CH129081A - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Leistung mechanischer Arbeit dienenden Gasstrahles. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Leistung mechanischer Arbeit dienenden Gasstrahles.

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CH129081A
CH129081A CH129081TA CH129081A CH 129081 A CH129081 A CH 129081A CH 129081T A CH129081T A CH 129081TA CH 129081 A CH129081 A CH 129081A
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Jezler Dr Hubert
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Jezler Dr Hubert
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    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K7/00Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof
    • F02K7/02Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof the jet being intermittent, i.e. pulse-jet
    • F02K7/04Plants in which the working fluid is used in a jet only, i.e. the plants not having a turbine or other engine driving a compressor or a ducted fan; Control thereof the jet being intermittent, i.e. pulse-jet with resonant combustion chambers

Description


  Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines zur     Leistung        meelianiseher        Arbeit     dienenden     Gasstrahles.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren und eine Vorrichtung zur Er  zeugung eines zur Leistung     nnechanischer     Arbeit dienenden Gasstrahles.

       Das    Verfahren  beruht darauf, dass aus Verbrennungs  kammern während der Verbrennung ab  strömende Teilstrahlen und ein     Verbren-          r_ungsluftstrahl    sich gegenseitig aus ihrer  ursprünglichen Richtung ablenken und dass  diese Strahlen an ihrer Berührungsstelle we  nigstens annähernd gleich schnell strömen,  und dass sie sich, ohne sich miteinander zu ver  mischen, wieder trennen, und dass, in verän  derter     ,Strömungsrichtung,    nur die Teil  strahlen allein nach aussen abströmen, dass  hingegen der     Verbrennungsluftstrahl    ge  zwungen wird, zurückzuströmen, um sich in  die in der Füllungsperiode befindlichen Ver  brennungskammern zu ergiessen und diese  mit Luft aufzuladen.  



  Die Vorrichtung, im folgenden auch       Verbrennungskammeraggregat    genannt, be  sitzt eine Mehrzahl von Verbrennungskam  mern, die um eine Luftleitung angeordnet  sind und durch Kanäle mit einer koaxial zur    Luftleitung liegenden Hauptdüse in Verbin  dung stehen. Die Kanäle stehen schief  winklig zur Achse der Luftleitung und der  Hauptdüse, derart, dass beim Austreten eines  Teilstrahles aus einer der Verbrennungs  kammern dieser Teilstrahl eine Verbindung  von der Luftleitung nach den übrigen Ka  nälen     bezw.    den übrigen Kammern frei     lässt.     



  Auf diese Weise ist es möglich, mittelst  einfacher Apparatur von grösstmöglicher Be  triebssicherheit entweder einen kontinuier  lichen oder     intermittierenden    Gasstrahl von  hohem Arbeitsvermögen zu erzeugen, welcher  in     Wärmekraftmaschinen    irgend welcher Art,  zum Beispiel Turbinen, Kolbenmaschinen,       Injektoren    oder     Propulsatoren    und der  gleichen in mechanische Arbeit umgesetzt  werden kann.     Propulsatoren    sind Apparate,  in denen durch das Ausstossen eines Gas  strahles ein kräftiger Schub zum unmittel  baren. Antrieb von Fahrzeugen irgend wel  cher     Art    erzeugt wird.  



  In der beigelegten Zeichnung sind bei  spielsweise Ausführungsformen des Verbren-           nungskammernaggregates    schematisch darge  stellt, und es zeigen:       Fig.    1 ein     Verbrennungslzammernaggre-          gat    mit gerader     Kammernanzahl    im     Achsial-          schnitt,          Fig.    2 einen Querschnitt durch ein     Ver-          brennungskammernaggregat    mit drei Kam  mern.  



  Das V     erbrennungskammernaggregat    nach       Fig.    1 besitzt vier geschlossene Kammern       la-1c1,    von denen in der Figur nur die Kam  mern la und     1e    sichtbar sind. Die Kammern  des Aggregates sind symmetrisch um die Mit  telachse herum und parallel zu dieser ange  ordnet. Sie haben am obern Ende Stutzen 2a,  <U>'</U>c     bezw.        2b,    2d und am untern Stutzen 3a,       3c        bezw.    3b, 3d. Sowohl die obern, als auch  die untern Stutzen münden alle schiefwinklig  in gemeinschaftliche     achsial    nach unten ge  richtete Düsen; die obere ist mit 4 und die  untere mit 5 bezeichnet.

   Die obere Düse 4  bildet die Strahldüse eines     Strahlliompressors     17 und ragt in das trompetenförmige Zentral  rohr 7 des     Strahlkompressors    hinein, welcher  zum Ansaugen und Beschleunigen der zur       Verbrennung    nötigen Frischluft dient. Die  Frischluft gelangt durch die Öffnungen 8  in das trompetenförmige Rohr 7 und strömt  als Strahl 6 unter     starker    Beschleunigung  durch das Rohr nach unten.  



  Analog den obern Stutzen münden, wie  schon angedeutet, auch die untern Stutzen     3a     bis 3d unter schiefen     Winkeln    in eine Düse 5,  die Hauptdüse des Aggregates, und bilden  mit dieser zusammen einen     Strahllenker    16,  welcher den Strahlen, die ihn durchströmen,  eine ganz bestimmte Führung erteilt.  



  Im Ausführungsbeispiel nach     Fig.l    ist  die Hauptdüse 5 am untern Ende im schiefen  Winkel abgeschnitten, ähnlich einer     Laval-          düse;    durch die Düse 5 tritt der Gasstrahl  nach aussen und gelangt zum Beispiel in die       Beschauflung    von Turbinenrädern, um dort  Arbeit zu verrichten.

   Die Arbeitsweise des  Verbrennungsaggregates ist nun folgende:  Findet zum Beispiel in der Kammer la eine  Explosion statt, so strömen die     hochgespa.nu-          ten        Verbrennungsgase    mit grosser Geschwin-         digkeit    einerseits durch den gekrümmten Ab  zugsstutzen     ''a,    die Strahldüse 4 und das  Rohr 7 nach unten, und anderseits durch den       Stutzen    3a und die Hauptdüse 5 nach aussen.  Die Verbrennungsgase, welche aus der  Strahldüse     l    austreten, haben grosse Ge  schwindigkeit und     bohe    Temperatur.

   Im  Rohr i entsteht zufolge des     Mitreissens    von  Luft; die durch die Öffnungen 8 eintritt, ein       Verbrennungsluftstrahl,    der reichlich Frisch  luft enthält, aber eine Temperatur behält,  welche über der Entzündungstemperatur des  verwendeten Brennstoffes liegt. Der durch  den Stutzen 3a in der Richtung des     Pfeils     9 abströmende Teilstrahl erfährt an der  Stelle, wo der     Verbrennungsluftstrahl    in den       Strahllenker    16 eintritt, durch den Verbren  nungsluftstrahl eine Ablenkung nach der       Hauptdüse    5, etwa wie es Kurve 10 andeutet.

    Die Anordnung kann nun so getroffen sein,  dass zum Beispiel immer zwei benachbarte  Kammern unter Explosion stehen; dann wird  der engte Querschnitt der Hauptdüse 5 voll  kommen durch die aus diesen beiden Kam  mern durch deren untere Stutzen abströmen  den Teilstrahlen ausgefüllt, so dass der aus  dem Rohr 7 kommende Verbrennungsluft  strahl     infol",e    dieses     scharfen        Abschlusses     nicht wie die Teilstrahlen durch die Haupt  düse     abströmen    kann, sondern in der Rich  tung des     Pfeils    11     abgelenkt    wird und durch  den     Strahllenker    16 in die zu füllende Kam  mer     1c    gelangt.

   Der     Verbrennungsluftstrahl     und die Teilstrahlen besitzen an ihrer gemein  samen Berührungsstelle im     Strahllenker        we-          ni-stens    annähernd gleich grosse Geschwin  digkeit. Eine Mischung des     Verbrennungs-          luftstrahles    mit den Teilstrahlen findet im       Strahllenker        nicht    statt.  



  Ist die Anordnung so getroffen,     dass    im  mer nur eine Kammer unter Explosion     steh'-,     dann sind die lichten Weiten der Stutzen     3a     und 3c     zwecl:mä.ssig    ungefähr gleich gross  wie der engste Querschnitt der Hauptdüse 5,  so dass die Oberfläche der Teilstrahlen wieder  möglichst kompakt bleibt und keine Neigung  zeigt, sich mit dem     Verhrennungsluftstrahl     zu vermengen,      Die in der Verbrennungskammer     je.    ge  langende, mit Verbrennungsgasen gemischte  Verbrennungsluft treibt die restlichen Ver  brennungsgase aus dieser Kammer durch den  Stutzen 2c ebenfalls nach der Strahldüse 4.

    Die     Quantität    der auszustossenden Verbren  nungsgase ist ziemlich klein, da durch das  Beharrungsvermögen der während der Ex  plosion rasch austretenden Gase in den eben  entleerten Kammern eher ein Unterdruck re  sultiert.  



  Von ganz besonderer Wichtigkeit ist es  nun, dass die Mischgase des     Strahlkompressors     mit grosser Geschwindigkeit in die verhältnis  mässig kleinen Kammern geschleudert wer  den, diese also rasch füllen und dann plötzlich  zum Stillstand gelangen. Da gleichzeitig eine       ebenso    plötzliche Richtungsänderung beim  Aufprallen auf dem     obern    Kammerboden  stattfindet, so ergibt sich während kleinen  Zeiträumen, ähnlich wie beim hydraulischen  Widder, eine ganz bedeutende     Druckstei-          gerung,    verbunden mit,

   starker     Durchwir-          belung.    Der     Kompressorstrahl    selbst erhält  durch die Explosionen ständig heftige Im  pulse, unter     Resonnanzerscheinungen,    wo  durch die     Massenstosswirkung    verstärkt wird,  und zwar um so mehr, je höher die Zahl der  Impulse gehalten wird. Auf diese Weise ist  möglich, erhebliche Staudrücke für kurze  Zeitdauer in der Kammer<B>je</B> zu erzeugen.  Während der kurzen Zeitdauer des     Stau-          druckma.ximums    gelangt der eingeblasene       Brennstoff    zur Verbrennung, die somit unter  gutem thermischen Wirkungsgrad erfolgt.

    Sobald die     Verbrennung    in Kammer<B>je</B> mit  der daraus resultierenden Drucksteigerung  stattfindet, tritt in den Stutzen 3a und 3c  eine     Umkehrung    der Bewegung ein. In diesen  Stutzen findet, entsprechend der     Füllungs-          und    Verbrennungsperioden, somit eine     stän-          rIi-e        Umkehrung    der Strömungsrichtung  statt, während in den Stutzen     2a    und 2c fort  während dieselbe     Strömungsrichtung    herrscht.  



  Das     Verbrennungskammernaggregat    kann       entweder    mit vielen Kammern, zum Beispiel  5, 6, 7 oder 8 versehen sein oder mit wenigen,    am besten mit. zweien oder dreien. Beim     viel-          kammerigen    Aggregat werden die Verbren  nungen zweckmässig so eingeleitet, dass diese  immer in mindestens drei Kammern in ver  schiedenen Stadien stattfinden, wodurch dann  in der Hauptdüse ein ziemlich konstanter       Gasstrahl    entsteht.

   Beim     dreikammerigen     Aggregat befindet sich vorteilhaft immer nur  je eine Kammer in der     Verbrennungsperiode.     Je nach der mehr oder weniger raschen Rei  henfolge der Verbrennungen ist dann auch  der aus der Hauptdüse 5 abströmende Gas  strahl konstant oder     intermittierend.    Im letz  teren Fall können die einzelnen Intervalle so  gross sein, dass durch das Beharrungsvermögen  des     Kompressorstrahles    Frischluft angesaugt  wird und zwischen zwei Verbrennungsperio  den ebenfalls durch die Hauptdüse abströmt,  welche Luft zum Beispiel kühlend auf die       Beschaufelung    des Turbinenrades einer an       da.s    Aggregat angeschlossenen Turbine wirkt.  



       Fig.        .\2    veranschaulicht eine Ausführungs  form des     Verbrennungskammernaggregates     mit     Ö    Kammern im     Querschnitt.     



  Die     Brexinstoffzuführung    wird bei den  in der Zeichnung dargestellten Aggregaten in  der Weise erreicht, dass durch ein enges     Röh-          rensystem,    welches die Kammern unterein  ander und mit einem zentral gelegenen     In-          ,jektor    verbindet, hochgespannte und er  hitzte     Verbrennungsgase,        -welche    aus den       Kammern    unter Explosion in solche im     Fül-          lun.;

  -sstadium    strömen, flüssigen Brennstoff  ansaugen, zerstäuben und verdampfen und in  Dampfform zur Mischung mit der hocher  hitzten Verbrennungsluft bringen, wodurch       ein("    plötzlich einetzende, explosionsartige  Verbrennung erreicht wird.  



  Gemäss     Fig.l.    sind die Kammern ja bis       1(l    mit dem einen Ende der engen Röhren     13a     bis     13i,    die in ihren untern Teil münden, in  Verbindung. Die Röhren sind mit dem andern  Ende an den zentralen     Injektor    14 ange  schlossen, in welchen der Brennstoff durch  das Rohr 15 gelangt, das gewöhnlich noch  als ein die Zufuhr regelndes Organ ausge  baut ist.      Die     Z@'irkungsweise    ist folgende:  Befindet sich zum Beispiel Kammer la  unter Explosion, dann strömen von dieser  durch das Verbindungsrohr 13a heisse, hoch  gespannte Verbrennungsgase nach dem In  jektor 14, wo der Brennstoff durch das Rohr  15 angesaugt und zerstäubt wird.

   Durch das  Rohr     13e,    -in dem der zerstäubte Brennstoff  vollständig in Dampfform übergeht, wird er  nach der Kammer     1e,    das heisst der Kammer  unter Staudruck, mit grosser Geschwindigkeit  als heisser     Gasdampfstrom    transportiert. Ver  möge der     Wirbelung    des über     Zündtempera-          tur    erwähnten Gemisches aus Verbrennungs  luft und Verbrennungsgasen findet in Kam  mer     1c    alsbald eine explosionsartige Ver  brennung statt. Auch der Brennstoffdampf  kann über seine Entzündungstemperatur er  wärmt sein, was angängig ist, da die beige  mischten Verbrennungsgase keinen freien  Sauerstoff enthalten.  



  Werden durch diese Zuführung des Brenn  stoffes in kleinen     Intervallen    in einer Kam  mer nach der andern die Explosionen einge  leitet, dann ändert die     Abschlussfläche    der  nusströmenden Verbrennungsgase bei 10 in       Fig.    1 ständig ihre Lage, so dass nacheinander  immer neue Kammern gefüllt, entzündet und  entleert werden und die Strömung des Brenn  stoffes nie zum Stillstand gelangt.  



  Obschon der Mischungsstrom des     Stra.hl-          kompressors    17 Verbrennungsgase enthält,  findet keine Störung einer raschen Verbren  nung statt. Vielmehr beschleunigen die Ver  brennungsgase die Verbrennung und ersetzen  den benötigten     Luftüberschuss,    vorausgesetzt,  dass keine     Schmieröldämpfe    anwesend sind,       welche    als Schutzkolloide die Verbrennung  hindern. Es ist auch bekannt, dass die An  wesenheit von chemisch unbeteiligten Kör  pern, wie die Verbrennungsgasse es sind, die  Höchstarbeit praktisch nicht beeinflusst, wenn  diese Körper nicht im dissoziierten Zustande  das System verlassen, da sich dann ihre En  tropie nicht ändert.  



  Versuche haben im ferneren ergeben, dass  ein     Strahlkompressor,    bei dem die Geschwin  digkeit des     Mischgasstromes    in kleinen Inter-         vallen    durch     Alassenstoss    jeweils in Druck  umgesetzt wird und bei -dem ein Teil der  Wärme des     Treibgasstrahles    später, zum Bei  spiel in einem Turbinenrad, wieder in nutz  bare Arbeit umgesetzt werden kann, wie  dies bei den beschriebenen Beispielen ge  schieht:, sehr ökonomisch arbeitet.

   Im ferneren  ist zu beachten, dass die Kompression im pri  mären Teil des Systems stattfindet und somit  der Wirkungsgradkoeffizient des     Kompres-          sors    nicht mehr mit dem Koeffizienten des  schlechten Wirkungsgrades, zum Beispiel  einer     Curtisturbine,    multipliziert werden  muss, was der Fall wäre, wenn die Frisch  luft durch einen mit der Turbine     gekuppelten     Kompressor verdichtet würde.  



  Die sämtlichen Organe des     Verbrennungs-          Izammeraggregates    sind gewöhnlich von  einem Mantel 12 umgeben; die entstehenden  Hohlräume sind von einer Kühlflüssigkeit  ausgefüllt.  



  Zwecks     Verbesseiaing    -des thermischen       Wirkungsgrade:    kann die Innentemperatur  der Wandungen der Verbrennungskammern  auf der Entzündungstemperatur des Treib  mittels gehalten werden. Dadurch wird die  durch das Kühlmittel abgeführte Wärme  menge verringert und die Verbrennung des  Treibmittels vollständig, da die Temperatur  des brennenden     Gemhches    selbst in der Nähe  der Wandungen nicht mehr unter der Ent  zündungstemperatur des     Treihmittels    ist.  



  Die Verbesserung des thermischen Wir  kungsgrades tritt bei mit Erdölen     betriebenen          Verbrennungskammernaggregaten    schon bei  einer Temperatur der Wandungen von     -150     bis 500   C ein, da die Entzündungstem  peratur von Erdölen hier schon erreicht ist.  Werden sehr wärmebeständige Materialien  als Baustoffe angewendet, so kann die Tem  peratur auch über 500   C gehalten werden.  



  Eine hohe Temperatur an der Innenseite  der Kammerwandungen kann zum Beispiel  bei Wasserkühlung dadurch erreicht werden,  dass die Wände der Verbrennungskammern  aussen nicht mehr überall von Wasser um  spült werden, sondern nur noch Partien da-      von, in mehr oder weniger regelmässiger Ver  teilung, so dass durch Verringerung der       wärmeabführenden    Oberfläche die Innen  temperatur der Wandungen zum Beispiel auf  der Höhe von 450 bis 500   C gehalten wird.  



  Die höhere Temperatur der Kammer  wände kann auch dadurch erreicht werden,  dass das Kühlwasser unter     entsprechendem     Druck auf höherer Temperatur gehalten wird  oder     da,ss    mit Dampf gekühlt wird; bei Luft  kühlung kann die     Kühlrippenoberflä,che    ent  sprechend verringert werden.  



  Als Kühlmittel können auch geschmol  zene Salze     an-ewandt    werden. Besonders  eignen sich     Mischungen    von     Fluoriden,    Ei  sulfaten und Chloriden; -da sich ihr Schmelz  punkt bei zirka 300   C befindet und sie bei  400   C dünnflüssig genug sind, um durch  Temperaturunterschiede in Strömung zu ge  raten, so dass ein     Wäxmeausgleich    gewähr  leistet wird, und da. sie sich bis 1000   C  nicht zersetzen und Eisen nicht     angreifen.     



  Dünnwandige Teile, wie zum Beispiel  Düsen,     Umleitschaufeln        etc.,    können eben  falls mit den geschmolzenen Salzen in Be  rührung gebracht werden, um sie auf diese  Weise vor dem Ausglühen oder Schmelzen zu  bewahren.  



  Die     Strömungsenergie    des aus der Haupt  düse abfliessenden Gasstrahles kann in     Tur..          binen,    Kolbenmotoren     etc.    in mechanische  Arbeit oder in     Propulsatören    direkt in Schub  umgesetzt werden, wodurch Fahrzeuge  ohne     mechanisch    bewegte Teile ihren Antrieb  erhalten.  



  Es ist selbstverständlich, dass das     Ver-          brennungskammernaggregat    auch andere  Ausführungsformen, wie hier beschrieben,  haben kann. So wäre es beispielsweise mög  lich, die in den     Strahllenker    10 zu leitende  Verbrennungsluft nicht durch einen Strahl  kompressor, sondern durch einen maschinellen  Kompressor zu verdichten. Auch könnte die  Kombination des     Strahllenkers    10 und des       Strahlkompressors    17 beibehalten, das An  saugvolumen des     Strahlkompressors    jedoch  zum Beispiel durch einen Rotationskompres  sor oder Kreiselverdichter vergrössert werden,    was bei Flugzeugen Anwendung finden  könnte.  



  Die Zuführung des Brennstoffes liesse sich  auch durch eine Pumpe bewerkstelligen und  dessen Verteilung durch Ventile und Dreh  schieber.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Erzeugung eines zur Lei stung mechanischer Arbeit dienenden Gas strahles aus Teilstrahlen die, durch explo sionsartige Verbrennungen in mehreren Ver brennungskammern erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die aus den Verbren nungskammern während der Verbrennung abströmenden Teilstrahlen und ein Verbren nungsluftstrahl sich gegenseitig aus ihrer ur sprünglichen Richtung ablenken, und dass diese Strahlen an ihrer Berührungsstelle we nigstens annähernd gleich schnell strömen, und dass sie sich, ohne sich miteinander zu vermischen, wieder trennen, und dass in ver änderter Strömungsrichtung nur die Teil strahlen allein nach aussen abströmen, dass hingegen der Verbrennungsluftstrahl ge zwungen wird, zurückzuströmen,
    um sich in die in der Füllungsperiode befindlichen Ver brennungskammern zu ergiessen und diese mit Luft aufzuladen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Brennstoff zufuhr in den Verbrennungskammern der art zeitlich aufeinander folgende explo sionsartige Verbrennungen bewirkt, dass jeweilen nur ein oder gleichzeitig mehrere aus den Verbrennungskammern abströ mende Teilstrahlen den zur mechanischen Arbeitsleistung dienenden Gasstrahl bil den, und dass dieser letztere gegen den Verbrennungsluftstrahl hin .eineAbschluss- fläche bildet, die ständig ihre Lage än dert,
    wodurch in stets wechselnder ge genseitiger Beeinflussung die einzelnen Vorgänge in regelmässigem Arbeitsspiel einander folgen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da-ss die explosionsartigen Verbrennungen in den Verbrennungskammern derart auf einander folgen, dass ein kontinuierlicher, zur mechanischen Arbeitsleistung dienen der Gasstrahl erzeugt wird. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die explosionsartigen Verbrennungen in den Verbrennungskammern derart auf einander folgen, dass ein intermittierender, zur mechanischen Arbeitsleistung dienen der Gasstrahl erzeugt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Verbren nungsluft durch einen. Strahlapparat in die Verbrennungskammern gefördert wird und hier ihre Strömungsgeschwindigkeit derart zum Stillstand gelangt, dass in den Kammern ein Staudruck entsteht.
    PATENTANSPRUCH 11: Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, mit einer :Mehrzahl von Verbrennungskammern, da durch gekennzeichnet, dass die Verbrennungs kammern um eine Luftleitung angeordnet sind, und dass sie durch Kanäle mit einer koaxial zur Luftleitung liegenden Haupt düse in Verbindung stehen, welche Kanäle schiefwinklig zur Achse der Luftleitung und der Hauptdüse stehen, derart, dass beim Aus treten eines Teilstrahles aus; einer der Ver brennungskammern dieserTeilstrahl eineVer- bindung von der Luftleitung nach den üb rigen Kammern frei lässt.
    UNTERANTSPRttCHE 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zum Zuleiten von Luft in dieVerbrennungskammernein Strahlkompressor vorgesehen ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlkompressor mit Kanälen an die Verbrennungskammern angeschlossen ist, derart, dass durch Grasstrahlen, die aus den Verbrennungskammern austreten, im Strahlkompressor frische Luft ange saugt und durch die Luftleitung in die Kammern gefördert wird. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verbrennungskam mern, der Strahlkompressor und die Kanäle so bemessen sind, dass das durch den Strahlkompressor geführte Gasluf t- gemisch mit hoher Geschwindigkeit in die Verbrennungskammern fliesst und hier durch Stauung verdichtet wird. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, dass sich der Brennstoff vermöge der hohen Temperatur des Gasluftge- misches in den Verbrennungskammern während des Staudruckintervalles selbst tätig entzündet.
CH129081T 1926-09-23 1926-09-23 Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines zur Leistung mechanischer Arbeit dienenden Gasstrahles. CH129081A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1237251B (de) * 1961-08-02 1967-03-23 Junkers & Co Brenneranlage fuer pulsierende Verbrennung
DE1240611B (de) * 1954-08-28 1967-05-18 Junkers & Co Brenneranlage fuer pulsierende Verbrennung, welche als Waermequelle fuer einen gasbeheizten Wassererhitzer dient

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DE1237251B (de) * 1961-08-02 1967-03-23 Junkers & Co Brenneranlage fuer pulsierende Verbrennung

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