CH119774A - Einrichtung zum Schutz gegen Gasverlust bei Blankglühöfen. - Google Patents

Einrichtung zum Schutz gegen Gasverlust bei Blankglühöfen.

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CH119774A
CH119774A CH119774DA CH119774A CH 119774 A CH119774 A CH 119774A CH 119774D A CH119774D A CH 119774DA CH 119774 A CH119774 A CH 119774A
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CH
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Ehirichtmig        zitin        Schtitz    gegen Gasverlust bei     Blankglühöfen.            Blankglühöfen    sind solche Öfen, in denen  bearbeitete Metalle, insbesondere Draht, ge  glüht wird, ohne     dass    das     (-x'lübgut    dabei oxydiert.  Zu diesem Zweck wird der Ofen mit einem  indifferenten Gas, gewöhnlich mit Kohlen  säure gefüllt.

   Da sich nun beim Anheizen  des Ofens das Gas ausdehnt,     muss    man eine  Öffnung anbringen, durch die der     (3rasüber-          schuss    entweichen     kam).    Da beim Abkühlen  im Ofen eine Saugwirkung entsteht, hat man  bisher den Ofen dauernd an eine Gasquelle  angeschlossen. Dieses Verfahren bedingt einen  erheblichen Gasverbrauch, der das     Blankglü-          hen    verteuert. Zudem besteht noch die Gefahr,       dass    bei unzureichender Gaszufuhr während  der     Abkühlperiode    Luft in den Glühtopf ein  gesaugt wird und das Glühgut infolgedessen  dennoch oxydiert.  



  Nach der Erfindung werden diese Nach  teile dadurch vermieden,     dass    an den prak  tisch gasdichten Ofen ein Ausdehnungsgefäss  angeschlossen ist, das den beim Erwärmen  austretenden     Gasüberschuss    aufnimmt und  ihn beim Abkühlen des Ofens wieder in den-    selben abgibt.- Ein dauernder     Anschluss    an  die Gasquelle ist dann nicht mehr nötig.  



  In der Praxis gestaltet sich eine derartige  Einrichtung sehr einfach. Das in der Zeich  nung dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt  einen mit elektrischer Heizung<B>g</B> versehenen  Glühofen a, dessen äusserer Mantel<B>o</B> gasdicht  gearbeitet ist. Der Ofen ist in eine gemauerte  Grube     b    des Arbeitsraumes versenkt, die  grösser ist, als der Ofen selbst. Aus seinem  Innern führt durch seinen mit Flüssigkeits  dichtung<B>f</B> aufgesetzten Deckel<B>d</B> ein     heber-          artiges    Rohr e bis nahe an den Boden der  Grube<B>b.</B>  



  Das Arbeitsverfahren gestaltet sich nun  folgendermassen: Der Ofenraum a wird mit  dem Glühgut gefüllt und dann     Kohlensäure-          gas    eingeleitet bis der Ofen voll ist, was  mit einer brennenden Kerze sicher festgestellt  werden kann. Nachdem der Deckel<B>d</B> aufge  setzt ist, wird mit dem Glühen, begonnen.  Infolge der Wärmeausdehnung entweicht ein  grosser Teil der Kohlensäure durch das Rohr e  aus dem Ofen, kühlt sich zum Teil schon           ini    Rohr e ab und gelangt in die Grube<B>b,</B>  wo es sich vollends abkühlt     und    liegen bleibt.  Dabei gibt es seine Wärme noch     züm    Teil  an den Ofen ab und erhöht dadurch die  Wirtschaftlichkeit.

   Ist die gewünschte     Glüh-          temperatur    im Ofen erreicht     und    kühlt sich  nach Beendigung des Glühprozesses das     Glüh-          gut    ab, so entsteht im Ofen ein Unterdruck,  so     dass    die vorher herausgedrückte Kohlen  säure durch das Rohr e wieder aus der Gru  be<B>b</B> in den Ofenraum a hineingesogen wird.  



  An Stelle der Grube als Ausdehnungs  gefäss für das Gas kann der Ofen auch mit  einem doppelten Mantel zur Aufnahme des  Gasüberschusses versehen sein, oder das Gas  kann zwecks besserer Abkühlung in eine  getrennte Grube geleitet werden. Kann der  grossen Produktion wegen das Glühgut nicht  im Ofen selbst erkalten, so müssen Glüh  töpfe angewendet werden, die in den Ofen  eingesetzt werden und ihrerseits mit jenem       Heberrohr    (e) versehen sind- beim Abkühlen  stellt man den heissen     Glühtopf    ausserhalb  des Ofens auf und     verbindet'ihn    durch eine  Rohrleitung mit dem Ausdehnungsgefäss.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Einrichtung zum Schutz gegen Gasverlust bei mit Schutzgas gefüllten Blankglühöfen, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofenraum. an ein Ausdehnungsgefäss zur Aufnahme und Wiederabgabe des Gasüberscbusses atige- schlossen ist.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausdehnungsge <B>fäss</B> die Auf.'jenwand des Ofens umgibt, zum Zweck, die Wärme des austretenden Überschussgases clein Glühprozess zu er halten. 2. Einrichtung nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet dass der Ofen in einer gemauerten Grube aufgestellt ist. <B>3.</B> Einrichtung nach Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen einen Dop pelmantel hat. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausdehnungsgefäss eine, besondere Grube vorgesehen ist, züm Zweck für die Abkühlung des Glühgutes ein gut gekühltes Gas zuführen zu hikinen. <B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofenraum durch ein Heberrohr mit dem Ausdehnungsgefäss verbunden ist.
    <B>6.</B> Einrichtung nach Patentansp-ruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein besonderer<B>Glüh-</B> topf vorhanden ist, zum Zwecke, densel ben in den Ofen einsetzen und zum<B>Ab-</B> kühlen des Glühgutes wieder herausnehmen zu können, wobei eine Rohrleitung den herausgenommenen Gliiiitopf mit dein Ans- dehnungsgefäss zu verbinden gestattet.
CH119774D 1925-05-30 1926-05-05 Einrichtung zum Schutz gegen Gasverlust bei Blankglühöfen. CH119774A (de)

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