AT99444B - Schloß zum Ersatze von Stell- und Verriegelungshebeln an Eisenbahnstellwerken. - Google Patents

Schloß zum Ersatze von Stell- und Verriegelungshebeln an Eisenbahnstellwerken.

Info

Publication number
AT99444B
AT99444B AT99444DA AT99444B AT 99444 B AT99444 B AT 99444B AT 99444D A AT99444D A AT 99444DA AT 99444 B AT99444 B AT 99444B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
lock
locking
key
lever
security
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Ing Svoboda
Original Assignee
Emil Ing Svoboda
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emil Ing Svoboda filed Critical Emil Ing Svoboda
Application granted granted Critical
Publication of AT99444B publication Critical patent/AT99444B/de

Links

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein bei   Eisenbahnst eHwerken   zur Bewegung von   Verschluss-   achsen durch Schlüssel zu   benutzendes Schloss, welches   zufolge seiner äusseren Form und seines änderbaren inneren GefÜges an Stelle eines jeden wie immer auf das Stellwerk einwirkenden Hebels der Stell- 
 EMI1.2 
 nützung stehende Schloss unter gleichen   Umständen   durch bestimmte Hebel, u. zw. durch diejenigen ersetzt werden, welche auf die Inneneinrichtung des Stellwerkes gleichartig wie das abgenommene   Schloss   einwirken. 



   Ein Schloss solcher Eigenschaften entspricht dem Bedürfnisse, die während der   Gebrauchsunmög-   lichkeit verschiedener Hebel an Eisenbahnstellwerken bestehende,   gefährliche     Unabhängigkeit   an   die ? e   angeschlossen gewesener, im gedachten Falle   gewohnheitsmässig abgehängter sieherungstechnischer   Einheiten (Weichen, Signale usw.) leicht und vollkommen abschaffen und die notwendige Abhängigkeit wieder herstellen zu können.

   Eine hiezu geeignete Konstruktion hat sich aus praktischen Gründen auf in solchen Fällen übliche sonstige Massnahmen zur tunliehsten Wiederanschaffung der Sicherheit zu gründen, von welchen als Richtschnur für die   Hufskonstruktion   die allgemein übliche, an sich bekannte   Schlüsselsicherung   der gedachten Einheiten fürgewählt ist, welche darin besteht, dass alle aussehlag- gebenden Stellungen der gegenseitig unabhängigen Einheiten durch einfache Schlüsselsperrung ahwechselnd festgelegt werden.

   Während aber üblieh die dann abziehbaren, die Kontrolle der Stellung der Einheiten bildenden Schlüsselohne jeglichen mechanischen, erst e : nevolle Sicherheitbietenden Zusammenhang mit Signalen usw. bleiben und lediglich nur beaufsichtigt werden, werden durch das Schloss laut Erfindung diese Schlüssel und dadurch auch die Einheiten selbst in ganz bestimmte, der Sicherheit vorkommen entsprechende Abhängigkeiten vom Stellwerke und voneinander gebracht. wodurch die volle Sicherheit wieder hergestellt wird. 



   Eine derartige Sicherung ist um so vorteilhafter, je leichter und rascher sie zu bewirken ist ; in dieser Beziehung ist ausschlaggebend, dass der Vermittlungs- (Hilfs-)   Mechanismus-hier das Schloss   laut Erfindung - ohne Schwierigkeiten, namentlich tunlichst ohne jede   zeitraubende Anarbeitungde !   Stellwerkes selbst, sei es am Äusseren, oder im Inneren desselben, dann ohne Umordnung der darauf verbleibenden Hebel und sonstigen Teile angebracht werden kann, und tunlichst sofort mit den darauf verbleibenden sonstigen Teilen in Eingriff tritt ; hieraus ergibt sich die äussere Form des Schlosses laut Erfindung und wird bei vollkommener Lösung ein abwechselnder Tausch verschiedener Sieherungsmechanismen (Hebel und Schlösser) ohne jedwede Änderung der Teile des eigentlichen Stellwerkes   mög-   lich sein. 



   Der Wert einer derartigen Sicherung ist auch um so grösser, je zahlreicher die Fälle sind, in welchen der Ersatzmechanismus, selbst tunliehst gleichbleibend, verschieden gebaute und auf die Verschluss-   einriehtung   verschieden einwirkende Hebel mit gleichem Einfluss zu ersetzen vermag und es ist selbstverständlich, dass die dadurch zu schaffende Sicherung sicherungstechnisch vollkommen der durch den abgenommenen Hebel bewirkten gleichkommen muss ; hieraus ergibt sich das innere Gefüge, die Funktion und die Benützung des Schlosses laut Erfindung. 



   Während die rasche Anbringung unschwer durch eine, den   Masses   eines Hebels und der Anordnung seiner auf das Stellwerksinnere (die am Stellwerk gleichbleibenden Dinge) e'nwirkenden Teile nach Länge,
Tiefe und Breite angepasste Form des Ersatzschlosses laut Erfindung erzielt werden kann, wobei-wenn derHebel vom Stellwerke schon nach Entfernung nur eines Teiles   seines Lagerbocks   abgenommen wird- durch die Befestigungsteile des Schlosses nur die entstandene Lücke auszufüllen ist, hat das Schloss mit   Rücksicht   auf die notwendige sicherungstechnische und förmliche   Gle ehwirkung   auf das Stellwerk eine
Reihe von Bedingungen zu erfüllen, welche-von vielen   Sondereigenschaften   der in Betracht kommenden
Stellwerkstypen und ihrer Hebel   abhängig-nicht allgemein,

     sondern nur den   Sondereigensehaften     e : nzelner   Typen entsprechend erfüllt werden können. Dennoch bleibt hievon in rein sicherungstechnischer   Hinsicht allgemein   gültig, dass der   Einfluss jedes einzelnen,   die sicherungsteehnische Einheit (Weiche,   Signal usw. ) in einer bestimmten Stellung fe3thaltenden Schlüssels auf die Verschlusseinrichtung des  
Stellwerkes genau derselbe sein muss, wie jener des nicht vorhandenen, dieselbe Einheit in dieselbe Stellung bringenden oder sie darin festhaltenden Hebels, und dass alle diese Einflüsse auch durch das Schloss aus- geübt werden müssen. 



   Dass und wie diese Bedingungen durch das Schloss laut Erfindung erfüllt werden, sei an Hand eines Ausführungsbeispieles desselben für das neueste Stellwerk der Bauart Siemens &   Halske,     Wie. i   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gezeigt (Zeichnung). In derselben bedeutet Fig. 1 einen lotrechten, Fig. 2 einen wagrechten Schnitt nach AB in Fig. 1, Fig. 3 die Vorderansicht des ab-, Fig. 4 die Vorderansicht des zugedeckten Schlosses,   durchwegs in Grundstellung, und ist ergänzend auch die zum Stellwerk gehörige Übertragungsvorrichtung l,     il/, n   und   Verschlussachse   o gezeichnet. 



   Das Schloss laut Erfindung besteht in einem nach Höhe, Breite und Tiefe so geformten Gehäuse c, dass es in einem   Hebelfelde   platzfindend auf den Stellwerksträgern a, b in allen Richtungen genau so aufsitzt und mit genau solchen Schrauben befestigt ist, wie jedei Hebelboek. Im Vorderteil des Gehäuses ist der lotrecht verschiebbare Riegel d eingelassen ; hierin greifen die Schlüssel e, f üblicher Bauart ein, Hinten am   Riegel il   sind Kulissen g, h befestigt ; sie machen die Riegelbewegungen mit und bewegen, die   e ; ne   oder die andere, einen Winkelhebel i1, i2, welcher mittels se'nes in vorgesehenen Winkelhebel- 
 EMI2.1 
 ist.

   Damit in jedem Schlüsselloch nur en bestimmter Schlüssel angewendet werden kann, sind in an sich bekannter Weise bei jedem Schlüsselloch je vier wechselbare Zuhaltungen s,   t benützt.   



   Vermöge der Stellung der beiden   Schlüssellöcher   p, q im Deckel r können die Schlüssel nur in bestimmter Stellung (Bart hinauf oder hinab) eingeführt, und vermöge   der Nähe   der Gehäusewände zu den   ScMüsseldornen   nur in einer ganz bestimmten   Richtung (Schlüssel   e   im, t gegen   den Uhrzeigersinn) gedreht werden : die Einführung und Drehung ist vermöge der Form der Schlüsselausschnitte r, u im Riegel d überdies nur bei unverschobenem Riegel möglich. Der gedrehte Schlüssel f hebt den Riegel mitsamt den Kulissen, wogegen der   Schlüssel   e alle diese Teile senkt.

   Während der Benützung des Schlosses am Stellwerke ist der   Winkelhebelarm i2   in den Führungskolben 1 der Übertragungsvorrichtung l, m, n e ngeschoben, deren Verbindungsstange m, mittels der Kurbel n die Verschlussachse o angreift. Bei Hebung des Riegels d schwingt der   Winkelhebel ii, i,   nach unten aus, die Kurbel n wird gesenkt, und dreht die   \Terschlussachse 0 gegen   den Uhrzeigersinn ; bei Senkung des Riegels bewegt sich der Winkelhebel nach oben, die   Kurbel nach oben, die Verschluss@chse im Uhrze@gersinn.

   Eine aus   der Grundstellung ausgehende. entgegengesetzt der beschriebenen gerichtete Bewegung des Riegels und daher auch der   Verschlussachse   
 EMI2.2 
 von einem   Schlüssel   zwangläufig und unwechselbar in eine Endstellung gebracht, welche sich von jener durch den anderen Schlüssel herbeigeführten streng unterscheidet. 



    Der umgedrehte Schlüssel kann zufolge der Stellung und Form der schlüssellöcher p, q im Deckel r   nicht wieder entnommen werden ; seine   Rückdrehung   ist aber durch den beschriebenen   Zusammenhang   der beweglichen Schlossteile und der   Übertragungsvorrichtung   solange gehindert, als die Verschlussachse in der Endstellung irgendwie, in Wirklichkeit in an sich bekannter Art durch die   Verschlusseinrichtung   des Stellwerks, festgehalten bleibt. Im Gegenteil entspricht der   Grundstellung   des Schlosses laut Erfindung eine solche Mittel- bzw.

   Anfangsstellung der Verschlussachse, dass deren Festhalten durch die Verschlusseinichtung des Stellwerkes und die weiteren, erst hierauf möglichen Handhabungen vermöge der auf der Verschlussachse aufgesetzten   Verschlussstücke   unmöglich sind. Die Plombensicherung des Schlossdeckels r und die Überdeckung der Schlossbefestigungsschraube durch ihn bezweckt, eine etwa frevelhafte Abnahme des Schlosses als Ganzes und die   dadurch ermöglichte Umgehung   der Sicherung zu hindern oder zumindest zu   überwachen.   



   Die Kulissenauschnitte sind so geformt, dass zur   Erzeugung der VerschlttHchsenbewegung stets   der volle, die schon   besagte Schlüsselfesthaltung bestens verbürgende Schlüsselhub ausgenützt   wird, während die erreichte Endstellung der   Verschlussachse   genau der vom ersetzten Hebel erzeugten ent- 
 EMI2.3 
 alle, durch verschiedene Hebeltypen der Siemens-Halske-Stellwerke neuester Type erzeugten, verschieden grossen und gerichteten-d. i. aus verschiedenen Ausgangs- in verschiedene Endstellungen gelangenden Verschlussachsenbewegungen - nachgeahmt; es verursdeht der unterste Kulissenausschnitt dieselben   Bewegungen   der   Verschlussachse, wie   der Hebe ! für Federweiehen, welcher bei Aufschneidung der We'che die   Verschlusse :

   nrichtung   sperrt (nach Zeichnung 3547 der   Südbahnwerke   Wien, Graz) : der mittlere Bewegungen wie die Hebel nach den   Normal@ lättern 5010, 5011, 5012, 5013, 5014 de@ ehem.   k. k. Österreiehisehen Staatsbahnen : der oberste endlich wie der   Hebel nach N ormalbhtt 5015   derselben Bahnverwaltung. 



   Durch die Festhaltung des gedrehten Schlüssels ist auch die dadurch gesperrte Einheit vom Stellwerk und anderen von hier beherrschten Teilen   abhängig gemacht.   Das Schloss laut Erfindung funktioniert im Zuge der Abhängigkeiten als Vermittlungsorgan :   einerseits   ist in bekannter Weise die zu sichernde 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 sorgen. Anderseits ist die Verschlusseinrichtung des Stellwerks in ebenfalls an sich bekannter Art so ausgeführt, dass die erforderlichen Sperrungen gemäss der Drehrichtung und Endstellung der Verschlussachse stattfinden, u. zw. ist jeder augenblicklichen Stellung der zu sichernden Einheit eine bestimmte Endstellung der   Verschlusslchse   zugeordnet.

   Um dieselbe Stellung der Einheit in gleicher Art durch Vermittlung des Schlosses laut Erfindung am Stellwerke zu sichern, ist der Schlüssel in jenes   Schlüsselloch   einzuführen, aus welchem die gleiche Endstellung der Verschlussachse herbeigeführt wird ; das wird eben- 
 EMI3.1 
 dann schon unweehselbar dem benutzten Schlüsselloch entspricht. 



   Als Beispiel sei die   Schlmselsicherung   einer für gewöhnlich   ferngestellten   Weiche beschrieben. 



  Zwei an ihr anzubringende, an   sie" ! bekannte Weichensperren legen   sie abwechselnd in der einen oder anderen Stellung (plus oder minus) fest. und nur der augenblicklich sperrende Schlüssel kann der Sperre entnommen werden. Ausserhalb dieser bildet er somit auch die Kontrolle der Stellung der Weiche. Diese   Schlüssel   werden in dem an Stelle des Hebels angebrachten Schlosse benützt.

   Der Weichenstellhebel der neuesten Stellwerksbauart Siemens & Halske dreht die Kurbel n bei plus"nach links unten, bei   minus"nach links   oben hin ; diesen Kurbel-und somit auch Verschlussachsenstellungen entsprechen die Sperrelemente der   Verschlusseinrichtung.   Soll dies ungeändert zur richtigen Festhaltung der Schlüssel 
 EMI3.2 
   e :

   ne hinaufgerichtete Versehlussaehsendrehung erzeugt   werden und nachdem erstere aus dem oberen. zweite aus dem unteren   Schlüsselloch   erfolgt,   der Plus"-SehIüsseI im   oberen, der"Minus"-Schlüssel im unteren Schlüsselloch unter entsprechender Anpassung der   Zuhaltungen s, t   Anwendung finden. 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 beliebige, nach getroffene Wahl allerdings gleichbleibende Endstellung der Verschlussachse zugeordnet werden, ohne dass die Sicherheit gemindert wird ; ordnungshalber und zur Vermeidung des   Versehluss-   e : nrichtungsumbaues beim späteren   Ersatze   des   Schlosses durch e. inen   Hebel wird aber von dieser Willkür kein Gebrauch gemacht werden. 



   Es bedarf wohl keines weiteren Beweises, dass bei Benützung des Schlosses als Sicherungsmechanismus sämtliche Handhabungen von der Entnahme des   Schlüssels   aus der Sperre der zu sichernden Einheit 
 EMI3.5 
 in einer nicht zu durchbrechenden Reihenfolge sichergestellt sind. 



   Beim konstruktiven Entwurfe des Schlosses kann für eine bestimmte   Verschlussachsendrehung   grundsätzlich und dauernd, natürlich nicht gleichzeitig, sowohl die Hebung als auch die Senkung des Riegels d ausgenützt werden, nachdem beim Festhalten an der üblichen Übertragungsvorrichtung die Verwandlung der Riegel-in die   Verschlussaehsenbewegung   lediglich von der Richtung der Kulissenaussehnitte abhängt.

   Im Ausführungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen dass die Verschlussachsenendstellungen   für"plus"oder"(B"   (Ring bedeutet Verriegelung in der darin eingetragenen Stellung) durchwegs durch Hebung jene   für #minus" oder ##" durchwegs durch   Senkung des Riegels, daher die ersteren durch einen und denselben, die zweiten durch den anderen   Schlüssel herbeigeführt   werden, demzufolge die   Schlüssellöeher   mit ständig unweehselbar angebrachten   Anschritten ## oder #", #- oder     8" versehen   sein können. 



   Desgleichen hängt die Grösse und Richtung der Verschlussachsenbewegungen direkt von der Form der Kulissenausschnitte ab, welchem Umstande zufolge das   Schloss   mit grundsätzlich soviel Kulissenausschnitten zu versehen wäre, als Verschlussachsenbewegungstypen   vorkommen.   Beim Doppelhebel nach Normalblatt 5015 gleich die Ausgangsstellung (links unten) der linken   Verschlussachse   der Endstellung der rechten, die Ausgangsstellung (links oben) der rechten   Verschlussachse   der Endstellung der linken. Dem müssen die Stellungen der Winkelhebel beider zum Ersatze eines Doppelhebels nötigen 
 EMI3.6 
 im   rechten unten"d.   i. in die Löcher x angeschraubt wird. 



   Es können im allgemeinen auch durch dieselbe Kulisse bei wechselnder Länge des Armes   i1   verschieden grosse Hübe des Winkelhebels erzeugt werden ; das Ausführungsbeispiel zeigt keine Anwendung dieser   Bewegungsübertragung   an sieh, sondern nur in Vereinigung mit verschiedenen Formen der Kulissenausschnitte. 



   Bisher bekannte   Stellwerksschlösser   sichern nur je eine Stellung einer Einheit, sind daher für einen gleichen Sicherungsumfang in mehrfacher Anzahl notwendig. Nebst der Schwierigkeit, welche die Anbringung   einzelner solcher Schlösser   an passenden Stellen des Stellwerks oft verursacht und welche mit der Anzahl solcher Schlösser sehr bedeutend   wächst,   macht sich die Unhandlichkeit ihrer Bedienung sehr unangenehm geltend.

   Ihre Schlüssel sind zumal Stechschlüssel, welche mit den üblichen Drehsehlüsseln der Einheiten erst unlösbar gekuppelt werden müssen, und welche oft nicht bewegend, ja auch überhaupt nicht direkt auf die   i, bertragungsvo richtung   und die Versehlussachsen wirken, sondern nur gedreht oder 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
   passungsfähigkeit für   mehrere, geschweige alle bei einer Stellwerksbauart vorkommende Benützungsfälle besitzen-erfordert der gegenseitige Tausch von Schlössern und Hebeln bauliche Eingriffe, u. zw. vor- wiegend oder ausschliesslich im Inneren der Stellwerke.

   Jeder solche Einbau ist aber sehr mühsam, langwierig und nur von Fachkundigen ausführbar und es müssen dabei fast ausnahmslos auch zahlreiche, zur vorzunehmenden Sicherung in gar keiner Beziehung stehende Abhängigkeiten auf die Dauer der Arbeit zerstört und daher die Sicherung selbst in einem ausserordentlich und unverhältnismässig weitem
Umfange aufgehoben werden.

   Diese Umständlichkeit der Anpassung ist Ursache, warum weder bei ziem- lich häufigen augenblicklichen Störungen durch Gebrechen der Hebel, der daran hängenden Drahtzüge und Einheiten, noch bei für längere Zeit anberaumten Provisorien die so einfache, vorteilhafte, genau so wie die Hebelsicherung verlässliche und bei einfachen Betriebsverhältnissen auch als Definitivum vollauf   genügende Schlüsselsicherung   in Abhängigkeit von Stellwerken ausser Acht gelassen und eher die Sicher- heit, welche die Ermangelung von Abhängigkeiten zwischen den   Sperrung (n   und Stellwerken auch bei bester, stets sehr kostspieliger und niemals ganz verlässlicher Beaufsichtigung sehr fraglich ist, unter- bunden wird.

   Bei der Anwendung von   Zentralschlössern,   wovon nur der Kontrollschlüssel vom Stellwerk abhängig gemacht wird, vermindern sich zwar die besagten Bauschwierigkeiten, nachdem weniger   Schlüssel   mit dem Stellwerke in Abhängigkeit zu bringen sind, die übrigen gegenseitigen Abhängigkeiten sind aber ins Zentralschloss verlegt, so dass die Schaffung einer vollkommenen Sicherung durch Zentral- schlösser nur unbedeutend einfacher und nicht minder zeitraubend als durch bis nun bekannte einzelne
Schlösser ist, ganz abgesehen davon, dass Zentralschlösser gewöhnlich gar nicht vorrätig sind. 



     'Das Schloss   laut Erfindung sichert dagegen mehr Stellungen der in Abhängigkeit zu bringenden Einheit, was seine Anschaffung und Benützung sparsamer als jene der bisher bekannten Schlösser er- scheinen lässt. Durch diese Beschaffenheit des Schlosses ist auch dem meist auftretenden Bedürfnisse der   zeitgenössischen   Sicherungstechnik, nur zwei von der Grundstellung abweichende Lagen einer Ein- heit zu sichern, genau entsprochen, und ist dies trotzdem, dass auch drei solche Stellungen unter Umständen zu sperren wären, durch das Ausführungsbeispiel absichtlich nicht überholt worden, vorerst, um die Konstruktion tunlichst einfach und der Mehrzahl der Bedürfnisse entsprechend zu gestalten, dann, nach- dem für solche Einheiten-mindestens bei in Österreich üblichen Sicherungsanlagen-stets je zwei
Hebel vorgesehen sind,

   deren Ersatz dann durch zwei, zusammen vier   Schlüssel   bietende   Ersatzschlösser   erfolgt. Diese   Schlüssel   sind jene der gesicherten Einheit ; die direkt bewegende Wirkung des Schlosses auf die Verschlusseinrichtung, namentlich auf die ganz normal angewendete   Ubertragungsvorrichtung     und Verschlussachse gleicht   dem selbsttätigen Einfluss jedweden modernen Hebels und sind auch beim
Schloss laut Erfindung die Bedienungshandgriffe auf das   unumgänglichste   Mindestmass eingeschränkt, was Zeitersparnis und Vermeidung von eiligen Fehlgriffen mit sich bringt.

   Die in jedem Anwendungs- falle gleichbleibende Anzahl seiner Bestandteile macht deren Hinterlegungen und Herbeiholungen un- nötig und beseitigt die Nachteile von Konstruktionen mit in verschiedenen Anwendungsfällen ungleich zahlreichen Teilen. Die grundsätzlich in weiterem Umfange, als es im Ausführungsbeispiel geschieht, anwendbare Verstellbarkeit der Kulissen zur Erzeugung verschiedener   Verschluss achsenbewegungen   spart an Kulissenaussehnitten, verbilligt die Erzeugung und vereinfacht den Mechanismus zum Vorteile seiner Benützung.

   Das einheitliche Schloss laut Erfindung ist als Ersatz einer bedeutenden Anzahl von
Hebeln anwendbar, und es unterliegt keinem Zweifel, dass es nach analogen Grundsätzen ebenso für weitere, noch unbekannte Hebel derselben Stellwerksbauart, als auch für andere Stellwerkstypen ver- vollkommnet bzw. gebaut werden können wird ; die universelle Anwendbarkeit dieses Schlosses erspart die Bereithaltung bedeutend grösserer Bestände verschiedener, für den Ersatz nur einzelner Hebeltypen geeigneter Schlösser. 



   Die beim Gebrauche des Schlosses laut Erfindung vorzunehmenden Arbeiten beschränken sich lediglich auf die Zurichtung des Schlosses als solchen, u. zw. auf die Anpassung der Zuhaltungen s, t, die Einlassung des Zapfens j in die entsprechende Bohrung, und-nur beim Ersatz eines Doppelhebels- auf die entsprechende Anbringung der Kulisse h, und können, nachdem es sich nur um eine fallmässige, ganz einfache Zusammenfügung an sieh unänderbarer, durchwegs schon zubereiteter Teile handelt, auch von Ungeübten äusserst leicht, rasch und verlässlich ausgeführt werden.

   Nach Aufstellung des
Schlosses in das hiefür-im äussersten Falle nach Beseitigung des unbrauchbar gewordenen Hebels- 
 EMI4.2 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 Umstande zu verdanken, dass die einer Anpassung   bedürftigen   Teile aus dem Stellwerke in das leicht abseits   herzurichtende Schloss   verlegt sind. 



   In einer äusserst einfachen, so wie die Hebelsicherungen verlässlichen, aber bedeutend billigeren Art-man beachte die Ersparnis der Hebel, Drahtzüge, Leitungskanäle, Stell-,   Weiehen-Imd Iion-   trollriegel-die seinerseits abhängig gemachten Einheiten sichernd, ist aber das Schloss bei einfachen Betriebsverhältnissen, wenn mit regelmässigen Gängen zur Sperrung und Lösung der Einheiten gerechnet werden kann, auch ganz besonders als definitiv braeuhbarer   Sicherungsmechanis1llus   geeignet, indem es nebst Erminderung der Beschaffungs- und Erhaltungskosten zur wirtschaftlicheren Ausnützung der Bedienungsleute beiträgt.

   Die mit jener der Hebel vollkommen gleiche Formung seiner mit der Über- 
 EMI5.2 
 fertiggestellten Stellwerke mit Schlössern versehen und sofort in Betrieb genommen werden, um erst später, wann immer,   allmählich   oder auf einmal, jedenfalls aber ohne jede Ausserbetriebssetzung oder Störung mit Hebeln versehen und dadurch in den Endzustand versetzt zu werden. DerWert dieses durch überhaupt keinen anderen Sicherungsmechanismus, sondern nur durch das Schloss laut Erfindung gebotenen Vorteiles muss unter Beachtung der vielen, den Bau von Sicherungsanlagen oft auch sehr ungünstig   beeinflussenden Umstände,   sowie des   unabschätzbaren   Wertes einer intakten Eisenbahnsicherungsanlage für die Betriebssicherheit beurteilt werden. 
 EMI5.3 


AT99444D 1922-11-15 1922-11-15 Schloß zum Ersatze von Stell- und Verriegelungshebeln an Eisenbahnstellwerken. AT99444B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT99444T 1922-11-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT99444B true AT99444B (de) 1925-03-10

Family

ID=3618638

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT99444D AT99444B (de) 1922-11-15 1922-11-15 Schloß zum Ersatze von Stell- und Verriegelungshebeln an Eisenbahnstellwerken.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT99444B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2538708C2 (de) Schutzgitter für ein Bett, insbesondere Krankenhausbett
EP0913898B1 (de) Sicherheits-Türschliessystem für Schaltschränke
EP1813742A1 (de) Treibriegelschloss
EP2133494A2 (de) Sicherheitsverriegelungsvorrichtung mit Fluchtentriegelungseinrichtung
DE2811990C2 (de) Elektrische Zentralverriegelungsvorrichtung für mehrere, an verschiedenen Stellen eines Fahrzeugs angeordnete Verschlüsse
DE2018820A1 (de) Verriegelungsvorrichtung an einem TeleskopausIe ger
AT99444B (de) Schloß zum Ersatze von Stell- und Verriegelungshebeln an Eisenbahnstellwerken.
DE102019133323A1 (de) Modulares Verschlusssystem
EP0426957B1 (de) Riegelwerk für Wertschrank- oder Tresortüre oder dergleichen
DE4027088C2 (de)
DE8216056U1 (de) Fallen-panikschloss
DE19926968B4 (de) Schloß mit zwei senkrecht zueinander verschiebbaren Riegeln sowie Anwendung eines solchen Schloßes
DE19635415C2 (de) Kopplungseinrichtung für ein Schloß, insbesondere ein Türschloß eines Kraftfahrzeuges
DE60306996T2 (de) Kupplungsmechanismus zum Betätigen eines Schlosses und eine damit ausgerüstete Tür
DE2923460C2 (de) Rechts und links verwendbares Drehstangenschloß
EP1318259A2 (de) Zusatzriegelschloss
EP1347130A1 (de) Schloss für Sicherheitstüren
DE102013013547A1 (de) Schloss mit Riegel mit Entriegelungspin
DE3411142A1 (de) Vorrichtung zum verriegeln einer weichenzunge
DE3330588A1 (de) Schliessanlage fuer schraenke, insbes. kabelverzweigungsschraenke
DE3307043C1 (de) Elektrischer Schaltschrank
DE828498C (de) Schiebetuerschloss
DE366890C (de) Tuerschloss mit Querriegel fuer die Falle
DE1836130U (de) Elektrische ver- und entriegelungsvorrichtung fuer mehrere tueren von fahrzeugen.
DE10164484A1 (de) Kraftfahrzeugtürverschluss