CH163384A - Gitterlos gesteuerter Gleichrichter. - Google Patents

Gitterlos gesteuerter Gleichrichter.

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CH163384A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Gitterlos gesteuerter Gleichrichter.    Die Erfindung hat eine neuartige Steue  rung sogenannter     Steuerg1eWhrichter    zum  Gegenstand. .die eine Regelung des von ihnen  gelieferten Stromes ermöglichen. Bisher hat  man für die Steuerung solcher Gleichrichter  in Anlehnung an die gesteuerten Elektronen  röhren besondere Steuergitter benutzt, die  in der Regel in die einzelnen Anoden eines  Lichtbogen -     (Quecksilberdampf-)Gleichri.ch-          ters    umgebenden Schutzrohre eingebaut sind,  welch letztere gegebenenfalls an ihrer Mün  dung nach der Kathode hin durch     unge-          steuerte    Gitter abgeschlossen sein können.

    Das zwischen der Anode und .der     :Mündung     des Rohres angeordnete, von dem Rohr selbst  isolierte Steuergitter war von aussen mit  einer beliebig einstellbaren Spannung zu     be-          aufschlagen.    Diese Anordnung besitzt, wenn  sie sich auch im- Prinzip bewährt hat, doch  gewisse konstruktive Nachteile. Es ist nicht  so einfach, das Steuergitter     isoliert    innerhalb  des Anodenrohres anzubringen, weil bekannt-    lieh nicht jedes Isoliermaterial im Gleich  richter verwendbar ist.

   So sind zum Beispiel  Isolierstoffe, die aus     verflüchtigungsfähigen     Stoffen bestehen, völlig ausgeschlossen. wie  zum     Beispiel    Bakelit,     Pertinax    und     dier-          gleiehen.    Diese würden im Vakuum nach und  nach verflüchtigt werden. Ebenso ausge  schlossen sind aber Isolierstoffe, die irgend  welche Glasur tragen oder Alkalien ent  halten, wie zum Beispiel Glas oder Porzellan,  da diese Stoffe, wenn sich auch nur mikro  skopische     Partikelchen    von ihnen auf die  Anode verlieren, zu Rückzündungen Anlass  geben, wie aus der Literatur bekannt ist.

    -Man muss schliesslich seine Zuflucht zu Quarz  nehmen, der den Nachteil hat, sehr spröde  zu sein und sich wegen der hohen     Schmelz-          temperatur    nur schwer in beliebige Formen  bringen lässt. Als Fremdkörper im Gleich  richter ist überdies auch Quarz nicht ganz  einwandfrei, wenn auch viel besser als die  andern     genannten    Isolierstoffe geeignet. Die      gleichen Schwierigkeiten bietet die isolierte  Stromdurchführung durch das Anodenrohr,  die man braucht, um das Steuergitter mit  der     Steuerstromquelle    zu verbinden.

   Endlich  erfordert .die Durchführung der Steuerleitun  gen im     Gleichrichtergefäss    zusätzliche Dich  tungsstellen, die, wenn sie auch keine tech  nisch unüberwindlichen Schwierigkeiten  bieten, immerhin im Interesse der Vakuum  haltung nicht erwünscht sind.  



       Erfindungsgemäss    werden an Stelle von  Gittern die Anoden selbst als Steuerkörper  benutzt.  



  Die Erfindung beruht auf einer neuen  Erkenntnis und wird anhand der Zeichnung  näher erläutert.  



  In der Abbildung     Fig.    1 ist ein Gleich  richter mit     Gittersteuerung    bekannter Art  dargestellt. Es bedeutet 1 einen     Quecksilber-          dampfgleichrichter,    2 eine seiner Anden mit  dem Schutzrohr 3. Ein     ungesteuertes    Gitter  4 schliesst dieses Rohr nach der Kathode 5  zu ab; ausserdem enthält das Rohr 3 ein       Steuergitter    6, dem von einer willkürlich  regelbaren Spannungsquelle 7 zu geeigneten  Zeiten eine Spannung geeigneter Grösse und       Phase    aufgedrückt werden kann.

   Die Anode  2 ist an eine Sekundärphase 8 des Transfor  mators, der den Gleichrichter speist, ange  schlossen.     Zwischen    dem sekundären Null  punkt 9 -dieses Transformators und der Ka  phode 5 liegt ein Verbrauchskreis 10.  



       VTenn    der Gleichrichter, der ausser der       @n        Fig.    1     gezeichneten    Anode 2 stets meh  rere Anoden enthält, auf eine Belastung 1.0  arbeitet, so ist die in der     Belastung    10 ver  brauchte Spannung immer der vom Trans  formator 8 erzeugten     entgegengesetzt.    Für  die Durchführung der Entladung von der  Anode 2 nach der Kathode 5 bleibt daher  die bekannte kleine Spannung     übrig,    die  man als den     innern    Spannungsabfall des       Gleichrichters        bezeichnet    und die etwa 20  bis 40 Volt beträgt.  



  Die     Steuereinrichtungen,    wie sie in     Fig.    1  dargestellt sind,     beruhen    nun bekanntlich  darauf, dass durch geeignete     Formgebung    des       Anodenschutzrohres    3, zum Beispiel durch         Verengerungen,    oder durch     Gitter    4, die mit  ,dem Rohr verbunden sein dürfen, dafür ge  sorgt wird, dass zum     Hindurchdrücken    des  Stromes von der Anode 2 nach der Kathode  5 eine wesentlich höhere     Spannung    als der  Spannungsabfall nötig ist.

   Es ist bekannt,  dass Gleichrichter häufig eine sogenannte       Anfangsspannung    oder Zündspannung auf  weisen, was sich darin ausdrückt,     dass    schon  bei gewöhnlichen Gleichrichtern die Anode  nicht sofort in Tätigkeit kommt, sondern erst,  wenn der oben erwähnte Spannungsabfall  einen bestimmten, etwas höheren Wert er  reicht hat, als dem im     Betrieb    normalen       Spannungsabfall    entspricht. Es kommt zum  Beispiel vor; dass, während der     normale    Be  triebsspannungsabfall im Gleichrichter 20  Volt beträgt, die     Anfangszündspaanung    der  Anode vielleicht 50 Volt ist.

   Diese Zahlen  sollen nur als Beispiel genannt werden, um  eine     Vorstellung    von den in Betracht kom  menden     Grössenordnungen    zu erhalten. Bei  gut     gebauten    normalen Gleichrichtern fällt  allerdings die     Zündspannung    mit     dem    nor  malen Spannungsabfall praktisch zusammen,  und die     Zündspannung    ist immer nur (dann  etwas höher als der normale Spannungs  abfall, wenn die Konstruktion der Umgebung  der Anode, im Falle der     Fig.    1 also zum  Beispiel die     Kombination    aus Rohr 3 und Git  ter 4, besondere Abmessungen aufweist.  



  In     Steuergleichrichtern    ruft man nun  diesen Zustand     künstlich    hervor. Man     bemisst     das Rohr 3 und das     Gitter    Oderartig, dass  .eine relativ hohe     Zündspannung    notwendig  ist, um den Strom     zwischen    der Anode 2  und der Kathode 5     überzuführen.    Im Be  triebe kann auch     .diese    relativ hohe     Zünd-          spannung    natürlich auf den normalen Span  nungsabfall des Gleichrichters zusammen  fallen, aber nicht beim Beginn des     Arbeitens          der    Anode 2.

   Die erforderliche Zündspan  nung kann man beliebig steigern, indem  man die Anzahl der Gitter 4 vermehrt oder  ,die Rohre 3 eng wählt. Es ist nun die Auf  gabe des Steuergitters 6     (Fig.    1), an Stelle  der Anode eine solche hohe Spannung     inner-.     halb des Rohres     hervorzubringen,    dass zu-      nächst eine Entladung zwischen dem Steuer  gitter 6, das vorerst als Anodenersatz dient,  und der Kathode 5 stattfindet. Sobald diese  Entladung mit Hilfe einer genügend hohen  Spannung eingeleitet ist, fällt die     Zündspan-          nung    auf den normalen Wert zusammen, und  die Anode 2 ist dann in der Lage mitzu  arbeiten.  



  Auf diesen Überlegungen fusst die Erfin  dung. Sie beruht auf     d-er    Erkenntnis, dass die  Anwendung eines besonderen     Steuergitters    6  nicht unbedingt nötig ist, sondern dass     man     auch ohne     Steuergitter    die Anode zur Wir  kung bringen kann, indem man ihr vorüber  gehend dieselbe höhere Spannung zuführt,  welche man im gewöhnlichen     gesteuerten          Gleiehriehter    dem     Steuergitter    6 zuführen  würde. Man hat nun dafür zu sorgen, dass  sich diese Steuerspannung auch wirklich an  die Anode     legt    und sich nicht etwa in dem  an die Anode angeschlossenen Stromkreis  verliert.

   Es muss also sozusagen die Anode  durch einen Spannungsstoss angeschlagen  werden. Wie man einen: solchen     Spannungs-          sloss        der    Anode zuführen kann, ist zum Bei  spiel in     Fig.    2 dargestellt.  



  Die dabei in Betracht kommenden Teile  der Anlage tragen in     Fig.    2 die gleichen Be  zugszeichen     wie    in     Fig.    1, nur fehlt hier  das Steuergitter 6. Dafür isst durch eine  kleine vor die Anode 2 gelegte Spule 11 und  einen Kondensator 12, sowie eine Funken  strecke 13 dafür gesorgt, dass au dieser     Stelle     ein Schwingungskreis entstehen kann. Die  ser Schwingungskreis nimmt     folgernden    Ver  lauf :     Steuerspannungsquelle    7, Funken  strecke 13, Kondensator 12, Drosselspule 11,  Anode 2, Kathode 5, Spannungsquelle 7. Die  Einrichtung 11, 12, 13 ist so zu treffen, dass  zum     Beispiel    ein     Hoehfrequenzstoss    entsteht.

    Seiner Natur nach wird sich dieser     Hoch-          frequenzstoss    nicht durch den Transformator  8     verbreiten,    da dieser dafür eine zu grosse       Induktivität    besitzt und auch mit dem Kon  densator 12 nicht abgestimmt ist; vielmehr  wird sich dieser Hochspannungsstoss, wie  verlangt, auf die Anode 2 stürzen und diese  anschlagen.

   Die Aufgabe, diesen Hochspan-         nungsstoss    im geeigneten Zeitpunkt     eintreten     zu lassen, ist durch die gleichen     Mittel    zu  lösen, wie sie für die     Beaufsehlagung    -des  sonst notwendigen Steuergitters 6 in den 'be  kannten Anordnungen vorgesehen sind, zum  Beispiel durch eine Kontaktscheibe.

   Es ist  auch nicht unbedingt notwendig, dass der       Hochfrequenzstoss    durch eine     Funkenstrecke     erzeugt wird, er kann auch durch     geeignete     Wahl der Spule 11, der Kapazität 12 und  der Stromquelle 7 hervorgebracht wer  den; nur muss er :so beschaffen sein, dass  die ihm entsprechende     Entladung    nicht  durch den     Transformator    8 ihren Weg  nimmt, sondern über die Anode 2 nach der  Kathode 5 geht. Auf diese     Weise    wird das  gesteuerte Gitter 6 des Gleichrichters ent  behrlich und die Anode 2 kann selbst als       Steuerorgan    dienen.

   Dadurch ergeben sich in       Anbetracht    der     eingangs    geschilderten Um  stände ausserordentlich grosse Vereinfachun  gen im Aufbau gesteuerter Gleichrichter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gitterlos gesteuerter Gleichrichter, da durch gekennzeichnet, dass an Stelle von Git- tern die Anoden selbst als Steuerkörper be nutzt werden. U NTERANSPRüGHE 1. Gleichrichter nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anoden zur Zündung durch hochfrequente Strom stösse beaufschlagt werden. 2.
    Gleichrichter nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die IHochfrequenzstössedurch einen zwischen der Gleichrichteranode und der Kathode liegenden Schwingungskreis in solcher Beschaffenheit erzeugt werden, ,dass sie zwisehen.@den Hauptelektroden des Gleichrichters eine Entladung auslösen können.
CH163384D 1931-03-26 1932-03-11 Gitterlos gesteuerter Gleichrichter. CH163384A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE756438C (de) * 1937-08-10 1953-12-14 Siemens Schuckertwerke A G Betriebsschaltung fuer gas- oder dampfgefuellte Hochspannungsgleichrichter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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