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Nagelfänger für elastische Radreifen.
Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zur Verhinderung von Beschädigungen an Fahrzeug- Radkränzen, die einen Laufmantel aus Gummi oder ähnliche nachgiebigem Stoff besitzen und der
Einwirkung von auf der Strassenfläche liegenden scharfkantigen Gegenständen ausgesetzt sind.
Wenn ein mit einer Gummilaufdecke bespannter Radkranz über einen scharfkantigen Gegenstand, z. B. einen Nagel oder einen Glassplitter hinwegrollt und ihn aufnimmt, so wird dieser Fremdkörper gewöhnlich nicht schon bei der ersten Berührung in den Radkranz eingedrückt, sondern wird erst beim weiteren Lauf bzw. bei jedesmaliger Berührung mit der Fahrbahn immer tiefer eingebettet.
Zweck der Erfindung ist nun, einen Fänger zu schaffen, der möglichst dicht an der Radkranzfläche angeordnet ist und gleiche Form wie der mit der Strassenoberfläche in Berührung kommende Teil des Radkranzes hat, so dass er jeden durch letzteren von der Fahrbahn aufgenommenen Gegenstand erfasst und ihn vom Radkranz wegbewegt.
Eine Vorrichtung zum Ausziehen irgendwelcher Fremdkörper, wie Nägel, Scherben, Dorne, Glas- splitter, Metallstücke u. dgl., die vom Radkranz von der Fahrbahn aufgenommen werden, wird nachstehend kurz als Nagelfänger bezeichnet, der in nächster Nähe am Laufmantel liegende Teil des in Stellung ge- brachten Nagelfängers wird Fängerblatt"genannt.
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derselben unter den bestehenden Verhältnissen praktisch zufriedenstellende Leistungen ergab. Zweck der Erfindung ist, die befriedigende Lösung dieser Aufgabe herbeizuführen.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Nagelfänger besteht aus einem innerhalb des Radumfanges angeordneten Hälter, der an einem Teil befestigt werden kann, welcher mit bezug auf die Radachse praktisch genommen keine Bewegung vollführt ; ferner aus einem Fängerblatt, das nachgiebig durch den Hälter in seiner wirksamen Stellung in nächster Nähe am Radkranzlaufteil in solcher Weise gehalten wird, da ss es, ohne zurückzuweichen, kleine vom Radkranz aufgenommene Gegenstände erfasst und abstreift. dabei vom Radkranzumfangsteil radial nach aussen sowie auch in der Umfangsrichtung verstellbar ist. wenn ein übermässiger Druck auf das Blatt erfolgt, der sonst ein Verklemmen oder Beschädigen der Teile herbeiführen konnte.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele vorteilhafter Arten von derartigen Einrichtungen veranschaulicht. Die Fig. 1 und 2 zeigen den Nagelfänger, z. B. an einem Hinterrad eines Wagens angebracht, in Seitenansicht und Draufsicht. Die Fig. 3-5 zeigen die Art der Anbringung an dncm Vorderrad, u. zw. in zwei zueinander unter rechtem Winkel stehenden Seitenansichten und in der Drauf icht. Die Fig. 6-8 zeigen eine andere Anordnung des Nagelfängers an einem Vorderrad, wobei der Hälter vom Achsstummel nach hinten ragt, u. zw. sind Fig. 6 und 7 Seitenansichten und Fig. 8 eine Drauf-icht, wobei angenommen ist, dass das Lenkrad an der linken Wa. genseite sich befindet.
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der Hälter des Nagelfängers in einem Stück mit einem der Arme der Lenkereimichtung gemacht ist.
Die Fig. 9 und 10 sind Seitenansichten, Fig. 11 ist eine Draufsicht.
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Seitenansicht und Draufsicht. Die Fig. 14 und 15 zeigen einen Hälter für ein Hinterrad, der in einem
Stuck mit Einrichtungen zum Tragen der Bremsbacken gemacht oder bleibend daran befestigt ist. Die Fig. 16-24 zeigen Einzelheiten von vier Formen der Anlenkstelle für den drehbaren Arm, sowie der Federbüche und des Lagerstückes. Die Fig. 25-27 zeigen die federnden Puffer zum Dämpfen deR Stosses in den beiden Grenzstellungen des drehbaren Armes. Fig. 28 zeigt ein Konstruktionsdetail des letzteren. Die Fig. 29 und 30 zeigen zwei Ausführungen des abnehmbaren Fängerblattes.
In der vorteilhaftesten Ausführungsform ist der Nagelfänger mit einem drehbaren Arm A ausgestattet, der das Blatt B trägt und an dem am Halter H befestigten Lagerstück K um eine zur Radachse parallele Achse X drehbar angelenkt ist, wobei dieser drehbare Arm nachgiebig gegen einen Anschlag angedrückt wird und auf diese Weise das Fängerblatt in seiner wirksamen Stellung hält, während besondere Mittel vorgesehen sind, um den gewünschten Grad des Spielraumes zwischen Laufdecke und Fängerblatt einzustellen. Die Anlenkstelle ist derart angeordnet, dass der drehbare Arm bei seiner Wegbewegung von dem Anschlag das Fängerblatt von der Rtdkranzlauffläche entfernt hält.
Der Hälter ist abnehmbar befestigt, jedoch mehr oder weniger bleibend an einem Teil angebracht, der sich in bezug auf die Radachse nicht dreht ; die Anlenkstelle für den drehbaren Arm ist zu diesem Behufe an einem Teil vorgesehen, der am Hälter radial einstellbar und abnehmbar mit demselben verbunden ist, während eine starke Feder den drehbaren Arm in seiner wirksamen Stellung an einen Anschlag angedrückt hält ; das mit diesem Arm in einem Stück hergestellte FÅangerblatt b3itzt eine dünne, nicht schneidende Kante. die es jedem in die Laufdecke eingedrungenen Gegenstand entgegensetzt. Der Hälter ist vorteilhaft an einem Teil befestigt, der in fester Verbindung mit der Radachse oder Achse steht.
Bei einem Hinterrad kann der Hälter auch an der Blattfeder an einer Stelle nahe der Achse befestigt sein, der an dieser Stelle die Feder nur eine sehr kleine Bewegung mit bezug auf die Radkranzlauffläche ausführt.
Die Teile sind so angeordnet, dass bei Abdrücken des Fängerblattes durch ein Hindernis vom
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Hindernis beseitigt ist. Weiters kann der Kopf des Fängers, d. i. jener Teil, der die Anlenkstelle, Federn usw. umfasst, an dem Hälter durch rasch lösbare Mittel betestigt sein, so dass er schnell entfernt werden kann, wenn es wünschenswert erscheinen sollte, auf den Radkranz Ketten aufzulegen.
Bei einer andern Ausführung kann das Fängerblatt am Ende einer Blattfeder angebracht sein. deren anderes Ende an dem Hälter oder unmittelbar an einem Teil befestigt ist, welcher nur eine kleine oder gar keine Bewegung mit bezug auf das Wagenrad hat. Die wirksame Stellung des Fängerblattes wird hiebei durch die Blattfeder bestimmt, die gegen einen am Hälter vorragenden Arm angespannt wird, wobei Mittel vorgesehen sind, um die beiden Teile in der wirksamen Stellung des Fängerblattes in Anlage zu erhalten.
Diese Ausgestaltung der Vorrichtung ist besonders geeignet für Fahrräder, in welchem Falle der Hälter doppelt ausgebildet und an dem Rahmen oder der Gabel des Fahrrades beiderseits befestigt ist, während die Blattfeder U-förmige Gestalt erhält, und ein Bogen über die Laufdecke sich
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zusammensetzenden Teile hinreichend stark und fest gemacht sind ; bei Anwendung auf vierrädrige Wagen werden Hälter und drehbarer Arm vorteilhaft aus rohrförmigen Teilen hergestellt. Wenn die Teile nicht genügende Festigkeit haben, besteht die Gefahr, dass bei so dichter Anlage des Fängerblattes
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das Bestreben auftritt, das Fängerblatt noch dichter an den Radkranz heranzubewegen, wodurch ein Verbiegen und Beschädigen des drehbaren Armes und des Hälters eintreten kann.
Weiters muss die
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Stellung zu erhalten, wenn das Rad mit grosser Geschwindigkeit über holprige Strassen sich bewegt und den Arm beim ersten Anstoss eines in den Radkranz eingedrungenen Fremdkörpers wegzubewegen, ohne dass aber ein bemerkbares Nachgeben der Feder und ein zweites Abheben des Fängerblattes, ausser-
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Anstossen an das Fängerblatt zu widerstehen, und die Feder muss so steif sein, dass sie nur unter der Einwirkung einer solchen Kraft nachgibt, die anderseits eine Beschädigung der Teile hervorrufen könnte.
Die Anlenkstelle zwischen dem drehbaren Arm und dem Hälter kann mit beträchtlichem Reibungwiderstand ausgeführt sein ; dieser Widerstand unterstützt einerseits die Feder bei der Ausführung de, Entfernens eines Fremdkörpers von der Laufdecke und anderseits vermindert er die Festigkeit de
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Stellung zurückbringt.
Der Hälter ist mehr oder weniger bleibend an irgendeinem Teil des Wagengestelles befestigt,
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Das mit einer dünnen, nicht schneidenden Kante versehene Fängerblatt kann abnehmbar gemacht werden, so dass es im Falle der Abnützung leicht ausgewechselt werden kann oder sich dem Umfang der Lmfdecke anzupassen vermag, während die anderen Teile des Fängers mehr oder weniger die übliche Form haben. Das Fängerblatt steht im spitzen Winkel zur Lauffläche des Radkranzes, so dass es gegebenenfalls eingedrungene Fremdkörper abgreift. Es muss dicht an seiner wirksamen Kante starr gehalten sein, damit es nicht wesentlich nachgeben und so die Laufdecke beschädigen kann.
Der Rücken des Blattes muss unter beträchtlichem Abstand von der Tangente an den Laufdeckenumfang gestellt sein und der Teil des drehbaren Armes, der das Fängerblatt hält und um den Laufteil des Radkranzes herumgebogen ist, muss ebenfalls in entsprechendem Abstand davon angeordnet sein. Ohne Einhaltung eines
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Laufdecke verrieben werden, insbesondere wenn das Fahrzeug auf frisch geteerten und gerandeten Fahr- bahnen lauft. Wird dagegen das Fängerblatt unter einem zu grossen Winkel angestellt oder hat die Rundung
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ausgenützt werden.
Wie bereits erwähnt, ist das Fängerblatt mit bezug auf den Laufteil des Radkranzes gegen und von diesem weg verstellbar Es ist aber auch quer zu demselben einstellbar, so dass die gekrümmte Kante so dicht als möglich dem Laufteil angepasst werden kann Zu diesem Zweck ist die später erwähnte Federbüchse an einem Boden oder Lagerstück befestigt, das an einem rohrförmigen Hälter dreh-und verschiebbar ist und daran in jeder gewünschten Stellung festgeklemmt werden kann Die Achse dieses Hälters ist dabei so zum Fängerblatt angeordnet, dass die Drehbewegung eine Bewegung des Fängerblattes quer zur Radkranzlauffläche herbeiführt Das Lagerstück K, um welches der das Fängerblatt tragende Arm relativ zum Hälter sich dreht, ist vorteilhaft so gemacht,
dass eine Anpassung an die Feder S ermög-
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drehbaren Armes bildet und durch eingelegte Filzstreifen staubdicht gemacht ist Um die Teile zu vereinigen, ist nach einer Ausführung die Federbüchze geteilt und die beiden Teile können in geeigneter Weise aneinander befestigt werden Zwischen Anschläge 34 an der Federbüchse und dem Lagerstück ist ein Puffer 35, z. B. in Form eines einfachen Gummistückes, eingelegt Dieser Puffer dämpft den Stoss, wenn der drehbare Arm durch die starke Feder in seine wirksame Stellung zurückgeführt wird, nachdem er durch einen Stein od. dgl. aus dieser Stellung gebracht worden ist.
Die Einstellung des Fängerblattes gegen den Radkranz in dessen Ebene kann durch Verschieben und Festklemmen des Lagerstückes auf
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genaueren Einstellung des Fängerblattes mit bezug auf die Radkranzlauffläche benützt werden.
In Fig. l und 2 besteht der Hälter H aus einem kräftigen Rohr, das gebogen und a. n dem Ende flachgedrückt ist, das bei 21 mittels Zapfen und Mutter-die auch zur Befestigung der Sp-eizstange dienen-an dem Bremqgehäuse befestigt ist Der mittlere Teil des Hälters ist ebenfalls an diesem Gehäuse mittels einer Schelle 22 festgehalten.
In Fig. 3-5 besteht der Hälter aus dem starken Rohr H und dem mit ihm ein Ganzes bildenden,
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sich erstreckenden Lenkarmes 26 und der Mutter 27 befestigt ist. Das Rohr H it ferner an dem oberen Ende des AchsstummelträgeM mittels der Schellen 28, 29 festgemacht. Ein Ende der Schale 28 ist an dem Achsstummelträger der U-förmigen Klemme 29 und den in deren Enden eingeschraubten Muttern 30, Fig 5, festgehalten. Die Schelle 28 besteht aus einem kurzen geraden Til, welcher als Distanzstück zwischen dem Achsstummelträger und dem Rohr K dient und aus einem gebogenen Teil, der das Rohr H umgreift und mit seinem Ende, das durch ein Loch des geraden Schellent ? iles hindurchgeht, in diesem eingeschraubt ist.
Das Festklemmen des Rohres H wird durch Aufschrauben der Mutter 31 bewirkt.
Bei der Ausführung nach Fig. 6-8 ist das innere Ende des Hälters in ähnlicher Weise wie bei jener nach Fig. 3-5 befestigt. Die Figuren zeigen den Achsstummel und seine Verbindungen auf der Lenkradseite des Wagens. Der Lenkarm besteht aus zwei Teilen 26 und 261, von denen der erstere mit dem am anderen Achsstummel mittels der Kupplungsstange 32 befestigten Lenkarm verbunden ist, während der Teil 261 durch die gebräuchliche (in der Zeichnung nicht ersichtlich gemachte) Stange mit dem Lenkradmechanismus verbunden ist. Eine starke flache Schiene 28 ist einerseits an das Rohr H angeschweisst, anderseits am Lenkarmteil 26 mittels der Schelle 29 und der Schrauben 30 abnehmbar befestigt.
Die Ausführung nach Fig. 9-11 zeigt einen Hälter H, der in einem Stück mit dem Lenkarm 26 hergestellt ist, die Achsstummel und da, Lenkgetriebe sind ähnlich den in Fig. 6-8 verwendeten.
Bei der in Fig. 14 und 15 gezeigten Ausführung für ein Hinterrad ist der Hälter ein rohrförmiger Teil H, der mit dem Stahlgussstüek 14, das die Bremsschuhträger hält, aus einem Stück hergestellt ist. welches an dem Rohr 15 befestigt ist, das einen Teil des Gehäuses bildet, in welchem die Achse steckt.
In manchen Fällen wird das Gussstück M durch eine flache Stahlscheibe ersetzt, die am Ende des rohrförmigen Gehäuses 15 befestigt ist. Der Hälter ist in solchen Fällen ein Guss-oder Schmiedestück, das vorteilhaft an der Scheibe angenietet ist.
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der Achse Y des Hälters W und der Lagerhülse K angebracht ist, kann durch Drehen der letzteren auf dem Halterrohr vor ihrer Festklemmung das Fängerblatt in diejenige Stellung gebracht werden, in der es sich am besten dem Umriss des Radkranzlaufmantels anschliesst.
Der rohrförmige Teil des drehbaren Armes A ist mit der Federbüche C lest verbunden. Vorsprünge 34 an letzterer und an der Lagerhülse bilden den Anschlag, der die wirksame Stellung des drehbaren Armes und des Fängerblattes bestimmt, wobei ein elastisches Kissen 35, das an einem dieser Vor-
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Feder in seine wirksame Lage zurückgeschnellt wird. Ein anderes Paar von Vorsprüngen 37 bildet einen Anschlag, der das Auswärtsschwingen des drehbaren Armes begrenzt. Die Einzelteile des Gelenkt der Feder und Federbüchse werden später beschrieben. Das Rohr A ist rund um die Radkranztauffläche
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zeigt (Fig. 2,3, 6,9).
Das Fängerblatt und die Ach e X des Gelenkes find in allen Fällen mit bezug auf eine durch die Achse X radial geführte Linie so angeordnet, dass die Aufnahme eines Fremdkörpers durch den Radkranz während des Vorwärtolaufes des Wagens und dadurch bewirkte Verschwenkung des Dreh- armes das Fängerblatt von der Lauffläche wegbewegt wird.
Die Fig. 16-24 veranschaulichen verschiedene Formen des Drehgelenks im Verein mit Feder-
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gestellt, bei denen die Federbüchse zentral auf der Lagerhülse sitzt, die zu diesem Zwecke in zwei Teilen hergestellt ist, welche nach Vereinigung der Bestandteile vernietet oder ver-ehraubt werden. In Fig- 16 und 17 bestehen der Hälter H und der Dreharm A aus Winkeleisen von U-förmigem oder ähnlichem
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arm A angenietet ist, und trägt einen mittleren Zapfen 36, der in eine hohle Nabe 38 eingelassen ist, welche mittels der Platte 39 und der Mutter 40 am Hälter H festgeklemmt wird.
Letzterer ist geschlitzt, um eine Einstellung in radialer Richtung zuzulassen und die Platte 39 ist nach zwei entgegengesetzten Seiten abgebogen, um sich dem Hälter anzupassen und die gegenseitige Verdrehung hintanzuhalten.
Ein Ende der Feder S stützt sich gegen die Federbüehse G, das andere gegen die Nabe 38. Wie schon bemerkt, ist die Winkdeisenquerschnittsform für den Hälter und Dreharm nicht so günstig wie die Rohrform, da bei genügender Festigkeit das Gewicht nachteilig ist. Die Ausführung nach Fig. 18 und 19 unterscheidet sich von der vorher beschriebenen nur insofern, dass Hälter und Dreharm rohrförmig gestaltet sind. Die hohle Nabe 38, in welche der Zapfen 36 eingebüchst ist, bildet ein Ganzes mit der Lagerhülse K, die gespalten ist. so dass am Hälter H mittels der Klemmschraube L festgeklemmt weiden kann.
Bei den Ausführungen nach Fig. 20 und 21 und 22-24 ind die Federbüchse 0 und die Lagerhülse K je aus zwei Teilen gemacht und die Feder S ist zwischen diesen eingelegt. Ein zentraler Zapfen P
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er in die beiden Seitenteile der Federbüchse eingepasst, während sr in mittlerer Teil dem inneren Ende der Feder als Auflage dient. Beim Zusammenbau werden der Zapfen und die Feder zusammen eingebracht,
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der Feder und dem Gelenk fernzuhalten und schliesslich die Hülsenhälften durch die Nieten 41 verbunden. Die Klemmschraube L dient zum Festklemmen der Lagerhül@e an dem Hälter.
Die beiden symmetrisch ausgeführten Formen weichen voneinander insofern ab, dass die eine (Fig. 20 und 21) eine durch die Mitte
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(Fig. 22-24) liegt dagegen diese Achse seitlich und der an dem Hälter festgeklemmte Teil der Lagerhülse besteht aus einem auf der Seite der Klemmschraube gespaltenen Stück, an welcher der andere Teil festgenietet wird. Fig. 25-27 zeigen eine Ausführungsform des früher erwähnten Federpuffers, der aus einer steifen Schraubenfeder 42 besteht, die aussen an der Federbüchse liegt und den Stoss in beiden Endstellungen des Dreharmes abschwächt.
Der axiale Endteil 4. 3 der Feder ist in einem Lagerbock 44
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an der Federbüchse 0 eingeschraubt, der andere Endteil 4. 5 ist in einem Auge 46 an der Lagerbüchse K verschiebbar und wird in seiner Bewegung durch zwei Bunde 47 begrenzt. In der wirksamen Stellung
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Stellung ist ein Vierkant am Federteil 45 mit einem viereckigen Loch im Auge 46 in Eingriff, wodurch eine Verdrehung verhindert wird. In der anderen Endstellung des Dreharmes ist die Feder 42 zusammengedrückt und ein rundes Stück des Federendes 45 geht durch das Loch im Auge 45, so dass eine Verstellung des Federendes 43 in dem Lagerbock 44 leicht ermöglicht ist. Eine dicht auf den Lagerbock aufgeschraubte Mutter 48 verhindert eine Drehung des Federendes, wenn dessen runder Teil im Auge 46 sich befindet.
Wie schon erwähnt, ist bei einer Ausführung die Federbüchse zweiteilig gemacht und der Dreharm daran befestigt. Wie in Fig. 19 und 21 ersichtlich, ist der rohrförmige Dreharm an Armen 33 der Federbüchse angenietet und dazu die Zusammenstellung der Teile zu vollenden ; soll die Federbüchse zerlegt werden, so müssen die Nieten herausgeschnitten werden. Bei einer anderen Ausführung gemäss Fig. 28 ist der rohrförmige Dreharm A abnehmbar an den Armen 33 befestigt u. zw. durch eine Schraubmuffe bekannter Art. Das Ende des Rohres ist bei 50 konisch aufgeweitet, ebenso ist die Muffe 51 konisch um das Ende des Rohres, auf welches die Muffe vorher aufgesteckt wurde, damit in Eingriff zu bringen, ebenso sind die von der Federbüchse vorragenden Arme konisch, um sich der Innenseite des aufgeweiteten Rohres anzupassen.
Zur Verhinderung einer Verdrehung des Rohres auf den Armen wird ein Keil 51 od. dgl. eingetrieben.
Fig. 29 zeigt ein abnehmbares Fängerblatt, das aus zwei Platten B, Bi besteht, die entsprechend gebogen und zusammengelötet sind. Die Biegung ist eine solche, dass die Platten an zwei Seiten des
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bogenförmig über den Radkranz sich erstrecken. Lappen B2 an diesen Platten können auf die dritte Seite des Dreharmes niedergehämmert werden und halten dadurch die Platten an letzterem fest.
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mit der Platte B zusammengelötet sind, um so den gekrümmten Teil des Dreharmes zu umfassen. Die Platten B sind geschlitzt, so dass sie Fänger B2 bilden, die in Löcher oder Ausnehmungen des Dreharms hineingedrückt werden können und dadurch das Fängerblatt an demselben festhalten.
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sein und ist dann U-förmig um die Lauffläche herumgebogen.
Die Federbüchse, die Bodenplatte und der Hälter sind alsdann doppelt angeordnet, doch können die beiden Bodenplatten direkt an dem Fahrradrahmen oder den Gabelrohren festgeklemmt sein.
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rohren oder wie in der Zeichnung an dem Gepäcksträger beiderseits des Rades festgeklemmt. Der Dreharm A ist U-förmig gestaltet und besteht aus einem dünnen, gebogenen Band, dessen beide Enden durch Spiralfedern 58 mit zwei von den Hältern vorstehenden Zapfen 59 verbunden sind. Die Enden der Hälter sind aufwärts gebogen und bilden V-förmige Einbuchtungen zur Aufnahme zweier am Dreharm A vor-
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geführt ist. Durch die Federn 58 werden die Zapfen 61 auf d"n Grund der Einbuchtungen 60 niedergedrückt.
Das Fängerblatt ist in einem Stück mit dem Dreharm hergestellt und seine wirksame Kante B kann keilförmig und abgerundet sein, wie dies Fig. 12 veranschaulicht.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung hält nicht nur Durchlochungen hintan, sondern vermindert auch in sehr beträchtlichem Masse das Zerschneiden der Laufdecke, so dass auf diese Weise die Lebensdauer der Radkränze wesentlich verlängert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nagelfänger, gekennzeichnet durch einen Hälter (H), der innerhalb des Radumfanges ange ordnet und an einem Teil befcstigbar ist, welcher keine wesentliche Verstellung mit bezug auf die Radachse erfährt und durch ein Fängerblatt (B), das nachgiebig vom Hälter in seiner wirksamen Stellung dicht an der Radkranzlauffläche in solcher Weise gehalten ist, dass es kleine vom Radkranz aufgenommene Fremdkörper mit geringem Zurückweichen oder ohne nachzugeben erfasst und abstreift, dagegen von der Radkranzlauffläche weggeschoben wird, wenn ein übermässiger Stoss auf das Fängerblatt erfolgt, der sonst eine Beschädigung der Teile verursachen könnte.