<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur nassmagnetischen Scheidung auf Walzenscheidern.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur nassmagnetischen Scheidung auf Walzenscheidern unter
Bildung eines sogenannten Films, d. h. einer Flüssigkeitswand, innerhalb deren das magnetische Gut aus der Trübe an die Scheidefläche gezogen wird, wie es bisher, namentlich bei Ringscheidem, velwendet wurde, indem man von oben auf die Ringlamellen Wasser aufgab, das von den Ringschneiden abfloss.
Bei Walzenscheidern hat man auch bereits versucht, eine Art Film dadurch zu erzielen, dass man die
Trübe mit viel Wasser aufgab und dieses Gemisch so dicht an die Scheidefläche heranbrachte, dass sich der Film von unten nach oben bildete. Durch die dadurch bedingte Verengung des Feldspaltes war es aber nicht möglich, gröberes Gut zu scheiden ; ausserdem wurden durch die übermässige Zugabe von
Wasser magnetische Teilchen mitweggeschwemmt und die Scheidung stark beeinträchtigt. Durch das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren wird nun auch bei Walzenscheidern eine einwandfreie
Filmbildung ermöglicht.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass bei Walzenscheidel11, bei denen das magnetische
Gut aus der Trübe an eine walzenförmige Scheidefläche gehoben wird, dieses auf seinem Austragwege nur einen Teil der Walzenfläche bzw. ihrer Kreislaufbahn, u. zw. deren aufwärts gerichteten Teil, durch- wandert ; denn das angezogene magnetische Gut wird von der sich drehenden Walzenfläche mitgenommen, oder es wandert, wenn diese von einer feststehenden Trommel umgeben ist, unter dem Einfluss der sich im Innern drehenden Magnetwalze in deren Drehrichtung auf der Trommel. Im übrigen ist die Walzen- oberfläche besonders auf dem abwärts gerichteten Teil der Walzenlaufbahn vom Gut frei.
Dieser bisher unausgenützte Teil wird nun gemäss der Erfindung insofern für die Filmbildung benutzt, als dort die Filmflüssigkeit an die Walze gebracht, z. B. gespritzt wird und dann an ihr oder der sie umgebenden
Trommel abwärts bis zur Scheidestelle fliesst, wo sie zwischen Trübestrom und Scheidefläche den Film bildet.
Verwendet man das neue Verfahren für Walzenscheider, bei denen die Scheideanlage neigbar ist, so würde bei Änderung der Neigung die Filmflüssigkeit eine andere, ausserhalb der stärksten Scheidezone liegende Stelle des Trübestromes treffen. Deshalb macht man die Walze bei solchen neigbaren Anlagen seitlich, also quer zur Walzenachse, verstellbar ; man kann dann die Walze so einstellen, dass der Trübe- strom sie stets an der gewünschten Stelle trifft.
Aber auch bei Scheideanlagen, die in ihrer Neigung nicht veränderlich sind, ist die seitliche Ver- stellbarkeit der Walze von Vorteil, um die Zone der Filmbildung örtlich verlegen zu können.
In der Zeichnung ist das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren in zwei Ausfühlungs- beispielen veranschaulicht, u. zw. in Abb. 1 an einem Einfaeh-Walzenscheider ohne Gegenpole, Abb. 2 an einem Mehrfach-Walzenscheider mit Gegenpolen.
Gemäss Abb. 1 dreht sich über der Zuführungsrinl1e 1, auf die die Trübe aus dem Trichter : 2 fliesst,
EMI1.1
Teil ihrer Laufbahn ab und bildet dort einen Film zwischen Scheidefläche und Trübestrom.
Gemäss Abb. 2 sind drei Walzen 6, 7 und 8 vorgesehen, die sich in den feststehenden Trommeln 9, 10, 11 drehen. Unter jeder Walze befindet sich ein Pol 12. Auf den allen Walzen gemeinsamen Zuführungstisch 13 wird die Trübe aus dem Trichter 14 aufgegeben. Das an der ersten Scheidestelle an die Trommel 9
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Scheidestelle wird bei 18 abgeleitet, der Rückstand der zweiten Scheidestelle an der dritten erneut geschieden und bei 19 abgeleitet. Dies sind nur Beispiele. Magnetisches Gut und Rückstand können beliebig zwischen einzelnen Scheidestellen abgeleitet oder durch zwei oder durch eine Seheidestelle hin-
EMI2.2
zu vermeiden, macht man die Walze seitlich, also quer zu ihrer Achse, verstellbar.
Man hat es dann in der Hand, jede Walze so einzustellen, dass der Filmstrom die gewünschte Stelle des Trübestroms. z. B. in der stärksten Scheidezone, trifft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur nassmagnetisehen Scheidung, bei dem durch Beriesselung der das abgeschiedene magnetische Gut austragenden Fördervorrichtung eine flüssige Verbindung zwischen dieser und der Oberfläche der Trübe geschaffen wird, in der Anwendung auf Walzenseheider, bei denen das magnetische Gut aus einer Trübe an eine walzenförmige Scheidefälche gehoben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Filmflüssigkeit auf der Seite der abwärts gerichteten Laufbahn der Walze auf dem vom Gut freien Teil der Walzenoberfläche aufgegeben wird und an dieser herablaufend an der Scheidestelle den Film bildet.