CH197994A - Hochdruckmetalldampfbogenlampe und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents
Hochdruckmetalldampfbogenlampe und Verfahren zu deren Herstellung.Info
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Description
Hochdruckmetalldampfbogenlampe und Verfahren zu deren Herstellung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Hoeh@druckm@etalldiampfbogenlampe, .d. h. eine Lampe, welche im normalen, statio nären Betriebszustand einen Druck von mehr als fünf, zweckmässig aber mehr als zehn Atmosphären:
besitzt, wobei @dieser Druck grösstenteils der Druok der bei Betriebs temperatur der Lampe entstehenden Dämpfe des in derselben befindlichen verdampfbaren Metalles, z. B. Quecksilber, Cadmium, Zink usw. oder mehrerer dieser Metalle ist.
Zur Zündung enthält die Lampe vorteilhaft eine Edelgasfüllung, deren, Druck. bei Zimmer- temperatur einer Quecksilbersäule von 2s bis 1,00 mm entspricht.
Die Umhüllung solcher bisher bekannter Lampen besteht aus hoch .schmelzendem Material, in. der Regel aus Quarz oder einer besonderen Glassorte; ihre Elektroden bestehen aus hochschmelzenden Metallen, z. B. aus Wolfram; sie tragen eine Elektronen emittierende Schicht z.
B. eine Bariumagydschioht, und werden durch die Entladung selbst geheizt. Der Vorteil dieser Lampen besteht darin, dass .sie einen ausser- ordentlich guten Lichteffekt und grosse F'lächenihelligkeit besitzen, sie @ s,elbst jedoch sehr klein sind, :so,dass sie sich für Reflek toren und andere besondere Zwecke gut eignen.
Euch wurde bereits ihre Anwendung für allgemeine Beleuchtungszwecke in Vor schlag gebracht.
Lampen der-oben beschriebenen bekann ten Art hatten bisher immer röhrenförmige Umhüllungen; die Elektroden -v3Taren an den Enden der Lampen angeordnet und die Röhre war gerade, gebogen, U- oder stern förmig aus;
gestadtet. Unter "Röhren" sollen in dieser Beschreibung solche Formen, von C asräumen verstanden werden, deren Länge mehr als das Dreifache ihres kleinsten innern Durchmessers beträgt, während unter ,
der Bezeichnung "Kolben" hingegen solche Formen Üesi mit Gas. gefüllten Raumes ver standen werden sollen, öderen grösste dänge kleiner als das Dreifache des kleinsten in- nern Durchmessers ist,
von welchen Kolben formen die äussere Form. -des Ballons bei solchen Lampen - zufolge ihres kleinen Rauminhaltes im Verhältnis zur Wand stärke - oft bedeuten. abweicht.
Wir fanden, dass bei solchen Hochdruck- metalldampfbogenlampen bedeutende Vor teile erzielt werden können, wenn man ihren Aufbau in,der Weise ändert, dass ihre Elek troden nicht an den beiden einander ent gegengesetzten Enden ihres nicht röhren förmigen Ballons, sondern - und darin liegt die Erfindung - nebeneinander (z. B. nahe beieinander) in einem (z.
B. kugelför migen) Kolben so angeordnet werden, dass ,die Geraden, welche irgend einen Punkt des brennenden Bogens mit den Einschmelz punkten der Arbeitselektroden verbinden, miteinander einen Winkel einschliessen, der kleiner ist als 180 (im allgemeinen kleiner als<B>150',</B> zweckmässig sogar kleiner als<B>901</B> ist, wobei die gerade Strecke, welche die in den Gasraum der Lampe hineinragenden Enden der Arbeitselektroden miteinander verbindet, sich völlig im Gasraum des Kol bens befindet, also keine Kolbenwand schnei det; meistens wird sie annähernd die Bahn des verhältnismässig kurzen Bogens bilden.
Unter Arbeitselektroden werden jene Elek troden der Lampe verstanden, zwischen wel chen beim normalen Betrieb die Entladung stattfindet.
Der wesentlichste Vorteil, welcher durch diesen Aufbau der Lampe erreicht wird, ist, dass ihre Lichtverteilungstkurve den prak tischen Erfordernissen entspricht. Die neben einander angeordneten Elektroden beschat ten nämlich den Bogen bloss in einer Rich tung und auch :
diese Richtung kann noch mit jener des Sockels identisch werden, \nenn man die erfindungsgemässe Lampe derart in einen den Glühlampenballons ähnlichen Bal lon einbaut, dass alle ihre zueninander par allelen oder einen spitzen Winkel umschlie- Benden Elektroden dem Sockel zugerichtet verlaufen.
Ferner hat die erfindungsgemässe Lampe bei Projektionszwecken noch den grossen Vorteil, dass sie unter allen bisher bekannten Lampen eine sich der Punktform am meisten nähernde Lichtquelle bildet, da die Länge ihres Bogens sehr klein sein kann.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist noch der, .dass die spezifische Belastung solcher Lampen im Verhältnis zu jener der bisher bekannten Lampen bei gleicher .Sicherheit grösser bemessen werden kann.
Der bei höhe rer Belastung - unter sonst gleichen Um ständen - auftretende höhere Druck zeitigt einen besseren Lichteffekt der Lampe und auch die Farbenzusammensetzung ihres Lich tes wird vorteilhafter. Ein höherer Druck kann bei der erfindungsgemässen Lampe des halb zugelassen werden, weil die Festigkeits bedingungen ihres Ballons vorteilhafter sind, da auch ihre Form in bezug auf die Festig keit vorteilhafter und ihre Ballontemperatur gleichmässiger ist,
als jene der röhrenför migen Lampen. In einem Ballon gleichmässi ger Temperatur - bei im übrigen gleichen Belastungsbedingungen- steigt der Dampf druck, weil dessen Wert durch die die nie drigste Temperatur besitzende Stelle des Bal lons bestimmt wird.
Dies hat zur Folge, dass die Errergieauf- nahme der erfindungsgemässen Lampe mehr als 10 Watt pro Millimeter der Bogenlänge berechnet sein, ja sogar 15 Watt überschrei ten kann, ohne eine künstliche Kühlung des Ballons, z.
B. eine Wasserkühlung, anwen den zu müssen; unter Anwendung einer künstlichen Kühlung können selbstverständ lich noch höhere Leistungen erzielt werden. Diesen Umständen ist es zuzuschreiben, dass die Vorteile der erfindungsgemässen Lampe besonders gross- sind, wenn die aufgenom mene Leistung kleiner als 50 Watt ist;
sie kann sogar für noch geringere Leistung an gefertigt werden, wogegen die untere Grenze der Leistung bei den bekannten ähnlichen Lampen etwa 40 Watt beträgt.
Bei solchen Elektrodenanordnungen ist die Länge der zwischen den Elektroden befindlichen Ent ladungsbahn in der Regel kürzer als 8 mm und kann man demnach mit der Lampe, auch ohne besondere Hilfsmittel anwenden zu müssen, so günstige Verhältnisse erzielen, da3 die Zündspannung zwischen den Ar-. beitselektrocden unter 170! Volt, z.
B.110 Volt, gehalten werden kann, insbesondere, wenn die Edelgasfüllung der Lampe aus Krypton besteht, das auch in anderer Hinsicht vor- tei-Ihaft ist und dessen Druck in der Lampe bei Zimmertemperatur zum Beispiel 25 bis.
40 mm Ug betragen kann. An .Stelle oder neben; Krypton kann man auch Xenon, .ge- gebenenfalls auch mit andern Gasen ge- mischt, anwenden. Der Lampenballon kann anstatt .genaue Kugelform, jene eines Ro- tationsellip@sioids., Rotationsovoids oder eine ähnliche Form besitzen,
so dass das Verhält nis der im Gasraum gemessenen längsten und kürzesten. Asen weniger als. 3 ist.
Gegebenenfalls, z. B. bei Projektionslampen, kann der Ballon sogar eine ein wenig abge- flachte, Form besitzen. Die Zahl der Arbeits elektroden beträgt gewöhnlich zwei;
es kön nen jedoch zum Beispiel bei Lampen, die mit Dreiphasenetrom. ,gespeist werden, auch drei Arbeitselektroden angewendet w=erden. Die Elektroden werden, zweckmässig von der Ent- ladung selbst erhitzt und auf der zur Emis sion erforderlichen Temperatur gehalten.
Wie bereits erwähnt, stehen die Elektro den der Lampe in. der Regel parallel, was bei der Herstellung vorteilhaft ist. Eine solchelampe wird nämlich vorteilhaft der- art hergestellt, @dass die Elektroden in ihrer gewünsohten relativen Lage mittelst jenes bekannten:
, alkalifreien Glases fixiert wer den, welohes man beim Einschmelzen der Elektroden, in den Kolben solcher Lampen als Zwischenstoff zu verwenden pflegt, und flie Elektroden werden gemeinsam und gleichzeitig in den Kolben- eingeschmolzen.
Die erfindungsgemässe Lampe ist zu je der bisher für solche Lampen vorgeschlage- nen Verwendung geeignet.
Will man sie zu allgemeinen B,eleuchtungszweoken venven- den, so kann man - insbesondere bei klei- nen: Einheiten - als Vorschaltwiderstand in Reihenschaltung den. Glühkörper einer Glüh lampe in an sich bekannter Weise gehrau= chen und;
kann diesen in den auch die erfin- dungsgemässe Metalldampfbogenlampe ber genden Ballon, respektive im Gasraum ange ordnet werden. Um die auf die Metalldampf - bogenlampe :ad.sorbierte Melalldampfschicht zu entfernen, lässt man - nach einen eben falls Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren - beim Pumpen der äussern.
Hülle einer solchen "kombinierten Lampe die illetall,dampfbogeulampe brennen, d. h. man hält sie in normalem Betrieb. Will man die Metalldampfbogenlampe und den als Vor- schaltwiderstand verwendeten Glühfaden in- nerhalbeines, zweckmässig gasgefüllten äussern Kolbens unterbringen,
so wird der Glühfaden vorteilhaft in der Weise einge- baut, :dassidieser die Metalldampfbogenlampe mindestens teilweise umfasst und sich von ,derselben in.
einer Entfernung von Milli- meter-Grössenordnung befindet. Bei einer solchen Anordnung wird nämlich dadurch, dass, .der bei der Zündung überlastete Glüh faden: die Metalldampfbogenlampe beheizt, .die zur Erreichung eines stationären Be- trIebpzustandes nötige Zeit wesentlich ver kürzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Hochdruckmetalldampfbogenlampe mit Gasfüllung, @dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitselektroden nebeneinander in einem kolbenförmigen Ballon < so angeordnet sind, ,dae. die Geraden,welche einen beliebigen Punkt des Boigens mit den Einschmelzpunk- ten -der Arbeitselektroden verbinden, mitein ander einen Winkel einschliessen, der kleiner ist als 180 , wobei die gerade Strecke,welche die in den. Gasraum der Lampe hin einragenden Enden der Arbeitselektroden miteinander verbindet, sich völlig im Innern ,des Kolbens befindet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Lampe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass-,die Entladungsbahn kürzer als & mm ist. 2.Lampe nach Patentanspruch I, -dadurch gekennzeichnet, @dass ihre Energieauf nahme ;grösser als 10 Watt pro Milli meter der Bogenlänge ist. 3. Lampe nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen kugelförmigen Kol ben. 4. Lampe nach Patentanspruch I und Un- teransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen ro@tations:el.ipsoidförmigen Kolben.5. Lampe nach Patentanispruch I und Un- teransprüchen 1 und 2, .gekennzeichnet durch einen rotationsovoidförmigen Kol ben. 6. Lampe nach Patentanspruch I und Un- teransprächen 1 und 2" gekennzeichnet durch einen abgeflachten Kolben.7. Lampe nach Patentanspruch I und Un- teransprachen 1, 2 und 4, dadurch ge- kennzeichnet, dass .das Verhältnis zw i- schen der :grössten und kleinsten Achse des Kollbew kleiner als 3 ist. B. Lampe :nach Patentanspruch I und Un- teransprüchen 1, 2 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verhältnis zwi schen der grössten und kleinsten Achse des Kolbens kleiner als 3 ist. 9.Lampe nach Patentanspruch I und Un- teransprächen 1, 2, und 6, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Verhältnis zwi schen -der grössten und kleinsten Achse .des Kolbens kleiner als 3 ist.10. Lampe nach Patentanspruch I, gekenn- zeichnet durch eine Krypton enthaltende Gasfüllung. 11. Lampe nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Xenon enthaltende Gasfüllung. 12. Lampe nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Krypton und Xenon enthaltende Gasfüllung. 13. Lampe nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch drei Arbeitselektroden. 14.Lampe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass alle ihre Arbeits- elektroden gemeinsam und an einer und derselben Stelle in den Kolben einge schmolzen sind. 15. Lampe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Energieauf nahme weniger als 40 Watt beträgt. 16.Lampe nach Patentanspruch I, .dadurch gekennzeichnet, dass, die zwischen ihren Arbeitselektroden bestehende Spannung weniger als 170 Volt beträgt. 17. Lampe nach Patentanspruch. I, mit einem als Glühfaden ausgestatteten Vor- scha.ltw iderstand, dadurch gekennzeich net, dassi die Metalldampfbogenlampe und der Glühfaden in einem gemein samen Kolben angeordnet sind. 18.Lampe nach Patentanspruch I und Un- teranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühfaden die Meta.lldampf- bogenJampe mindestens teilweise um gürtet und von derselben in einer Ent- fernung von angeordnet ist.PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung der Lampe; nach Patentanspruch I und Unteranspruch 17, -dadurch gekennzeichnet, @dass- die Metall- da.mpfbogenlampe während des Pumpens des äussern Kolbens brennt.
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| US3822875A (en) * | 1972-01-08 | 1974-07-09 | Philips Corp | Tiltable x-ray examination table |
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