CH200085A - Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern. - Google Patents

Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern.

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CH200085A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J31/00Ink ribbons; Renovating or testing ink ribbons
    • B41J31/14Renovating or testing ink ribbons

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  • Impression-Transfer Materials And Handling Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen Farbbändern.    Den     Farbbändern    von     Schreibmaschinen,          Registriergeräten,    Typendruck-     und    ähn  lichen Maschinen wird während des 'Ge  brauches so viel Farbe entzogen, dass keine  genügend starken Abdrücke mehr entstehen  und die Farbbänder durch     neue    ersetzt wer  den müssen, obwohl bei der     heutigen    Güte  der Bänder das Gewebe selbst noch fast un  beschädigt ist.

   Sowohl für den einzelnen  Verbraucher, als auch für grössere     Betriebe     mit vielen Maschinen besteht daher schon  aus     wirtschaftlichen    Gründen ein Bedürfnis,  die erschöpften Bänder wieder nutzbar zu       machen.     



  Die     seither    bekannt gewordenen Verfah  ren zum     Auffrischen    von     Farbträgern,    wie  Stempelkissen, Kohlepapiere,     Farbbänder        etc.     beruhen alle mehr oder weniger darauf,  neue     Farbe    oder     farblösende        Flüssigkeiten     in irgend einer Weise aufzutragen,     wobei     Farbbänder, Farbkissen und ähnliches be  nutzt werden.  



  So     ist    es zum Beispiel bekannt, dass man  eingetrocknete Stempelkissen durch Ver-    reiben von Glyzerin auf ihrer Oberfläche  wieder benutzbar machen kann. Bei einem  andern     bekannten    Verfahren werden ab  genutzte Farbbänder dadurch     aufgefrischt,     dass man das Band über eine Walze     führt,     die in einem     Befeuchtungs.gefäss    läuft und so  die Flüssigkeit auf das Band überträgt.

   Ein  weiteres bekanntes Verfahren     will    ein  getrocknete Kohlepapiere dadurch wieder  verwendbar machen, dass die Papiere in  einem elektrisch geheizten Gerät auf eine  ganz     bestimmte    Temperatur erhitzt werden,  wodurch die Farbe wieder gleichmässig über  das Papier verteilt     werden    soll.  



  Diese     verschiedenen    Verfahren zum Auf  frischen von     Farbträgern    befassen sich ent  weder überhaupt nicht mit dem     Auffrischen     von Farbbändern, wozu sie selbst bei sinn  gemässer     Abänderung    oder Anpassung un  geeignet wären, oder sie gehen, wie im Falle  des an zweiter Stelle     genannten        Verfahrens,     von ganz andern Voraussetzungen aus, wie       nachfolgend    erläutert wenden soll.

       Auch    hat  sich aus     vierlerlei    Gründen von den wenigen           überhaupt        bekannt        gewordenen        Verfahren     zum Auffrischen von Farbbändern     seither     kein     einziges        durchsetzen    oder auf dem  Markt behaupten können. Entweder gaben  die behandelten Bänder nur     ungleichmässige     oder     unscharfe    Abdrücke, oder aber ihre Be  handlung war zu schmutzig, zu teuer oder  zu umständlich.  



       Das        erfindungsgemässe        Verfahren    be  nötigt zum Behandeln -     insbesondere        inter-          essiert    das Auffrischen -der Bänder weder       besondere        Heizgeräte    noch     kostspielige,    die  Flüssigkeit     übertragende    Geräte.

   Zum Bei  spiel ist die Farbe der     abgenutzten        Bänder     nämlich nur an den Stellen, wo die     Typen     sich abdrucken, aufgebraucht, an allen  übrigen Stellen aber noch in so     reichlicher     Menge vorhanden, dass sie weit über die  übliche Abnutzung     des    Bandgewebes und  damit     über    die     Lebensdauer    der Bänder hin  aus ausreichen würde.

   Wenn es nun     gelingt,          diese    im     Überfluss    vorhandene     Farbe        gleich-          mässig        wieder    auf das ganze Farbband     zu     übertragen, so     wird    es     sich        natürlich    er  übrigen, dem Band neue Farbe     zuzuführen.     



  Durch     Versuche    wurde nun     festgestellt,     dass sich     diese    Aufgabe in einfacher und ein  wandfreier     Weise        lösen    lässt.     Setzt    man  nämlich die Bänder einige     Zeit    der Einwir  kung von Dämpfen     bestimmter        flüssiger          Kohlenwaeserstoffe    aus, die die     Eigenschaft     haben, die Farbe     aufzulösen,

      so     schlagen        sich     die Dämpfe auf dem     Gewebe        nieder    und       imprägnieren    es. Die Farbe wird     gelöst    und  von den     iStellen,    wo     sie    im     Überfluss    vor  handen ist, durch     Kapillarwirkung    ganz  gleichmässig den     Stellen        zugeführt,    denen  durch den Gebrauch die Farbe     entzogen     wurde.  



  Als sehr geeignet zum     Lösen    der Farbe  und deren     Verteilung    über das Band     haben     sich     Destillate    von     Rohpetroleum    vom     spez.     Gewicht 0,8 bis 0,81 und einem     Siedepunkt     von zirka 200 bis<B>250'C</B> erwiesen.  



  Die dieser Behandlung unterworfenen ge  brauchten Bänder ergeben nach der Wieder  einführung in die     Maschine        einwandfreie     und gleichmässige Abdrücke.     Das    Verfahren    ist     ausserordentlich    einfach und     sauber.    Man  nimmt das     aufgerollte    und abgeschriebene  Band aus der     Maschine    und setzt es zum  Beispiel in einem gut schliessenden     Behälter     von passender Grösse einige     Zeit    der Ein  wirkung der     Kohlenwasserstoffdämpfe    aus,

    wobei man zweckmässig durch eine     geeignete     Vorrichtung das     Band    etwas     auflockert,    so  dass die einzelnen     Windungen    der Rolle  nicht     unmittelbar        aufeinander        liegen    und       Vorsorge    trifft, dass     das    Band mit der Flüs  sigkeit selbst nicht in direkte     Berührung     kommt.

   Es ist ohne     weiteres    einleuchtend,       ,dass    auf einem so     behandelten    Band die  Farbe viel gleichmässiger     verteilt    wird als  bei Verfahren, die die Farbe     oder    die farb  lösende     Flüssigkeit        unmittelbar    auf     das          Band        auftragen.        Dementsprechend    sind auch  die     Abdrücke    der mit     Kohlenwasserstoff-          dämpfen        behandelten        Bänder    viel 

  sauberer  und     gleichmässiger.     



  Das Verfahren     ist    so     sauber    in     seiner          Anwendung,    dass     es    nicht mehr     nötig        ist,    die  Farbbänder aus     Sparsamkeitsgründen        bis    zur       Grenze    ihrer     Leistungsfähigkeit        auszunutzen     und sich mit der immer     schlechter    werdenden  Schrift     halbverbrauchter        Bänder    zu be  gnügen.

   Vielmehr     wird        man        das        Verfahren     für die     Auffrischung        schon        dann    anwenden,  wenn sich' die ersten Spuren der Abnützung  zeigen,     und        dies    so oft     wiederholen,    bis     das     Gewebe     des        Bandes        zerrissen    und seine       Lebensdauer        sowieso    beendet     ist.     



  Auch für     unbenutzte,        jedoch        eingetrock-          nete    Farbbänder,     sogenannte        abgelagerte     Ware,     lässt        sich    das Verfahren naturgemäss  in gleicher Weise anwenden,

   da die     Flüssig-          keitsdämpfe    die Farbe und die     meist    fett  haltigen     Bestandteile        dermlben        lösen    und ver  teilen und so die     Bänder        wieder        geschmeidig     und verwendbar     machen.     



       Schliesslich    lässt     sich        das    Verfahren auch  für das     Frischhalten        unbenutzter    Farbbänder  verwenden, indem die     Farbbandrollen,    anstatt  in ihrer Verpackung, in Gefässen     aufbewahrt     werden, in denen Dämpfe     farblösender        Flüs-          sigkeiten    zur Entwicklung     kommen,    so dass      die Farbbänder gar nicht     erst    eintrocknen  können und daher     stets        gebrauchsfähig    sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Behandeln von Farbbän- dern für Schreibmaschinen, Registriergeräte, Typendruck- und ähnliche Maschinen, da durch gekennzeichnet, -dass man die Farb bänder der Einwirkung von Dämpfen von die Farbe lösenden Flüssigkeiten aussetzt, die von dem Bandgewebe aufgenommen wer den, zum Zwecke,
    die Bänder geschmeidig zu machen bezw. zu erhalten und bei ab geschriebenen Bändern vermittelst Kapillar wirkung eine völlig gleichmässige Verteilung der Farbe über das Band zu bewirken. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Farb bänder der Einwirkung von Dämpfen flüssiger gohlenwasserstoffe ausgesetzt werden, die die Eigenschaft haben, die in den Bändern vorhandene Farbe zu lösen, sich auf den Bändern niederzuschlagen und sie zu imprägnieren.
    2. Verfahren nach .dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Windungen der aufgerollten Farbbänder zunächst ge lockert und dann .der Einwirkung der Flüssigkeitsdämpfe ausgesetzt werden, ohne mit der Flüssigkeit .selbst in un mittelbare Berührung zu kommen.
CH200085D 1937-09-28 1937-09-28 Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern. CH200085A (de)

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