CH132384A - Verfahren und Vorrichtung zum Mahlen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Mahlen.

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  Verfahren und     Vorrichtung    zum Mahlen.    Es ist bereits früher ein Verfahren für  Trocken- oder     Nassvermahlung    in Vorschlag  gebracht worden, bei dem das Mahlgut durch  den Strom eines gasförmigen oder flüssigen  Mittels,, zum Beispiel durch einen Luft- oder  Wasserstrom in eine     kreisförmige    Mahlbahn  eingeführt und in dieser in eine so schnell  kreisende Bewegung versetzt     wird,    dass die  Zerkleinerung auf der Mahlbahn infolge des  schnellen Kreisens und infolge der gleich  zeitigen hohen     Anpressung    durch die Zentri  fugalkraft erfolgt. Bei einer solchen Mahl       aulage    können alle mechanischen Zerkleine  rungsmittel, wie Walzen oder dergleichen in  Fortfall kommen.

    



  Den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bilden ein verbessertes Verfahren und  eine Vorrichtung zu seiner Ausführung.  



  Es hat sich nämlich herausgestellt, dass  es zwecks Erzielung höchster Mahlleistung  von     Wielftigkeiti    ist, die Mahlbahn möglichst  lang zu machen und sie dabei ständig gleich  mässig. von dem sich auf ihr bewegenden    Mahlgut bedeckt zu halten. Dies Ziel lässt  sich, wie durch umfangreiche     praktische     Versuche festgestellt wurde, dadurch er  reichen, dass man das Mahlgut in von einer  Kreisbahn abweichenden, um eine Achse sich       windenden    Kurve, die vorzugsweise nach  Art einer     Spiral-    oder     Schraubenlinie    mit  einer oder mehreren Windungen verlaufen  kann, führt.

   Zweckmässig führt man dabei  das Antriebsmaterial, also     zum    Beispiel  einen Luft- oder Wasserstrom,     tangential    in  die     gewundene    Mahlbahn ein, während das  Mahlgut sowohl zusammen mit dem     An-          triebsmittel,    als auch an anderer Stelle und in  anderer Richtung auf die Mahlbahn gebracht  werden kann.  



  Das     Antriebsmittel    kann im Falle der  Verwendung von Druckluft zum Beispiel  durch einen     Hochdruckexhaustor,    ein Ge  bläse oder eine Luftpumpe geliefert werden,  bei Verwendung von Druckwasser zum Bei  spiel durch eine Hochdruckpumpe, gege  benenfalls unter Zwischenschaltung von           Druckbehältern.        Statt    Luft können auch  Gase, Heissluft, Abgase usw. benutzt werden,  um gleichzeitig mit der     Mahlung    auch eine       Trocknung    des Mahlgutes durchzuführen.  



  Um die Mahlbahn in einfachster Weise  den jeweiligen Druck- oder     Unterdruckver-          häHnissen    anpassen zu können, hat es sich  als vorteilhaft     erwiesen,    die Mahlbahn aus  einzelnen Mahlelementen herzustellen, die in  beliebiger Zahl zusammengestellt und einzeln  ausgewechselt werden können. Praktisch  lassen sich solche     Mahlbahnen,        gleichviel    aus  welchem Material sie hergestellt wurden, aus  kreisrunden, scheibenförmigen Körpern zu  sammensetzen, von denen jeder zum Beispiel  einen oder nebeneinander mehrere gewinde  artige Kanäle enthält.

   Durch Zusammen  setzen dieser Mahlelemente entstehen als  dann     Mahlvorrichtungen    von beliebiger  Form, zum Beispiel bei Anordnung der Ele  mente übereinander Mahlsäulen, in denen ein  Mahlraum gleichbleibenden Querschnittes  schraubenlinienförmig verläuft, wobei schäd  liche Räume nach Möglichkeit vermieden  sind. Die aus einzelnen Mahlelementen zu  sammengesetzten Mahlsäulen können in  Gruppen von beliebiger Anzahl parallel ge  schaltet und zu einem     Mühlensatz    verbunden  werden, dem zum Beispiel von einem ge  meinsamen Gebläse das     Druckmittel    zuge  führt wird.

   Zwecks Ausnutzung des gesam  ten Raumes der Mahlsäulen kann in der       Mitte    die zum     Siehter    gehende Leitung       hochgeführt    werden.     Anstatt    vertikal ste  hender Mahlsäulen mit     aufeinandergesetzten     Mahlelementen kann auch eine wageechte  oder geneigte Anordnung der Mühle gewählt  werden.  



  Besondere Vorteile ergeben sich dann,  wenn die die Mahlbahnen enthaltenden Mahl  elemente aus einem Material, dessen Härte  mindestens dem Härtegrad 7 nach der Skala  von     Brinell    entspricht, also zum     Beispiel    aus       Korund    oder     Carborundum,    Porzellan oder  ähnlichen Materialien von grosser Härte her  gestellt werden. Durch Verwendung von  Mahlelementen, die ganz aus Materialien der  genannten Art     bestehen,    wird die schwierige    Auskleidung der Mahlbahnen mit solchen  Mittels überflüssig.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind ver  schiedene Ausführungsformen von Vorrich  tungen zur Durchführung des Verfahrens  dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt ein Stück einer Mühle der  neuen     Art    im     Längsschnitt;          Fig.    2 ist ein Querschnitt nach Linie       A-B    in     Fig.    1;       Fig.    3 zeigt eine abgeänderte Ausfüh  rungsform, bei der zwei Mahlgänge konzen  trisch angeordnet sind;       Fig.    4 eine Mühle mit vertikal stehender  Mahlsäule und darüber angeordnetem     Sichter     im senkrechten Schnitt;       Fig.    5 und 6 zeigen ein ;aus vier Mühlen  bestehendes und mit einem gemeinsamen Sich  ter zusammenarbeitendes Mahlaggregat im  Grundriss und Aufriss;

         Fig.    7 zeigt eine Anordnung mit zwei  horizontal liegenden Mühlen in Stirnansicht;       Fig.    8 betrifft dieselbe Anordnung von  der Seite gesehen.  



  Im einzelnen ist in     Fig.    1 und 2 die  Mahlsäule aus einzelnen Mahlelementen zu  sammengesetzt, deren Mäntel mit 1 bezeich  net sind.     Jedes    Mahlelement besitzt     eine    ent  sprechend einer Schraubenfläche verlaufende  Rippe 2. Die einzelnen     schraubenlinienför-          mig    verlaufenden Rippen setzen sich beim       Aufeinandersetzen    der Mahlelemente derart  aneinander, dass eine kontinuierlich     schrau-          benlinienförmig    verlaufende Fläche 3 ent  steht.  



  Nach innen wird der Mahlraum ebenfalls  durch zylindrische Mantelstücke 4 der ein  zelnen Mahlelemente begrenzt, die sich zu  einem geschlossenen Zylinder aufeinander  setzen, so dass im Innern der Mahlsäule ein  zylindrischer Hohlraum 5 verläuft.  



  In ähnlicher Weise ist die Mahlsäule  nach     Fig.    3 gestaltet, nur sind hier zwei kon  zentrisch nebeneinander schraubenlinienför  mig verlaufende Mahlgänge 6 und 7 ange  ordnet. In     Fig.    4 bezeichnet 8 und 9 zwei  konzentrisch nebeneinander verlaufende  schraubenlinienförmige Mahlgänge, die au-           ssen    von     dem        Zylindermantel    10, innen von  dem Zylindermantel 11 umgeben sind. Die  beiden Mahlgänge sind ebenfalls durch einen  Zylindermantel 12 voneinander getrennt.

   Die  ganze Mahlsäule setzt sich in ähnlicher  Weise wie in     Fig.    1 und 3 aus einzelnen Ele  menten zusammen, die zum Beispiel je einen  Gang der     .Schraubenfläche    umfassen können.  



  Die Mahlsäule ruht auf einem Fuss 13  und ist mit einer Haube 14 versehen, die zum  Beispiel mit Hilfe von langen Schraubenbol  zen 1.5, 16 usw. mit dem Fuss 13 verbunden  ist, so dass auf diese Weise die Elemente der  Mahlsäule fest aufeinander gedrückt und in  ihrer Lage     gehalten    werden. Im Innern der  Haube 14 befindet sich eine zweite, auf dem  Zylinder 12 aufsitzende Haube 17.  



  Auf der Haube 14 kann zweckmässig un  mittelbar eine Sichtvorrichtung angeordnet  werden, die in bekannter Weise als Doppel  <B>,</B> mit zwei konischen Mänteln 18, 19  ausgebildet sein kann. Am obern Teil des  innern Trichters 19 sind schräg in den Innen  raum desselben einmündende Öffnungen 20  vorgesehen.  



  In die Haube 14 und in die innere Haube  17 münden zwei oder mehrere Luftzufüh  rungen 21 und 22 ein. Ferner ist eine Lei  tung 23 vorgesehen, die zur Zuführung des  Materials dient und sowohl in den Raum  zwischen den Mänteln 14 und 17, als auch in  den Raum einmündet, der von dem innern  Mantel 17 und dem die Verlängerung des Zy  linders 11 bildenden Steigrohr 24 einge  schlossen wird.  



  Über dem Steigrohr 24 ist eine Prall  flä,che angeordnet, die zweckmässig in der  Mitte eine Spitze oder einen nach unten ge  richteten Vorsprung 2,5 besitzen kann, wäh  rend die Umrandung 26 in der aus der Zeich  nung ersichtlichen Weise nach     unten    ge  krümmt ist.  



  Von dem Innentrichter 19 des     Sichters     aus geht eine Leitung 27 nach der Speise  leitung 23.  



  Die beschriebene Vorrichtung wirkt in  folgender Weise:    Das Mahlgut wird durch die Speiselei  tung 28 in     unzerkleinertem    oder     vorzerklei-          nertem    Zustande eingeführt und verteilt sich  auf die beiden Mahlgänge 8 und 9. In diesen       schraubenlinienartig    verlaufenden Mahl  gängen. wird das Gut durch die mit hoher  Geschwindigkeit durch die Leitungen 21  und 22 einströmenden Gase oder Flüssig  keiten entlang geführt und dabei vermöge  der auftretenden     Zentrifugalkraflt    mit sol  chem Druck und solcher Reibung an die die  Mahlgänge begrenzenden Flächen     gep.resst,     dass es in fortschreitendem Masse zerkleinert  wird.

   Am untern Ende der Mahlgänge bei  28 wird das Gut durch den Gas- oder Flüs  sigkeitsstrom in den     mittleren    Zylinderraum  11 geführt und in diesem und weiter in der  Leitung 24     emporgetragen,    um gegen den  über der Mündung der     Leitung    befindlichen       Prallteller    geschleudert zu werden.

   Hierbei  fallen die     gröbsten    Bestandteile aus, um so  fort in die Mahlgänge     zurückzugelangen,     während der Gas- oder Flüssigkeitsstrom die  verbleibenden feinsten Bestandteile, sowie  die     Griese    weiter in dem Raum zwischen  den     Sichtermänteln    18 und 19     emporträgt     und durch die Öffnungen 20 in den Innen  raum des Trichters 19 führt.

   Hier fallen die       Griese    infolge der Schwächung des     Luft-          oder        Flüssigkeitsstromes,    die durch die  Richtungsänderung beim Durchgang durch  die     Öffnungen    20     bewirkt    wird, aus, wäh  rend die feinsten     fertiggemahlenen    Teilchen  durch die Öffnungen 29     fortgetragen    und  zum Beispiel zu einem Staubsammler ge  führt werden.  



  Die     Griese,    die sich im Zylinder 19 an  sammelt haben, werden kontinuierlich oder       diskontinuierlich    durch die Leitung 27 nach  der     Materialzuführungsleitung    23     zurückge-          führt    und gelangen zusammen mit dem  frisch     zugeführten    Mahlgut wieder in die  Mahlgänge, um erneut dem     Mahlprozess     unterzogen zu werden.  



  Die beschriebene Vorrichtung kann in  vielen Einzelheiten zum Beispiel bezüglich  der     Sichterkonstruktion,    sowie der Mittel zur  Erzeugung     cle,s-    Luft- oder Flüssigkeilfs-      Stromes, der Materialzuführung und der  Rückführung der     Griese    in die Mahlgänge  variiert werden.  



  Nach     F'ig.    5     und    6     sind    vier Mahlsäulen  3,0, 31, 32. und 33 angeordnet. Dieselben ar  beiten mit einem gemeinsamen     Sichter    34  zusammen. Das Material wird durch die       Leitungen    35 und 36     zugeführt,    während  das Treibmittel zweckmässig durch eine     ge-          mleainsame    Leitung 37     zugeführt    und durch  die Leitungen 38, 39 usw. auf die einzelnen  Mahlsäulen verteilt werden kann.  



  Nach     Fig.    7 und 8 sind die wieder aus  einzelnen Elementen bestehenden Mahlzylin  der 40 und 41 liegend angeordnet. Das Ma  terial wird hier durch einen     Aufgabetrichter     42 vermittelst einer     Kulissenwalze    43 in die       Leitung    44     :eingeführt,    in der es von einem       durch    den Ventilator oder das Gebläse 45 er  zeugten Luftstrom oder Flüssigkeitsstrom  erfasst und in die Mühle 41 transportiert  wird.  



  Das Mahlgut durchläuft dann unter fort  laufender Zerkleinerung die     schraubenlinien-          förmig        gewundenen    Mahlgänge der Mühle  41, geht dann durch die Überleitung 46 in  die Mühle 40 über,     um    weiter in den Sicht-,er  47 hochgetragen zu     werden,    in dessen Innen  trichter 48 sich die     Griese    ansammeln, wäh  rend das fertig gemahlene Feingut durch die       Leitung    49 abgeführt wird.  



  Die aus dem Trichter 48 sich ansammeln  den     Griese    werden kontinuierlich oder dis  kontinuierlich durch die Leitung 50 nach  dem     Aufgabetrichter    42 zurückgeführt, von  wo aus sie mit dem frischen Gut vermischt  durch die Kulissenwalze 43 wieder in die  Leitung 44 gelangen, um erneut dem Mahl  prozess zugeführt zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Mahlen und Zerkleinern, dadurch gekennzeichnet, dass das Mahlgut in eine in Form einer gewundenen Kurve ver laufenden Mahlbaum eingeführt und an die ser-mit Hilfe eines strömenden Fluidums mit derartig grosser Geschwindigkeit entlang ge fühh -wird, dass eine Zerkleinerung des Mahl- gutes lediglich infolge der durch schnelles Entlanggleiten und gleichzeitige Anpres- sungdurch Zentrifugalkraft erzeugten Rei bung erfolgt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das strömende Fluidum unter hohem Druck in die Mahl bahn eingeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, dass die Führung des, Mahlgutes in einer Schraubenlinie er folgt.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich net durch einen von besondern mechanisch wirkenden Zerkleinerungsorganen freien Mahlraum mit gewunden verlaufender Mahl bahn, und ferner gekennzeichnet durch Ein- führungs- und Austrittsöffnungen für das einströmende Fluidum sowie für das Mahl <B>gut.</B> UN'TERANSPRüCHE 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mahlbahn schraubenlinienartig gewunden ausgebil det ist.
    4. Vorrichung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mahlbahn und das Mahlgehäuse aus einzelnen scheibenförmigen Mahlelementen zusam mengesetzt ist. 5: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, @dass die einzelnen Mahlelemente eine Höhe besitzen, welche der Ganghöhe der schraubenlinienförmig gewundenen Mahlbahn entspricht. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass durch die zu Mahlsäulen von beliebiger Länge zusam mengestellten scheibenförmigen Mahlele mente in mehreren Windungen schrauben= - linienartig verlaufende Kanäle gleichen Querschnittes gebildet sind, in denen- hauptsächlich die äussern und untern Wände als Mahlbahn dienen. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass in ihr mehrere schraubenlinienartig verlaufende Kanäle konzentrisch ineinanderliegend angeordnet sind. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die in Grup pen von beliebiger Anzahl parallel ge schalteten Mahlsäulen zu einem Mühlen- s@atz verbunden sind, dem das Druckmittel von einer gemeinsamen Luft- oder Was serpumpe zugeführt wird.
CH132384D 1927-06-04 1928-06-02 Verfahren und Vorrichtung zum Mahlen. CH132384A (de)

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