CH170845A - Verfahren für die Herstellung von Erzeugnissen mit gegeneinander isolierten elektrischen Leitern und nach diesem Verfahren hergestellter isolierter Leiter. - Google Patents

Verfahren für die Herstellung von Erzeugnissen mit gegeneinander isolierten elektrischen Leitern und nach diesem Verfahren hergestellter isolierter Leiter.

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CH170845A
CH170845A CH170845DA CH170845A CH 170845 A CH170845 A CH 170845A CH 170845D A CH170845D A CH 170845DA CH 170845 A CH170845 A CH 170845A
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N. V. Hollandsche Draad-En Kabelfabriek
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Hollandsche Draad En Kabelfab
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/02Disposition of insulation
    • H01B7/0208Cables with several layers of insulating material

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Description


  Verfahren für die Herstellung von Erzeugnissen mit gegeneinander isolierten  elektrischen Leitern und nach diesem     Verfahren    hergestellter isolierter Leiter.    Die Erfindung     bezieht    sich auf ein Ver  fahren für ,die Herstellung von Erzeugnissen  mit gegeneinander isolierten elektrischen Lei  tern, und auf einen isolierten     Leiter,    her  gestellt nach diesem Verfahren.  



  Der Grund, weshalb verschiedene feste  Isoliermaterialien, wie Kautschuk, bisher  nicht oder wenig für Hochspannungszwecke  verwendet worden sind, ist die Schwierigkeit,  sie genügend an den Leiter anschliessen. zu  lassen.     Sehr    kleine, zwischen dem Leiter     und     der Kautschukisolation sich     befindende,    luft  leere oder Luft oder andere Gase, gegebenen  falls von niedriger Spannung, enthaltende       Räume-    verursachen sehr starke elektrische  Felder, Ionisation, Ozonbildung und schnelle  Zerstörung der Kautschukisolation.

   Der  artige, durch eine mangelhafte     Verbindung     zwischen Isoliermaterial und Leiter     ver-          ursachte    dünne     Luftschichten        können    auch  oft während des Betriebes entstehen;

   wenn    es sich zum Beispiel um einen     Durchfüh-          rungsi@solator    handelt, der aus     bakelisierten          Papierschichten    mit zwischen denselben zur  Regelung .der     Potentialverteilung    angeord  neten Schichten Zinnfolien aufgebaut ist,  wobei das ganze     unter    Erhitzung     zusammen-          gepresst    ist, so haben zwar die isolierenden       Papierschichten    eine ausreichende Durch  schlagfestigkeit;

   -die Verbindung zwischen  dem Isoliermaterial und dem     Zinnfolieleiter     ist aber nicht einwandfrei,     jedenfalls    nicht  nach längerem Betriebe, da durch die wieder  holten Temperaturwechsel das     Material    sich  fortwährend ausdehnt und wieder schrumpft.  Auch in der     Hochspannungskabeltechnik     tritt diese Unannehmlichkeit in hohem Masse  in     Erscheinung.    Im allgemeinen kann man  behaupten, dass es nicht das Isoliermaterial  selbst ist, das die zuzulassende Belastung  bestimmt, sondern dass es diejenigen Stellen  sind, wo das     Isoliermaterial    fehlt.

        Es war von grosser Bedeutung, eine Lösung  für     dieseSchwierigkeit    zu     Enden,dabestimmte     Kautschuksorten eine sehr hohe Durchschlag  festigkeit, und zwar von 30 bis 40 Kilovolt pro  Millimeter besitzen. Diese Eigenschaft konnte  aber nicht praktisch ausgenutzt werden, so  lange keine Methode bekannt war, den Lei  ter derart an die Kautschukisolation an  schliessen     zu    lassen,     dass    -die Bildung von  Ozon vermieden wurde.  



  Erfindungsgemäss vereinigt man isolie  rende und leitende Schichten, worauf man       diese    Schichten in eine einzige zusammen  hängende Masse überführt, so     dass    die Schich  ten innig aneinander haften. '  Falls man die     erste    auf dem Leiter an  geordnete Schicht durch Beimischung von  geeigneten Füllstoffen leitend macht, so kann  man den Vorteil erreichen, dass     etwaige    Luft  räume     bezw.    mehr oder weniger luftleere  Räume zwischen dem     Leiter    und dem Iso  lator keine     Ionisierung,    Ozonbildung und da  durch keine schnelle Zerstörung des Isolations  materials herbeiführen können.

   Etwaige  Räume zwischen dem Leiter und der     ersten          Sehicht    aus     Isolationomaterial    sind harmlos,  weil     sie    sich nicht im     elektrischen    Felde be  finden. Jene erste     .Schicht    würde dann das  Potential des Leiters haben oder kann gege  benenfalls selbst den     Leiter    bilden.  



  Mit .dem     beschriebenen    Verfahren kann       man    auch noch andere Vorteile erreichen.  Man erhält zum Beispiel ein Kabel nach       0'Gorman,    indem man die     dielektrischen     Konstanten der Isolationsschichten von innen  nach aussen abnehmen lässt. Durch die Ab  wesenheit von Luft- oder Gaseinschlüssen  bewirkt man, dass' das     0'Gorman-Prinzip     seine volle Bedeutung erhält.  



  In jedem besonderen Fall ist die erfin  dungsgemässe Behandlung derart,     dass    die  Schichten von verschiedener     Beschaffenheit     schliesslich eine kontinuierliche festzusam  menhängende Masse     bilden.     



  Falls die     Isolation    aus Kautschuk besteht,  kann man die Kautschukschichten, insbeson  dere die leitend gemachten Kautschukschich  ten erhalten :durch Ausfällen aus oder durch    Eindämpfen von einer Dispersion     bezw.    einer  Lösung von Kautschuk, gegebenenfalls unter       Zumischung    von Füllstoffen.

   Die Lösung       bezw.,die        Dispersion    kann auf     die    zu beklei  dende Fläche gebracht werden durch Auf  -schmieren oder in anderer Weise; diese Be  handlung kann mehrere Male wiederholt wer  den, falls man eine stärkere Schicht     wünscht.     Vorzugsweise     verwendet    man Lösungen in  flüchtigen Lösungsmitteln, wobei das Lö  sungsmittel nach dem - Aufbringen .der Lö  sung Gelegenheit hat, ganz oder teilweise zu       verdampfen.        Man    kann aber auch Lösungen  von Kautschuk in nichtflüchtigen Lösungs  mitteln, zum Beispiel pflanzlichen Ölen be  nutzen.

       INTach    dem Anbringen werden die  Kautschukschichten durch     Vulkanisation        in.     den festen Zustand übergeführt und zu einem  festzusammenhängenden Ganzen verarbeitet.  Bei dem     beschriebenen        Anbringungsverfah-          ren    ist es ausgeschlossen, dass Gas oder Luft  zwischen den aufeinanderfolgenden Schich  ten eingeschlossen wird oder dass luftleere  Räume gebildet werden.  



  Ausser Kautschuklösungen kann man  weiter auch mit den     leitenden    Füllstoffen  vermischte Kautschukemulsion, insbesondere       Latex    benutzen.  



  Dieses Verfahren ist zumal dort von  grosser Bedeutung, wo- man eine dünne Schicht  leitenden Kautschuks wünscht, da     .dieser     Stoff -sehr zäh ist und in einer andern be  kannten Weise nicht in einer     .dünnen    Schicht  angebracht werden kann. Mit dem neuen  Verfahren kann man ohne jegliche     Schwie-          rigkeit        .Schichten.    erhalten, deren Dicke weit       unterhalb        1,4    mm liegt.  



  Anstatt Kautschuk können auch andere  Isolationsmaterialien verwendet werden, wie  Lacke,     Kunstharze,        Ebonit    und dergleichen.  Ebenso wie     Kautschuk    können diese Stoffe  durch     Zumischung    von     leitenden    Füllstoffen  leitend gemacht werden; weiter können ge  gebenenfalls auch noch andere     Füllstoffe,     wie zum Beispiel Faserstoffe, zugesetzt wer  den.

   Man kann dabei     auch    derart vorgehen,  dass Papierschichten in bekannter Weise mit  Kunstharzen getränkt werden; der - leitende      Teil der     Papier-Kunstharzmasse    wird zum  Beispiel dadurch hergestellt, dass man einen  Teil des Papiers imprägniert mit einer       Kunstharzmasse,    die den leitenden Stoff in  gleichmässiger feiner Verteilung enthält, wäh  rend der übrige Teil der Papiermasse mit  der keine leitenden Stoffe enthaltenden       Kunstharzmasse    behandelt wird. Das Kunst  harz bildet dabei eine     zusammenhängende          Masse,    die teilweise durch     die    zugesetzten  leitenden Stoffe leitend geworden ist.  



  Durch Auflösung der leitenden     Bakelit-          misehung    kann man auch einen leitenden       Bakelitlack    herstellen. Zu diesem Zweck ist  insbesondere eine mit sehr fein verteiltem  Graphit als Füllmaterial vermischte Lösung  von Bakelit A geeignet.  



  Dieses Verfahren hat sich auch für das       Leitendmachen    von. andern Lacken, wie zum  Beispiel Schellack,     Zellonlack    usw. bewährt.  



  Für die Herstellung leitend gemachter  Stoffe können auch isolierende     Pressmateria-          lien    benutzt werden. Diese Materialien be  stehen im allgemeinen aus einer verhältnis  mässig geringen Menge eines Bindemittels  (z. B. Harz, Pech,     Kohlenwasserstoffe,    As  phalt usw.), einer ebenfalls geringen Menge  eines Faserstoffes (insbesondere     Asbest-          fasern,    auch Papierzellstoff, Holzmehl und  dergleichen) und einer grossen Menge eines  Füllstoffes (zum     Beispiel,Quarzpulver,    Kao  lin,     Flussspat    und dergleichen).

   Indem nun  das Füllmaterial ganz oder teilweise durch  ein leitendes Füllmaterial ersetzt wird, kann  eine genügend grosse Leitfähigkeit des Iso  liermaterials erzielt werden.  



  Es ist nicht notwendig,     dass    das     Isolier-          material    und das leitend gemachte Isolier  material, abgesehen von den     zugesetzten    lei  tenden Stoffen, genau dieselbe Zusammen  setzung haben; sie können auch verschieden  zusammengesetzt sein, wenn nur die     Ver-          wandschaft    zwischen dem Material der lei  tenden und der isolierenden Schicht derart  ist,     dass    dieselben nach der Herstellung des  Erzeugnisses einen vollkommenen Zusammen  hang aufweisen.

      Im allgemeinen wird man für jeden Fall  die Herstellungsweise des aus dem Leiter und  dem Isoliermaterial     .bestehenden        Ganzen    der  art wählen, dass die Bildung eines allmäh  lichen Überganges vom Leiter zum Isolier  material in der     Grenzschicht    zwischen den  selben möglichst gefördert wird.  



  Falls .das Isolationsmaterial aus einem  Lack oder einem Harz     besteht,    erhält man ein  zusammenhängendes     Ganzes    von Schichten  verschiedener Beschaffenheit, indem man die  Schichten alle oder zum Teil herstellt durch  Ausfällen oder Eindämpfen einer Dispersion       bezw.    einer Lösung, welcher gegebenenfalls  Füllstoffe zugesetzt sind, wobei die Schich  ten schliesslich durch Erwärmung in den  festzusammenhängenden Zustand übergeführt  werden können.  



  Falls man eine     Pressmasse,    als     Isolations-          material    verwendet, bringt man beispielsweise  die Schichten alle oder zum Teil im nieder  geschmolzenen oder durch     Erwärmung    pla  stischen Zustand an, wobei die .Schichten bei  Abkühlung in den fest zusammenhängenden  Endzustand kommen.  



  Als     leitende    Füllstoffe können zum Bei  spiel die verschiedenen Formen des Kohlen  stoffes, wie Russ oder Graphit, oder auch  Metalle     verwendet    werden.  



  Es wurde gefunden,     dass    die Kohlenstoff  mengen, die man zusetzen kann, stark von  .der Korngrösse, sowie von der Art des Koh  lenstoffes abhängig sind. Bei Verwendung  bestimmter Kautschuksorten ist es möglich,  eine Mischung von zum Beispiel 70 % Koh  lenstoff und 30 % Kautschuk herzustellen,  die noch verhältnismässig leicht gewalzt und  vulkanisiert werden kann. Das erzielte Pro  dukt besitzt noch in genügendem Masse die  mechanischen Eigenschaften des Kautschuks,  um für besondere Zwecke benutzt werden zu  können.

   Einige dieser     Verwendungsmögiich-          keiten    werden unten näher beschrieben wer  den; der kleinste spezifische elektrische  Gleichstromwiderstand, welchen man erhal  ten kann,     isst    von der Grössenanordnung von  1 Ohm pro cm'.

   Der     spezifische    Widerstand  der meisten     Widerstandsdrähte    ist von der           Grössenordnung    von 10     -'    Ohm pro cm',  derjenige der normalen Kautschuksorten, die  als Isoliermaterial benutzt werden, von der  Grössenordnung von 10" Ohm pro cm'.     Aus     diesen Zahlen geht hervor,     .dass    der so leitend  gemachte Isolierstoff zu den elektrischen Lei  tern .gerechnet werden soll.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren hat be  sondere Vorteile bei Kabeln mit fester ela  stischer Isolation, insbesondere mit leiten  den Zwischenschichten und mit von aussen  gesteuerter     .Spannungsverteilung    im     Dielek-          trikum.     



  Eine vorteilhafte Ausführung eines Ka  bels nach :den obigen     Gesichtspunkaen    erhält  man, indem man die     Schichten    aus leitend       gemachtem    Isolationsmaterial aufträgt auf       Gewebeschichten,    welche in geeigneter Weise  auf der Grundschicht angebracht sind. -Beim       Anbringen    .der äussern leitenden     Schicht    ord  net man beispielsweise zuerst ein Gewebe  band auf die     unvulkanisierte    Isolation an,  tränkt dieses Band anschliessend mit :dem       leitendgemaehten        Isolationsmaterial    und un  terwirft schliesslich das Ganze der endgül  tigen Behandlung.

   Bei Kautschuk ist zum  Beispiel der letzte Schritt wieder das     Zusam-          menvulkanisieren    des Ganzen.  



  Ausführungsbeispiele des Verfahrens nach  der Erfindung werden jetzt erläutert werden  anhand der beiliegenden Zeichnung, welche  beispielsweise einige erfindungsgemässe Aus  führungsformen zeigt, und zwar zeigen die       Fig.    1 und 2 ein mit Kautschuk     isoliertes     Kabel gemäss der Erfindung. In diesem  Kabel     bestehen    ein oder mehrere Leiter ganz  oder     teilweise    aus     leitendem    Kautschuk.

   Der       Ausdruck        "Leiter"    umfasst dabei sowohl .die  eigentlichen stromführenden Leiter, wie  den gegebenenfalls vorgesehenen     Erdmantel     und /oder     Zwischenmantel        bezw.        Zwischen-          mäntel.     



  Gemäss den Figuren liegt auf dem Kup  ferkern 1 eine dünne Schicht leitenden Kaut  schuks 2; diese ist in     unvulkanisiertem    Zu  stand angebracht. Bei .der Herstellung des  Kabels ordnet man um diese .Schicht aus       nicht    vulkanisiertem, leitendem Kautschuk    die     Kautschukschicht    3 an, welche die. eigent  liche Isolation bilden soll und gleichfalls in  nicht vulkanisiertem Zustande aufgetragen  wird. Schliesslich kann man noch eine wei  tere dünne Schicht 4 aus leitendem Kaut=       schuk    vorsehen, welche dann mit dem     et-,va     vorhandenen Bleimantel oder einer andern  leitenden Umhüllung den     Erdmantel    bildet.

    Das Ganze wird nun zusammenvulkanisiert,  wobei zwischen dem leitenden und dem iso  lierenden Kautschuk ein derart fester Zusam  menhang entsteht,     dass    die Bildung von     I%äu-          men    dazwischen verhindert wird. Das  Ganze kann vulkanisiert.     werden    in dem     112e-          ta,llmantel,    wobei ein sehr guter Kontakt er  zielt wird.  



  Die     Fig.    3 und 4 zeigen eine Ausfüh  rungsform dieses Kabels, welche benutzt  wird für     Röntgenapparate.    Als Beispiel     ist     ein biegsames Kabel mit Hohlkern genom  men. Der     Leiter,6    kann dabei aus einem aus  leitendem     Kautschuk    bestehenden dünnen  Rohr, oder, wenn der Widerstand desselben  zu hoch sein sollte, aus einer in einer  Schicht leitenden Kautschuks     angeordneten          Einflechtung    bestehen. 8     ist,die    eigentliche  Isolation, 9 der Aussenmantel aus leitendem  Kautschuk, der noch durch eine     Kupferum-          flechtung    7 umgeben sein kann.

    



  Die leitenden     ,Schichten    sowohl     innen    als  aussen können bestehen aus einer Gewebe  schicht, welche getränkt ist mit einer Lösung  von leitendem Kautschuk. Das Lösungs  mittel     ist    verdampft vor dem Anbringen der  nächsten Schicht.  



  Das     Leitendmachen    der     Gewebeschichten     kann auch in :der Weise stattfinden, dass man  ihnen Metalldrähte einarbeitet, wie überhaupt  die Schichten aus Isolationsmaterial     durch     Anordnen von Metalleitern     unterteilt    werden  können.  



  Es versteht sich, dass derartige Kabel  konstruktionen auch ausgeführt werden kön  nen mit einem andern     Isolationsmaterial    als  Kautschuk.  



  Die     beschriebenen    Verfahren können  überall dort angewandt werden, wo eine feste      Verbindung zwischen Leiter und Isolation  verlangt wird.  



  Die Möglichkeit, Kautschuk als Isolier  material verwenden zu können, hat verschie  dene Vorteile:  1. Kautschuk ist homogen und     elastisch.     Durch die durch Temperaturwechsel     ver-          ursachte    Schrumpfung und Ausdehnung ent  stehen keine Hohlräume in der Isolation, so  dass die dadurch     bedingte    Ionisation, sowie  zusätzliche     dielektrische    Verluste nicht auf  treten.  



  z. Bestimmte Kautschukarten haben eine  Durchschlagfestigkeit von 30 bis 40 Kilovolt  pro mm; eine geringe Stärke .der Isolation  ist daher schon genügend, da die zuzulassende  Höchstspannung bedeutend höher liegt als  diejenige für getränkte     Papierschichten,    in  welchen sich Hohlräume ausbilden können.  Die     Ersparnis    ist von grosser Bedeutung für       Einphasenkabel,    weil sich .dieselbe dabei auch       auf,die    teure Bronzearmierung erstreckt. Das  Kabel wird nämlich wesentlich dünner.  



  3. Die     dielektrische    Konstante .des     Kaut-          schukes    kann durch einfache Wahl der Füll  stoffe zwischen 3     bi,    3,5 und 5 bis 6 variiert  werden. Das Anordnen von mehreren Schich  ten     Isoliermaterials    von nach     aussen    abneh  mender     dielektrischer    Konstante ist also sehr  leicht. In der     Papierkabelindustrie    sind zu  diesem Zweck besondere Massnahmen erfor  derlich (unter anderem das Pressen des Pa  piers), die zu Schwierigkeit Veranlassung ge  ben und nur eine teilweise     Lösung    bringen.  



       Die    Verbindung zwischen den     verschie-          .denen    Kautschukschichten ist sehr fest. vor  ausgesetzt, dass man das Ganze vulkanisiert,  wenn alle Schichten     angebracht    worden sind.  



  4. Es ist jetzt auch möglich, biegsame  Kabel für sehr hohe Spannung für Röntgen  zwecke herzustellen.  



  '5. Das Anordnen leitender Zwischen  mäntel, die eine regelbare Spannungsvertei  lung in dem     Dielektrikum    gestatten, kann  in einfacher Weise     ,dadurch    stattfinden, dass  man eine dünne Schicht     Zeitenden    Kaut  schuks, die zur Herabsetzung des Widerstan  des metallische     Leiter,    zum Beispiel Kupfer-         drähte,    enthalten kann, zwischen den Isolier  schichten anbringt. Auch eine leitende Ge  webeschicht mit eingearbeiteten Kupferdräh  ten ist hier sehr zweckmässig.  



  Für das Anbringen der äussern Schicht  aus. leitendem Kautschuk 4 auf die     ,Schicht     3 aus nicht vulkanisiertem Isolationskaut  schuk kann man den isolierten     Leiter    ein  oder mehrere Male durch eine Lösung von       Kautschuk    in Benzol führen, welche mit  Kohlenstoff in feiner Verteilung und gege  benenfalls noch mit     andern    für die     Vulkani-          sation    erforderlichen Stoffen versetzt ist.  Nach dem Eintauchen des Kernes in der  Lösung kann gegebenenfalls eine künstliche  Trocknung stattfinden. Schliesslich wird  das     :Ganze    nach einer der üblichen Methoden  vulkanisiert.

   Um jeden Kern bildet sich in  dieser Weise eine sehr dünne     leitende        :Schicht,     .die mit der Isolation fest verbunden ist.  



  Falls die     Leitfähigkeit    der dünnen     lei-          tenden    .Schicht in .der Längsrichtung des  Kabels zu klein sein     sollte,    um -den Lade  strom einer Kabellänge ohne zu grosse     Span-          nungsabnahme    abzuleiten, so kann die Leit  fähigkeit der Schicht durch Anordnen einer  dünnen     Metallbandumwicklung        -.oder    in an  derer     bekannter    Weise erhöht werden.  



  Einen     Durchführungsisolator,    wobei ein  allmählicher Übergang von der Hartpapier  isolation zu den     Zinnfolienzwischenschichten     und den Kupferleitern in erfindungsgemässer  Weise herbeigeführt wird, kann man wie  folgt erhalten:  Die Zinnfolie     bezw.    der zentrale Durch  führungsleiter kann erst mit einer sehr dün  nen     Graphitschicht    bedeckt werden; sodann  wird eine Schicht leitenden     Bakelitlackes    und  weiter eine mit leitendem     Bakelitlack    ge  tränkte Papierschicht auf das Metall aufge  bracht.     Gegebenenfalls    können zwei oder  mehr Schichten von abnehmender Leitfähig  keit vorgesehen werden.

   Um     diese    mit leiten  dem     Bakelitlack    getränkten Papierschichten  werden nun die in normaler Weise mit Ba  kelit getränkten, isolierenden Papierschichten  angeordnet. Das Ganze wird nach den üb  lichen Methoden unter Druck erhitzt, wobei      das Bakelit in den Endzustand C übergeht.  Da das Bakelit in den leitenden und isolie  renden Schichten eine kontinuierliche Masse  bildet,     wird    eine sehr innige Verbindung zwi  schen diesen Schichten erzielt, die auch nach  wiederholtem     Ausdehnen    und Schrumpfen  bestehen bleibt. Die zwischen der Metall  oberfläche     und,den    leitenden Papierschichten  gebildeten Hohlräume sind, wie oben erklärt  wurde, in diesem Falle ganz harmlos.  



       .Statt    mit Bakelit kann der     Durehfüh-          rungsisolator    natürlich auch mit einem der  andern genannten festen Isoliermaterialien       ausgeführt    werden, zum     Beispiel    mit Kaut  schuk. Auf dem Leiter ordnet man dann eine  Schicht aus leitendem Kautschuk an. Man  kann dafür .Sorge tragen, dass die     .Kapazi-          täten    der verschiedenen aufeinanderfolgenden  Kondensatoren bestimmte Werte haben. Wer  den keine leitenden Zwischenschichten be  nutzt, so kann man verschiedene Kautschuk  schichten mit nach aussen abnehmenden     di-          elektrischen    Konstanten wählen.  



  Als letztes Ausführungsbeispiel wird ein  Hochspannungskondensator beschrieben wer  den, welcher mit Kautschuk isoliert ist.  



  Dieser Kondensator kann zum Beispiel  dadurch zusammengesetzt werden, dass man  zwei dünne, lange Streifen isolierenden  Kautschuks und     zwei    ebenfalls dünne lange  Streifen leitenden Kautschuks zusammen auf  rollt. Das Aufrollen findet in     unvulkani-          siertem    Zustand statt, und zwar derart, dass  die Streifen leitenden und isolierenden Kaut  schuks abwechselnd liegen und die     leitenden          Kautsehukschichten    etwas hervorragen, der  eine .Streifen an der einen Seite und der     an-          dereStreifen    an der andern Seite;

   das Ganze  wird in einer Form vulkanisiert, derart,     da3     .die     links    hervorragenden Ränder der leiten  den Kautschukstreifen unter sich und     ebenso     ,die rechts hervorragenden unter sich sich  vereinigen. In dieser Weise wird ein sehr  guter Kondensator für sehr hohe Spannungen  erzielt.  



  In allen den beschriebenen Fällen ist die  Anwendung einer mit     dem    leitend gemachten  Isolationsmaterial getränkten Gewebeschicht    statt     einer        einfachen    Schicht aus leitend  gemachten Isolationsmaterial von grossem  praktischem Nutzen.. Weiter kann es dabei  vorteilhaft sein, in das Gewebe     Metalldrähte     einzuarbeiten, um die Gewebeschicht leitend  zu machen. Das gilt insbesondere für leitende  Schichten, welche nicht an einer Metallober  fläche, zum     Beispiel    an dem Bleimantel oder  dem Leiter anliegen und auch nicht mit einer       besonderen        Metallban.dumwicklung    versehen  sind.  



  Es versteht sich,     dass    :die Erfindung nicht  beschränkt ist auf die angegebenen Ausfüh  rungsformen und     dass    es sich insbesondere  auch bezieht auf Kabel, Kondensatoren,  Durchführungsisolatoren und dergleichen,  wobei zwei oder mehr der genannten     Isola-          tionsmaterialien    in Kombination Verwendung  finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren für die Herstellung von Er zeugnissen mit gegeneinander isolierten elektrischen Leitern, dadurch gekenn zeichnet, dass man isolierende und lei tende ;Schichten vereinigt, worauf diese Schichten in eine einzige zusammenhän gende feste Masse übergeführt werden, so ,dass die ,Schichten innig aneinander haften.
    IL Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I hergestellter isolierter Leiter; dadurch gekennzeichnet, dass er um einen leitenden Teil liegende !Schichten von verschiedener Beschaffenheit aufweist, wovon mindestens eine isolierend ist und welche, sehr fest aneinander haftend, eine mit .dem leitenden Teil innig ver bundene einzige feste Masse bilden. UNTERAILTSPRÜCHE l.. Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch ,gekennzeichnet, dass man Schichten mit verschiedenen dielektrischen Kon stanten verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass, man einzelne Schichten durch Zusetzen von leitenden Stoffen in feiner Verteilung leitend macht. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass man die leitend gemachten Schichten in Verbindung mit einer tra genden Gewebeschicht anbringt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge- kennzeidinet, dass man auch,die Gewebe schicht durch Einarbeiten von Metall- dräbten leitend macht. < 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Sühichten aus Kautschuk herstellt und sie durch Zusammenvulkanisierung in den festzusammenhänoenden Endzustand überführt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, Ua- durch gekennzeichnet, dass man die Schichten mindestens zum Teil aus Lack herstellt und sie durch Erwärmung in den festzusammenhängenden Endzustand überführt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Schichten mindestens zum Teil aus Harz herstellt und -sie durch Erwärmung in den festzusammenhängenden Endzustand überführt. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, @da- ,durch gel.:#ennzeichnet, dass man die Schichten aus einer Pressmasse herstellt, die man im warmen Zustand anbringt und durch Abkühlung in den festzusam menhängenden Endzustand überführt. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man einzelne Schichten durch Ausfällen einer Disper sion anbringt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, @dass man einzelne Schichten durch Eindämpfen einer Dis persion anbringt. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, :da durch gekennzeichnet, da ss man einzelne Schichten durch Ausfällen einer Lösung anbringt. 12. Verfahren nach Patentanspruch I, :da durch gekennzeichnet, dass man einzelne Schichten durch Eindämpfen einer Lö sung anbringt. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man einzelne Schichten im niedergeschmolzenen Zu stand anbringt. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, da- .durch gekennzeichnet, dass man einzelne Schichten im erwärmten weichen Zustand anbringt. 15. Leiter nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens eine Schicht aus leitend gemachtem Isolationsmaterial, welche eine Dicke von weniger als einem halben Millimeter aufweist. 16.
    Leiter nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch mindestens eine Schicht aus leitend gemachtem Isolationsmaterial mit einer tragenden Schicht aus Gewebe. 17. Leiter nach Patentanspruch II und Un teranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebeschicht eingearbeitete Me talldrähte besitzt. 18. Leiter nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolation durch Schichten aus leitend gemachtem Iso lationsmaterial, in welchen Metalleiter angeordnet sind, unterteilt ist. 19.
    Leiter nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der leitende Teil mindestens zum Teil aus leitend gemach tem Isolationsmaterial besteht.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE935253C (de) * 1944-11-03 1955-12-15 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung ozonbestaendiger Hochspannungskabel oder -leitungen
DE1079144B (de) * 1956-09-18 1960-04-07 Telegraph Constr & Maintenance Kunststoffisoliertes elektrisches Hochspannungskabel mit einer den Innenleiter umgebenden halbleitenden Schicht

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DE1079144B (de) * 1956-09-18 1960-04-07 Telegraph Constr & Maintenance Kunststoffisoliertes elektrisches Hochspannungskabel mit einer den Innenleiter umgebenden halbleitenden Schicht

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