Revolverdrehbank für Stangenarbeiten. Die Konstruktion der bekannten Revol verdrehbänke war bisher derart, dass man solche für Stangen- wie für Futterarbeit be nutzen konnte.
Es ist klar, dass eine solche Maschine, die zur Ausführung sowohl der einen wie der an dern dieser beiden Arbeiten dienen soll, nur eine Zwischenlösung zwischen zwei Maschi nen sein kann, von denen die eine für Stan gen- und die andere für Futterarbeit einge richtet ist, was mit den nachstehenden Er läuterungen begründet werden soll, wobei man als Beispiel eine der üblichen Revolver bänke annimmt, deren Werkstückspindel bezw. Spannwerkzeuge eine Materialdurch- lassöffnung von ca.
60 mm aufweisen, somit einen Arbeitsbereich für Stangenmaterial bis 60 mm und für Futterarbeit bis etwa 350 mm Durchmesser, wie dies bei solcher Maschinen <I>type</I> üblich ist.
Für Stangenbearbeitung sollten die Spin- delgeschwindigkeiten den Durchmessern von etwa 8 bis 60 mm, und zwar für das weichste wie für das härteste Material angepasst sein, was verhältnismässig hohe Spindelgeschwin- digkeiten bedingt, aber auch nur kleine An triebsräder, indem ja der grösste Arbeits durchmesser nur 60 mm beträgt. Für Futter arbeiten werden im Gegensatz zur Stangen bearbeitung niedrige Spindelgeschwindigkei- ten und die Anwendung möglichst grosser Zahnräder benötigt, um ein erschütterungs freies Arbeiten und genügende Durchzugs kraft zu ermöglichen.
Es ergeben sich somit zwei gegensätzliche Bedingungen, die unmög lich in wirtschaftlich vorteilhafter Weise zu vereinigen sind.
Der Revolverschlitten für Futterarbeit soll gross im Durchmesser sein, um die um fangreichen Kastenwerkzeuge daran anbrin gen zu können. Damit die teilweise langen Bohrstangen nicht hinderlich sind, sollte der Revolverkopf schräg nach hinten angeordnet sein und der Revolverschlitten direkt auf dem Bett geführt werden, wie dies bei grö sseren Revolverbänken im Interesse grösster Stabilität meistens verwirklicht ist. Ein sol cher Revolverschlitten ist aber für Stangen- bearbeitung höchst ungeeignet, weil er für solche Arbeiten zu schwerfällig ist.
Die für leichtere Revolverbänke zur Anwendung kommenden, bekannten, in auf dem Bett in verstellbarer Führung geführten Revolver kopfschlitten haben den Nachteil, dass sie beim Arbeiten stets weiter aus ihrer Führung herausragen und so ein Abweichen desselben vom ZVerkstücl.: begünstigen. Beide Revol- verkopfarten aber behindern den Haupt- oder Querschlitten, welcher je nach Futter- oder Stangenarbeit verschiedenartig beschaffen sein sollte. Für Futterarbeit sollte der Quer schlitten breit und kräftig sein, für Stangen arbeit ist ein etwas schmälerer und damit leichterer Querschlitten vorteilhafter.
Aus den obigen Erläuterungen ist zu er sehen, dass die bis anhin bekannten Revolver drehbänke keine vollkommene Lösung dar stellten und deshalb für keine der für sie vorgesehenen Arbeiten die heutzutage so wichtige höchste Leistung ergeben können.
Die Erfindung betrifft eine Revolverdreh bank, die zur Verarbeitung einer Material stange zwecks Herstellung einzelner Werk stücke bestimmt ist, die sich dadurch kenn zeichnet, dass der Revolverkopf auf einer Hohlwelle längsverschiebbar. gegen Drehung aber gesichert angeordnet ist, die ihrerseits auf einer aus der Längsmitte der Drehbank heraus seitwärts verlegten Führungswelle ge lagert ist. Durch diese seitliche Verlegung des Revolverkopfes ist die Möglichkeit gege ben, ausser einem auf dem Drehbankbett ver schiebbar und festlegbar angeordneten Haupt schlitten für Längs- und Querdrehen, auch noch einen festlegbaren Hilfsschlitten, z. B.
einen Bohrsupport, auf dem Drehbankbett und ferner noch einen verschiebbaren Werk zeugträger auf der dem genannten Haupt schlitten zugewendeten Stirnseite des Spin- delstockes der Drehbank verschiebbar anzu ordnen, wodurch wiederum die Leistung der Maschine erheblich gesteigert werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der Revolver drehbank in ihrer Gesamtheit, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. ?, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 1, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 einen Schnitt durch die Vorschub- und Anschlagmittel des Revolverkopfes nach der Linie VI-VI in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII in Fig. 4, und Fig. 8 einen in die Bildebene gelegten. schematisch gezeichneten Schnitt durch das Spindelstockgehäuse.
Die dargestellte Revolverdrehbank hat. wie üblich einen Hauptschlitten 1 (Fig. 1 und 2) mit einem darauf vorgesehenen, zur Aufnahme von vier verschiedenen Werkzeu gen (Stählen) zum Längs- und Querdrehen eingerichteten Werkzeugträger la. Dieser Hauptschlitten 1 ist auf eine hier nicht näher erläuterte Art für automatischen Vorschub eingerichtet und kann mit fünf verschiede nen CTesch-#vindi-hciten angetrieben werden.
Der Revolver der Drehbank, in seiner Ge samtheit mit 2 bezeichnet, ist auf der der Bedienungsseite der Drehbank abgewendeten Längsseite derselben vorgesehen, derart. dass in der Mitte des Maschinenbettes 7 die An ordnung eines als Bohrsupport ausgebildeten Hilfsschlittens 3 Ti--. 4 und 7) ermöglicht ist.
Auf dem innern Ende des Spindelstock- gehäuses 5, direkt über der hohlen, mit einer üblichen Stangenli:lemmvorrichtung (nicht dargestellt) für das Stangenmaterial verse- henen Werkstückspindel 8 (Fig. ?), ist eiii weiterer, als Abstechschlitten ausgebildeter Werl@zeugträger 4 angeordnet, welcher vor zugsweise zum Abstechen der fertigen Werk stücke dient.
Es sind hier somit im ganzen vier Werkzeugträger la, \?, 3 und 4 vorge sehen, die gewünschtenfalls das gleichzeitige Arbeiten von vier verschiedenen Werkzeugen ermöglichen. Ausserhalb des Spindelstock- gehäuses 5, in achsialer Flucht zur Längs richtung der Drehbank ist die bei solchen Werkzeugmaschinen übliche, mit einem Be dienungshebel 133 versehene und aussenends auf einer Säule 134 gelagerte, automatische Materialvorschubvorrichtung 6 vorgesehen.
Die nachstehenden Erläuterungen be ziehen sich auf den in Fig. 8 in seiner Ge samtheit dargestellten Drehbankspindelstock, dessen Antrieb von seiner Riemenscheibe 11 aus erfolgt, die ihrerseits von einem hier nicht gezeigten Elektromotor angetrieben wird. Die Riemenscheibe 11 sitzt auf dem nach aussen ragenden Ende einer im Spin- delstockgehäuse 5 drehbar gelagerten Welle 10, die ein Zahnrad 12 trägt, mit dem ein auf einer Welle 14 aufgekeiltes Zahnrad 13 kämmt.
Auf der Welle 14 ist ein Doppel zahnrad 15 lose angeordnet, das zugleich die eine Hälfte einer Lamellenkupplung bildet, deren andere Hälfte von einem einfachen, ebenfalls lose auf der Welle 14 angeordneten Zahnrad 16 gebildet wird. Zwischen den bei den Zahnrädern 15 und 16 ist die mittels eines aus dem Spindelstockgehäuse 5 heraus ragenden Handhebels 18 bedienbare, durch Nut und Keil mit der Welle 14 verbundene Schiebemuffe 17 angeordnet, die je nach der Richtung, nach welcher sie verschoben wird, entweder das Doppelzahnrad 15 oder das ein fache Zahnrad 16 anzutreiben vermag.
Ist die Schiebemuffe 17 in Eingriff mit dem Zahnrad 15 und wird dann mittels eines Handhebels 21 ein auf einer Welle 20 ver schiebbar aufgekeiltes Zahnrad 22 mit dem der Schiebemuffe 17 zugekehrten Zahnkranz des Zahnrades 15 in Eingriff gebracht, so wird die -Welle 20 im gleichen Sinne wie die Riemenscheibe 11 angetrieben.
Wird das Zahnrad 22 aber durch Verschieben desselben nach der andern Richteng mittels des Hebels 21 in Eingriff gebracht mit einem verhält nismässig breiten Zwischenzahnrad 23, das ständig mit dem der Schiebemuffe 17 ab gewendeten Zahnkranz des Doppelzahnrades 15 kämmt, so wird die Welle 20 im umge kehrten Sinne bezüglich der Riemenscheibe 11 gedreht. Wird ferner die Schiebemuffe 17 mit dem Zahnrad 16 in Eingriff gebracht, so wird ein mit ihr in Eingriff stehendes Doppelzahnrad 19 und mit ihm die Welle 20, auf der es sitzt, im gleichen Sinne wie die Riemenscheibe 11, jedoch mit einer andern Tourenzahl umgedreht.
Das Doppelzahnrad 19 kämmt mit einem auf einer Wechselrad welle 26 aufgekeilten Zahnrad 25. 27 und 28 sind zwei weitere Wechselradwellen. Dureh beliebiges Aufstecken von vier Wech selrädern 29, 30, 31, 32 auf den drei Wech- selradwellen 26, 27, 28 kann die Werkstück spindel 8 mit der dem jeweiligen Material und Durchmesser der zu bearbeitenden Stange abgestimmten Tourenzahl gedreht werden. Die Wechselräder 29, 30, 31 und 32 laufen im gleichen Olbad wie die andern Getriebe teile des Spindelstockes.
Das Aufstecken der zu einem besonderen Getriebeteil gehörenden Wechselräder 29, 30, 31, 32 erfolgt jeweils bei aufgeklapptem Deckel 9 vor Beginn einer Arbeit und sie werden nur dann wieder gewechselt, wenn andere @ Arbeitsbedingungen im Zusammen hang zum Beispiel mit einem andern Mate rial oder mit einem andern Stangendurch messer es erfordern.
Die nötigen Geschwin digkeitsänderungen, die durch das Wechseln von Schruppschnitt auf Schlichtschnitt be dingt sind, werden durch ein auf der Welle 28 aufgekeiltes Doppelzahnrad 33 vorgenom men, das mittels eines Handhebels 34 mit Betätigungsgabel auf dieser Welle achsial verschoben und in Eingriff mit dem einen oder andern Zahnkranz eines auf der Werk stückspindel 8 fest aufgekeilten Doppelzahn rades 35 in Eingriff gebracht werden kann.
Die , soeben beschriebene Getriebeanordnung ermöglicht es, über die jeweils aufgesteckten Wechselräder 29 bis 32 durch einfache Schaltbewegungen vier verschiedene Ge schwindigkeiten der Werkstückspindel 8 im "Vorwärtssinne" und zwei Geschwindigkei ten im "Riickwärtssinne" (wie es z. B. beim Gewindeschneiden notwendig ist) einzuschal ten.
Von einem mit der Werkstückspindel 8 ebenfalls starr verbundenen Zahnrad 36 wird einerseits die Drehbewegung über ein Zahn- rad 3 7 der Materialvorschubspindel 38 (siehe auch Fig. 1) mitgeteilt und anderseits über ein Zahnrad 39 und zwei mittels einer Welle 41 in Triebverbindung stehende Kegelrad- paare 40, 40a. einer die verschiedenen Werk zeugschlitten bedienenden Vorschubspindel 42.
So erhält zum Beispiel der Revolver 2, der zur Aufnahme von sechs verschiedenen Werkzeugen eingerichtet ist, seinen Antrieb zum Vorschub der einzelnen Werkzeuge durch die Vorschubspindel 42, die ihre Dreh bewegung über ein in einem Getriebekasten 43 untergebrachtes, fünfstufiges Zahnrad getriebe (nicht gezeigt), das von einem Steuerknopf 135 (Fig. 4) aus einstellbar ist, einer Hilfswelle -14 übermittelt.
Eine auf der Hilfswelle 44 aufgekeilte Schnecke 45 ist in Eingriff mit einem als Rutschkupplungs- hälfte ausgebildeten Schneckenrad 46, das lose auf einem verlängerten Nabenteil einer die andere Kupplungshälfte bildenden, auf einer Welle 48 fest sitzenden Scheibe 47 ge lagert ist.
Die im Einrückzustand der Rutschkupp lung 46, 47 der Welle 48 übermittelte Dreh bewegung wird mittels eines Kegelradpaares 49 auf eine in einer Konsole 59 (Fig. 4 und 5 ) gelagerte. an ihrem obern Ende mit einem Antriebsritzel 51 versehene Vertikalwelle 50 übertragen, um dadurch eine zum Teil als Zahnstange ausgebildete Vorschubstange 52 für den Revolverkopf zu verschieben.
Diese Vorschubstange 52, die in einer einerends im Spindelstockgehäuse 5 und andernends in der Konsole 59 starr gelagerten, hohlen Füh rungswelle 53 -führt ist, ist nach der dem Revolverkopf abgewendeten Seite hin verlän gert und trägt, wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist, an ihrem dem Revolver 2 ab gewendeten Ende des Verlängerungsteils ein Joch 54, in dessen beiden Schenkeln die einen Enden zweier Verschiebungsstangen 55 be festigt sind. Das andere Ende dieser beiden Stangen ist in einer mit dem sechskan tigen Revolverkopf 56 drehbar verbundenen Scheibe 57 eingesetzt.
Der Revolverkopf 56 besitzt in jeder seiner sechs Seitenflächen T-förmige Nuten 58 zur Befestigung der Werkzeuge und ist auf einer auf ihrer gan zen Länge geführten Hohlwelle 60 mittels Keilen 61 verschiebbar aber gegen Drehung gesichert gelagert, so dass er in jeder Stel lung volle Führung besitzt. Die Führungs welle 53 ist parallel zur Längsachse der Werkzeugspindel gegen die der Bedienungs-- Seite der Drehbank abgewendete Längsseite der Bank hin verlegt.
Beim Arbeitsgang wird die Stange 5 2 und dadurch mittels des Joches 54 und der Stangen 55 der Revolverkopf 56 von der Welle 44 aus über die Teile 48, 49, 50 und das in die Verzahnung der Stange 52 eingrei fende Ritzel 51. nach vorn, d. h. in Richtung gegen das Spindelstockgehäuse 5 verschoben. bis eine am Joch 54 befestigte Nase V)2 (Fig. 5 und 6) an einem von sechs Anschlä gen 63 anstösst, die auf einer sechs Längs nuten 64 für diese letzteren aufweisenden Anschlagwalze 6.3 in der gewünschten Lage feststellbar sind.
Durch diesen Anstoss wird die einerseits in der Konsole 59 und ander seits in einem Ausleger 66 gelagerte An schlagwalze 65 in achsialer Richtung um eine kleine Distanz gegen die Konsole 59 hin verschoben, wodurch ein auf einem Zap fen 67 des Auslegers 66 drehbar gelagerter Hebel 68 verschwenkt wird.
Eine dadurch in entsprechender Weise verschobene Stange 69 überträgt ihre Verschiebungsbewegung über ein nicht gezeigtes Hebelsystem einer in Fig. 4 ersichtlichen Stange 70, und zwar so, dass dieselbe durch Vermittlung eines in Wir kungsverbindung mit der Kupplungshälfte 47 stehenden Schalthebels 71 (Fig. 1 und 4), das Ausrücken dieser Kupplungshälfte und demzufolge das Ausschalten des automati schen Vorschubes für den Revolverkopf herbeiführt.
72 ist ein Handrad, das fest auf dem Aussenende der Welle 48 sitzt und dazzz dient, den Revolverkopf 56 nach Ausschal tung des automatischen Vorschubes, in seine Ausgangslage zurück zu verschieben, d. h. soweit, bis er an die Konsole 59 anstösst.
Natürlich kann das Rad 72 auch für Hand- vorschub benutzt werden. Beim Zurückschie ben des Revolverkopfes 56 in seine endgül tige Ausgangslage, stösst das Joch 54 auf einen Anschlag 73, der auf dem Aussenende einer durch die hohl ausgebildete Vorschub stange 52 sich erstreckenden Betätigungs stange 74 sitzt, und verschiebt dadurch diese letztere im Sinne ihrer Verschiebungsrich tung entgegen der Wirkung einer Schrauben feder<B>136,</B> wodurch ein in den Fig. 2, 3 und 8 ersichtlicher und im nachfolgenden näher beschriebener Revolver - Schaltmechanismus ausgelöst und dadurch ein Verdrehen des Revolverkopfes 56 um 60 herbeigeführt wird.
Dieser Schaltmechanismus erhält seinen Antrieb von der mit konstanter Geschwin digkeit umlaufenden Welle 14 (Fix. 8) aus, die ihre Drehbewegung durch Vermittlung eines auf ihr aufgekeilten Zahnrades 75 einem die eine Hälfte einer Rutschkupplung 7 7 bildenden Zahnrad 76 überträgt. Die an dere Hälfte der Rutschkupplung 77 ist mit einem Zahnrad 83 starr verbunden, das mit einem auf dem betreffenden Ende der Welle 14 lose gelagerten, mit einem Klauenkupp- lungSteil 81 versehenen Zahnrad 84 kämmt.
Während des Arbeitsganges läuft der Re volver-Schaltmechanismus leer, da der zuge hörige Kupplungsteil 82 auf die aus un- tenstehenden Erläuterungen hervorgehende Weise ausser Eingriff mit dem Kupplungs teil 81 gehalten wird. Wenn nun, wie bereits erläutert, die Auslösestange 74 im angege benen Sinne verschoben wird, so läuft eine schräge Auflauffläche 78 dieser letzteren unten an einer federbeeinflussten Hubklinke 79 vorbei, wodurch ein Sperrbolzen 80, an dem diese Klinke schwenkbar gelagert ist, entgegen der Wirkung einer Druckfeder 80a (Fix. 8) gehoben wird.
Dies hat zur Folge, dass die unter Federdruck stehende, mit einem Kurvenanschlagteil 98 versehene Klauen kupplungshälfte 82, die durch Nut und Fe der auf der Welle 85 verschiebbar gelagert ist, in bezug auf Verschiebung entsichert wird, so dass sie von der auf sie einwirken den Feder mit der gegenüberliegenden Kupp lungshälfte 81 in Eingriffsstellung über- führt und dadurch zum Drehen veranlasst wird. Die Rutschkupplung 7 7 ist lediglich als Sicherheitsmassnahme anzusehen, indem sie zum Schleifen gebracht wird, wenn aus irgend einem Grund ein Klemmen das Wen den des Revolverkopfes verunmöglichen sollte.
Auf dem aus dem Spindelstockgehäuse 5 ragenden Ende der Welle 85 sitzt ausser einer Kurve 86 ein Schalthebel 87 (Fix. 2, 3 und 8), der an seinem Aussenende eine Rolle 88 trägt. Dreht sich die Welle 85, so verschwenkt die Kurve 86 einen Winkel hebel 89 so, dass ein damit gelenkig verbun dener, federbeeinflusster Indexbolzen 90 aus der einen von sechs in einer am Revolver kopf 56 befestigten Schaltscheibe 92 vorge sehenen Arretierkerben 91 gedrückt wird,
wonach der Schalthebel 8 7 mit seiner Rolle 88 in die eine von sechs in Malteserkreuz- anordnung in der Scheibe 92 vorgesehenen Radialnuten 93 eingreift und diese Scheibe in bekannter Weise um<B>-60'</B> dreht. Die Schaltscheibe 92 sitzt auf dem dem Spindel stock zugewendeten Ende der auf der starren aus der Längsmitte der Drehbank heraus seitwärts verlegten Führungswelle 53 dreh bar gelagerten Hohlwelle 60, so dass mit der Drehung der Scheibe 92 auch der auf dieser Hohlwelle mittels Keilen 61 verschiebbar ge lagerte Revolverkopf 56 gedreht wird.
Die Drehbewegung der Hohlwelle 60 wird mit tels eines an ihrem innern Ende vorgesehenen Zahnrädergetriebes 94, 95, 96 und 9'7 (Fix. 5) auch noch der Anschlagwalze 65 übermit telt, so dass sich dieselbe bei jeder Sechstels drehung des Revolverkopfes 56 in Überein stimmung mit diesem um den gleichen Win kelbetrag dreht.
Ist diese Teildrehung von Revolverkopf 56 und Anschlagwalze 65 beendet, so hat die Welle 85 eine Umdrehung vollzogen und der Anschlagteil 98 stösst an dem inzwischen heruntergedrückten Stift 80 an und blockiert so lange den Revolver-Schaltmechanismus, bis der Revolverkopf 56 nach dem darauffol genden Arbeitsgang mittels des Handrades 72 wieder in seine Ausgangslage verschoben wird.
Der in der Mitte des Maschinenbettes 7 (Fig. 4) verschiebbar angeordnete Bohrsup port 3, der auch als Reitstock zum Drehen langer Werkstücke verwendet werden kann und an beliebiger Stelle seiner Führung mit tels eines Exzenterhebels 101 festklemmbar ist, erhält seinen Antrieb ebenfalls von der Vorschubspindel 42 aus, und zwar über eine Gelenkkette l1)2 (Fig. 4 und 8), die über ein mittels Nut und Feder mit einer Hilfs welle 104 verbundenes Kettenrad geführt ist, das seinerseits in einem auf dem ortsfesten Getriebekasten 43 aufgeschraubten Lager körper 105 drehbar montiert ist.
Diese Hilfs welle 104 bildet die Antriebswelle einer in einem am Bohrsupport 3 befestigten Ge triebekasten 103 untergebrachten Steuervor richtung, die zum automatischen Vorschub der Pinole bestimmt ist.
Über die soeben erwähnte Steuervorrich tung, die zum Beispiel vierstufig sein kann und von aussen einstellbar ist, wird eine Welle 106 angetrieben, die wie in Fig. 4 er sichtlich ist, ihrerseits durch eine auf ihr aufgekeilte Schnecke 1.07 dem zugehörigen, auf einer Welle 110 lose gelagerten Schnek- kenrad 108 ihre Umlaufbewegung übermit telt.
Fest mit dem Schneckenrad 108 verbun den ist ein ebenfalls lose auf der Welle 110 angeordnetes Zahnrad 109, das mit einer auf einer Hilfswelle 111. sitzenden, mit Zahn kranz versehenen Kupplungshälfte 112 kämmt, die mittels eines Handhebels 114 in Eingriff mit der zugehörigen Kupplungs hälfte 113 gebracht werden kann, um da durch mittels eines mit dieser letzteren starr verbundenen Zahnrades die Drehbewegung auf ein auf der Welle 110 aufgekeiltes Zahn rad 115 zu übertragen.
Die Welle 110 die an ihrem dem Bohrsupport 3 zugekehrten Ende ein Zahnritzel 116 trägt, das mit einer an der Bohrpinole 118 befestigten Zahnstange 117 (Fig. 4 und 7) kämmt, fördert jene au tomatisch dem Werkstück entgegen.
Die an ihrem dem Werkstück zugekehrten Ende mit einem zur Aufnahme des Bohrwerkzeuges dienenden Morsekonus 119 versehene Bohr- pinole 118 ist im Support 3 verschiebbar an- geordnet und trägt an ihrem andern Ende einen verstellbaren Anschlag 120 (Fig. 7), der beim Arbeitsschub der Bohrpinole 118 schliesslich gegen einen unter Federwirkung stehenden, mit einer schrägen Auflauffläche 122 versehenen Stift 121 stösst und dadurch über einen in Fig. 4 gezeigten Auslösestift 123 und einen Hebel 1i4 die Kupplung 112, 113 ausrückt,
wodurch die automatische Vor schubbewegung der Bohrpinole 118 unter brochen wird.
Das Zurückführen der Bohrpinole <B>118</B> er folgt auch wieder, wie beim Revolverkopf 56, von Hand, und zwar mittels eines Hand rades 124, das aber auch für Handvorschub benützt werden kann. Auf dem Bohrsupport 3 ist eine in der Längsrichtung verschiebbare und um ihre Achse drehbare Stange<B>1227</B> ge lagert, die mit einem Handgriff 128 in der gewünschten Lage festgelegt werden kann und an ihrem dem Bohrsupport 3 zugekehr ten Ende ein Materialanschlagstück 125 mit darin vorgesehener' Einstellschraube 126 trägt.
Damit die Revolverwerkzeuge beim Schal ten des Revolverkopfes 56 nicht mit demjeni gen des Bohrsupports 3 in Kollision kommen, ist an jeder Fläche des Revolverkopfes ein winkelförmiger 'Iitnehmer <B>129</B> (nur einer eingezeichnet) angebracht, der die Bohrpinole 118 mit dem darin befestigten Werkzeug beim Zurückführen des Revolverkopfes :56 aus dem Drehbereich der Werkzeuge diese letzteren stösst.
Der zum Abstechen dienende Abstech- schlitten 4 (Fig. ?) ist für Handvorschub eingerichtet. Zu diesem Zwecke ist auf einem Zapfen 130 ein Handhebel 131 schwenkbar gelagert und mit einem Zahnritzel fest ver bunden, das in eine am Werkzeugträger 1 befestigte Zahnstange 132 eingreift, so dal3 durch Verschwenken des Hebels<B>131</B> in dem einen oder andern Sinne, der -#Verl;zeugträ- ger 4 in vertikaler Richtung auf das Werk stück zu bezw. von diesem weg bewegt wer den kann.
Im dargestellten Beispiel ist der Abstech- schlitten 4 für Handvorschub eingerichtet. Es ist jedoch möglich, bei entsprechenden Vorkehrungen, diesen Abstechschlitten für automatischen Vorschub einzurichten.