Sicherungseinrichtung für elektrische Installationen. Das Fehlen von vorschriftsmässigen Schmelz einsätzen bei Eintritt von Störungen (Kurz schlüssen etc.) in elektrischen Anlagen mit Sicherungen bekannter Ausführungsformen, veranlasst die Energie-Konsumenten nur zu oft, die Einsätze (Patronen etc.) durch Draht stücke, Nägel, Stanniol und dergleichen zu er setzen; diese verwerflichen Massnahmen werden noch strafwürdiger, wenn solche Machen schaften bestehen bleiben, bilden sie doch in der Folge eine nicht zu unterschätzende, ständige Gefahr für die Allgemeinheit und die Urheber selbst.
Der Umstand, dass die Schmelzeinsätze für die Sicherungen durch die Energie-Kon- sumenten selbst ergänzt werden können, bildet ein Moment, das zu diesen Handlungen er heblich beiträgt; somit erscheint die Ver meidung jeden Eingriffes in diesen sehr wich tigen Teil einer elektrischen Anlage durch die Energie-Konsumenten im Interesse einer grösstmöglichsten Betriebs- und Feuersicher heit notwendig.
Ferner werden bekanntlich die Sicherungen vor den der Verrechnung des Wattverbrauches einer elektrischen Anlage dienenden Messgeräte (Zähler etc.) vom Energie-Lieferanten durch geeignet erscheinende Massnahmen (Plombie- rung etc.) gegen Eingriffe Unberechtigser ge schützt, einerseits, um die Messgeräte vor einer Zerstörung bei Überlastungen durch das Einsetzen zu starker Schmelzeinsätze zu schützen, anderseits an diesen Stellen einen unregistrierten Energiebezug nach Möglichkeit auszuschalten;
jedoch hat das Durchschmelzen dieser Einsätze zur Folge, dass der Energie bezug je nach den Umständen und der Ört lichkeit für längere oder kürzere Dauer unter brochen bleibt, da sich der Energie-Konsument in solchen Fällen gezwungen sieht, den Ener- gie-Lieferanten bezw. sein e hierfür kompetenten Organe zu benachrichtigen, damit die defekten durch intakte Einsätze ergänzt werden, daher ist auch die Beseitigung dieses Missstandes sehr wünschenswert.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Pro blem zugrunde, eine Sicherung zu schaffen, die vorerwähnte Nachteile der bereits be kannten Ausführungsformen ausschalten soll, die aber insbesondere jeden Eingriff in diese Art Vorrichtungen durch die Energie-Konsu- menten entbehrlich macht und trotzdem die Bedienung nach Bedarf durch ihn zulässt; die Kontrolle und Wartung jedoch restlos in die Hände des Energie-Lieferanten legt, wodurch die Betriebs- und Feuersicherheit einer elek trischen Anlage wesentlich erhöht wird.
Eine Lösung dieses Problems ist durch die' vorliegende Erfindung gefunden; sie ist in der nachstehenden speziellen Beschreibung erklärt und der Erfindungsgegenstand in den beiliegenden Zeichnungen (Blatt 1 und 2, Fig. 1-40) in mehreren beispielsweisen Aus führungsformen dargestellt.
Blatt 1, Fig. 1 zeigt eine Sicherung mit Anschluss- und blontagegrundplatte irr einem Blechgehäuse, im Schnitt nach Linie A-13 durch die Vorderansicht der Fig. 2 einer ein poligen Ausführungsform mit seitlich angeord neten Gehäuse-Plombiervorrichtungen (rück seitige Einführung der Leiter).
Der Isolierkörper 1 (Pressstück) in Isolier material weist einen mit ersterem starr ver bundenen, konzentrisch in diesem gelagerten, metallischen Schaft 2 auf, dessen freies, aus dem Isolierkörper herausragendes Ende als Achse mit Gewindeschaft ausgebildet ist. Der als Handrad ausgebildete Teil des Iso lierkörpers 1 ist mit Löchern 3 durchsetzt, die der Plombierung der Sicherungen dienen.
Eine zur Aufnahme mehrerer voneinander unabhängiger Sicherungspatronen besonderer Konstruktion dienende gemeinsame Kontakt platte 4, die die zu ihrer Aufnahme erforder lichen Feingewindebohrungen und Bohrungen zu ihrer Befestigung am Isolierkörper 1 selbst aufweist, ist mit dem Schafte 2 durch eine Schraube 5 mechanisch und somit elektrisch leitend verbunden. Sie ist ferner durch die im Isolierkörper 1 vertieft liegenden, nur von seiner Rückseite zugänglichen Schrauben 6 festgehalten und so gegen eine Verdrehung um ihre eigene Achse gesichert; vergleiche Fig. 3, Schnitt nach Linie C-D durch Fig. 2.
Der Isolierkörper 1 ist ferner, um die Sicherungspatronen 7 einsetzen zu können, von der gewählten Zahl Patronen entsprechen den Anzahl Bohrungen durchsetzt, die im Durchmesser erheblich grösser gehalten sind als der grösste Durchmesser der Fusskontakte des gewählten Patronentypes; das eine Ende dieser Bohrungen ist mit Feingewinde ausge kleidet, und diese (-ewindebohrungen nehmen die isoliert angeordneten, auswechselbaren Schraubenhülsen 8 auf;
deren lichte Durch- rriesser entsprechen den Durchmessern der Fuss-Endkontake der einzusetzenden Patronen und sind, -um ein Klemmen zu verhüten, noch zulässig grösser gehalten.
Über die Konstruktion der gewählten Sicherungspatronen und ihr Einbau im Sicherungsgehäuse orientiert Patentschrift Nr. 99610, Klasse 1l1 d, veröffentlicht am 16, Juni 1923.
Damit die bei intakten Sicherungspatronen unter Spannung stehende Kontaktplatte 4 einerseits gegen allfällige Berührung geschützt ist und anderseits die Patronen, sofern solche nur durch den Energielieferanten bezw. seinen hierzu berufenen Organen ausgewechselt wer den sollen; um missbräuchlichen Eingriffen vorzubeugen und widerrechtlicher Energieent nahme wirksam zu begegnen, ist sie durch eine Kapsel 9 abgedeckt, welche, um die Kontrolle der Patronen durch ihre äussere Kennvorrichtung jederzeit zu ermöglichen, aus einem transparenten Stoffe gefertigt; vorge sehen ist.
Die Kapsel 9 liegt in einer Rille des Iso lierkörpers 1 auf, die, an die Peripherie der Kontaktplatte 4 verlegt, tiefer ist als die Auflage der letzteren selbst, um das Ein führen von metallischen Leitern an dieser Stelle unmöglich zu machen. Sie wird durch den Knopf 10 aus Isolierinater@ial;' der eine mit ihm starr verbundene Schraube 11 auf weist und an diesem durch einen Springring 12 lösbar befestigt, durch Einschrauben des Knopfes 10 in die Gewindebohrung der Schraube 5 festgehalten.
Der vorerwähnte Springring 12, der sich in eine Rille des Knopfes 10 legt, lagert die Kapsel 9 unabhängig vom letzteren drehbar tun ihre eigene Achse und sorgt für bequeme Auswechslung derselben; ferner wird hier durch erreicht, dass die Abdeckkapsel 9 bei der Auswechselung von defekten Patronen etc. durch das Ausschrauben des Knopfes 10 mit ihm vereinigt bleibt, also von der Kon taktplatte 4 abgehoben und über sie gesetzt werden kann.
Die Kontrolle über die widerrechtliche Entfernung der Abdeckkapsel 9 kann eine Schnur oder dergleichen, welche durch die den Knopf 10 durchsetzenden Löcher 13 und 3 des Isolierkörpers hindurchgezogen wird und solche diametral verbindet, ohne die Kontrolle der Patronen zu erschweren und die Drehung des Isolierkörpers zu hindern, dienen und deren Knoten hernach mit einer Plombe be legt wird.
Nennen wir nun in nachstehendem die vorbeschriebene Einrichtung; wo dies das Ver ständnis nicht beeinflusst, kurz Magazin.
Das die Sicherungsorgane gegen mechani sche Beschädigungen und die Kontakt- und Metallteile, die blossliegend, eine allfällige widerrechtliche Energieentnahme zuliessen, schützende Gehäuse 14, dessen äussere kreis runde Öffnung äusserst wenig Spielraum zwi schen dem Magazin lässt, ist, soweit es das :
Magazin und die Kontaktvorrichtungen etc. schützen soll, zwischen sich und dem Magazin jedoch reichlich Spielraum belassend, bereits zylindrisch gehalten und hernach zur Auf nahme einer Isolierplatte 15 bestimmt, m einen quadratisch gehaltenen Napf erweitert, der mit Ausschnitten für die seitlich ange ordnet vorgesehenen Plombiervorrichtungen und Gewindebohrungen für die Befestigung der Kontakt- und Magazinlagerplatte versehen ist. Letztere wird vermittelst der Schrauben 16 isoliert gegen das Gehäuse befestigt.
Die Isolierplatte 15 (Pressstück) weist, irn Isoliermaterial eingebettet, zwei Metallteile 17 und 18 auf. Metallteil 17, halbkreisförmig ausgebildet, dient als Träger der Kontaktvor richtungen Lind Anschlussorgane und ist an den für diese bestimmten Stellen von ihn umgebenden Isoliermaterial blossgelegt.
Metall teil 18 dient, als Lasche ausgebildet im Verein mit einer Büchse 19; an der Für die An schlussorgane bestimmten Stelle von ihn um gebendem Isoliermaterial blossgelegt, als Lager des Magazines zur Aufnahme der Anschluss- organe und zur Fixierung eines später näher umschriebenen Mechanismus (vergleiche Fig.1, 3, 4 und 8; Fig. 4 zeigt die Vorderansicht der Sicherung analog Fig. 2, jedoch mit aus gehobenem Magazin).
Eine federnde Kontaktvorrichtung, be stehend aus einer U-förmig gebogenen Kon taktfeder 20, wird durch eine Gewindelasche 21 vermittelst der Schrauben 22 gegen Me tallteil 17 gepresst und bildet den Grundkon- takt. Des letzteren Form und Anordnung in der Isolierplatte 15 gestattet In Ausnahme fällen, die später umschrieben sind, zwei der vorbeschriebenen Kontaktvorrichtungen anzu ordnen.
Der Einbau des Magazines soll bei der vorbeschriebenen und gewählten Ausführungs form besonderen Bedingungen gerecht werden.
Die Sicherungspatronen 7 im Magazin sollen einzeln oder in Ausnahmefällen auch parallel in den Leiter geschaltet werden können, bezw. ihre Fuss-Endkontakte über den Kontaktvorrichtungen jeweilen zuverlässig fixiert bleiben.
Das Magazin soll durch dessen Schaft 2 als Leiter und Achse in der Isolierplatte 15 bezw. Metallteil 18 im Verein mit der Büchse 19 nicht nur gelagert sein, sondern soll auch die elektrische Verbindung mit ihm herstellen, wobei der Übergangswiderstand zu beachten ist.
Das Magazin soll, um einen Sicherungs typ für mehrere Stromstärken verwenden zu können, aushebbar sein, damit die Auswechse lung der Schraubenhülsen 8 möglich wird.
Zur Fixierung der Sicherungspatronen 7 bezw. ihrer Fuss-Endkontakte über den Kon- taktvorrichtungen bezw. Kontaktfedern 20 dient ein Arretiermechanismus, der bei Rechts und Linksdrehen des Magazines jeweilen selbsttätig und kräftig sperrt; gewählt ist ein Sprungwerkmechanismus, im wesentlichen ana log der für Drehschalter etc. vielfach ange wendeten, bekannten Ausführung.
Der Sprungwerkbügel 23 wird durch die Schrauben 24 mit der Lasche 18 in Verbin dung gebracht und durch sie gegen die Iso lierplatte 15 gepresst und so in seiner vor gesehenen Stellung fixiert (vergleiche Fig. 4, 5 und 8). Fig. 5 zeigt die rückseitige Ansicht der von der Anschluss- und Montagegrund platte abgehobenen Sicherungen im Gehäuse 14; Fig. 8 zeigt einen Schnitt nach Linie E-F durch Fig. 4 mit lose eingeschobenem Magazin, letzteres in Seitenansicht dargestellt.
Als Leiter zu und von den Sicherungsor ganen bezw. Metallteilen 17 und 18 dienen für die Sicherungen der hier gewählten Aus führungsformen mit separaten Anschluss- und Montagegrundplatten, Steckerstiften 25, die in die Gewindebohrungen der vorbenanuten Metallteile eingeschraubt werden und durch die Gegenmuttern 26 gegen ein Selbstlösen etc. gesichert sind.
Ein Miniaturschleifkontakt, die gewölbte Scheibe 27, der eine Legscheibe 28 beige geben ist, wird über die Achse des Schaftes 2 geschoben und vermittelt bei eingeschobe nem Magazin im Verein mit den SprUngwerk- organen und der Achse des Schaftes 2 den Kontakt auf der Lagerbüchse 19 und An schlusslasche 18 und dient gleichzeitig als Druckorgan in achsialer Richtung.
Die Stellung der einander gegenüberliegen den Nuten 29 der Achse des Schaftes 2 zur Anordnung der Sicherungspatronen 7 im Maga zin, ferner die Stellung des Sprungwerkbügels 23 und somit auch die Lage der Blattfedern 30 und des Sprungwerkkörpers 31, die Lage seiner Nocken 32 zur Stellung seiner Flächen fixieren auf zuverlässige Weise jeweilen die Fuss-Endkontakte der Sicherungspatronen 7 über den Kontaktvorrichtungen bezw. Kontakt federn 20 (vergleiche Fig. 1, 3, 5, 7, 8, 9 und 10).
Fig. 10 zeigt die Ansieht des Sprung- werkkörpers mit seinem konzentrischen Aus schnitte in grösserem Massstab.
Durch die Zugkapsel 33 und die Mutter 34, die in der Aussparung des Sprungwerk- körpers 3l untergebracht vorgesehen sind; wird das Magazin gegen ein Ausheben ge sichert; somit gestattet das Entfernen der Mutter 34 ein Abheben des Magazines von der Kontakt- und Magazinlagerplatte 15, um das Auswechseln der Schraubenhülsen 8 oder Ersetzen und Ergänzen von Kontaktfedern 20 zu ermöglichen.
Die Durchbildung der vorerwähnten Mittel und ihre Anordnung bezweckt, beim Durch schmelzen des Ein zatzes der mit der Kon taktvorrichtung in Verbindung stehenden Sicherungspatrone durch Drehen an dein aus dem Gehäuse herausragenden Teil des Maga- zines, d. h. dem Handrad, die defekte Patrone auszuschalten und -durch diese Ausschalte funktion das Einschalten einer intakten Siche rungspatrone zu bewirken;
denn wird das Magazin um seine eigene Achse etwas ver dreht, so hebt der Sprungwerkskörper 31, der mit dem Schafte 2 des Magazines durch seine in die Nuten 29 eingreifenden Nocken 32 des ersteren gekuppelt ist, die Blattfedern 30 aus ihrer Ruhelage und ihre lebendige Kraft fixiert unmittelbar hernach die hier durch eingeschaltete Sicherungspatrone über der Kontaktvorrichtung, indem sich die Blatt federn 30 gegen die Flächen des Sprung werkkörpers 31 legen und ihn in dieser Lage festhalten;
ferner wird hierdurch erreicht, dass Unterbrechungen im Energiebezug bei Pa tronendefekten auf ein Minimum reduziert werden, indem weder ein Eingriff in die Vor richtung notwendig wird, noch erst die vor geschriebenen Sicherungspatronen herbeige schafft zu werden braueben; der Vorrat an intakten Sicherungspatronen kann dem Ener- gie-Konsumenten durch die hierzu berufenen -Organe der Energie-Lieferanten, aus Anlass der periodischen Kontrolle der Messgerätc (Zähler etc.) oder anderweitig, erhalten bleiben.
Sicherungen in vorbeschriebener Ausfüh rungsform bezw. mit Steckerstiften 25 als An schlussorgane sind auf separater Montage grundplatte 35 montiert vorgesehen und diese dient der Unterbringung einer Stecker- und Anschlussplatte 36 (Pressstück) in Isolierma terial (vergleiche Fig. 1, 3, 6 und 8). Fig. 6 zeigt die Montagegrundplatte mit eingebauter Stecker- und Anschlussplatte in der Vorder ansicht, d. b. die eigentliche Sicherung ist von ihr abgehoben, um die Einzelteile und ihre Anordnung erkennen zu lassen.
Die Montagegrundplatte 35 dient ferner als Träger der Plombiervorrichtungen 37; die Stecker- und Anschlussplatte 36 wird ver- mittelst der; Schrauben 3$ an ihr durch ihre Gewindebohrungen befestigt und die Löcher 39 dienen zur Befestigung der Montagegrund platte 35 auf ihrer Unterlage.
Die Anschlussplatte 36 weist, im Isolier material eingebettet, zwei gleichförmige Me tallteile 40 und 41 auf, und diese sind mit je einer Steckerbüchse 42 und Büchsenklemme 43 versehen. Die Büchsenklemmen 43 stehen reichlich über das Isoliermaterial der An schlussplatte 36 heraus, um die Druck schrauben 44, die zum Festklemmen der Leiter bestimmt sind, bedienen zu können.
Die Lage der Metallteile 40 und 41 in Ver bindung mit den vorerwähnten Organen ent sprechen den Anordnungen und Raumver hältnissen der über ihr liegenden Kontakt- und Magazinlagerplatte 15 und ihres Arretier mechanismus (vergleiche Fig. 1, 3, 6 und 8.) Die Montage der vorbeschriebenen Aus führungsform kann wie folgt geschehen Die Leiter werden mit den hierfür be stimmten Organen der Anschlussplatte 36 ver bunden und Montagegrundplatte 35 auf der Unterlage befestigt, denn sie bildet eine von der eigentlichen Sicherung mechanisch voll ständig unabhängige Armatur.
Sind die Schrau benhülsen 8 im Magazin entsprechend der Stromstärke der vorgesehenen Sicherungspa tronen eingesetzt und das Magazin selbst gegen ein Ausheben gesichert, so wird die im Gehäuse 14 untergebrachte Vorrichtung, die Sicherung, über die Montagegrundplatte 35 gesetzt und erhält durch ihre Steckerstiften 25 als Anschlussorgane die elektrische Ver bindung mit den Anschlussorganen der An- sehlussplatte 36; auch werden hierdurch die der Befestigung der Montagegrundplatte 36 dienenden lZittel abgedeckt.
Um das Abheben der Sicherung von der Montagegrundplatte 35 durch Unberechtigte zu verhindern, werden die seitlich angeordnet vorgesehenen Mittel (Plombiervorrichtungen 37) festgezogen und mit Plomben des Energie- Lieferanten belegt.
Mehrpolige Sicherungen erhält man durch Nebeneinander- oder Übereinanderordnen meh rerer, einpoliger Sicherungen vorbeschriebener Ausführungsform oder aber raumsparender, durch Verwendung von separaten zwei- oder dreipoligen Montagegrundplatten mit einge bauten Anschlussplatten 36.
Die Verwendung separater ein-, zwei- oder dreipoliger Montagegrundplatten bietet den Vorteil, die Leiter beliebig und äusserst ge schützt gegen Eingriffe Unberechtigter den Sicherungsorganen zuzuführen, sei es nun rück seitiger oder vorderseitiger Anschluss oder aber durch mit Metallmänteln versehene Leiter direkt oder in Verbindung mit Isolierrohren, Stahlpanzerrohren etc.
Die Ausbildung der Kontaktplatte und Magazinlagerplatte 15 gestattet ferner die Anordnung von zwei Kontaktvorrichtungen beschriebener Art, um in Ausnahmefällen, wie zum Beispiel, um dem Energie-Konsumenten den Energiebezug zu steigern in Fällen, wo anfänglich Leiter mit starkem Querschnitte verlegt worden sind, ohne ein Umbauen der Installationen vornehmen zu müssen.
Immer hin hat diese Anordnung den Nachteil, dass die Querschnitte der stromführenden Teile innerhalb eines Sicherungstyp stärker gehalten werden müssen, einerseits und anderseits, dass der wirkliche Vorrat an intakten Sicherungs patronen um die Hälfte reduziert wird, denn Überlastungen lassen die Schmelzeinsätze im Doppel durchbrennen, also werden durch das Ausschalten der defekten Patronen gleich zwei in den Leiter parallel geschaltete Sicherungs patronen eingeschaltet.
Die Richtlinien für die konstruktive Durch bildung der auf Blatt 1, Fig. 11-19 darge stellten Ausführungsform waren kurz folgende: Das Magazin soll ausgehoben werden kön nen, ohne das Abheben der Sicherung von ihrer Unterlage bezw. Montagegrundplatte notwendig zu machen, um hierdurch die seit lich angeordnet vorgesehenen Plombiervor- richtungen der auf Blatt 1 (Fig. 1-l0) dar gestellten Ausführungsform durch unter dem Magazin liegende Mittel ersetzen zu können und so das Anlegen nur einer Plombe zu erreichen bezw. notwendig zu machen;
um die Vorrichtung gegen Eingriffe Unberech tigter zu schützen, deren Entfernung aber den hierzu berufenen Organen der Energie lieferanten jeden Eingriff gestattet und auch die Kontrolle wesentlich erleichtert.
Die stromführenden Sicherungsorgane der Kontakt- und Magazinlagerplatte, sowie Stecker- und Anschlussplatte sollen statt in Isoliermaterial eingebettet zu werden, auf iso lierenden Unterlagen auswechselbar angeordnet werden; ferner soll der übrige Aufbau derart gestaltet werden, dass die Sicherungsorgane gegen Eingriffe Unberechtigter äusserst ge schützt sind.
Fig. 11 zeigt eine Sicherung mit Ansuhluss- und Montagegrundplatte im Blechgehäuse, im Schnitt nach Linie .T-K durch die Vorder ansicht Wig. 12) einer einpoligen Ausführungs form mit rückseitiger Einführung der Leiter, aufgebaut nach den vorstehend erwähnten Richtlinien; Fig. 13 zeigt einen Schnitt nach Linie L-111 durch die Vorderansicht von Fig. 12;
Fig. 14 zeigt eine Vorderansicht analog Fig. 12, jedoch mit ausgehobenem Magazin; Fig. 15 zeigt eine rückseitige Ansicht der von der Montagegrundplatte abgehobenen Sicherung;
Fig. 16 zeigt eine Vorderansicht der Mon- tagegrundplatte mit eingebauter Stecker- und Anschlussplatte; Fig. 17 zeigt die rückseitige Ansicht des ausgehobenen Magazines, Fig. 18 einen Schnitt nach Linie<I>N-0</I> durch Fig. 14, Fig. 19 einen Schnitt nach Linie P-0 durch Fig. 14.
Das Magazin 45, im wesentlichen analog dem Isolierkörper 1 ausgebildet, weist an Stelle des Schaftes 2 eine den Isoliermaterial körper durchsetzende Bohrung auf und diese ist durch eine Büchse 46, die Schlitze 47 aufweist (Fig. 17), armiert. Sie ist starr mit dein Isolierkörper 45 verbunden und dient als Mitnehmer, d. h. durch sie wird das Magazin im Verein mit den übrig gewählten Mitteln mit dem Arretiermechanismus gekuppelt.
Die zur Aufnahme der Patronen 7 dienen den Bohrungen bezw. ihre mit Gewinde aus gekleideten Teilstücke sind durch die Metall- Gewindehülsen 48, welche mit dem Isolier materialkörper 45 starr verbunden -sind, er setzt. Hierdurch kann dein Werkzeugver schleisse bei der Herstellung gesteuert werden.
Das Sicherungsgehänse 49 bezw. seine Öffnung für das Magazin ist durch eine Wulst 50 erheblich verstärkt und kann in dieser Form als Stossfänger dienen. Ausser den der Befestigung der Kontakt- und Magazinlager platte dienenden Bohrungen sind keinerlei Ausschnitte vorhanden.
Die Kontakt- und Magazinlagerplatte bezw. die Unterlage für die Sicherungsorgane bilden die Isoliermaterialplatten 51 und 52, die die erforderlichen Bohrungen und Ausschnitte zur Befestigung der Sicherungsorgane aufweisen. Diese Isolierplatten werden besonders vorteil haft durch Stanzen aus geeignetem Isolier material-Halbfertigfabrikat (Platten) herge stellt.
Die Zwischenlagen 53 dienen zur Fixie rung des Abstandes der Kontakt- und Maga- zinlagerplatte vom Sicherungsgehäuse 49, und ihre Befestigung erfolgt, gegen das Gehäuse isoliert, vermittelst der Mutterschrauben 54.
Mit Ausnahme von Metallteil 55 als Träger der Anschlussorgane und Kontaktvor richtung, finden die Metallteile der auf Blatt 1 (Fig. 1-10) dargestellten Ausführungsform auch für diese Kontakt- und Magazinlager- platte Verwendung; dagegen ist in der Büchse 19 der Lasche 18 eine Achse 56 eingesetzt, die mit ihr starr verbunden, einen Ring 57 mit den Nocken 58 aufweist.
Der Einbau dieser Achse ist analog dem Einbau des Magazines mit Schaft 2 als Achse der auf Blatt 1 (Fig. 1-10) dargestellten Ausführungsform vorgesehen; somit ist sie mit dem Arretiermechanismus direkt gekup pelt und dient ebenfalls als Leiter.
Die Durchbildung der vorerwähnten Mittel und ihre vorgesehene Anordnung ergibt eine mechanisch vom Magazin vollkommen unab hängige Kontakt- und Magazinlagerplatte; somit ist das eingangs erwähnte Abheben des Magazines von der Kontakt- und Magazin lagerplatte ohne Abheben der Sicherung von der Unterlage, bezw. Montagegrundplatte ge- geben, denn wird das Magazin über die Achse 56 gesetzt, so kommen die Nocken 58 des Ringes 57 in Eingriff mit den Schlitzen 47 der Büchse 46, wodurch die Kuppelung mit dem Arretiermechanismus erreicht ist.
Der elektrischen Verbindung der Kontaktplatte 4 auf die Achse 56 dient die Mutter 59, die gleichzeitig auch das Abheben des Magazines von der Kontakt- und Magazinlagerplatte durch Unberechtigte verhindert, indem die Abdeckkapsel 9 durch den Knopf 10, mit welchem für diese Ausführungsform eine Mutter 60 verbunden ist, über die Kontakt platte 4 gesetzt und in geeigneter Weise gegen ein Abheben gesichert ist.
Die Montagegrundplatte 61 ist analog der auf Blatt 1 (Fig. 1-10) beschriebenen aus gebildet, weist aber, der Verstärkung dienend, noch eine Erhöhung auf und wird hierdurch der Zugang zu den stromführenden Sicherungs organen und Anschlussorganen bei montierter Sicherung erheblich erschwert.
Die Anschlussplatte ist analog der Kon takt- und Magazinlagerplatte durch zwei Iso- lierinaterialplatten 62 und 63 gebildet, die die zur Befestigung der Anschlussorgane und ihrer selbst erforderlichen Bohrungen und Aus sparungen zur Einführung der Leiter aufweist.
Die Anschlussorgane, gebildet durch die gleichförmigen Metallteile 64 und 65, in Ver bindung mit je einer Steckerhülse 66, deren Böden Gewindebohrungen aufwei2en, werden durch je zwei Schrauben 67 auf der Anschluss platte fixiert.
Der Anschluss der Leiter erfolgt an den zur Ebene der Anschlussplatte aufgebogenen Teilen der Metallteile 64 und 65 vermittelst der Schrauben 68.
Der Fixierung des erforderlichen Abstan des der Anschlussplatte von der Kontakt und Magazinlagerplatte und Montagegrund platte dienen die Stützwinkel 69, an welchen die Anschlussplatte durch die Schrauben 70 befestigt ist. Die Stützwinkel selbst sind ebenfalls durch diese Schrauben an der Mon- tagegrundplatte 61 lösbar befestigt.
Ferner trägt die Anschlussplatte zwei Säulen 71, die vermittelst der Muttern 72 äuswechselbar an ihr befestigt sind. Sie dienen zur Sicherung gegen ein Abheben der Sicherung von der Montagegrundplatte durch Unberechtigte.
Die Montage der vorbeschriebenen Aus führungsform kann wie folgt geschehen: Sind die Leiter mit den Anschlussorganen 64 und 65 der Anschlussplatte verbunden, so wird die Montagegrundplatte auf ihrer Unter lage befestigt und die Sicherung bezw. das Sicherungsgehäuse 49 mit der eingebauten Kontakt- und Magazinlagerplatte über sie ge setzt,
wodurch die der Befestigung der Mon- tagegrundplatte dienenden Mittel abgedeckt werden und die Steckerstifte 25 die elek trische Verbindung mit der Ans chlussplatte bezw. ihren Anschlussorganen herstellen; her nach wird dieser 'feil gegen ein Abheben von der Montagegrundplatte gesichert, zu welchem Zwecke die Kontakt- und Magazin lagerplatte zwei Schrauben 73, die durch die Muttern 74 gegen ein Herausfallen gesichert sind, trägt;
diese werden in die Säulen 71 der Anschlussplatte geschraubt und verhindern daher das Abheben dieses Teils durch Un berufene, da die Schrauben 73 unter das über ihnen ängeordnete Magazin zu stehen kommen.
Sind die auswechselbaren Schraubenhülsen 8 entsprechend den vorgesehenen Sicherungs patronen in die hierfür bestimmten Gewinde bohrungen (Gewindehülsen 48) eingeschraubt bezw. am Magazin 45 angebracht, so wird letzteres " über die Achse 56 der Kontakt- und Magazinlagerplatte gesetzt, somit die Siche- rungsgehäuseöffnung abgesperrt, gegen ein Ab heben gesichert durch die Mutter 59, und dadurch die elektrische Verbindung der Kon taktplatte 4 auf die Achse 56 hergestellt, hernach die vorgesehenen Sicherungspatronen 7 in die gemeinsame Kontaktplatte 4 einge schraubt und durch die Abdeckkapsel 9,
welche vermittelst dem Knopfe 10 über Kon taktplatte 4 und die Sicherungspatronen ge setzt wird, abgedeckt und in geeigneter Weise gegen ein unerlaubtes Entfernen gesichert (Plombierung). Diese Sicherung ist ihrem Wesen nach identisch der auf Blatt 1 (Fig. 1 bis 10) dargestellten Ausführungsform. Es gestattet daher das Entfernen der Ab deckkapsel 9 von der Kontaktplatte 4 des Sicherungspatronenmagazines 45,nachstehende Eingriffe in die Sicherung.
1. Das Ergänzen des Vorrates an intakten Sicherungspatronen, also die defekten Pa tronen durch intakte Patronen zii ersetzen.
?. Die Wegnahme der Mutter 59 bezw. ihr Abschrauben von der Achse 56, also das Abheben des iNIagazines 45 von der Kon takt- und klagazinlagerplatte und somit die Auswechselung von Schraubenhülsen 8, sowie die Kontrolle der Kontaktvor richtungen.
3. Das Lösen der Schrauben 73, also das Abheben der Sicherung von ihrer Unter lage bezw. Montagegrundplatte, daher die Kontrolle der Anschlüsse oder das Ersetzen von Kontaktfedern und die Wegnahme der Montagegrundplatte selbst von ihrer Unterlage.
Für mehrpolige Sicherungen dieser Aus führungsform trifft das für die auf Blatt 1 (Fix. 1-10) bereits Gesagte zu, dagegen ist die Möglichkeit der Anordnung von zwei Kontaktvorrichtungen nicht berücksichtigt . bezw. überhaupt weggelassen.
Da der vorliegenden Erfindung nicht das Problem einer Vervollständigung bereits be kannter Sicherungssysteme zugrunde liegt, sondern die Schaffung eines selbständigen Systemes, sind die dargestellten beispielsweisen Ausführungsformen auch ohne jede Anlehnung an bereits bekannte Normalien aufgebaut; daher ist auch die bekannte Mehrfachsicherung (Sicherungsstöpsel mit mehreren Schmelz drähten, der mehrere Male gebraucht werden kann und dann durch einen intakten Stöpsel ersetzt und in Sicherungssockel bekannter Sicherungssysteme eingeschraubt werden kann) keineswegs identisch mit der Magazinierung mehrerer, voneinander unabhängiger Siche rungspatronen dieser Sicherung.
Es erscheint daher für angezeigt, die gewerbliche Verwert barkeit all der Hand weiterer, beispielsweisen Ausführungsformen nachzuweisen bezw. die Durchbildung dieses Sicherungssysteines zu erklären. Blatt 2 (Fix. 20-22) zeigen eine separate Kontakt- und Magazinlagerplatte für Siche rungen niederer Spannung, wie sie in den auf Blatt 2 dargestellten Ausführungsformen vor gesehen ist.
Ein Hauptmerkmal dieser Kontakt- und Magazinlagerplatte ist die Kontaktvorrichtung. An Stelle der bisher gewählten Kontaktfeder 20 tritt eine Kontaktbürste, um ein gleich mässiges Anliegen gegen den Fuss-Endkontakt der über ihr stehenden Sicherungspatrone zu erreichen.
Die Sicherungsorgane der Kontakt- und Magazinlagerplatte sind auf zwei Isolier materialplatten 75 und 76 montiert vorge sehen, die die Bohrungen zu ihrer Befestigung und ihrer selbst an den Sicherungsgehäusen und Aussparungen für die Kontaktvorrichtung aufweisen.
Mit Ausnahme von Metallteil 77 als Träger der Anschlussorgane und Kontaktvorrichtung, finden die Metallteile der auf Blatt 1 (Fix. 11 bis 19) dargestellten Ausführungsform auch für diese Kontaktplatte Verwendung; eben falls ist auch hier die Achse 56 eingebaut. Metallteil 77 wird vermittelst der Schrauben 78 in seiner vorgesehenen Stellung fixiert.
Die Kontaktvorrichtung besteht aus meh reren Kontaktfedern 79, die durch Zwischen lagen voneinander getrennt, zu einer Bürste vereinigt und vermittelst dem Bügel 80 und der Schraube 81 gegen Metallteil 77 gepresst werden. Der Bügel 80 verhindert das seit liche Verschieben der einzelnen Kontaktfedern 79 aus ihrer vorgesehenen Lage. Die ent lastete Bürste zeigt die Kontaktflächen nicht parallel zueinander, sondern nach aussen kon vergierend, um in Arbeitsstellung einen mög lichst gleichmässigen Auflagedruck zu erhalten.
Der Befestigung der Kontakt-und Maga- zinlagerplatte im Guss-Sicherungsgehäuse die nen die Bohrungen 82 im Blech-Sicherungs- gebäuse 83.
Auf Blatt 1 sind Ausführungsformen für niedere Spannungen, z. B. bis 250 Volt, dar gestellt. Fig. 23 (Blatt 2) zeigt eine Siche rung in Blechgehäusen mit Anschluss- und Montagegrundplatte im Längsschnitt für höhere Spannungen, z. B. bis 500 Volt.
Da für diese Ausführungsform Sicherungs patronen mit längeren Schmelzeinsätzen in Frage kommen, ist das Sicherungspatronen magazin 84 entsprechend den erforderlichen Sicherungspatronen 85 höher gehalten, die konstruktive Durchbildung jedoch analog dem Magazine für niedere Spannungen. Das höhere Magazin 84 bedingt in der Folge auch ein entsprechend höheres Sicherungsgehäuse; da gegen tritt hier nur eine Verlängerung des zylinderischen Teils von Sicherungsgehäuse 86 ein; es ist im übrigen analog dem auf Blatt 1 (Fig. 11-19) beschriebenen ausge bildet, weist aber mit Ausnahme der für das Einführen des Magazines bestimmten Bohrung resp. Öffnung keine weiteren Ausschnitte auf.
Die Kontakt- und Magazinlagerplatte ist analog Fig. 20-22 durchgebildet; dagegen ist an Stelle der Achse 56 eine entsprechend längere Achse 87 eingesetzt. Als ihre Träger dienen zwei finit dem Sicherungsgehäuse starr verbundene Winkel 88, welche die erforder lichen Gewindebohrungen aufweisen. Die Platte wird vermittelst der Schrauben 89 (Fig. 24) an diesen befestigt.
Fig. 23 zeigt ferner eine Montagegrund- platte, wie sie für Einführung der Leiter von vorne vorgesehen ist. Die Blechgrundplatte ist analog der auf Blatt 1 (Fig. 11-19) be schriebenen ausgebildet; dagegen weist diese Montagegrundplatte 90 seitlich Ausschnitte auf, um das Einführen der Leiter in Stahl panzerrohren oder Isolierrohren zu ermöglichen. Für den Anschluss von Stahlpanzerrohren dient ein auswechselbarer Gewindeflausch 91, der vermittelst der Schrauben 92 befestigt wird.
Isolierrohre erhalten, um die Einfüh rungsöffnung in das Gehäuse abzudecken, und aus ästhetischen Rücksichten, eine gegen un erlaubtes Entfernen gesicherte Rohrschelle 93.
Die Montage dieser Sicherung kann im übrigen analog der auf Blatt 1 (Fig. 11-19) dargestellten Ausführungsform erfolgen.
Dadurch, dass das Magazin, die Kontakt- und Magazinlagerplatte und die Anschluss platte voneinander mechanisch unabhängige Sicherungsorgane darstellen, wird der Einbau in verschiedenartigst gestaltete und auch für Spezialfälle dienbare Armaturen ermöglicht;
es ergibt das Beschriebene ferner, dass die Anschlussplatte für jede Stromstärke und Spannung innerhalb eines Sicherungstypes dieselbe bleibt; ebenfalls ist die Durchbildung der Kontakt- und Magazinlagerplatte derart, dass in sie für Magazin 45, Achse 56, Maga zine 84, Achse 87 eingesetzt werden kann, also Sicherungskombinationen für z. B. bis 500 Volt oder 250 Volt ohne wesentliche Umstellungen erhalten werden.
Ferner sind innerhalb einer Ausführungs form, zum Beispiel für Sicherungen in Blech gehäusen, die Montagegrundplatten für niedere oder höhere Spannungen dieselben; hieraus ergibt sich, dass Sicherungen für niedere und höhere Spannungen auf sie gesetzt werden können, ohne die Anschlüsse irgendwie än dern zu müssen; somit kann zum Beispiel eine elektrische Installation,- die bisher für Spannungen bis 250 Volt diente, ohne jede Änderung durch Abheben der Sicherung für 250 Volt und durch das Aufsetzen einer Sicherung für 500 Volt in eine -solche bis 500 Volt umgewandelt werden oder umgekehrt.
Den bisher beschriebenen Ausführungs formen dienten als Anschlussorgane der Kon takt- und Magazinlagerplatte Steckerstifte 25 in Verbindung mit der Anschlussplatte.
Fig. 24 zeigt nun eine Sicherung für niedere Spannungen, in Blechgehäuse mit Bolzen Rückanschluss.
Das Sicherungsgehäuse 94 ist zur Auf nahme von Magazin 45 und einer Kontakt- und Magazinlagerplatte analog Fig. 20-22 bestimmt; jedoch fallen hier an letzterer die Steckerstifte 25 fort. Als Anschlussorgane zu den Sicherungsorganen 18 und 77 dienen zwei Gewindebolzen 95, welche durch Gegen- muttern 26 gesichert sind. Den Gewinde bolzen 95 sind Isoliermaterialröhrchen 96 bei gegeben und die Leiter werden entweder direkt oder besser in Verbindung mit Kabel schuhen zwischen die Muttern 97 geklemmt.
Da die Befestigung der Sicherung auf ihrer Unterlage direkt und vermittelst der Gewindebolzen 95 nicht ratsam erscheint, die Sicherung anderseits gegen ein Abheben von ihrer Unterlage durch Unberufene geschützt werden soll, ist die Montage beispielsweise wie folgt vorgesehen: Auf der Unterlage wird eine Isolierma- terialplatte 98 vermittelst der Schrauben 99 befestigt; sie weist in ihr eingebettet zwei Muttern 100 auf, deren Lage durch die An ordnung der Schrauben 73 der über ihr liegen den Kontakt- undMagazinlagerplattebestimmt ist.
Die Sicherung wird nun über diese Iso- liermaterialplatte gesetzt, wobei die Gewinde bolzen 95 mit ihren Isolierröhrchen 96 die Platte 98 und die Unterlage durchsetzen; hernach werden die Schrauben 73 in die Mut- tern 100 eingeschraubt und die Sicherung in nun bekannter Weise gegen Eingriffe Unbe rufener geschützt. Diese Isoliermaterialplatte 98 ist nur für einpolige Sicherungen in Blech gehäusen 86 bezw. 94 vorgesehen.
Fig. 25 zeigt eine Sicherung für niedere Spannungen, in einem Gussgehäuse für ver senkten Einbau in Schalttafeln etc., mit offenem, rückseitigem Anschluss der Leiter, eingebaut.
Eine Sicherung analog Fig. 24 ist in einem (xussgehäuse 101, dessen äusserer zylindrischer Teil ein Gewinde aufweist, eingebaut. Der rückseitigen Abschliessung seines quadratischen Napfes dient ein Deckel 102, welcher ver mittelst der Schrauben 103 am Sicherungs gehäuse<B>101</B> befestigt ist. Als Anschlussor- gane dienen hier Gewindebolzen, welchen ebenfalls Isoliermaterialröhr chen beigegeben sind.
Sie durchsetzen den Deckel 102 isoliert gegen diesen; dadurch (die Gewindebolzen tragen ausserhalb des Deckels 102 die Muttern 104, welche zylindrische Ansätze aufweisen) kann der Anschluss der Leiter in Verbindung mit besonders für diesen Zweck durchgebil deten, leicht lösbaren Kabelschuhen 105 er= folgen.
Die erforderlichen Aussparungen für ver senkten Einbau der Sicherung-in Schalttafeln etc. werden durch eine Armatur abgedeckt und diese gebildet aus der vorderseitigen Ab deckplatte 106, die durch die Schrauben 107 auf der Unterlage fixiert wird. Auf ihr wird ein Grewindeflansch 108 vermittelst der Schrau- ben 109 befestigt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass Sicherungen in Gussge- häusen analog 101 für niedere oder höhere Spannungen in den Gewindeflansch 108 ein geschraubt werden können.
Für die durch Fig. 25 dargestellte Ausführungsform ist ab sichtlich ein Guss-Sicherungsgehäuse 101 ge wählt, da es in dieser Ausbildung noch für weitere, nachstehend beschriebene Ausfüh rungsformen vorgesehen ist.
Fig. 26 zeigt eine Sicherung für höhere Spannungen in Guss-Sicherungsgehäuse für staubige und rauhe Betriebe und rückseitige Einführung von Kabeln als Leiter.
Das Gussgebäuse 11.0 ist im wesentlichen analog dem Gussgehäuse 101 (Fig.25) aus gebildet,, jedoch entsprechend dem in Frage kommenden, höher gehaltenen Magazin 84. In dieses eingebaut ist eine Kontakt- und Magazinlagerplatte analog Fig. 23, jedoch ohne die Steckerstifte 25.
Um die Sicherungs organe gegen erhebliche, unzulässige Verstau bung und das Magazin gegen mechanische Beschädigungen zu schützen, ist eine Über wurfmutter<B>111,</B> welche vermittelst ihres Innengewindes am Gussgehäuse 110 anschraub- bar ist, vorgesehen; bei Eintritt von Störungen ist also erst diese Überwurfmutter 111 vom Gussgebäuse 110 zu entfernen, wodurch die Kontrolle der Sicherungspatronen und im Be darfsfalle die Bedienung des Magazines er möglicht wird.
Die Montage dieser Ausführungsform ist auf einer Isoliermaterialplatte 112 vorgesehen, in welcher ausser den Muttern 110 zur Siche rung gegen das Abheben durch Unberufene zwei Gewindelaschen 113 eingebettet sind; diese Isolierplatte wird analog derjenigen 98 (Fix. 24) vermittelst der Schrauben 99 auf ihrer Unterlage befestigt; das Gussgehäuse 110 ist zur Entlastung der Schrauben 73 durch die Schrauben 103 auf der Isolierplatte 112 fixiert.
Als Anschlussorgane der vorgesehenen Kabel als Leiter sind die Schrauben 114 ge wählt; sie werden in die Metallteile 18 und 77 der Kontakt- und Magazinlagerplatte ein- geschraubt und durch die Gegenmuttern 26 gesichert; sie weisen je eine konzentrische Bohrung auf, um das Einlöten der Leiter zu ermöglichen.
Fig. 27 zeigt eine Sicherung für niedere Spannungen, in Guss-Sicherungsgehäusen, vor gesehen für staubige und muhe Betriebe und rückseitige Einführung der Leiter.
Als Montagegrundplatte ist für diese Aus führungsform ein Gussgehäuse 115 gewählt, welches die auswechselbaren Gewindebolzen 116, die durch die Gegenmuttern 117 ge sichert sind, trägt, wodurch die Guss-Montage- grundplatte <B>115</B> auf ihrer Unterlage befestigt werden kann. Die Anschlussplatte, analog der auf Blatt 1 (Fig. 11-19) dargestellten Ausführungsform, wird vermittelst der Schrau ben 118 an ihr befestigt.
Die Sicherung, be stehend aus einer Kontakt- und Magazinlager platte analog Fig. 20-22 und dem Magazin 45, wird in das Gussgehäuse 101 eingebaut und über die Guss-Montagegrundplatte 115 gesetzt; durch die Schrauben 103 im Verein mit den Schrauben 73 wird sie auf dieser befestigt.
Auch die Guss-Montagegrundplatten ge statten das Aufsetzen von Sicherungen für z. B. bis 250 Volt oder 500 Volt in Guss- Sicherungsgehäusen 101 oder 110, da ihre Ausführung mit Ausnahme ihrer Gesamthöhe identisch ist; ebenfalls findet die bereits er wähnte, für Fig. 26 gewählte Überwurfsmutter 111 für Sicherungen niederer oder höherer Spannungen Verwendung.
Fig. 28 zeigt die Vorderansicht der Isolier materialplatte 98 für Sicherungen in Blech gehäusen 86 oder 94 und für rückseitige Ein führung von Kabeln als Leiter oder Bolzen rückanschluss.
Die Bohrungen 119 dienen der Befestigung der Isolierplatte, die Bohrungen 120 dem Durchgange der Leiter oder Gewindebolzen 95 mit Isoliermaterialröhrchen 96.
Fig. 29 zeigt die Vorderansicht der Iso lierplatte 112 für Sicherungen in Gussgehäusen 101 oder 110.
Die Bohrungen 119 und 120 der Isolier platte 112 dienen dem für Fig. 27 besagten Zwecke. Bei Übereinanderordnen mehrerer einpoliger Sicherungen werden die Kontakt- und Magazinlagerplatten in die Gussgehäuse 101 oder<B>110</B> derart eingebaut, dass der Raum bedarf analog demjenigen bei Nebeneinander ordnen wird, d. h. sie werden um 90 Grade verdreht in den Guss-Sicherungsgehäusen be festigt; die Isolierplatte 112 erfordert in vor benanntem Falle die Muttern 100 in der punktiert gezeichneten Stellung.
Fig. 30 zeigt eine Sicherung für niedere Spannungen, vorgesehen für den versenkten Einbau in Schalttafeln etc. und offener, rück seitiger Anschluss der Leiter.
Für die Ausführungsform nach Fig. 25 ist ein Gussgehäuse 101 gewählt, das weiteren Ausführungsformen dienbar ist; dagegen - er fordert der versenkte Einbau desselben in Schalttafeln etc. eine besondere Armatur und weiterhin erheblich Raum (für z. B. mehr- polige Sicherungen).
Als Sicherungsgehäuse ist nun für Fig. 30 ein Gussgehäuse 121 gewählt, in welches die Kontakt- und Magazinlagerplatte analog Fig. 20 bis 22, jedoch ohne die Steckerstifte 25 ein gebaut ist, d. h. sie wird vermittelst der Schrauben 89 auf den angegossenen Säulen des Gussgehäuses 121 befestigt, und als An- schlussörgane sind diejenigen nach Fig. 25 gewählt.
Die erforderliche Aussparung für das Guss-Sicherungsgehäuse 121 in der Unter lage wird durch eine Platte 122 abgedeckt und -diese vermittelst der Schrauben 107 auf der Unterlage befestigt; sie dient gleichzeitig als Abdeckplatte des Gussgehäuses 121, in dem letzteres durch die Schrauben 103 an ihr befestigt vorgesehen ist; ferner wird ihre Öffnung durch das eingesetzte Magazin 45 abgedeckt.
Fig. 31 zeigt eine Sicherung für niedere Spannungen, eingebaut in einer wasserdichten Armatur, vorderseitige Einführung der Leiter.
Die Gussgehäuse für wasserdichte Arma turen sind analog denjenigen für staubige und rauhe Betriebe durchgebildet, jedoch sind zwischen den Aussengewindeansätzen der Guss- gehäuse 101 (bis 250 Volt) oder 110 (bis 500 Volt) und den Überwurfmuttern 111 Dichtungsringe 123 vorgesehen.
Als Montage grundplatte dient ein besonders für diesen Zweck durchgebildetes Gussgehäuse 124, in welchem die Anschlnssplatte, analog derjeni gen nach Fig. 27, vermittelst der Schrauben 118 auf den angegossenen Säulen des (äuss- gehäuses 124 befestigt wird. Der Einführung der Leiter dienen mit Gewinde (Stahlpanzer rohre) oder glatter Bohrung (Bleilabel ete.) versebene Flanschen 125, welche durch die Schrauben 126 am Gussgebäuse 124 aus wechselbar befestigt werden können.
Die Ab dichteng der Leiter-Einführungsöffnungen des Gulo',gehäuses 124 erfolgt vermittelst geeigneter Dichtungsringe 127. Vor dem Aufsetzen der in das Gussgehäuse eingebauten Sicherung wird auf die Guss-Montagegrundplatte 124 eine Dichtung 128 gelegt und ersteres durch die Schrauben 103 auf letzterer befestigt. Auf die Guss-Montagegrundplatten 124 für wasser dichte Armaturen können ebenfalls Sicherun gen niederer oder höherer Spannungen, in Gussgehäusen 101 oder 110 eingebaut, gesetzt werden.
Fig. 32 zeigt ein Sicherungsdetail für Sicherungen niederer oder höherer Spannen Igen, eingebaut in Blechgehäusen, montiert auf Blech-Montagegrundplatten, im Schnitt.
Fig. 33 zeigt ein Teilstück der Blech- Montagegrundplatte im Grundriss (Stellung analog Schnitt Fig. 32).
Als Mittel zur Sicherung gegen ein Ab heben der Sicherungen durch Unberufene von den Unterlagen bezw. Montagegrundplatten waren mit Ausnahme von Fig. 23 bei den bereits beschriebenen Ausführungsformen in Blech- und Gussgehäusen auf den Anschluss platten auswechselbare Säulen 71 angeordnet vorgesehen. Fig. 32 zeigt nun eine Sicherung, die an Stelle der Säulen 71 für Sicherungen in Blechgehäusen, auswechselbare Gewinde laschen 129 mit Arretierstiften aufweist.
Diese Gewindelaschen 129 werden vermittelst der Schrauben 70, die auch der Befestigung der Stützwinkel 69 dienen, an der Blech Dlontagegrundplatte befestigt und ihre Arre- tierstifte kommen einerseits hierdurch in Ein griff mit den Bohrungen 130 der Blech-Mon- tagegrundplatte 90, wodurch anderseits die Gewindelaschen 129 in ihrer vorgesehenen Lage fixiert bleiben (vergleiche Fig. 33).
Fig. 34 (Blatt 2) zeigt die Vorderansicht einer Blech-Montagegrundplatte mit einge bauten Anschlussplatten, bestimmt zur Auf nahme bezw. Nebeneinanderordnen von drei einpoligen Sicherungen für niedere oder höhere Spannungen in Blechgehäusen und für rück seitige Einführung der Leiter.
Die Durchbildung der Blech-Montagegrund- platte 131 ist im wesentlichen analog den bereits beschriebenen einpoligen Ausführungs formen, jedoch zur Aufnahme von drei ein poligen Anschlussplatten bestimmt; sie wird vermittelst der Schrauben 132 auf der Unter lage befestigt. Auf der Zeichnung ist das Feld links durch eine Sicherung für zum Bei spiel in Blechgehäuse für niedere Spannun gen belegt, das mittlere Feld ebenfalls, je doch mit ausgehobenem Magazin; das Feld rechts ist offen Lind zeigt den Einbau der Anschlussplatten bei Nebeneinanderordnen der Sicherungen.
Bei Übereinanderordnen der letzteren werden die ersteren, um 90 Grade verdreht, eingebaut.
Fig. 35 zeigt die Seitenansicht einer Siche rung für niedere Spannungen in Blechge häusen, montiert auf einer Blech-Montage- grundplatte mit eingebauten Anschlussplatten, ferner einen Längsschnitt durch das Feld rechts der Fig. 36, mit rückseitiger Einfüh rung der Leiter.
Der Einbau der Anschlussplatten in die zweipolige Blech-Montagegrundplatte 133 ist analog demjenigen ein- und dreipoligen Aus führungsformen. Die Verwendung von Mon- tagegrundplatten, vorgesehen für das Auf setzen von mehreren einpoligen Sicherungen ist besonders vorteilhaft für elektrische An lagen, in denen die Sicherungen in ihrer Ge samtheit auf einem Verteilungstableau etc. angeordnet werden, können doch hierdurch zum Beispiel bestimmt zu erwartende, jedoch erst später dem Betriebe zu übergebende An schlüsse bei der Installation der Verteilungs- tableaux berücksichtigt werden, d. h.
die erforderlichen Montagegrundplatten aufge- schraubt und die Leiter an die Anschlussor- gane der Anschlussplatten gelegt werden. Bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der reservierten Anschlüsse können über die Fel der der Montagegrundplatten z. B. Blech- Schutzkappen 134 gesetzt werden und diese gegen ein Abheben durch Unberufene, durch Einschrauben von Kordel-Plombierschrauben 135 in die Gewindebohrungen der Laschen 129 der Blech-Montagegrundplatte 133, ge sichert bleiben.
Fig. 36 zeigt die Vorderansicht einer zwei poligen Blech-Montagegrundplatte mit einge bauten Anschlussplatten, bestimmt zur Auf nahme von zwei einpoligen Sicherungen für niedere oder höhere Spannungen in Blechge häuse, mit rückseitiger Einführung der Leiter.
Die Blech-Montagegrundplatte 133 ist im wesentlichen analog derjenigen nach Fig. 34 durchgebildet. Auf der Zeichnung ist das Feld links durch eine Sicherung für zum Beispiel niedere Spannungen, in Blechgehäuse 94 belegt; über das Feld rechts ist die für Fig. 35 bereits gewählte Blechschutzkappe 134 gesetzt.
Fig. 37 zeigt die Vorderänsicht einer Guss-. Montagegrundplatte mit eingebauten An schlussplatten, bestimmt zur Aufnahme bezw. Nebeneinanderordnen von drei einpoligen Sicherungen für höhere oder niedere Spannun gen in Gutgehäusen für staubige und rauhe Betriebe, finit rückseitiger Einführung der Leiter.
Die Durchbildung der Guss-Montagegrund- platten 136 ist im wesentlichen analog den bereits beschriebenen einpoligen Ausführungs formen; sie wird vermittelst der auswechsel baren Gewindebolzen 116 auf der Unterlage befestigt. Auf der Zeichnung ist das Feld links durch eine Sicherung für zum Beispiel höhere Spannungen in Gutgehäuse 110 und aufgeschraubter Überwurfmutter 111 belegt; das mittlere Feld durch die aufgesetzte Siche rung analog Feld links, jedoch mit entfernter Überwurfsmutter; das Feld rechts ist offen und zeigt den Einbau der Anschlussplatten bei Nebeneinanderordnen der Sicherungen.
Bei Übereinanderordnen der letzteren werden die ersteren um 90 Grade verdreht, eingebaut.
Fig. 38 zeigt die Seitenansicht einer Sicherung für niedere Spannungen; in Gut gehäuse, montiert auf einer zweipoligen Guss- Montagegrundplatte 137 mit eingebauten An schlussplatten; ferner ein Schnitt durch das Feld rechts der Fig. 39, mit rückseitiger Ein führung der Leiter.
Der Einbau der Anschlussplatten in die zweipolige Guss-Montagegrundplatte 137 ist analog demjenigen ein- und dreipoliger Aus führungsformen. Die Guss-Schutzkappe 138 dient dem bereits für Fig. 35 erwähnten Zwecke; sie wird vermittelst der Plombier- schrauben 139 gegen ein Abheben durch Un berufene gesichert, indem sie in die Säulen 71 der Anschlussplatte eingeschraubt werden, ferner durch die Schrauben 103 auf der Guss- Montagegrundplatte 137 befestigt.
Fig. 39 zeigt die Vorderansicht .einer zwei poligen Montagegrundplatte mit eingebauten Anschlussplatten, bestimmt zur Aufnahme von zwei einpoligen Sicherungen für niedere oder höhere Spannungen, in Gutgehäuse, mit rück seitiger Einführung der Leiter.
Die Montagegrundplatte ist im wesent lichen analog derjenigen nach Fig. 37 durch gebildet. Auf der Zeichnung ist das Feld links durch eine Sicherung für zum Beispiel niedere Spannungen in Gutgehäuse 101 be legt; über das Feld rechts ist die für Fig. 38 bereits gewählte Guss-Schutzkappe 138 gesetzt.
Fig. 40 zeigt die Vorderansicht einer drei- poligen Armatur für versenkten Einbau von Sicherungen für niedere oder höhere Spannun gen, in Gutgehäusen, für Schalttafeln und mit offenem, rückseitigem Anschluss der Leiter.
Die Durchbildung der Armatur -ist im wesentlichen identisch der auf Blatt 2 (Fig. 25) dargestellten Ausführungsform, dagegen wird die Aussparung der Unterlage durch eine Ab deckplatte 140, zur Aufnahme von drei Ge windeflanschen 108 bestimmt, abgedeckt.
Mit den beispielsweise dargestellten Aus führungsformen und Einbaumöglichkeiten ist ihre Reihe keineswegs geschlossen, doch werden diese genügen, um die Vorteile der Unabhängigkeit der Sicherungsorgane (ilfaga- zin, Kontakt- und Magazinlagerplatte und Anschlussplatte etc.) von den Sicherungsge häusen und Armaturen etc. nachzuweisen.
Selbstredend kann ein einziger Sicherungs typ nicht allen in Frage stehenden Strom stärken dienen, es werden in der Folge meh rere Sicherungstypen erforderlich, wovon jeder eine begrenzte Anzahl von Stromstärken um fasst, z. B. die Intensitäten bis 10 Amp., 15-30 Amp., 35-60 Amp. etc.
Mehrpolige Sicherungen können. ferner ebenfalls erhalten werden durch Verwendung von mehrpoligen Kontakt- und Magazinlager platten und Anschlussplatten, eingebaut in entsprechend durchgebildeten Sicherungsge häusen und Montagegrundplatten.
Ebenfalls könnten dem gleichen Zwecke dienende Sicherungen erhalten werden durch kinematische Umkehrung der Mittel, also zum Beispiel feststehendes Sicherungspatronen magazin und drehbare Kontaktvorrichtung; ferner, statt der radialen Anordnung der Siche rungspatronen, durch Neben- oder Überein anderordnen derselben in einem geradlinig verschiebbaren Magazine und feststehender Kontaktvorrichtung, oder umgekehrt.