CH156984A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cornea-Scleralschalen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cornea-Scleralschalen.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Cornea-Scleralschalen. Wenn schon für den normalen Brillen träger, das heisst den normalen Kurz- oder Weitsichtigen das Brillentragen eine hinder liche und auch den Beruf erschwerende An gelegenheit ist, so trifft das in verstärktem Masse für den zu, der an hochgradiger Kurz sichtigkeit, an Astigmatismus oder Kerato- konus leidet. Besonders für den Keratokonus gibt es bisher keine geeigneten Brillen, da ja die Eigenart dieser Anormalität es erfor derlich macht, dass die Brille sich mit den Augen selbst nach jeder Richtung bewegt.
Man hat nun schon seit langem versucht, diesen Fehler zu korrigieren, indem man direkt auf den natürlichen Augapfel passende Glasschalen auflegte. Diese Schalen werden durch das Tränenwasser benetzt und können sich mehr oder weniger mit dem Auge bewegen. Die Herstellung der Schalen erfolgt derart, dass dieselben aus Glas über einer Stichflamme aus freier Hand geblasen wer den. Es erfordert eine grosse Geschicklichkeit, solche Schalen zu blasen. Eine genaue vor herbestimmte Grösse herzustellen, ist natür- licherweise nicht möglich, sondern man ist genötigt, aus einer grösseren Anzahl fertiger Schalen eine passende auszusuchen, also ein sehr auf Zufall beruhendes Vorgehen.
Demgegenüber werden Cornea - Scleral- schalen, um die genannten Nachteile zu um gehen, erfindungsgemäss dadurch hergestellt, dass zwei aneinander gefügte Kugelabschnitte, von denen die Krümmung des einen der Krümmung des Augapfels, die Krümmung des andern derjenigen der durchsichtigen Hornhaut gleich ist, in einem geeigneten Material abgeformt werden, und dass in die so entstandene Matrize das zur Bildung der Schalen zu verwendende Material unter Er hitzung eingeblasen wird.
Das Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Ausführung sind in beispielsweiser Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung nachstehend beschrieben.
Fig. 1 bis 3 zeigen Einzelteile zu einer Patrize; Fig. 4 zeigt die fertige Patrize ; Fig. 5 veranschaulicht das Abformen der Patrize ; Fig. 6 zeigt die fertige Matrize; Fig. 7 und 8 stellen eine fertige Cornea- Scleralschale im Schnitt bezw. in Ansicht dar. Es wird zuerst eine Patrize hergestellt.
Dazu wühlt man unter Kugeln, deren Durch messer in Bruchteilen von Millimetern abge stuft sind, die passende aus, das heisst die jenige, deren Krümmungsradius gleich dem Krümmungsradius der vordern Hälfte des Auges ist. In diese Kugel (Fig. 1), die vor zugsweise aus Stahl besteht - (Stahlkugeln sind in Abstufungen von Millimeterbruch teilen im Handel erhältlich, und Zwischen stufen lassen sich leicht durch Schleifen erreichen), wird ein Loch vom Durchmesser des durchsichtigen Teils der Hornhaut ge bohrt. Fig. 2 zeigt die angebohrte Kugel im Schnitt.
In die Bohrung wird ein Zapfen (Fig. 3) eingesetzt, der genau in die Bohrung passt und etwas vorsteht. Dieser vorstehende Teil hat die Form eines Kugelabschnittes, dessen Krümmungsradius gleich demjenigen des durchsichtigen Teils der Hornhaut ist. Das Ganze hat dann die Form zweier an- einandergesetzter Kugelabschnitte (Fig. 4), gleicht also in seiner Form einem Augapfel. Es besteht so natürlich die Möglichkeit, im voraus ganz bestimmte Masse, sowohl für den grösseren, als auch für den kleineren Kugel abschnitt einzuhalten.
Die erhaltene Patrize wird nun in irgend einer plastischen Masse, beispielsweise in Gips oder auch in Metall abgeformt (Fig. 5). Dieses Abformen kann durch Eindrücken erfolgen, oder auch durch Einbohren nach Art eines Bohrers. Auf diese Weise wird eine Matrize gebildet, deren Oberfläche erfor derlichenfalls durch weitere Behandlung ge glättet werden kann. In diese Form (Fig. 6) wird nun eine bestimmte Menge flüssigen Glases, vornehmlich Kristallglases, in dünner Schicht über einer Stichflamme oder einer andern Heizvorrichtung in bekannter Weise eingeblasen.
Es entsteht so ein kugeliger Hohlkörper, dessen Oberfläche sich teilweise der Matrize anpasst. NTaeh dem Erkalten löst man den Hohlkörper aus der Form heraus und entfernt von demselben die dem kleinen Kugelabschnitt abgewandte Hälfte. Der ver bleibende Teil hat dann Schalenform (Fig. 7 und 8) und stellt eine fertige Cornea-Scleral- schale dar. Man kann diese Schalen natürlich in beliebigen Farben und mit beliebigen Ein lagen herstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Cornea- Scleralschalen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei aneinander gefügte Kugelabschnitte, von denen die Krümmung des einen der Krüm mung des Augapfels, die Krümmung des andern derjenigen der durchsichtigen Horn haut gleich ist, in einem geeigneten Material abgeformt werden, und dass in die so ent standene Matrize das zur Bildung der Schalen zu verwendende Material unter Erhitzung eingeblasen wird.PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Herstellung von Cornea- Scleralschalen nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch eine Kugel vom Durch messer des Augapfels, in welche ein Zapfen eingesetzt ist, dessen aus der Kugel heraus ragender Teil ein Kugelabschnitt von der Wölbung des durchsichtigen Teils der Horn haut ist.
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