CH192205A - Verfahren und Einrichtung zur Leistungsregelung von Verdichtern, insbesondere für Kältemaschinen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Leistungsregelung von Verdichtern, insbesondere für Kältemaschinen.

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CH192205A
CH192205A CH192205DA CH192205A CH 192205 A CH192205 A CH 192205A CH 192205D A CH192205D A CH 192205DA CH 192205 A CH192205 A CH 192205A
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CH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04BPOSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
    • F04B49/00Control, e.g. of pump delivery, or pump pressure of, or safety measures for, machines, pumps, or pumping installations, not otherwise provided for, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B47/00
    • F04B49/22Control, e.g. of pump delivery, or pump pressure of, or safety measures for, machines, pumps, or pumping installations, not otherwise provided for, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B47/00 by means of valves
    • F04B49/225Control, e.g. of pump delivery, or pump pressure of, or safety measures for, machines, pumps, or pumping installations, not otherwise provided for, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B47/00 by means of valves with throttling valves or valves varying the pump inlet opening or the outlet opening

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Control Of Positive-Displacement Pumps (AREA)

Description


  Verfahren und Einrichtung zur Leistungsregelung von Verdichtern,       insbesondere    für     Kältemaschinen.       Ein bekanntes Verfahren zur     Leistungs-          regelung    von Verdichtern einer     Kältemaschi-          nenanlage        besteht        darin,        dass    die Saugöffnun  gen während eines Teils des     Verdichtungs-          hubes    offen     gehalten    werden.  



  Bei solcher     Arbeitsweise    bleibt     die    je  Hub- dem Arbeitszylinder     zugeführte    Gas  menge unverändert und     setzt        sich        aus    einer  beim     Verdichtungshube    durch die Saug  öffnungen zurückströmenden "Ballastgas"  Menge und aus einer     bestimmten        "Nutzgas"-          Menge    zusammen.

   Es gelingt mit dem ange  gebenen Verfahren,     .die    für die     Nutzkälte-          leistung    ausschlaggebende     Nutzgasmenge    in  nerhalb     ,gewisser    Grenzen zu     verändern,    es  ergeben sich jedoch     --    insbesondere bei  schnelläufigen oder bei mehrstufigen Ver  dichtern - nicht allein     kraftwirtschaftliche     Nachteile, sondern auch betriebliche Schwie  rigkeiten,

   deren Ursache in der Natur     dieses          Regelverfahrens        liegt.    Die als Ballast ver  arbeitete     Umlaufgasmenge        Jurchströmt    n4m-         lich        den        Arbeitszylinder    zu wiederholten Ma  len und     nimmt    dabei Zylinderwärme (Rei  bungswärme) und Schmieröl auf.

   Diese Zy  linderwärme teilt sich dem     angesaugten     Nutzgas bei seiner     Mischung        in,    der Saug  leitung bereits vor Eintritt in den     Arbeits-          raum    mit     und        erhöht    in     unwillkommener     Weise den     Wärmeinhalt    des     Gemisches:

      es  stellt sich ein     Beharrungszustand    auf höhe  rem.     mittleren        Temperaturniveau    ein als bei       normaler        Betriebsweise    (Ballastmenge gleich  Null).

       Überdies    wird das vom Ballastgas       aufgenommene        Schmieröl        entweder    in den  Verdampfer     zurückgedrückt    (Verölen der       Verdampferflächen),    oder es wird wieder in  den Arbeitszylinder     mitgerissen,    wodurch  eine übermässige Anreicherung des Zylinder  inhaltes mit     Öldämpfen        eintritt,

      so     dass    der       volumetrische        Wirkungsgrad    eine     empfind-          liche        Verschlechterung    erfährt. Weiterhin  wird eine     Verschlechterung    des     Liefergrades     dadurch bedingt,     -dass        bei        dem.    angegebenen      Regelverfahren     eine    periodische Umkehr  der     Strömungsrichtung    in Saugleitung und       Saugventilen    eintritt.

   Der Betrieb der üb  lichen     Schnellaufverdichter    (800 bis 1500       Umdr./Min.),    welche     höchste    Anforderungen  an .die     Stetigkeit    der     Einström-    und     Auslass-          bedingungen        sWIen,    bringt also bei Anwen  dung des bekannten Verfahrens erhebliche       Nachteile    mit sich.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  neues Verfahren zur     Leistungsregelung    von       Verdichtern,    welches die oben erörterten       Nachteile        beseitigt,    und     .dessen    Durchfüh  rung besondere     betriebliche,    kraftwirtschaft  liche und bauliche Vorteile für die Regelung  von     Kältemas@ehinen        bietet,    ohne jedoch in  seiner Anwendung auf diese     Sondergruppe     von     Verdichtern    beschränkt zu bleiben.  



  Der wesentliche Unterschied des neuen       Verfahrens    gegenüber den bisher bekannt ge  wordenen Regelverfahren besteht darin,     dass     die Saugöffnung     eines    oder mehrerer     Ver-          dichterzylinder    vor Beendigung des Saug  hubes geschlossen wird,

   so     dass    die im Zylin  der eingeschlossenen     Gase    oder Dämpfe bis  zur Beendigung des Saughubes auf einen  Druck unterhalb des Ansaugdruckes     adia-          batisch        expandieren.    Weiterhin erfordert die  Ausbildung der     Regeleinrichtung    nur ge  ringfügige bauliche Abänderungen der     üb-          'lichen    Bauarten von     Schnellaufverdichtern     mit besteuerten Einlass- und freifliegenden       Auslassventilen.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren wird  im folgenden anhand von verschiedenen in  der Zeichnung dargestellten Ausführungs  beispielen der zur Durchführung dieses Ver  fahrens geeigneten Vorrichtung     erläutert.     



       Fig.    1 zeigt das     Indikatordiagramm    eines       zweistufigen        Ammoniak-Kältemaschinenver-          dichters,    der nach dem neuen Regelverfahren       arbeitet;          Fig.    2 und     -3i    zeigen ein     Ausführungsbei-          spiel    der Steuerung eines federbelasteten       Tellereinlassventils    in     Querschnitt    und     Aufriss    ;

         Fig.    4 und 5     ,zeigen    ein Ausführungsbei  spiel der Steuerung eines     Einlassdrehschie-          bers    in     Querschnitt    und     Aufrsss.       Im     Indikatordiagramm,        Fig.1,    beziehen  sich -die Zeiger 1 auf den     ND-Zylinder,    die  Zeiger 2 auf     eden        HD-Zylinder.    Die Strecken  V entsprechen dem geometrischen Zylinder  inhalt, die     Strecken        Y"    .den     schädlichen     Räumen,

   die Strecken     VB    den     Hubvolumen.     Mit Beginn des Saughubes (Punkt     _.)    er  folgt die     adiabatische    Entspannung der  Restgase auf den Saugdruck, welcher im  Punkte B erreicht     wird.    Bei     geöffnetem     Saugventil beginnt     mit        diesem    Augenblick  das     Einströmen    von Nutzgas.

   Werden die  Saugventile     bis    zur     Beendigung    des Saug  hubes (V) geöffnet     gehalten,    so ergibt sich  die grösstmögliche     Zylinderfüllung    und da  mit die     unter    den obwaltenden Druckzu  ständen     .grösste    Kälteleistung.

       Erfordern    je  doch die Betriebsbedingungen .der     Kältean-          lage    eine im     Verhältnis        V'IV    verkleinerte  Kälteleistung, so werden     erfindungsgemäss     -die     Saugöffnungen        vorzeitig,    und zwar im  Punkte<B>C</B> geschlossen.

   Im     weiteren    Verlauf  des Saughubes tritt eine     adiabatische    Ent  spannung der Zylinderfüllung nach Linie       C'-C    ein, verbunden mit     Druck-        und.    Tem  peratursenkung im Zylinderraum und Ar  beitsgewinn (entsprechend .dem     Unterschied     der     Wärmeinhaltsgrössen).        Bei,dem    nunmehr  anschliessenden     Druckhub    verläuft der gleiche  Vorgang mit     umgekehrtem        Vbrzeichen,    bis  der Punkt<B>C</B> wieder erreicht ist.

   Von hier  aus erfolgt die weitere Verdichtung -des Zy  linderinhaltes bis zur Erreichung des Gegen  druckes im Punkte D entsprechend Verdich  tungslinie     C'-D.    In diesem Augenblick öff  nen die     Auslassventile,    und es erfolgt der       Aus:schub    des     Zylinderinhaltes    bis zur Be  endigung des Druckhubes     (V8)        im.        Punkte    A,       wo,das    Arbeitsspiel von neuem     beginnt.     



       Das    vorstehend beschriebene Regelver  fahren ermöglicht die     Beherrschung    belie  biger     Betriebszustände,    je nach Wahl des       Saugventilschlusses    der     einzelnen    Druck  stufen.  



  Die Durchführung des vorliegenden Ver  fahrens zur     Leistungsregelung        erfordert    die  Steuerung -des     Zylindereinlasses,    und die  hierzu     benötigten        Einrichtungen        passen    sieb           len    jeweils vorliegenden     Bauweisen    der       Saugventile    an.  



  In     Fig.        2,    und 3 stellt 1 ein     als    Teller  ventil     ausgebildetes        Saugventil    dar,     welches     durch die Feder 2 auf seinen Sitz gedrückt  wird. Die am     Spindelende        angebrachte    Rolle  3 wälzt sich am Umfang des     mit    der Steuer  welle 4 umlaufenden     Steuernockens    5 ab,  welcher Ventilöffnung und     Ventilschluss     regelt.

   Durch     entsprechende    Formgebung des  auf der Steuerwelle 4     verschiebbaren        Nok-          kens    5 wird bedarfsweise die Füllung ver  ändert, so dass beispielsweise die in     Fig.    3  mit     x-x        bezeichnete    Lage des     Nockenum-          fanges    gegenüber der     Ventilachse    der gröss  ten, die Lage     y-y    der     kleinsten    einstell  baren Füllung     entspricht.     



  In     Fig.    4 und 5     (Drehschiebersteuerung)          wird,der    im     Zylinderraum    befindliche :Saug  schlitz 6 in Abhängigkeit von der     Kurbel-          welle    durch den     Drehschieber    7     jeweils    frei  gegeben oder     verdeckt,    und     -die        Einlassdauer     ist abhängig von der Formgebung ,der im  umlaufenden Schieber befindlichen Öffnung.

    Wird der     Drehschieber    in seiner Lage gegen  über dem     Einlassschlitz    des Zylinders ver  schoben, so entspricht beispielsweise die Lage       x-x    der grössten die Lage     y-y    der klein  sten Füllung.  



  Sinngemäss kann bei Verwendung von       Gleifschiebersteuerungen    eine Füllungsände  rung durch     Änderung    ,der Exzentrizität und  des     Voreilwinkels    erreicht werden.  



       Anstatt    die     Verstellung    der Regeleinrich  tung von Hand vorzunehmen,     kann    dieser  Vorgang auch     selbsttätigen    Einrichtungen  übertragen     werden,    welche abhängig von       Temperatur,    Druck oder     Drehzahl   <I>eine</I>  periodische oder fortlaufende, eine stufen  weise oder     gleitende        Verstellung,der        Einlass-          ventile    innerhalb beliebiger gewünschter  Grenzen     gestatten.     



       Es    können auch gleichzeitig     oder    ab  wechselnd mehrere der     vorgenannten    Regel  mittel verwandt werden, wie am folgenden  Anwendungsbeispiel     erläutert    werden soll.

    Eine Kältemaschine zur Kühlung eines  Eisenbahnfahrzeuges wird     unmittelbar    von    der Laufachse des     Fahrzeuges        angetrieben.     Wird wegen dem     mit    der     Fahrtgeschwindig-          keit        wechselnden    Drehzahl der     Verdichter     auf     grösste        Leistung    bei     kleinster    prak  tisch gewählter     Fahrtgeschwindigkeit    (z. B.

    15     km/h)        bemessen,    so würden     Kraftbedarf     und     Leistung    bei höheren Fahrtgeschwindig  keiten (z. B. bis zu<B>100</B>     km/h    unzulässig       steigen.    Es     verstellt    deshalb ein Drehzahl  regler die Füllung abhängig von der Dreh  zahl der Laufachse derart,     dass    trotz ver  änderlicher Drehzahl Leistung und     Kraft-          bedarf    der     Maschine    gleich bleiben, jeden  falls ein     zulässiges    Mass nicht überschreiten.

    Ist .die im     Kühlraum        gewünschte    Temperatur  erreicht, so     übernimmt    der Temperaturregler  die     Verminderung    der     Kälteleistung    während  ,den     Perioden    verminderten     Kältebedarfes.     Tritt aus irgendwelchen Gründen eine unzu  lässige     Drucksteigerung    im     Verflüssiger    oder  Verdichter auf, so übernimmt der Druck  regler die Zurückführung der     Liefermenge     auf ein Mass, welches ein weiteres Ansteigen  des Druckes ausschliesst.

   Bei Wechsel der  Fahrtrichtung und somit des Drehsinnes des  Verdichters übernimmt eine     Freilaufsteuer-          einriehtung    die erforderliche     Umsteuerung     der     Einlassventile.     



  Als     weiteres.    Anwendungsbeispiel des  neuen     Regelverfahrens    wird -die Beherr  schung verschiedener     Verdampferdrücke    mit  ein und demselben     Verdichterzylinder    einer  Kältemaschine angeführt: zu     Beginn    des       Ansaugehubes    werden zunächst Dämpfe aus  dem Verdampfer höheren Druckes angesaugt.

         Bei        vorzeitigem    Schluss des     Saugventiles     werden diese Dämpfe     unter    Arbeitsgewinn  im Zylinder auf -den Druck .des Verdampfers  tieferer     Temperatur    entspannt, wobei der       Ventilschluss    so vorzeitig verlegt wird, dass  ,der     tiefere        Verdampferdruck    bereits vor Be  endigung des Saughubes erreicht wird.

   In  diesem Augenblick öffnet das Saugventil       abermals,    und es wird eine weitere Zylinder  füllung mit Tiefdruckgas     aus    -dem zweiten  Verdampfer     bis    zur     Beendigung    des Saug  hubes vorgenommen.

       Durch    solche     Betriebs-          weise        wird,die        gesamte    aufzuwendende Ver-           dichtungsarbeit    gleich der     Verdichtungs-          arbeit,der    einzelnen     Dampfmengen    von ihrem       jeweiligen    Druck auf den (gemeinsamen)       Verflüssigungsdruck        anstatt    des sonst übli  chen Arbeitsaufwandes für die gesamte Gas  menge vom     tiefsten        Verdampferdruck    auf       Verflüssigungsdruck.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Leistungsregelung von Verdichtern, insbesondere für Kälte maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass ,die Saugöffnung eines oder mehrerer Verdichterzylinder vor Beendigung des Saughubes geschlossen wird, so dass die im Zylinder eingeschlossenen Gase oder Dämpfe bis zur Beendigung des Saug- hubes unter Abkühlung und äusserer Arbeitsleistungauf einen tieferen Druck als den Ansaugdruck expandieren.
    1I. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ohne Betriebsunterbre- chung periodisch oder fortlaufend ver stellbare Einlasssteuerorgane. UNTERANSPRUCH: Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellung ,der Einlasssteuerorgane durch selbsttätige Regeleinrichtungen erfolgt.
CH192205D 1936-04-14 1936-04-14 Verfahren und Einrichtung zur Leistungsregelung von Verdichtern, insbesondere für Kältemaschinen. CH192205A (de)

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