CH199075A - Verfahren zum Antrieb eines Kraftfahrzeuges mit hydraulischem Getriebe. - Google Patents

Verfahren zum Antrieb eines Kraftfahrzeuges mit hydraulischem Getriebe.

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CH199075A
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Aktiengesellschaft Auto Union
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Audi Ag
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      Verfahren    zum Antrieb eines     Kraftfahrzeuges    mit hydraulischem Getriebe.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zum Antrieb eines Kraftfahrzeuges  mit hydraulischem Getriebe, bestehend aus  Flüssigkeitswandler und Flüssigkeitskupp  lung.  



  Bei Verwendung eines mechanischen  Wechselgetriebes zur Kraftübertragung sind  Massnahmen bekannt, mit denen eine schäd  liche Belastung des Motors durch lang  andauerndes Fahren mit Spitzengeschwin  digkeit, z. B. auf     Autobahnen,    vermieden  wird. Zu diesem Zwecke ist beispielsweise  der direkte Gang des Getriebes so hoch ge  wählt, dass der Motor nicht auf volle Dreh  zahl kommen und deshalb der Wagen auch  nicht seine Höchstgeschwindigkeit beim di  rekten Gang fahren kann. Der Motor ent  wickelt also erst im     nächstniedrigeren    Gang  seine Höchstleistung.  



  Wird dieses     Schongangverfahren    bei  einem hydraulischen Getriebe mit Flüssig  keitskupplung angewendet, so ergibt sich der  Nachteil, dass der Wagen niemals mit    Höchstgeschwindigkeit gefahren werden  kann, weil der Motor nicht seine Spitzen  drehzahl erreicht.  



  Demgegenüber besteht das Verfahren  nach der Erfindung darin, dass sowohl im       Wandler-,    als auch im Kupplungsbetrieb des  hydraulischen Getriebes die Kraftübertra  gung wahlweise entweder direkt oder im  Schnellgang erfolgt. Dies kann durch ein  Übersetzungsgetriebe erreicht werden, dessen  Gänge aus einem direkten Gang und einem  ins Schnelle übersetzten Gang bestehen. Der  Wandler und die Kupplung des hydrauli  schen Getriebes können in bekannter Weise       P     entweder getrennt aus zwei Kreisläufen oder  vereinigt aus einem Kreislauf bestehen. Sind  Wandler und Kupplung getrennte Aggre  gate, so wird das     Übersetzungsgetriebe    vor  teilhaft vor die Flüssigkeitskupplung einge  schaltet.

   In dieser     Anordnung    arbeitet die  Kupplung     einmal    infolge der erhöhten Dreh  zahl des Pumpenrades und zum andern durch  Verkleinerung des zu übertragenden Dreh-           momentes    mit besserem Wirkungsgrad.       Zweckmässig    wird das Übersetzungsgetriebe  als Zahnradwechselgetriebe ausgebildet und  in üblicher Weise durch einen Schalthebel  geschaltet.  



  Ein zur Ausführung des Verfahrens ge  eignetes Getriebe ist in der Zeichnung näher  veranschaulicht. Als Ausführungsbeispiel ist  ein hydraulisches Getriebe mit einem vor der  Flüssigkeitskupplung angeordneten Überset  zungsgetriebe mit Direktgang und Schnell  gang im senkrechten Schnitt dargestellt.  



  Das hydraulische Getriebe nach dem     Föt-          tinger-Grundprinzip    setzt sich aus einem       Flüssigkeitsstromgetriebe    in Form eines  Wandlers 1 und einer Flüssigkeitskupplung  2 zusammen. Der     Drehtnömentwandler    1 be  steht aus einem     Pumpenrad    3, einem Tur  binenrad 4 und einem Leitrad 5, deren Zel  len einen in sich geschlossenen Flüssigkeits  kreislauf     K    herbeiführen. Das Pumpenrad 3  ist bei 6 mit der Antriebswelle 7 des Mo  tors und das Turbinenrad 4 bei 8 mit der       Abtriebswelle    9 des Wandlers verbunden.  Die Welle 9 ist im Gehäuse 1() bei 11 und  auf einem Zapfen der Antriebswelle 7 bei  12 gelagert.

   Die Flüssigkeitskupplung 2 be  steht aus einem Pumpenrad 13 und einem  Turbinenrad 14, deren Zellen ebenfalls einen  in sich geschlossenen Flüssigkeitskreislauf K  herbeiführen. Das Pumpenrad 13 der Flüs  sigkeitskupplung 2 ist bei 15 auf einer Zwi  schenwelle 16 und das Turbinenrad 14 bei  17 auf einer Welle 18 befestigt. Die Zwi  schenwelle 16 ist bei 19 in der Welle 9, bei  20 im Gehäuse 10 und bei 21 auf einem  Zapfen der Welle 18 gelagert. Die Abtriebs  welle 18 der Kupplung ist im Gehäuse 10  bei 22 gelagert. Auf der Welle 9 ist bei 23  ein Zahnrad 24 befestigt, das einen Klauen  kranz 25 trägt. Ein weiteres Zahnrad 26 ist  auf der Zwischenwelle 16 in einer Nuten  führung 27 axial verschiebbar angeordnet  und trägt ebenfalls einen     Klauenkranz    25'.

    Parallel zur Zwischenwelle 16 ist im Ge  häuse 10 bei 28, 29 eine     Vorgelegewelle    30  drehbar gelagert, auf der zwei miteinander  verbundene Zahnräder 31, 32 laufen. Wäh-         rend    der     Fahrt        ist    jeweils nur ein Teil  (Wandler oder Kupplung) des hydraulischen  Getriebes in Betrieb. Im andern Teil ist die  Flüssigkeit aus den Kreislaufzellen abgelas  sen, so dass Pumpen- und Turbinenrad dieses  Teils leer mitlaufen. Die Antriebswelle und  die     Abtriebswelle    des     Wandlers        bezw.    der  Flüssigkeitskupplung müssen dann direkt,  respektive mechanisch miteinander verbun  den sein.

   Zum mechanischen Kuppeln der  Wellen 7 und 9 dient eine Kupplungsmuffe       33,    die auf Welle 7 in einer     Nutenführung     34 axial verschiebbar ist und auf die Nuten  führung 34' der Welle 9 geschoben werden  kann. Ein Bolzen 35, der an einer in der  Hohlwelle 7 angeordneten Schaltstange 36  befestigt ist, führt die Kupplungsmuffe     33     in einem Schlitzloch 37 der Hohlwelle 7. Die       Schaltstange    36 wird von einer auf der  Welle 7 verschiebbaren Schaltmuffe 38 mit  tels eines Bolzens 35' bewegt.

   Zum mecha  nischen Kuppeln der Wellen 16 und 18 ist  auf der Welle 18 eine     Klauenkupplungs-          muffe    39     axial    verschiebbar angeordnet,  deren     Klauenkranz    40 in den     Klauenkranz     40' des Turbinenrades 13     eingreifen    kann.  Sobald das Lastmoment vom Antriebsmotor  direkt aufgebracht werden kann, wird die  Flüssigkeitskupplung zur     Kraftübertragung     verwendet, da der maximale Wirkungsgrad  der Kupplung grösser ist als derjenige des  Wandlers.  



  Die     gezeichnete        Stellung    des Zahnrades  26 entspricht dem Leergang des Getriebes.  Wird das Zahnrad 26 nach vorn gedrückt,  so kommen die     Klauenkränze    25, 25' der  Zahnräder 24 und 26 in Eingriff,     und    die  Wellen 9 und 16     sind    unmittelbar verkup  pelt.  



  In diesem Zustand kann der Wagen in  seiner Höchstgeschwindigkeit gefahren wer  den. Wenn man nun den Wagen längere  Zeit mit hoher Geschwindigkeit unter     mög-          lichster    Schonung des Motors fahren will, so  rückt man das Zahnrad 26 in das Zahnrad  32 ein und erhöht dadurch die Drehzahl der  Zwischenwelle 16 gegenüber der Welle 9.       DBr        Mntnr    wird dann, arbeite das Getriebe      im     Xupplungs-    oder     Wa.ndlerbetrieb,        durch     die kleinere     Kraftgesamtübersetzung    in sei  ner Drehzahl heruntergedrückt und keiner  schädlichen Dauerbelastung ausgesetzt.  



  Dieses     Schongangverfahren    eignet- sich  auch vorteilhaft für andere Fahrzustände,  z.     E.    langsame     Stadtfahrt,    weil die Flüssig  keitskupplung infolge der Drehzahlerhöhung  bedeutend griffiger arbeitet und den -Motor  in ruhigem Gang auf niedrigen Drehzahlen  hält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Antrieb eines Kraftfahr zeuges mit hydraulischem Getriebe, be stehend. aus Flüssigkeitswandler und Flüssigkeitskupplung, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl beim Wandler- als auch beim Kupplungsbetrieb des hy draulischen Getriebes die Kraftübertra gung wahlweise entweder direkt oder im Schnellgang erfolgt.
    TI. Antriebsvorrichtung zur turchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem hy draulischen Getriebe zur Erzielung eines Schonganges ein Übersetzungsgetriebe zugeordnet ist, dessen Gänge aus einem Direktgang und einem Schnellgang be stehen, welch letzterer, dem Wandler oder der Kupplung zugeschaltet, eine Verkleinerung des Kraftübersetzungs- verhältnisses bewirkt. UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Übersetzungs getriebe vor der Flüssigkeitskupplung ange ordnet ist.
CH199075D 1936-08-04 1937-07-30 Verfahren zum Antrieb eines Kraftfahrzeuges mit hydraulischem Getriebe. CH199075A (de)

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