CH154902A - Brennkraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekammer angeordnet ist. - Google Patents
Brennkraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekammer angeordnet ist.Info
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Description
Brennliraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekanirrer angerdnet ist. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Brennkraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekammer angeordnet ist, welche mehrmals länger als weit List und zur Aufnahme und Wiederabgabe von einem Ge misch von Luft und Brennstoff in den Zylin derkopf eingesetzt ist.
Bei Brennkraftmaschinen mit Zündkerzen ist eine Ladekammer zweckmässig derart in den Zylinderkopf eingesetzt, dass das Ge misch von Luft und Brennstoff beim Ein tritt in die Ladekammer und beim Austritt an der Zündkerze vorbeiströmen muss.
Das Fassungsvermögen der Ladekammer ist bei Brennkraftmaschinen mit Selbstzün dung vorteilhaft veränderbar, damit beim Anlassen der Brennkraftmaschine durch Volumenverringerung der Ladekammer eine Druckerhöhung und damit eine Temperatur steigerung am Ende der Kompression erzielt werden kann, so dass das Ingangsetzen der Maschine ohne die sonst meist unentbehrliche Verwendung von Zündpapier, Zündpillen oder elektrischen Zündmitteln bewirkt werden kann.
lach dem Anlassen kann durch Voluinen- vergrösserung der Ladekammer die normale V erdichtung hergestellt und weiterhin ein günstiger Einfluss auf den Wirkungsgrad der Maschine dureh Einstellung des zweck mässigsten Fassungsvermögens der Lade kammer erzielt werden.
Die Ladekammer kann in zwei oder mehrere Räume unterteilt sein. die miteinan- der in Verbindung gebracht -erden können. wobei die _1n- und Abschaltung von Ii:im- inerteilen von Hand vorgenommen werden oder selbsti ätig erfolgen kann.
Die Verbindungen der Kammerteile kön nen von Absehlussorganen beherrscht werden. deren Petätigung nacheinander oder ggeinein- sam aber zweckmässig derart erfol@-en kann. dass die Kammerteile nacheinander zuresehal- tetwerden.
Dadurch wird erreicht, dass die gesamte Ladekammer oder Teile derselben nacheinan- der im geci- ncten Zeitpunkt zugeschaltet werden können, so dass es bei Brennkraft- maschinen für Kraftfahrzeuge zum Beispiel möglich ist, bei jeder Verkehrslage das günstigste Verdichtungaverhältnis einzustel len. Beim Anlassen der Maschine bei kaltem Wetter, bei Fahrten mit geringer Geschwin digkeit in Ortschaften oder in Städten wird die Ladekammer zweckmässig so klein ein bestellt, dass sie für die gegebenen Verhält nisse gerade ausreicht und die günstigste Verbrennung ergibt.
Werden grössere Lei stungen von der Maschine verlangt, so kön nen bis zur Erzielung der Maximalleistung weitere Kammerteile zugeschaltet werden.
Die beiliegende Zeichnung betrifft meh rere Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes.
Fig. 1 und 2 zeigen zwei verschiedene Ladekammern im Schnitt; Fig. 3 und 4 zeigen in axialem Schnitt einen Zylinderkopf mit je zwei Ladungs kammern für eine Einspritzbrennkraft- maschine bez-,v. einen Explosionsmotor; Fig. 5 und 6 zeigen einen Zylinderkopf für eine Einspritzbrennkraftmaschine im Schnitt durch die Zylinderaxe bezw. normal dazu, in den mehrere Ladekammern radial eingesetzt sind;
Fig. 7 zeigt in einem Schnitt normal zur Zylinderaxe einen Zylinderkopf für eine Ein- spritzbrennkraftmaschine mit tangential ein gesetzten Ladekammern; Fig. 8 und 9 sind Axialschnitte ande rer Zylinderköpfe von Einspritzbrennkraft- maschinen; Fig. 10 und 11 zeigen axiale Längs schnitte durch Ladekammern. deren Raum inhalt verändert werden kann;
Fig. 12 und 1 3 zeigen einen Längsschnitt bezw. einen Quersehnitt nach der Linie ll-B einer unterteilten Ladekammer; Fig. 1:1 und 15 zeigen einen Längsschnitt bezw. einen Q,urersehnitt nach der Linie C-D einer andern unterteilten Ladekammer.
Die in Fig. 1 dargestellte Ladekammer a dient bei Brennkraftmaschinen für die Auf nahme und Abgabe der Brennstoffluft mischung. Die Verbindung mit dem Ver- brennungsraum wird durch eine doppeltrich terförmige Düse d, e gebildet, die sich vom engsten Düsenquerschnitt f gegen die Lade kammer und den Verbrennungsraum öffnet.
Bei der Ladekammer nach Fig. ? sind die Trichter der Düse versetzt angeordnet, so dass die Ausblasrichtung von der Axe der Lade kammer abweicht.
In dem in Fig. 3 dargestellten Zylinder kopf einer vertikalen Einspritzbrenukraft- maschine ist eine Ladekammer a gegenüber der Brennstoffeinspritzdüse g am Zylinder deckel la und eine Reinigungsladekammer a' zu ihrer Reinigung in ihrer unmittelbaren Nähe vorgesehen. Der Kolben i weist einen gewölbten'Boden auf.
Die Arbeitsweise der Einspritzbrennkraft- maschine ist folgende: Die Einspritzung erfolgt zweckmässig während eines Zeitraumes, welcher schon bei <B>50'</B> Kurbeldrehung vor dem obern Totpunkt beginnt und sich bis<B>50'</B> nach dem obern Totpunkt erstreckt. Wenn die Einspritzung beginnt, hat die Verdichtung der im Zylinder befindlichen Luft noch nicht das Höchstmass.
erreicht, und bis die Einspritzung vollendet ist, hat längst die Selbstzündung, die etwa um den obern Totpunkt herum erfolgt, ein- (;esetzt und eine teilweise Verbrennun; des bereits eingespritzten Brennstoffes statt gefunden, so dass die weitere Verbrennun- durch den noch eingespritzten Brennstoff ge speist wird.
Auf jeden Fall wird von dem Augenblick des Einspritzbeginnes des Brennstoffes in die durch den Kolben verdichtete Luft an ein wesentlicher Teil des eingespritzten -Brenn- sto.ffes mit der Luft in die Ladekammern hineinverdrängt. Der Inhalt dieser L ade- kammern wird mit oder nach der Entzün- dung; des Brennstoffes im Brennraum zufolge der durch die Verdichtung der Luftladung erreichten Entzündungstemperatur auch ent- zündet.
Nährend der- Brennstoff in dem Brenn raum bei der Selbstzündung nicht vollständig verbrennen kann, da er unter Luftmangel lei- det und sich daher die Verbrennung nicht entsprechend ausbreiten kann, erfolgt die Verbrennung .des in den Ladekammern be findlichen Brennstoffes in weit vollkom mener Weise, so dass in den Ladekammern Drücke erzeugt werden, die wesentlich höher sind, als die im Brennraum entstandenen Drücke.
Die Folge davon ist, dass der Inhalt der Ladekammern mit hoher Creschwindig- keit in den Brennraum ausgetrieben wird und dort die Verbrennung unterstützt bezw. ver vollkommnet, so dass sie rauch- und restlos erfolgt.
Bei dem Zylinderkopf für einen Explo sionsmotor nach Fig. 4 sind Reinigungslade kammern a' vorgesehen, die am Zylinder deckel angeordnet sind und zur Reinigung und Kühlung zweier Zündkerzen 7g dienen.
Am Zylinderkopf für eine Einspritz- brennkraftmaschine nach den Fig. 5 und G sind acht Ladekammern a in einer zur Zylin- derare senkrechten Ebene gleichmässig ver teilt radial angeordnet, während die Ein spritzdüse g in der Mitte axial angeordnet ist. Nach Fig. 7 sind vier Ladekammern tangential angeordnet, wodurch eine inten sive Drehbewegung der ausgeblasenen La dung hervorgerufen wird.
Bei der Einspritzbrennkraftmaschine nach Fig. 8 sind zwei Ladekammern a schräg zu beiden Seiten der Einspritzdüse g am Zylin derdeckel h angeordnet und der Boden des Kolbens i ist wieder gewölbt.
Bei der vertikalen Einspritzbrennkraft- maschine nach Fig. 9 ist die Ladekammer a senkrecht im Zylinderdeckel la angeordnet und die Brennstoffeinspritzdüse g spritzt den Brennstoff schräg von unten gegen die Kam mer a. Zwischen den beiden ist die Reini- gungsladekammer a' vorgesehen. Der Kol ben i ist an dieser Stelle entsprechend ab geschrägt.
Die Fig. 10 und 11 zeigen eine Ladekam mer a, deren Fassungsvermögen veränderbar ist. Sie besitzt eine doppeltrichterförmige Düse<I>d,</I> e mit dem engsten Querschnitt <I>f.</I> Ein in der Ladekammer verschiebbarer Ventil körper p ist auf beiden Seiten mit kegel- förmigen Ventilsitzflächen p', p" versehen, die mit entsprechenden Sitzflächen<I>1, l'</I> der Ladekammer a bezw. des Verschlusspfropfens ,in zusammenarbeiten.
Die Ventilspindel rt ist im Pfropfen n? eingeschraubt und ist aussen mit einem Vier- oder Sechskantkopf o zum Aufsetzen des Stellorganes, im einfachsten Falle eines entsprechenden Schlüssels ver sehen.
Nach dem Herausschrauben des Ver- schlusspfropfens m kann der Ventilkörper p mittelst des Schlüssels in eine der aus Fig. 10 und 11 ersichtlichen Endlagen gebracht wer den, in welchen die Sitzflächen<I>p', l</I> bezw. <I>p", l'</I> die Abdichtung der Ladekammer sichern, sobald der Verschlusspfropfen m wie der angezogen ist. Ist der Ventilkörper p als Kolben ausgebildet und mit Kolbenringen oder einer andern Liderung in der Lade kammer abgedichtet, so kann er auch in eine Zwischenlage eingestellt werden. Bei Mehr zylindermaschinen werden die Kolben zweck mässig mittelst eines Gestänges alle mitein ander eingestellt.
Nach Figa 12 und 1-3 besteht die Lade kammer aus der Vorkammer e und Haupt kammer b, die durch eine Öffnung c in der Zwischenwand miteinander in Verbindung stehen, sobald der Schieber s so eingestellt ist, dass seine Ausnehmung e' die Öffnung c freilegt. Der Schieber s sitzt auf einer Achse r, die durch einen Hebel q verdreht werden kann, welcher mit ihr durch einen Splint r' gekuppelt ist und unter dem Einfluss einer Feder 2c steht, welch letztere den Schieber s zwecks Abdichtung auf die Zwischenwand der beiden Kammern zieht.
Nach Fig. 11 und 15 ist die Ladekammer wieder in die Vorkammer e und die Haupt kammer b unterteilt. In der Zwischenwand sind zwei Öffnungen c vorgesehen. welche durch entsprechende Öffnungen e' eines Schiebers s freigelegt werden können. Dieser sitzt auf der zentral angeordneten Achse r Lind ist durch den Hebel q verdrehbar, wel cher mit ihr wiederum durch den Splint r' gekuppelt ist und unter dem Einfluss der Feder u steht. In ähnlicher ZN'eise kann die Lade kammer noch mehr unterteilt werden. Die Betätigung der Abschlussorgane kann auto matisch erfolgen.
Die Ladekammer kann auch zum Kühlen mittelst einer Kühlflüssig- keit eingerichtet sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekammer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese Lade hammer mehrmals länger als weit ist und zur Aufnahme und Wiedergabe von einem Ge misch von Luft und Brennstoff in den Zylin- derkopf eingesetzt ist.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch mit Zündkerze, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ladekammer derart in den Zylinderkopf eingesetzt ist, dass das CIe- misch von Luft und Brennstoff beim Ein tritt in die Ladekammer und beim Aus tritt an der Zündkerze vorbeiströmt. z.Brennkraftmaschine nach Patentanspruch mit Brennstoffeinspritzdüse, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Laclekammer der art in den Zylinderkopf eingesetzt ist, dass das Gemisch von Luft und BrE,nn- toff beim [Eintritt in die Ladekammer und beim Austritt- an der Brennsfoffein- spritzdüse vorbeiströmt. @. nrennkraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gelzennzeiclinet,dass die Lade- kammer mit dem Brennraum durch eine doppeltrichterförmige Düse verbunden ist. .1. Brennkraftmasehine nach Patentanspruch, dadurch -ekennzeichnet, dass das T'as- .,zun-svermögen der L :1ilekammer verän derbar ist.:5. nrcnnkraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch d. dadurch gekenn- zeichnet, dass in der Ladekammer zur \Teränderun- ihres FElsztin-'sverniöo'ens ein Organ verstellbar it. G. Brennkraftmaschine nach Patentansprueli und Unteransprüchen 3, -1 und 5.da durch gekennzeichnet. dass das Organ als Doppelhegelventil aus-ebildet ist. 7. Brennkraftmaseliine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3. 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das OTgan als Nol- beii ausgebildet ist.der in einem 7vIin- drischen Teil der Ladekammer spielt und mit Mitteln zum Abdichten an der zvlin- drischen Kammerwand versehen ist.B. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspriichen 3, 4, 5 und 7. da durch gekennzeichnet. dass der Kolben mit einer Stange versehen ist. die durch die hintere Abschlusswand der Ladekam mer nach aussen --eführt i-4 und dort ein Verstellorgan trägt. 9. Brennkraftmaschine nach Patentausprueh, dadurch gekennzeichnet. dass die Lade kammer in mindestens zwei Teile unter teilt ist, die miteinander verbunden wer den können.1@. Brennkraftmaschine nach I' < tientansprucb und Unteranspruch g. dadurch _gekenn- zeichnet. dass die Ve rbindum; der beiden Kammerteile von einem Abschlussorgan beherrscht wird.11. Brennkraftmaschine nach Patentanspruch und Unteransprüchen 8 und 9. dadurch o--elkennzeichnet. dass das Absehlussorgan als Schieber und' die Zwischenwand der Kammerteile als Scbieberspiegel ausgebil det ist.
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| CH154902D CH154902A (de) | 1930-11-17 | 1930-11-17 | Brennkraftmaschine, an deren Zylinder mindestens eine Ladekammer angeordnet ist. |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH154902A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193305B (de) * | 1957-11-15 | 1965-05-20 | Raymond Georges | Brennkraftmaschine mit veraenderbarem Verdichtungsverhaeltnis |
-
1930
- 1930-11-17 CH CH154902D patent/CH154902A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1193305B (de) * | 1957-11-15 | 1965-05-20 | Raymond Georges | Brennkraftmaschine mit veraenderbarem Verdichtungsverhaeltnis |
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