CH156830A - Verfahren zum Lackieren von bedruckten Oberflächen. - Google Patents

Verfahren zum Lackieren von bedruckten Oberflächen.

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CH156830A
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Masa Gesellschaft Oberflaechen
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Masa Ges Mit Beschraenkter Haf
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  Verfahren zum Lackieren von bedruckten Oberflächen.    Es ist bekannt, dass Öllacke und Ölfar  ben sich mit     Nitro-Zellulose-Überzugslacken     sehr schlecht vertragen. Sie werden rissig,  es     tritt    die bekannte Erscheinung des     ,>Hoch-          gehens"    ein usw. Besonders störend werden  diese     Erscheinungen,    wenn man mit Ölfar  ben bedruckte Gegenstände zum Schutz der  Druckfarbe mit     Nitro-Zellulose    lackieren  will. In diesem Falle reisst die Druckfarbe,  wird grau, geht hoch, die Nuancen: ver  schwimmen und es machen sieh eine ganze  Anzahl sehr lästiger     Nebenerscheinungen    be  merkbar.  



  Zur Vermeidung dieser     Nachteile    ver  wendet man sogenannte nitrofeste Druckfar  ben, die selbst aus     Nitro-Zellulose        bestehen,     die aber sehr teuer sind und daher in der  Praxis zumeist nicht benutzt werden können.  



  Man könnte nun an sich     Öldruckfarben     mit     Nitro-Zelluloselack    überziehen, wenn  man die Farben vor dem Überziehen bei    hohen Temperaturen (80  ) im Ofen ein  brennt, so dass sie gegen den     Nitro-Zellu-          loselack    unempfindlich werden. Auch dieses  Verfahren ist unwirtschaftlich, erfordert  ebenfalls besondere Farben, grossen Zeitauf  wand usw. Man hat diese Nachteile zu ver  meiden gesucht, indem man auf den Druck  eine neutrale, gegen den     Überzugslack     unempfindliche Zwischenschicht aufbrachte.

    Ein     derartiges    Verfahren ist jedoch teuer und  bedingt zusätzlichen Materialverbrauch, be  sondere     Spritzapparaturen    sowie Zeitverlust  durch Austausch der Spritzapparaturen usw.  



  Gemäss der Erfindung können, normale       Öldruckfarben    mit einer     Nitro-Zellulose-Lak-          kierung    versehen werden, ohne dass all die  eingangs beschriebenen störenden Erschei  nungen auftreten und ohne dass ein besonders  langwieriger     Trocknungsprozess    erforderlich  ist. Um dies zu erreichen, wird der     fris-.he     noch feuchte Druck zweckmässig mit     Nitro-          Zellulose-    oder     Äthyllack,    der zu diesem      Zweck besonders stark verdünnt ist, unter  einem besonders hohen Druck aufgespritzt.

    Diesen Vorgang nennt man "Nebeln", wobei  zweckmässig mit halbgeöffneter Lackspritz  pistole mehr Luft als Lack durch die Düse       durehgepresst    wird. Hierbei verbinden sich  die feinen     Lackpartikelchen,    die mit sehr  grosser Vehemenz auf die frisch gedruckte       Öldruckpaste    aufgeschleudert werden,     innigst     mit dieser, wie eben betont, noch feuchten  Druckpaste zu einem     homogenen.Nitro-Zellu-          lose-Ö1-Gemisch,    das heisst die einzelnen Teil  chen dringen in die Druckpaste ein und  trocknen infolge ihrer     Kleinheit    sehr rasch  auf,

   so dass die feuchte     Oldruckpaste    von  einem hauchdünnen schützenden Überzug  umgeben ist, der, ohne das Muster zu be  einträchtigen, dieses gegen     weitere    Angriffe  schützt. Das feuchte Öl ist sozusagen von  den einzelnen     Lackpartikelchen    vollkommen  umschlossen. Es entsteht eine hauchdünne       Nitro-Zellulose-Schutzschicht    um die einzel  nen     Ölpartikelchen,    die infolge ihrer Dünn  heit rasch auftrocknet, jedoch in zu geringen  Mengen vorhanden ist, um die Druckfarbe  anzugreifen.

   Nachdem der Ölfarbendruck,  wie beschrieben,     abgenebelt    und .auf diese  Weise gewissermassen gehärtet wurde, lässt  man den dünnen Lacküberzug trocknen, was  naturgemäss sehr rasch vor sich geht, dann  kann man darauf ohne weiteres einen     Nitro-          Zellulose-Schutzlack    in beliebiger Stärke auf=  bringen, ohne dass dieser imstande ist, die       gehärtete        Öldruckpaste    anzugreifen.  



  Auf diese Weise ist es möglich, den gan  zen Lackiervorgang     unmittelbar    an den  Druckvorgang anzuschliessen. Das Verfah  ren lässt sich natürlich auch auf beliebig an-    fiere Farben anwenden, die normalerweise in  irgendwelchen Lacküberzügen angegriffen  werden.  



  Die Aufbringung der hauchdünnen Lack  schicht erfolgt zweckmässig unter starkem  Druck von etwa 4     Atm.    mittelst viel Luft  und wenig Lack, so     .dass    die einzelnen     Lack-          partikelchen    in die Farbe     hineingeschleudert     und     innigst    mit dieser vermischt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Lack überzuges auf gedruckte Muster, deren Druckfarbe von dem Überzugslack angegrif fen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass man den noch feuchten Druck zuvor mit einer ganz dünnen, unter hohem Druck auf gespritzten Schicht des tberzugslackes über deckt und erst nach Auftrocknung derselben die normale Schichtstärke aufträgt. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren: nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfarbe Öl farbe und als Lack ein Lack auf Basis von Zellulose-Estern oder Äthern verwen det wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die hauchdünne Lackschicht mittelst eines Druckes von etwa 4 Atm. unter reichlicher Luft- und geringer Lackzufuhr aufgebracht wird, so dass die einzelnen Lackpartikelchen in die Farbe hineingeschleudert werden.
CH156830D 1930-08-28 1931-08-13 Verfahren zum Lackieren von bedruckten Oberflächen. CH156830A (de)

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