsgemäss hergestellte neue  Produkt stellt eine sehr brauchbare     Leucht-          masse    dar, die sich auch mit radioaktiven  Substanzen aktivieren lässt. Das durch die       Alpha-Strahlung    erregte Dauerleuchten wird  in     günstigster    Weise durch ein ungewöhn  lich langdauerndes Nachleuchten unterstützt,  sofern die Farbe Gelegenheit hat, am Tage  Licht aufzuspeichern. In solchen Fällen kann  man vielfach mit einer schwächer aktivierten,  also billigeren Farbe den gleichen praktischen  Effekt erreichen.

   Vielfach, wie etwa bei       Weckeruhren,    Kruzifixen, Leuchtschildern,  Leuchtbändern und dergleichen wird man  sogar ohne Nachteil auf das sehr teure Ra  dium oder     Mesothorium    ganz verzichten  können. Auch der Ersatz der wenig haltbaren       Erdalkalileuchtfarben,    die bisher in vielen  Fällen wegen ihres besonders guten Nach  leuchtens unentbehrlich waren, durch das un  gleich beständigere Schwefelzink, ist nun  mehr möglich geworden, und damit ist ein  unzweifelhaft     hochwichtiger        Fortschritt    er  reicht.  



       Ausführungsbeispiele:     Alle genannten chemischen Stoffe müssen       phosphoreszenzchemisch    rein sein.  



  1. 1 kg Schwefelzink wird mit 50 g       NaCl,    0,1 g     Cu,    berechnet als metallisches         (",u    (als     alkoholische        Lösung        von        CuC12        .11z0),.     und 20     ,g        ZnO    innig     gemischt    und bei 1200'  2     Stunden'    lang geglüht: Die Weiterbehand  lung bis zum     verkaufsfertigen    Material er  folgt in üblicher     Weise.     



  2. l kg Schwefelzink wird mit 50 g     NaCI,     0,1g     Cu,    berechnet als     metallisches        Cu    (als       alkoholische    Lösung von     CuCla.        H20),    und  30 g     ZnCO$        innig    gemischt und bei<B>1100'</B>  2 Stunden lang geglüht:

    3. 1 kg Schwefelzink     wird    mit 50 g       NaCl;    0,1     g        Cu;    berechnet als metallisches       Cu    (als alkoholische     Lösung,    von     CuCla.H20)     und 25 g     Zn(OH)2    innig     ,gemischt    und bei  1000   2 Stunden lang geglüht.  



  4. 1 kg     Schwefelziszk    wird mit 50 g       NaCl,    0,1 g     Cu;    berechnet als metallisches       Cu    (als alkoholische     Lösung    von     CuC12.        H20),     und     25g        Zn(OH),        innig    gemischt und bei 900   3 Stunden lang geglüht.  



  Die Mischungen werden ohne den sonst  üblichen Schwefelzusatz     geglüht,    und zwar  unter     Luftabschluss.    \

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung langnachleuch tenden Zinksulfids, dadurch gekennzeichnet, dass ein ungefähr 2 % betragender Gehalt an Zinkoxyd des Endproduktes erzielt wird durch nichtoxydierendes Glühen von mit Kupfer aktiviertem,
    phosphoreszenzchemisch reinstem Zinksulfid und Natriumchlorid nach Zugabe entsprechender Mengen einer phos- phoreszenzchemisch reinsten, beim Glühen Zinkoxyd ergebenden Zinkverbindung.
CH201005D 1937-09-04 1937-09-04 Verfahren zur Herstellung langnachleuchtenden Zinksulfids. CH201005A (de)

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