CH200419A - Revolverdrehbank für Stangenarbeiten. - Google Patents

Revolverdrehbank für Stangenarbeiten.

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CH200419A
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Otto Schaerer
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Otto Schaerer
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  Revolverdrehbank für Stangenarbeiten.    Die Konstruktion der bekannten Revol  verdrehbänke war bisher derart, dass man  solche für Stangen- wie für Futterarbeit be  nutzen konnte.  



  Es ist klar, dass eine solche Maschine, die  zur Ausführung sowohl der einen wie der an  dern dieser beiden Arbeiten     dienen    soll, nur  eine Zwischenlösung zwischen zwei Maschi  nen sein kann, von denen die     eine    für Stan  gen- und die andere für Futterarbeit einge  richtet ist, was mit den nachstehenden Er  läuterungen     begründet    werden soll, wobei  man als Beispiel eine der üblichen Revolver  bänke annimmt, deren     Werkstückspindel          bezw.    Spannwerkzeuge eine     Materialdurch-          lassöffnung    von ca.

   60 mm aufweisen, somit  einen Arbeitsbereich für Stangenmaterial bis  60 mm und für Futterarbeit bis     etwa    350 mm  Durchmesser, wie dies bei solcher Maschinen  <I>type</I> üblich ist.  



  Für     Stangenbearbeitung    sollten die     Spin-          delgeschwindigkeiten    den Durchmessern von  etwa 8 bis 60 mm, und zwar für das weichste  wie für das härteste Material angepasst sein,    was verhältnismässig hohe     Spindelgeschwin-          digkeiten    bedingt, aber auch nur kleine An  triebsräder, indem ja der grösste Arbeits  durchmesser nur 60 mm beträgt. Für Futter  arbeiten werden im Gegensatz zur Stangen  bearbeitung niedrige     Spindelgeschwindigkei-          ten    und die Anwendung möglichst grosser  Zahnräder benötigt, um ein erschütterungs  freies Arbeiten und genügende Durchzugs  kraft zu ermöglichen.

   Es ergeben sich somit  zwei gegensätzliche Bedingungen, die unmög  lich in wirtschaftlich vorteilhafter Weise zu  vereinigen sind.  



  Der Revolverschlitten für Futterarbeit  soll gross im Durchmesser     sein,    um die um  fangreichen Kastenwerkzeuge daran anbrin  gen zu können. Damit die     teilweise    langen  Bohrstangen nicht hinderlich sind, sollte der  Revolverkopf schräg nach hinten angeordnet  sein und der     Revolverschlitten    direkt auf  dem Bett geführt werden, wie dies bei grö  sseren Revolverbänken im Interesse grösster  Stabilität meistens verwirklicht ist. Ein sol  cher Revolverschlitten ist aber für Stangen-           bearbeitung    höchst ungeeignet, weil er für  solche Arbeiten zu schwerfällig ist.

   Die für  leichtere Revolverbänke zur Anwendung  kommenden, bekannten, in auf dem Bett in  verstellbarer Führung geführten Revolver  kopfschlitten haben den Nachteil, dass sie  beim Arbeiten stets weiter aus ihrer Führung  herausragen und so ein Abweichen desselben  vom     ZVerkstücl.:    begünstigen. Beide     Revol-          verkopfarten    aber behindern den Haupt- oder  Querschlitten, welcher je nach Futter- oder  Stangenarbeit verschiedenartig beschaffen  sein sollte. Für Futterarbeit sollte der Quer  schlitten breit und kräftig sein, für Stangen  arbeit ist ein etwas schmälerer und damit  leichterer Querschlitten vorteilhafter.  



  Aus den obigen Erläuterungen ist zu er  sehen, dass die bis anhin bekannten Revolver  drehbänke keine vollkommene Lösung dar  stellten und deshalb für keine der für sie  vorgesehenen Arbeiten die heutzutage so  wichtige höchste Leistung ergeben können.  



  Die Erfindung betrifft     eine    Revolverdreh  bank, die zur Verarbeitung einer Material  stange zwecks Herstellung einzelner Werk  stücke bestimmt ist, die sich dadurch kenn  zeichnet, dass der Revolverkopf auf einer  Hohlwelle längsverschiebbar. gegen Drehung  aber gesichert angeordnet ist, die ihrerseits  auf einer aus der Längsmitte der Drehbank  heraus     seitwärts    verlegten Führungswelle ge  lagert ist. Durch diese seitliche Verlegung  des     Revolverkopfes    ist die Möglichkeit gege  ben, ausser einem auf dem     Drehbankbett    ver  schiebbar und     festlegbar    angeordneten Haupt  schlitten für Längs- und Querdrehen, auch  noch einen     festlegbaren    Hilfsschlitten, z. B.

    einen Bohrsupport, auf dem     Drehbankbett     und ferner noch einen verschiebbaren Werk  zeugträger auf der dem genannten Haupt  schlitten zugewendeten Stirnseite des     Spin-          delstockes    der Drehbank verschiebbar anzu  ordnen, wodurch wiederum die Leistung der  Maschine erheblich gesteigert werden kann.  



  Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein  Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen  standes veranschaulicht, und zwar zeigt:         Fig.    1 eine Seitenansicht der Revolver  drehbank in ihrer Gesamtheit,       Fig.    2 einen Schnitt nach der Linie       II-II    in     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt nach der Linie       III-III    in     Fig.    ?,       Fig.    4 einen Schnitt nach der Linie       IV-IV    in     Fig.    1,       Fig.    5 einen Schnitt nach der Linie       V-V    in     Fig.    4,

         Fig.    6 einen Schnitt durch die     Vorschub-          und    Anschlagmittel des Revolverkopfes nach  der Linie     VI-VI    in     Fig.    5,       Fig.    7 einen Schnitt nach der Linie       VII-VII    in     Fig.    4, und       Fig.    8 einen in die Bildebene gelegten.  schematisch gezeichneten Schnitt durch das       Spindelstockgehäuse.     



  Die dargestellte Revolverdrehbank hat.  wie üblich einen Hauptschlitten 1     (Fig.    1  und 2) mit einem darauf vorgesehenen,     zur     Aufnahme von vier verschiedenen Werkzeu  gen (Stählen) zum Längs- und Querdrehen  eingerichteten Werkzeugträger la. Dieser  Hauptschlitten 1 ist auf eine hier nicht näher  erläuterte Art für automatischen Vorschub  eingerichtet und     kann    mit fünf verschiede  nen     CTesch-#vindi-hciten    angetrieben werden.

    Der Revolver der Drehbank, in seiner Ge  samtheit mit 2 bezeichnet, ist auf der der  Bedienungsseite der Drehbank     abgewendeten     Längsseite derselben vorgesehen, derart. dass  in der Mitte des Maschinenbettes 7 die An  ordnung eines als Bohrsupport ausgebildeten  Hilfsschlittens 3     Ti--.    4 und 7) ermöglicht  ist.

   Auf dem     innern    Ende des     Spindelstock-          gehäuses    5, direkt     über    der hohlen, mit     einer     üblichen     Stangenli:lemmvorrichtung    (nicht  dargestellt) für das Stangenmaterial     verse-          henen        Werkstückspindel    8     (Fig.    ?), ist     eiii     weiterer, als     Abstechschlitten        ausgebildeter          Werl@zeugträger    4 angeordnet, welcher vor  zugsweise zum Abstechen der fertigen Werk  stücke dient.

   Es sind hier somit im ganzen  vier Werkzeugträger la,     \?,    3 und 4 vorge  sehen, die     gewünschtenfalls    das gleichzeitige  Arbeiten von vier verschiedenen     Werkzeugen     ermöglichen.     Ausserhalb    des Spindelstock-           gehäuses    5, in     achsialer    Flucht zur Längs  richtung der Drehbank ist die bei solchen  Werkzeugmaschinen übliche, mit einem Be  dienungshebel 133 versehene und     aussenends     auf einer Säule 134 gelagerte, automatische       Materialvorschubvorrichtung    6 vorgesehen.  



  Die nachstehenden Erläuterungen be  ziehen sich auf den in     Fig.    8 in seiner Ge  samtheit dargestellten     Drehbankspindelstock,     dessen Antrieb von seiner Riemenscheibe 11  aus erfolgt, die ihrerseits von einem hier  nicht gezeigten Elektromotor angetrieben  wird. Die Riemenscheibe 11 sitzt auf dem  nach aussen ragenden Ende einer im     Spin-          delstockgehäuse    5 drehbar gelagerten Welle  10, die ein Zahnrad 12 trägt, mit dem ein  auf einer Welle 14     aufgekeiltes    Zahnrad 13  kämmt.

   Auf der Welle 14 ist ein Doppel  zahnrad 15 lose angeordnet, das zugleich die  eine Hälfte einer     Lamellenkupplung    bildet,  deren andere Hälfte von einem einfachen,  ebenfalls lose auf der Welle 14 angeordneten  Zahnrad 16 gebildet wird.     Zwischen    den bei  den Zahnrädern 15 und 16 ist die mittels  eines aus dem     Spindelstockgehäuse    5 heraus  ragenden Handhebels 18     bedienbare,    durch  Nut und Keil mit der Welle 14 verbundene  Schiebemuffe 17 angeordnet, die je nach der  Richtung, nach welcher sie verschoben wird,  entweder das Doppelzahnrad 15 oder das ein  fache Zahnrad 16 anzutreiben vermag.

   Ist  die Schiebemuffe 17 in Eingriff mit dem  Zahnrad 15 und wird     dann    mittels eines  Handhebels 21 ein auf einer Welle 20 ver  schiebbar     aufgekeiltes    Zahnrad 22 mit dem  der     Schiebemuffe    17 zugekehrten Zahnkranz  des Zahnrades 15 in Eingriff gebracht, so  wird die -Welle 20 im gleichen Sinne wie die  Riemenscheibe 11 angetrieben.

   Wird das  Zahnrad 22 aber durch Verschieben desselben  nach der andern     Richteng    mittels des Hebels  21 in Eingriff gebracht mit einem verhält  nismässig breiten Zwischenzahnrad 23, das  ständig mit dem der Schiebemuffe 17 ab  gewendeten Zahnkranz des Doppelzahnrades  15 kämmt, so     wird    die Welle 20 im umge  kehrten Sinne bezüglich der     Riemenscheibe     11 gedreht. Wird ferner die Schiebemuffe 17    mit dem Zahnrad 16 in Eingriff gebracht,  so wird ein mit ihr in Eingriff stehendes  Doppelzahnrad 19 und mit ihm die Welle 20,  auf der es sitzt, im gleichen Sinne wie die  Riemenscheibe 11, jedoch mit einer andern  Tourenzahl umgedreht.

   Das Doppelzahnrad  19 kämmt mit einem auf einer Wechselrad  welle 26     aufgekeilten    Zahnrad 25. 27 und  28 sind zwei weitere     Wechselradwellen.          Dureh    beliebiges Aufstecken von vier Wech  selrädern 29, 30, 31, 32 auf den drei     Wech-          selradwellen    26, 27, 28 kann die Werkstück  spindel 8 mit der dem jeweiligen Material  und Durchmesser der zu bearbeitenden Stange  abgestimmten Tourenzahl gedreht werden.  Die Wechselräder 29, 30, 31 und 32 laufen  im gleichen     Olbad    wie die andern Getriebe  teile des     Spindelstockes.     



  Das Aufstecken der zu einem besonderen  Getriebeteil gehörenden Wechselräder 29, 30,  31, 32 erfolgt jeweils bei aufgeklapptem  Deckel 9 vor Beginn einer Arbeit und sie  werden nur dann wieder gewechselt, wenn  andere     @    Arbeitsbedingungen im Zusammen  hang zum Beispiel mit einem andern Mate  rial oder mit einem andern Stangendurch  messer es erfordern.

   Die nötigen Geschwin  digkeitsänderungen, die durch das     Wechseln     von     Schruppschnitt    auf Schlichtschnitt be  dingt sind, werden durch ein auf der Welle  28     aufgekeiltes    Doppelzahnrad 33 vorgenom  men, das mittels eines Handhebels 34 mit  Betätigungsgabel auf dieser Welle     achsial     verschoben und in Eingriff mit dem einen  oder andern Zahnkranz eines auf der Werk  stückspindel 8 fest     aufgekeilten    Doppelzahn  rades 35 in Eingriff gebracht werden kann.

    Die , soeben beschriebene Getriebeanordnung  ermöglicht es, über die jeweils aufgesteckten  Wechselräder 29 bis 32 durch einfache  Schaltbewegungen vier verschiedene Ge  schwindigkeiten der     Werkstückspindel    8 im  "Vorwärtssinne" und zwei Geschwindigkei  ten im     "Riickwärtssinne"    (wie es z. B. beim  Gewindeschneiden notwendig ist) einzuschal  ten.

   Von einem mit der     Werkstückspindel    8  ebenfalls starr verbundenen Zahnrad 36 wird  einerseits die Drehbewegung über ein Zahn-           rad    3 7 der     Materialvorschubspindel    38 (siehe  auch     Fig.    1) mitgeteilt und anderseits über  ein Zahnrad 39 und zwei mittels einer Welle  41 in Triebverbindung stehende     Kegelrad-          paare    40, 40a. einer die verschiedenen Werk  zeugschlitten bedienenden     Vorschubspindel     42.

   So erhält zum Beispiel der Revolver 2,  der zur Aufnahme von sechs verschiedenen  Werkzeugen eingerichtet ist, seinen Antrieb  zum Vorschub der einzelnen Werkzeuge  durch die     Vorschubspindel    42, die ihre Dreh  bewegung über ein in einem Getriebekasten  43 untergebrachtes, fünfstufiges Zahnrad  getriebe (nicht gezeigt), das von einem       Steuerknopf        135        (Fig.    4) aus einstellbar ist,  einer Hilfswelle     -14    übermittelt.

   Eine auf der  Hilfswelle 44     aufgekeilte        Schnecke    45 ist  in Eingriff mit einem als     Rutschkupplungs-          hälfte    ausgebildeten Schneckenrad 46, das  lose auf einem verlängerten     Nabenteil    einer  die andere Kupplungshälfte bildenden, auf  einer Welle 48 fest sitzenden Scheibe 47 ge  lagert ist.  



  Die im     Einrückzustand    der Rutschkupp  lung 46, 47 der Welle 48 übermittelte Dreh  bewegung wird mittels eines     Kegelradpaares     49 auf eine in einer Konsole 59     (Fig.    4 und  5 ) gelagerte. an ihrem     obern    Ende mit einem       Antriebsritzel    51 versehene Vertikalwelle 50  übertragen, um dadurch eine zum Teil als  Zahnstange ausgebildete     Vorschubstange    52  für den Revolverkopf zu verschieben.

   Diese       Vorschubstange    52, die in einer     einerends    im       Spindelstockgehäuse    5 und     andernends    in der  Konsole 59 starr gelagerten, hohlen Füh  rungswelle 53 -führt ist, ist nach der dem  Revolverkopf abgewendeten Seite hin verlän  gert und trägt, wie aus den     Fig.    5 und 6  ersichtlich ist, an ihrem dem Revolver 2 ab  gewendeten Ende des Verlängerungsteils ein  Joch 54, in dessen beiden Schenkeln die einen  Enden zweier Verschiebungsstangen 55 be  festigt sind. Das andere Ende dieser beiden  Stangen ist in einer mit dem sechskan  tigen Revolverkopf 56 drehbar verbundenen  Scheibe 57 eingesetzt.

   Der Revolverkopf 56  besitzt in jeder seiner sechs Seitenflächen       T-förmige    Nuten 58 zur Befestigung der    Werkzeuge und ist auf einer auf ihrer gan  zen Länge geführten Hohlwelle 60 mittels  Keilen 61 verschiebbar aber gegen Drehung  gesichert gelagert, so dass er in jeder Stel  lung volle Führung besitzt. Die Führungs  welle 53 ist parallel zur Längsachse der  Werkzeugspindel gegen die der     Bedienungs--          Seite    der Drehbank abgewendete Längsseite  der Bank hin verlegt.  



  Beim Arbeitsgang wird die Stange 5 2  und dadurch mittels des     Joches    54 und der  Stangen 55 der Revolverkopf 56 von der  Welle 44 aus über die Teile 48, 49, 50 und  das in die Verzahnung der Stange 52 eingrei  fende     Ritzel    51. nach vorn, d. h. in Richtung  gegen das     Spindelstockgehäuse    5 verschoben.  bis eine am Joch 54 befestigte Nase     V)2          (Fig.    5 und 6) an einem von sechs Anschlä  gen 63 anstösst, die auf einer sechs Längs  nuten 64 für diese letzteren aufweisenden  Anschlagwalze     6.3    in der gewünschten Lage  feststellbar sind.

   Durch diesen Anstoss wird  die einerseits in der Konsole 59 und ander  seits in einem Ausleger 66 gelagerte An  schlagwalze 65 in     achsialer    Richtung um  eine kleine Distanz gegen die Konsole     59     hin verschoben, wodurch ein auf einem Zap  fen 67 des Auslegers 66 drehbar gelagerter  Hebel 68     verschwenkt    wird.

   Eine dadurch in  entsprechender Weise verschobene Stange 69  überträgt ihre     Verschiebungsbewegung    über  ein nicht gezeigtes Hebelsystem einer in       Fig.    4 ersichtlichen Stange 70, und zwar so,  dass dieselbe durch Vermittlung eines in Wir  kungsverbindung mit der Kupplungshälfte  47 stehenden Schalthebels 71     (Fig.    1 und 4),  das Ausrücken dieser Kupplungshälfte und  demzufolge das Ausschalten des automati  schen Vorschubes für den Revolverkopf  herbeiführt.  



  72 ist ein Handrad, das fest auf     dem     Aussenende der Welle 48 sitzt und     dazzz     dient, den Revolverkopf 56 nach Ausschal  tung des automatischen     Vorschubes,    in seine  Ausgangslage zurück zu verschieben, d. h.  soweit, bis er an die Konsole 59 anstösst.

    Natürlich kann das Rad 72 auch für Hand-           vorschub    benutzt werden.     Beim    Zurückschie  ben des Revolverkopfes 56 in seine endgül  tige Ausgangslage, stösst das Joch 54 auf  einen Anschlag 73, der auf dem Aussenende  einer durch die hohl ausgebildete Vorschub  stange 52 sich erstreckenden Betätigungs  stange 74 sitzt, und verschiebt dadurch diese  letztere im Sinne ihrer Verschiebungsrich  tung entgegen der Wirkung     einer    Schrauben  feder<B>136,</B> wodurch     ein    in den     Fig.    2, 3 und  8 ersichtlicher und im nachfolgenden näher       beschriebener    Revolver - Schaltmechanismus  ausgelöst und dadurch ein Verdrehen des  Revolverkopfes 56 um 60   herbeigeführt  wird.

   Dieser Schaltmechanismus erhält     seinen     Antrieb von der mit konstanter Geschwin  digkeit umlaufenden Welle 14 (Fix. 8) aus,  die ihre     Drehbewegung    durch Vermittlung  eines auf ihr     aufgekeilten    Zahnrades 75  einem die eine Hälfte einer Rutschkupplung  7 7 bildenden Zahnrad 76 überträgt. Die an  dere Hälfte der Rutschkupplung 77 ist     mit     einem Zahnrad 83 starr verbunden, das mit  einem auf dem betreffenden Ende der Welle  14 lose gelagerten, mit     einem        Klauenkupp-          lungSteil    81 versehenen Zahnrad 84 kämmt.  



  Während des Arbeitsganges läuft der Re  volver-Schaltmechanismus leer, da der zuge  hörige Kupplungsteil 82 auf die aus     un-          tenstehenden    Erläuterungen hervorgehende  Weise ausser Eingriff mit dem Kupplungs  teil 81 gehalten wird. Wenn nun, wie bereits  erläutert, die     Auslösestange    74 im angege  benen Sinne verschoben wird, so läuft eine  schräge Auflauffläche 78 dieser letzteren  unten an einer     federbeeinflussten        Hubklinke     79 vorbei, wodurch ein Sperrbolzen 80, an  dem diese Klinke schwenkbar gelagert ist,  entgegen der Wirkung einer Druckfeder     80a     (Fix. 8) gehoben wird.

   Dies hat zur Folge,  dass die unter Federdruck stehende, mit einem       Kurvenanschlagteil    98 versehene Klauen  kupplungshälfte 82, die durch Nut und Fe  der auf der Welle 85 verschiebbar gelagert  ist, in bezug auf Verschiebung entsichert  wird, so dass sie von der auf sie einwirken  den Feder mit der gegenüberliegenden Kupp  lungshälfte 81 in Eingriffsstellung über-    führt und dadurch zum Drehen veranlasst  wird. Die     Rutschkupplung    7 7 ist lediglich  als     Sicherheitsmassnahme    anzusehen, indem  sie zum Schleifen gebracht wird, wenn aus  irgend einem Grund ein Klemmen das Wen  den des Revolverkopfes verunmöglichen  sollte.

   Auf dem aus dem     Spindelstockgehäuse     5 ragenden Ende der Welle 85 sitzt ausser  einer Kurve 86 ein Schalthebel 87 (Fix. 2,  3 und 8), der an seinem Aussenende eine  Rolle 88 trägt. Dreht sich die Welle 85, so       verschwenkt    die Kurve 86 einen Winkel  hebel 89 so, dass ein damit gelenkig verbun  dener,     federbeeinflusster    Indexbolzen 90 aus  der einen von sechs in einer am Revolver  kopf 56 befestigten Schaltscheibe 92 vorge  sehenen     Arretierkerben    91 gedrückt wird,

    wonach der Schalthebel 8 7 mit seiner Rolle  88 in die eine von sechs     in        Malteserkreuz-          anordnung    in der Scheibe 92 vorgesehenen       Radialnuten    93 eingreift und diese Scheibe  in bekannter Weise um<B>-60'</B> dreht. Die  Schaltscheibe 92 sitzt auf dem dem Spindel  stock zugewendeten Ende der auf der starren  aus der Längsmitte der Drehbank heraus       seitwärts    verlegten Führungswelle 53 dreh  bar gelagerten Hohlwelle 60, so dass mit der  Drehung der Scheibe 92 auch der auf dieser  Hohlwelle     mittels    Keilen 61 verschiebbar ge  lagerte Revolverkopf 56 gedreht wird.

   Die       Drehbewegung    der Hohlwelle 60 wird mit  tels eines an ihrem     innern    Ende vorgesehenen       Zahnrädergetriebes    94, 95, 96 und 9'7 (Fix. 5)  auch noch der Anschlagwalze 65 übermit  telt, so dass sich dieselbe bei jeder Sechstels  drehung des Revolverkopfes 56 in Überein  stimmung mit diesem um den gleichen Win  kelbetrag dreht.  



  Ist diese Teildrehung von Revolverkopf  56 und Anschlagwalze 65 beendet, so hat  die Welle 85 eine Umdrehung vollzogen und  der Anschlagteil 98 stösst an dem inzwischen  heruntergedrückten Stift 80 an und blockiert  so lange den     Revolver-Schaltmechanismus,     bis der Revolverkopf 56 nach dem darauffol  genden Arbeitsgang mittels des Handrades  72 wieder in seine Ausgangslage verschoben  wird.

        Der in der Mitte des Maschinenbettes 7       (Fig.    4) verschiebbar angeordnete Bohrsup  port 3, der auch als Reitstock zum Drehen  langer Werkstücke verwendet werden kann  und an beliebiger Stelle seiner Führung mit  tels eines     Exzenterhebels    101     festklemmbar     ist, erhält seinen Antrieb ebenfalls von der       Vorschubspindel    42 aus, und zwar über eine  Gelenkkette l1)2     (Fig.    4 und 8), die über  ein mittels Nut und Feder mit einer Hilfs  welle 104 verbundenes Kettenrad geführt ist,  das seinerseits in einem auf dem ortsfesten  Getriebekasten 43 aufgeschraubten Lager  körper 105 drehbar montiert ist.

   Diese Hilfs  welle 104 bildet die Antriebswelle einer in  einem am Bohrsupport 3 befestigten Ge  triebekasten 103 untergebrachten Steuervor  richtung, die zum automatischen Vorschub  der     Pinole    bestimmt ist.  



  Über die soeben erwähnte Steuervorrich  tung, die zum Beispiel vierstufig sein kann  und von aussen einstellbar ist, wird eine  Welle 106 angetrieben, die wie in     Fig.    4 er  sichtlich ist, ihrerseits durch eine auf ihr       aufgekeilte        Schnecke    1.07 dem zugehörigen,  auf einer Welle 110 lose gelagerten     Schnek-          kenrad    108 ihre     Umlaufbewegung    übermit  telt.

   Fest mit dem Schneckenrad 108 verbun  den ist ein ebenfalls lose auf der Welle 110  angeordnetes Zahnrad 109, das mit einer auf  einer Hilfswelle 111. sitzenden, mit Zahn  kranz versehenen Kupplungshälfte 112  kämmt, die mittels eines Handhebels 114 in  Eingriff mit der zugehörigen Kupplungs  hälfte 113 gebracht werden kann, um da  durch mittels eines mit dieser letzteren starr  verbundenen Zahnrades die     Drehbewegung     auf ein auf der Welle 110     aufgekeiltes    Zahn  rad 115 zu übertragen.

   Die Welle 110 die  an ihrem dem Bohrsupport 3 zugekehrten  Ende ein     Zahnritzel    116 trägt, das mit einer  an der     Bohrpinole    118 befestigten Zahnstange  117     (Fig.    4 und 7) kämmt, fördert jene au  tomatisch dem Werkstück entgegen.

   Die an  ihrem dem     Werkstück    zugekehrten Ende mit  einem zur Aufnahme des     Bohrwerkzeuges     dienenden Morsekonus 119 versehene     Bohr-          pinole    118 ist im Support 3 verschiebbar an-    geordnet und trägt an ihrem andern Ende  einen verstellbaren Anschlag 120     (Fig.    7),  der beim Arbeitsschub der     Bohrpinole    118  schliesslich gegen einen unter Federwirkung  stehenden, mit einer schrägen Auflauffläche  122 versehenen Stift 121 stösst und dadurch  über einen in     Fig.    4 gezeigten     Auslösestift     123 und einen Hebel 1i4 die Kupplung 112,  113 ausrückt,

   wodurch die automatische Vor  schubbewegung der     Bohrpinole    118 unter  brochen wird.  



  Das Zurückführen der     Bohrpinole   <B>118</B> er  folgt auch wieder, wie beim Revolverkopf  56, von Hand, und zwar mittels eines Hand  rades 124, das aber auch für Handvorschub  benützt werden kann. Auf dem Bohrsupport  3 ist eine in der Längsrichtung verschiebbare  und um ihre Achse drehbare Stange<B>1227</B> ge  lagert, die mit einem Handgriff 128 in der  gewünschten Lage festgelegt werden kann  und an ihrem dem Bohrsupport 3 zugekehr  ten Ende ein     Materialanschlagstück    125 mit  darin vorgesehener' Einstellschraube 126  trägt.  



  Damit die     Revolverwerkzeuge    beim Schal  ten des Revolverkopfes 56 nicht mit demjeni  gen des Bohrsupports 3 in Kollision kommen,  ist an jeder Fläche des Revolverkopfes ein  winkelförmiger     'Iitnehmer   <B>129</B> (nur einer  eingezeichnet) angebracht, der die     Bohrpinole     118 mit dem darin befestigten Werkzeug  beim Zurückführen des Revolverkopfes     :56     aus dem Drehbereich der Werkzeuge diese  letzteren stösst.  



  Der zum Abstechen dienende     Abstech-          schlitten    4     (Fig.    ?) ist für     Handvorschub     eingerichtet. Zu diesem Zwecke ist auf einem  Zapfen 130 ein Handhebel 131     schwenkbar     gelagert und mit einem     Zahnritzel    fest ver  bunden, das in eine am Werkzeugträger 1  befestigte Zahnstange 132 eingreift, so     dal3     durch     Verschwenken    des Hebels<B>131</B> in dem  einen oder andern Sinne, der     -#Verl;zeugträ-          ger    4 in vertikaler Richtung auf das Werk  stück zu     bezw.    von diesem weg bewegt wer  den kann.  



  Im dargestellten Beispiel ist der     Abstech-          schlitten    4 für Handvorschub eingerichtet.      Es ist jedoch möglich, bei entsprechenden  Vorkehrungen, diesen     Abstechschlitten    für  automatischen Vorschub einzurichten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Revolverdrehbank, die zur Verarbeitung einer Materialstange zwecks Herstellung ein zelner Werkstücke bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Revolverkopf auf einer Hohlwelle längsverschiebbar, gegen Drehung aber gesichert angeordnet ist, die ihrerseits auf einer aus der Längsmitte der Drehbank heraus seitwärts verlegten Füh rungswelle gelagert ist. UNTERAINTSPRüCHE 1. Revolverdrehbank nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Führungswelle in paralleler Anordnung zur Längsachse der Werkzeugspindel ge gen die der Bedienungsseite der Drehbank abgewendete Längsseite dieser letzteren hin verlegt ist.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und Unteranspruch 1., dadurch gekenn zeichnet, dass die genannte Führungswelle starr im Spindelstockgehäuse und einer auf dem Drehbankbett befestigten Kon sole gelagert ist. 3. Revolverdrehbank nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Hohlwelle drehbar auf der genannten Führungswelle gelagert ist und in Trieb verbindung mit einem zum Verdrehen des Revolverkopfes bestimmten Schaltmecha nismus steht. 4.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und LTnteransprueh 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die genannte Führungswelle hohl ausgebildet und in ihrer Längsrich tung von einer nach der dem Revolver kopf abgewendeten Seite hin verlänger ten Vorschubstange durchsetzt ist, die eine in Eingriff mit einem Antriebszahnritzel stehende Verzahnung aufweist und am Ende ihres Verlängerungsteils ein Joch trägt, an dessen Schenkeln zwei mit dem Revolverkopf verbundene Verschiebungs stangen befestigt sind. 5.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, gekenn zeichnet durch eine zur Begrenzung der Vorschubbewegung des Revolverkopfes dienende drehbare Anschlagwalze, auf deren Umfang verteilt angeordnet in der Längsrichtung derselben einstellbare An schläge vorgesehen sind, mit denen eine Nase am genannten Joch so zusammen zu wirken vermag, dass am Ende der Vor schubbewegung des Revolverkopfes diese Nase jeweils auf einen bestimmten dieser Anschläge stösst, um dadurch eine Unter brechung der Triebverbindung zwischen den Revolvervorschubmitteln und einer ständig umlaufenden Antriebswelle her beizuführen. 6.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte An schlagwalze achsial verschiebbar ist und in Wirkungsverbindung mit Bewegungs- übertragungsmitteln steht, derart, dass, wenn sie infolge Anstossens der genannten Nase auf einen ihrer Anschläge verscho ben wird, die genannten Bewegungsüber- tragungsmittel zum Ausrücken einer im Triebverbindungsweg zwischen der stän dig umlaufenden Antriebswelle und den Revolvervorschubmitteln eingeschalteten Kupplung veranlasst werden. 7.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Vorschubstange ebenfalls hohl ausgebil det und von einer Betätigungsstange durchsetzt ist, die mit ihrem einen Ende aus dem Verlängerungsteil der Vorschub stange herausragt und dort einen einstell baren Anschlag trägt, während sie über ihr anderes Ende mit dem zum Verdrehen des Revolverkopfes um den gewünschten Winkel dienenden Schaltrnechanismus in Wirkungsverbindung steht,
    der beim An stossen der Vorschubstange auf den ge nannten Anschlag auf der Betätigungs- Stange anlässlich der Rückführbewegung der Vorschubstange in Funktion gesetzt wird. B.
    Revolverdrehbank nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3, 4, 5 und 6, mit einem auf dem Drehbankbett festlegbaren, als Bohrsupport ausgebildeten Hilfsschlit ten, der mit einer längsbeweglichen, zur Aufnahme eines auswechselbaren Werk zeuges dienenden Pinole versehen ist, da durch gekennzeichnet, dass am Bohrsup port ein Getriebekasten mit einer darin untergebrachten, zum automatischen Vor schub der Pinole bestimmten Steuervor richtung befestigt ist, und dass eine Kupp lung vorgesehen ist,
    die beim Anstossen eines an der Pinole vorgesehenen Anschla- ges auf einen Auslösestift am Ende der Vorschubbewegung der Pinole zwecks Un terbrechens dieser Bewegung ausgerückt wird.
    9. Revolverdrehbai)k nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Spindel stock ausser mit einem mittels Handhebeln zu bedienenden, mehrstufigen Getriebeteil zur Drehung der W erkstückspindel im einen oder andern Sinne zwecks Verwirk lichung eines möglichst grossen Bereiche., der Gesehwindigkeitsstufen des Spindel stockes in seinem Gehäuse selbst mit einem aufsteckbare Wechselzahnräder aufweisen den Getriebeteil versehen ist.
CH200419D 1937-10-23 1937-10-23 Revolverdrehbank für Stangenarbeiten. CH200419A (de)

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