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Geschwindigkeitsanzeiger.
Die Erfindung betrifft einen tönenden Geschwindigkeitsanzeiger mit einer beweglichen Kugel in einer im Umlauf befindlichen Glocke.
Bei den bisher üblichen Vorrichtungen dieser Art lief die in eine radiale Rinne einer mit. der Glocke starr verbundenen Platte eingelegte Kugel unter der Wirkung der Schwerkraft während der Drehung der Glocke hin und her. Diese Bewegung verursachte das Anstossen der Kugel gegen die Wand der Glocke und infolgedessen die B : ervorbringung eines tönenden Signals. Mit der Drehgeschwindigkeit der Glocke und infolgedessen der Platte wurde die Fliehkraft erhöht und diese wirkte auf die Kugel, bis sich dieselbe an die Wandung der Glocke anlegte. Nach Erreichung dieser Geschwindigkeit gab die Vorrichtung keinen Ton mehr ab und zeigte infolgedessen nur an. dass eine bestimmte Geschwindigkeit überschritten war.
Da die Geschwindigkeitsanzeige durch das Aufhören des Tönens der Glocke unter dem Anschlagen der beweglichen Kugel erfolgt, ist es selbstverständlich, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Vorrichtung
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der Glocke zu schleudern.
Hieraus ergibt sich, dass, um die Einrichtung an Wellen mit geringer Umlaufgeschwindigkeit. z. B. an der Antriebswelle von Milchzentrifugen zu verwenden, es nötig ist, sie zwecks Erzeugung der erforderlichen Fliehkraft durch eine geringe Winkelgeschwindigkeit dieser Welle in einem gewissen Abstand von der umlaufenden Welle, also beispielsweise an der Antriebskurbel zu befestigen.
Wenn daher die zu kontrollierende Welle keine radial angeordneten Arme besitzt, muss ein besonderes Organ vorgesehen werden, das es ermöglicht, die Anzeigevorrichtung auf einem bestimmten Abstand von der Welle zu halten.
Beim Erfindungsgegenstand wird die die Geschwindigkeit anzeigende Bewegung der Kugel einzig durch deren Eigengewicht erzielt, so dass die Vorrichtung auf der Nabe der Antriebswelle angeordnet werden kann.
Gemäss der Erfindung wird die Kugel bei jedem Umlauf durch eine an der Glocke starr befestigte Vorrichtung mitgenommen und hierauf fallen gelassen. Dieser Mitnehmer wird beispielsweise von einer Schaufel gebildet, die im Innern der trommelförmigen Glocke angeordnet ist, in der sich die Kugel bewegt.
Je nach der grösseren oder geringeren Umlaufgeschwindigkeit der mit der 1'iIasehinenwelle starr verbundenen Glocke fällt die Kugel an verschiedenen Stellen des Glockenumfanges nieder. Indem man an verschiedenen entsprechend ausgewählten Punkten des Glockenumfanges nichttönende Körper auflegt, kann der Stoss der Kugel nur an gewissen Auftreffpunkten die Glocke zum Ertönen bringen. Diese Punkte entsprechen bekannten Geschwindigkeiten.
Bei einer andern Ausführungsform kann die Glocke mit mehreren Mitnehmern für die Kugel ausgerüstet sein, die nacheinander auf sie einwirken, so dass sie bei jedem Umlauf mehrmals auf die Glocke auftrifft.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt ; es zeigen die Fig. 1, 2,3 und 4 schematisch die Vorrichtung bei verschiedenen Stellungen der Kugel während des Umlaufes der trommelförmigen Glocke, Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung der einen Ausführungsform, Fig. 6 die gleiche Ausführungsform im Schnitt nach A-B in Fig. 7 ; Fig. 7 einen Schnitt durch die Mitte in Fig. 6 ; Fig. 8 eine zweite Ausführungsform.
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Aus Fig. 1-4 ist ersichtlich, dass die Kugel 1 frei auf der umlaufenden Wand einer trommelförmigen Glocke 2 rollt, die in Umlauf gehalten wird und im Innern eine Schaufel 3 (Fig. 1) trägt. Wenn die Glocke in der Richtung des Pfeiles umläuft, wird die Kugel von der Schaufel angehoben, bis sich diese in wagrechter Stellung befindet (Fig. 2). Wird der Umlauf der Glocke fortgesetzt, so neigt sich die Schaufel und lässt die Kugel bis zu ihrem freien Ende ablaufen, wo sie herabfällt. Da der Umlauf der Glocke während des freien Falles der Kugel fortdauert, wird entsprechend Fig. 3 und 4 die Kugel je nach der Grösse der Umlaufgeschwindigkeit auf verschiedene Stellen der Trommelwand auftreffen.
Anderseits kann die Innenwand der trommelförmigen Glocke auf bestimmten Stellen mit einem Material versehen sein, auf dem das Auffallen der Kugel keinerlei Ton erzeugt. Die Verteilung dieser Stellen kann derart erfolgen, dass das Auffallen der Kugel je nach den verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten einen Ton erzeugt oder nicht.
Gemäss der in den Fig. 5, 6 und 7 dargestellten Ausführungsform besteht die Vorrichtung aus einer Platte 5, auf der eine trommelförmige Glocke 8 mittels Nieten 9 befestigt ist. Das die Kugel aufnehmende Organ besteht aus einer geraden Wand 7, die sich in einer gekrümmten Wand 6 fortsetzt ; diese schützt die trommelförmige Glocke 8 auf bestimmten Stellen und ist mit einer Öffnung versehen, durch welche hindurch die Kugel bei einer bestimmten Umlaufgeschwindigkeit hindurch auf die Glocke 8 fällt, so dass
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Tonsignal erzeugt werden.
Nach einer weiteren Ausführungsform gemäss Fig. 8 sind im Innern der trommelförmigen Glocke zwei geradlinige Wände 17 lmd 18 vorgesehen, die als Schaufeln dienen und nacheinander die Kugel 16 anheben. Die beiden Aussparungen 19 und 20 sind nicht symmetrisch zur Achse X, Y angeordnet ; die Kugel fällt also in jedes von ihnen nur für eine besondere von der andern abweichende Geschwindigkeit, wobei zwischen diesen beiden Grenzgeschwindigkeiten eine Geschwindigkeit besteht, bei welcher die Kugel in keine der beiden Öffnungen fällt und infolgedessen keinen Ton erzeugt.
Es ergibt sich ohne weiteres, dass man noch eine grössere Zahl von die Kugel bei jedem Umlauf anhebenden Schaufeln anwenden kann und dass man die erwähnten Aussparungen auch in anderer Weise kombinieren kann. Z. B. kann man die Anordnung so treffen, dass zwei Glockenschläge bis zur Erreichung
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PATENT-ANSPRÜCHE :.
1. Tönender Geschwindigkeitsanzeiger, gekennzeichnet durch eine um eine wagrechte Achse sich drehende trommelförmige Glocke, auf deren zylindrischer Innenfläche eine Kugel läuft, die von einer von der Glocke mitgenommenen Schaufel unter einer bestimmten Winkelstellung aufgenommen und sodann frei gegeben wird, wobei die Kugel auf eine von der Umlaufgeschwindigkeit der trommelförmigen Glocke abhängige Stelle der Innenfläche derselben aufschlägt.