Verfahren zum Waschen von llaushaltwäsche. Es ist bekannt, dass Haushaltwäsche, die mehrfach einem sodaalkalischen Waschpro zess in hartem Wasser unterworfen wird, im Laufe .der Zeit Ablagerungen von schwer- oder unlöslichen Salzen erhält und infolge dessen vergraut oder vergilbt.
Das Vergrauen oder Vergilben kann darauf zurückgeführt werden, dass sich bei Verwendung von härte unbeständigen Waschmitteln wie Seife die Calcium- und Magnesiumsalze dieser Wasch mittel auf der Ware anreichern und ein un schönes Äusseres der gewaschenen Textilien verursachen. Beim Waschen von Haushalt wäsche mit härtebeständigen Waschmitteln in hartem Wasser mit Soda oder in Wasser, das .gelöste Erdalkalikarbonate enthält, wird zwar die Ablagerung von Kalkseife oder ähnlichen unlöslichen Verbindungen verhin dert, doch wird das Auftreten von unlös lichen Karbonaten im Gewebe nicht vermie den.
Gegenstand dieser Erfindung ist nun ein Waschverfahren für Haushaltwäsche in kar- bonathaltigen Waschflotten, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Waschflotte ver wendet wird, die ausser dem Karbonat ein härtebeständiges. Waschmittel, mindestens ein wasserlösliches Salz einer polymeren Carbon- säure und mindestens ein wasserlösliches Salz einer Phosphorsäure enthält.
Durch die Anwendung solcher Kombinationen wird er reicht, dass sich einmal keine Kalkseifen niederschläge wie beim Waschen mit Seife bilden können, anderseits wird aber auch ver hindert, dass sich unlösliche Karbonate ab scheiden. _ Auch bei mehrfacher Wäsche er hält das gewaschene Textilgut kein unschö nes Äusseres, was für praktische Verhältnisse von ausserordentlichem Vorteil ist.
Als härtebeständige Waschmittel kom men in Frage: Produkte vom Typ der Fett säurekondensationsprodukte (z. B. Ölsäureme- thyltaurinnatriumsalz, Olsäuremethylamino- essigsäurenatriumsalz), Fettalkoholsulfonate (z. B. Oleylalkoholsulfonat), Produkte vom Typ der Betaine (z. B. das nachmethylierte Natriumsalz der Talgolaminoessigsäure), vom Typ der quaternären Verbindungen (z.
B. Stearyltrimethylammoniumchlorid) und dergleichen mehr. Als wasserlösliche Salze polymerer Carbonsäuren sind zu nennen z. B. die Natriumsalze von Polyacrylsäuren, poly meren Styrolmaleinsäuren oder deren Substi- tutionsprodukten. Als wasserlösliche Salze der Phosphorsäuren kommen in Frage z. B.
Dinatriumphosphat, Natriummeta- und -pyro- phosphat. Den genannten Waschmitteln bezw. deren Kombinationen können noch die üblichen Zusätze wie Bleichmittel auf Basis von Persalzen oder chlorabgebenden Substan zen zugegeben werden.
<I>Beispiele:</I> 1. 10 kg verschmutzte Tischtücher, Ser vietten, Küchenhandtücher und Bettwäsche werden in einer Trommelwaschmaschine im Flottenverhältnis 1 : 4 in Wasser von 20 DH unter Mitverwendung von 3 g des Na triumsalzes .des Olsäuremethyltaurius, 0,5 g Dinatriumphosphat, 0,5 g des Ammonium salzes der Polystyrolmaleinsäure und 3 g calc. Soda nach vorhergegangenem Einwei chen über Nacht während 25 Minuten ge kocht, einmal heiss und zweimal kalt in har tem Wasser gespült. Die Haushaltwäsche wird auf diese Weise ausgezeichnet gereinigt und neigt auch nach mehrfacher Wäsche nicht zum Vergrauen.
2. 15 kg blaue Monteurkittel, Chauffeur anzüge, Schlosseranzüge werden einen Tag lang in einem Einweichbad, das 2 g calc. Soda und 1 g Oleylalkoholsulfonat i. Ltr. enthält, eingeweicht, ausgedrückt und dann in zwei hintereinanderfolgenden Wasch bädern, die in Wasser von 20 DH je 3 g Oleylalkoholsulfonat, 3 g calc. Soda, 0,2 g Natriumpyrophosphat und 0,2 g polyacryl- saures Natrium enthalten, im Flottenverhält nis 1 : 5 gewaschen.
Die am Anfang ausser ordentlich verschmutzte Ware wird durch diesen Waschprozess von allen Öl- und Schmierflecken gereinigt und behält auch bei mehrfacher Wäsche ihren weichen Griff bei.
3. meiner Waschmaschine werden lei- nene Handtücher im Gesamtgewicht von 80 kg in 300 Liter Wasser von 14' vorüber gehender und 7 bleibender Härte mit 1,5 g des durch Behandlung von Isooktylphenol mit Äthylenogyd, - wobei 10 Mol Äthylen ogyd in 1 Mol Isooctylphenol eingetreten sind, erhaltenen Waschmittels, 0,5 g Na triummetaphosphat, 0,5 g polyacrylsaurem Natrium und 0,75 g Natriumperborat eine halbe Stunde bei 80 bis 85 C gewaschen und dann dreimal warm bis kalt ausgespült.
Die gewaschene Ware ist einwandfrei sauber, im Griff angenehm weich und nicht durch Ablagerung auf der Faser getrübt.