CH200085A - Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern. - Google Patents
Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern.Info
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Description
Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen Farbbändern. Den Farbbändern von Schreibmaschinen, Registriergeräten, Typendruck- und ähn lichen Maschinen wird während des 'Ge brauches so viel Farbe entzogen, dass keine genügend starken Abdrücke mehr entstehen und die Farbbänder durch neue ersetzt wer den müssen, obwohl bei der heutigen Güte der Bänder das Gewebe selbst noch fast un beschädigt ist.
Sowohl für den einzelnen Verbraucher, als auch für grössere Betriebe mit vielen Maschinen besteht daher schon aus wirtschaftlichen Gründen ein Bedürfnis, die erschöpften Bänder wieder nutzbar zu machen.
Die seither bekannt gewordenen Verfah ren zum Auffrischen von Farbträgern, wie Stempelkissen, Kohlepapiere, Farbbänder etc. beruhen alle mehr oder weniger darauf, neue Farbe oder farblösende Flüssigkeiten in irgend einer Weise aufzutragen, wobei Farbbänder, Farbkissen und ähnliches be nutzt werden.
So ist es zum Beispiel bekannt, dass man eingetrocknete Stempelkissen durch Ver- reiben von Glyzerin auf ihrer Oberfläche wieder benutzbar machen kann. Bei einem andern bekannten Verfahren werden ab genutzte Farbbänder dadurch aufgefrischt, dass man das Band über eine Walze führt, die in einem Befeuchtungs.gefäss läuft und so die Flüssigkeit auf das Band überträgt.
Ein weiteres bekanntes Verfahren will ein getrocknete Kohlepapiere dadurch wieder verwendbar machen, dass die Papiere in einem elektrisch geheizten Gerät auf eine ganz bestimmte Temperatur erhitzt werden, wodurch die Farbe wieder gleichmässig über das Papier verteilt werden soll.
Diese verschiedenen Verfahren zum Auf frischen von Farbträgern befassen sich ent weder überhaupt nicht mit dem Auffrischen von Farbbändern, wozu sie selbst bei sinn gemässer Abänderung oder Anpassung un geeignet wären, oder sie gehen, wie im Falle des an zweiter Stelle genannten Verfahrens, von ganz andern Voraussetzungen aus, wie nachfolgend erläutert wenden soll.
Auch hat sich aus vierlerlei Gründen von den wenigen überhaupt bekannt gewordenen Verfahren zum Auffrischen von Farbbändern seither kein einziges durchsetzen oder auf dem Markt behaupten können. Entweder gaben die behandelten Bänder nur ungleichmässige oder unscharfe Abdrücke, oder aber ihre Be handlung war zu schmutzig, zu teuer oder zu umständlich.
Das erfindungsgemässe Verfahren be nötigt zum Behandeln - insbesondere inter- essiert das Auffrischen -der Bänder weder besondere Heizgeräte noch kostspielige, die Flüssigkeit übertragende Geräte.
Zum Bei spiel ist die Farbe der abgenutzten Bänder nämlich nur an den Stellen, wo die Typen sich abdrucken, aufgebraucht, an allen übrigen Stellen aber noch in so reichlicher Menge vorhanden, dass sie weit über die übliche Abnutzung des Bandgewebes und damit über die Lebensdauer der Bänder hin aus ausreichen würde.
Wenn es nun gelingt, diese im Überfluss vorhandene Farbe gleich- mässig wieder auf das ganze Farbband zu übertragen, so wird es sich natürlich er übrigen, dem Band neue Farbe zuzuführen.
Durch Versuche wurde nun festgestellt, dass sich diese Aufgabe in einfacher und ein wandfreier Weise lösen lässt. Setzt man nämlich die Bänder einige Zeit der Einwir kung von Dämpfen bestimmter flüssiger Kohlenwaeserstoffe aus, die die Eigenschaft haben, die Farbe aufzulösen,
so schlagen sich die Dämpfe auf dem Gewebe nieder und imprägnieren es. Die Farbe wird gelöst und von den iStellen, wo sie im Überfluss vor handen ist, durch Kapillarwirkung ganz gleichmässig den Stellen zugeführt, denen durch den Gebrauch die Farbe entzogen wurde.
Als sehr geeignet zum Lösen der Farbe und deren Verteilung über das Band haben sich Destillate von Rohpetroleum vom spez. Gewicht 0,8 bis 0,81 und einem Siedepunkt von zirka 200 bis<B>250'C</B> erwiesen.
Die dieser Behandlung unterworfenen ge brauchten Bänder ergeben nach der Wieder einführung in die Maschine einwandfreie und gleichmässige Abdrücke. Das Verfahren ist ausserordentlich einfach und sauber. Man nimmt das aufgerollte und abgeschriebene Band aus der Maschine und setzt es zum Beispiel in einem gut schliessenden Behälter von passender Grösse einige Zeit der Ein wirkung der Kohlenwasserstoffdämpfe aus,
wobei man zweckmässig durch eine geeignete Vorrichtung das Band etwas auflockert, so dass die einzelnen Windungen der Rolle nicht unmittelbar aufeinander liegen und Vorsorge trifft, dass das Band mit der Flüs sigkeit selbst nicht in direkte Berührung kommt.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, ,dass auf einem so behandelten Band die Farbe viel gleichmässiger verteilt wird als bei Verfahren, die die Farbe oder die farb lösende Flüssigkeit unmittelbar auf das Band auftragen. Dementsprechend sind auch die Abdrücke der mit Kohlenwasserstoff- dämpfen behandelten Bänder viel
sauberer und gleichmässiger.
Das Verfahren ist so sauber in seiner Anwendung, dass es nicht mehr nötig ist, die Farbbänder aus Sparsamkeitsgründen bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit auszunutzen und sich mit der immer schlechter werdenden Schrift halbverbrauchter Bänder zu be gnügen.
Vielmehr wird man das Verfahren für die Auffrischung schon dann anwenden, wenn sich' die ersten Spuren der Abnützung zeigen, und dies so oft wiederholen, bis das Gewebe des Bandes zerrissen und seine Lebensdauer sowieso beendet ist.
Auch für unbenutzte, jedoch eingetrock- nete Farbbänder, sogenannte abgelagerte Ware, lässt sich das Verfahren naturgemäss in gleicher Weise anwenden,
da die Flüssig- keitsdämpfe die Farbe und die meist fett haltigen Bestandteile dermlben lösen und ver teilen und so die Bänder wieder geschmeidig und verwendbar machen.
Schliesslich lässt sich das Verfahren auch für das Frischhalten unbenutzter Farbbänder verwenden, indem die Farbbandrollen, anstatt in ihrer Verpackung, in Gefässen aufbewahrt werden, in denen Dämpfe farblösender Flüs- sigkeiten zur Entwicklung kommen, so dass die Farbbänder gar nicht erst eintrocknen können und daher stets gebrauchsfähig sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Behandeln von Farbbän- dern für Schreibmaschinen, Registriergeräte, Typendruck- und ähnliche Maschinen, da durch gekennzeichnet, -dass man die Farb bänder der Einwirkung von Dämpfen von die Farbe lösenden Flüssigkeiten aussetzt, die von dem Bandgewebe aufgenommen wer den, zum Zwecke,die Bänder geschmeidig zu machen bezw. zu erhalten und bei ab geschriebenen Bändern vermittelst Kapillar wirkung eine völlig gleichmässige Verteilung der Farbe über das Band zu bewirken. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Farb bänder der Einwirkung von Dämpfen flüssiger gohlenwasserstoffe ausgesetzt werden, die die Eigenschaft haben, die in den Bändern vorhandene Farbe zu lösen, sich auf den Bändern niederzuschlagen und sie zu imprägnieren.2. Verfahren nach .dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Windungen der aufgerollten Farbbänder zunächst ge lockert und dann .der Einwirkung der Flüssigkeitsdämpfe ausgesetzt werden, ohne mit der Flüssigkeit .selbst in un mittelbare Berührung zu kommen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH200085T | 1937-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH200085A true CH200085A (de) | 1938-09-30 |
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ID=4442158
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|---|---|---|---|
| CH200085D CH200085A (de) | 1937-09-28 | 1937-09-28 | Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Auffrischen von Farbbändern. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH200085A (de) |
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1937
- 1937-09-28 CH CH200085D patent/CH200085A/de unknown
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