CH129003A - Verfahren zur Herstellung einer mechanisch fest haftenden Verbindung von Materialien unter Verwendung von Polyvinylacetat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer mechanisch fest haftenden Verbindung von Materialien unter Verwendung von Polyvinylacetat.

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CH129003A
CH129003A CH129003DA CH129003A CH 129003 A CH129003 A CH 129003A CH 129003D A CH129003D A CH 129003DA CH 129003 A CH129003 A CH 129003A
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polyvinyl acetate
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mechanically firmly
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Consortium Elektrochem Ind
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  Verfahren zur Herstellung einer mechanisch fest haftenden Verbindung von  Materialien unter Verwendung von     Polyvinylacetat.       Wir haben gefunden, dass die durch     Po-          lymerisation    mit oder ohne Zusatz von     Ka-          talysatoren,    aus     Vinylacetat        herstellbaren     Produkte infolge ihrer     Haftwirkung    sich  ausgezeichnet zum Verkleben, Verkitten,       Dichten    und dergleichen eignen.  



  Man kann die     zähflüssigen    bis     harten          Polymerisationsprodukte,    im Nachstehenden  der Einfachheit halber als     polymerisiertes          Vinylacetat    bezeichnet, im erweichten,     bezw.     geschmolzenen Zustande mit oder ohne Zu  satz fester oder halbfester Stoffe verwenden.  Soweit sich diese Stoffe zerkleinern     bezw.          pulvern    lassen, ist es auch möglich, sie in  dieser Form zur Anwendung zu     bringen.     Sie lassen sich auch in gelöster Form ver  wenden.

   Da die Auswahl der geeigneten or  ganischen     Lösungsmittel    sehr gross ist, und       ferner    sich auch     Lösungsmittelkombinationen     eignen (zum Beispiel kommen in Betracht  Alkohole, Betone, Ester, besonders     Vinyl-          acetat,        Acetale,        Bohlenwasserstoffe,    Halogen  derivate von     Kohlenwasserstoffen,    Nitrokoh-         lenwasserstoffe    usw.), so ist der Anwendungs  form und dem     Anwendungszweck    ein ausser  ordentlich weiter Spielraum gelassen.  



  Hierzu kommt die weiterhin von uns ge  fundene Tatsache, dass die mit den verschie  denen     Lösungsmitteln    hergestellten Lösungen  verschiedene     Viskositätsgrade    aufweisen. Es  lassen sich so beispielsweise     durch    Auswahl  des     Lösungsmittels    bei gleicher Konzentration  weniger oder stärker     viskose    Leime,     Kleb-          mittel    und dergleichen herstellen.  



  Wir haben ferner gefunden, dass es vor  teilhaft ist,     polymerisiertes        Vinylacetat    zur  Anwendung zu bringen, dessen Herstellung  in     Gegenwart    eines     Lösungsmittels    vorgenom  men worden ist, zumal, da solche Lösungen  mitunter besser kleben als Auflösungen von  zum Beispiel als     Schmelzfluss    gewonnenem       Polymerisationsprodukt    in demselben Lö  sungsmittel.  



  Die     Verwendung    des     polymerisierten          Vinylaeetats,    seiner Lösungen oder Suspen-           sionen    lässt sich durch Zusatz von andern  klebenden oder nichtklebenden Stoffen     weit-          P   <B>C</B>       liend    modifizieren, was zum Beispiel     für     die Herstellung von festen oder flüssigen  Siegellacken oder andern     Kleb-,    Kitt- oder  Füllmitteln von     Wichtigkeit    ist.  



  Bei dem Vereinigen, Verkleben, Verkit  ten, Dichten, Ausfüllen und dergleichen mit  Hilfe von polymerisiertem     Vinylacetat    lassen  sich auch rein physikalische Hilfsmittel, wie       Druck    und Temperatur, oder die vereinte  Wirkung beider zur Anwendung     bringen.     Es mag dahingestellt sein, ob durch die  Anwendung von Druck und     Temperatur    oder.  von beiden und eventuell unter dem Einfluss  des zu     behandelenden    Materials eine che  mische Veränderung des polymerisierten       Vinylacetats    vor sich geht, zum Beispiel in  dem Sinne einer Veränderung der     Polymeri-          sationsstuf    e.  



  Da sich die     Polymerisationsprodukte    von       Vinylacetat    in. völlig wasserheller Form dar  stellen lassen, sind sie besonders prädestiniert  für     Verklebungen,        Verleimungen    usw. von  durchsichtigen     bezw.    farblosen Stoffen, von  Glas und dergleichen.  



       Die    günstigen elektrischen Eigenschaften  machen diese     Polymerisationsprodukte    beson  ders geeignet für die     Verwendungsgebiete     der Elektrotechnik zur Herstellung von Iso  lationsmaterialien     jeglicher    Art, von     Press-          artikeln        und    dergleichen.  



  Unter den Anwendungsgebieten seien ge  nannt: Herstellung von aus gemischten  Stoffen,     wie    Glimmer, Papier, Faserstoffen  und dergleichen bestehenden elektrotechni  schen Isolationsmaterialien und Gegenstän  den, wobei man     Polyvinylacetat    für sich  oder mit Füllstoffen und andern     Zusätzen     verwendet; ferner die Herstellung von Kleb  folien aus Papier, Stoffen und dergleichen,       zum        Beispiel        von        feuchten     fer  ner die Verwendung in Form von Siegel  lacken,     Kaltsiegellacken    und Kaltleimen.

         Beispiel   <I>1:</I>       Eine    Lederfläche wird mit einer 50     %igen     Lösung von auf photochemischem Wege  hergestellten, geschmolzenem     Polyvinylacetat       in Alkohol, der 10 %     Amylcinnamat    zugesetzt  sind,     bestrichen    und durch Aufdrücken einer  Stofffläche mit dieser fest verbunden.  



       Beispiel   <I>2</I>  Zwei Holzflächen werden in der Weise  zu einer festen Verbindung gebracht, dass  sie mit einer 50     %igen    Lösung von durch       Ultraviolettbestrahlung    gewonnenem     Poly-          vinylacetat    in Aceton, die 5 %     Isobutyl-          phtalat    enthält, bestrichen und aufeinander  gepresst werden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Fein     gespaltene        Glimmerplatten    werden  mit einer 60     %igen    Lösung von     Polyvinyl-          acetat    in     ,Spiritus    bestrichen, in mehrfacher  Lage übereinander geschichtet     und    bei 120'  unter einem     Druck    von 20     Atm.    pro     ein'          verpresst.    Es entsteht ein farbloser, elasti  scher     Mikauit.     



  <I>Beispiel 4:</I>  Dünnes Papier wird durch Tauchen in  einer 40     %igen    Lösung von     Polyvinylacetat     in Benzol und durch darauffolgendes Ver  dunsten des     Lösungsmittels    mit einer dün  nen Schicht von     Polyvinylacetat    überzogen.  Diese Klebfolie wird zwischen einen     Karton     und eine Photographie gelegt. Durch Über  streichen der Photographie mit einem auf  <B>100'</B> erwärmten Klebeisen wird eine dauer  hafte Verbindung zwischen der Photographie  und dem Untergrund bewirkt.  



  <I>Beispiel 5:</I>  Eine aus 10J Teilen einer     Lösung    von       Polyvinylacetat    in Essigester und 10 Teilen  einer pulverförmigen Füllmasse bestehende  Paste wird     zwischen    zwei Papierflächen ge  bracht, worauf durch     Verdunsten    der Lö  sungsmittel     eine    dauerhafte Vereinigung der  Flächen erfolgt.  



       Beispiel   <I>6:</I>  In einem Metallrahmen     wird    eine Glas  platte fest und elastisch befestigt, indem man  zwischen das Metall und das Glas einen mit  einer 50     %igen    Lösung von     Polyvinylacetat     in Aceton bestrichenen Gummistreifen     bringt         und das verklebte System 15 Minuten lang  unter schwachem Druck hält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer mecha nisch festhaftenden Verbindung von Mate rialien, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Polyvinylacetat zwischen die zu verbinden den Materialien bringe. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Polyviny lacetat in Verbindung mit andern nichtklebenden Stoffen verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Polyvinylacetat in Verbindung mit andern klebenden Stoffen verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verklebung in Gegenwart von Weichmaehungsmitteln ausführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verklebung in Gegenwart eines Lösungsmittels be werkstelligt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Ausfüh rung des Klebprozesses unter Druck ar beitet. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Ausfüh rung des Klebprozesses bei erhöher Tem peratur arbeitet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Ausfüh rung des Klebprozesses unter Druck und bei erhöhter Temperatur arbeitet.
CH129003D 1926-05-11 1927-04-28 Verfahren zur Herstellung einer mechanisch fest haftenden Verbindung von Materialien unter Verwendung von Polyvinylacetat. CH129003A (de)

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CH129003D CH129003A (de) 1926-05-11 1927-04-28 Verfahren zur Herstellung einer mechanisch fest haftenden Verbindung von Materialien unter Verwendung von Polyvinylacetat.

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CH (1) CH129003A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE891019C (de) * 1937-12-12 1953-09-24 Siemens Reiniger Werke Ag Verfahren zur Herstellung eingekleideter Verbundhohlkoerper
DE764239C (de) * 1934-12-22 1954-04-12 Bosch Gmbh Robert Unter Druck stehende Abdichtung fuer elektrische Kondensatoren mit fluessiger oder halbfester Impraegnier- oder Fuellmasse

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764239C (de) * 1934-12-22 1954-04-12 Bosch Gmbh Robert Unter Druck stehende Abdichtung fuer elektrische Kondensatoren mit fluessiger oder halbfester Impraegnier- oder Fuellmasse
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