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Elektrische Kontakteinrichtung an stromschliessenden Uhrwerken.
Die Erfindung'bezieht sich auf Kontakteinrichtungen, die unter Steuerung durch Uhrwerke zu vorausbestimmten Zeiten Weckrufe abgeben. Das Wesentliche besteht in der Ausgestaltung derartiger Kontakte in solcher Art, dass kurze scharf begrenzte Rufe, beispielsweise durch Verwendung von Abreissfedern nach Art der Schnappsehalter, ermöglicht werden, indem durch Hintereinanderschaltung dieses Kontaktes mit einem Stöpselungskontakt an verschieden schnell laufenden Wellen des Uhrwerkes die Abgabe solcher besonders kurzer Kontaktgebungen zu beliebiger vorauszubestimmender Zeit ermöglicht ist.
Auch in der Ausbildung der Kontaktbürsten ist diesem Zweck besonders günstig Rechnung getragen, indem die Feder an dem rasch laufenden Kontakt durch Belegung mit Isoliermaterial zu besonders kurzer Kontaktgebung befähigt ist, und indem anderseits der langsam laufende Kontaktarm eine Spiralfeder ist. die infolge ihrer Nachgiebigkeit einen länger dauernden Stromschluss ermöglicht, wahrend dessen der rasch laufende Kontakt mit Sicherheit mehrere Rufe nacheinander abgeben kann.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel, u. zw. stellen dar Fig. 1 und 2 Vorderansicht und Längsschnitt der hauptsächlichen Triebwelksteile und der elektrischen Schaltung, Fig. 3 und 4 Einzelansichten der beiden darin verwendeten Kontakte.
Das Gehäuse 1 enthält ein Zifferblatt 2, das von einem Glasdeckelgehäuse 20 bedeckt ist, und um das aussen ein mit Stöpsellöchern versehener Kontaktring 8 herumgelegt ist. Durch die Verglasung ist für das Zeigerwerk der Staubschutz und die Sicherung gegen Berühren beim Stöpseln oder bei sonstigen Handhabungen gegeben ; zwischen den Zahlen des Zifferblattes und den Löchern des Kontaktringes 8 ist durch bei den vollen Stundenzahlen vorgesehene Metallbuckel M oder ähnliehe sichtbare Teile, wie beispielsweise auch Umrahmungen der betreffenden Kontaktlöcher der notwendige Zusammenhang hergestellt. Eine elektrische Batterie 14 und ein Läutewerk M werden nun durch das Uhrwerk 22 in folgender Weise zur Signalgebung benutzt.
Am Stundenzeigerrad des Ul1l'werkes ist eine Kontaktbürste 23 unter
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Spitzen Belastungsgewichte 26 zur genauen Ausgleichung des Bürstengewiehtes besitzt. Indem nun der Kontaktring 8 über die Glocke 15 mit dem einen Pol der Batterie 14 in Verbindung steht, würde bei Verbindung des anderen Poles mit dem Uhrwerk die BÜrste 23gegenÜber jedem im Kontaktringe 8 eingesteckten Stöpsel 10 beim Ankommen an diesem Stöpsel geben und dadurch die Glocke zum Ertönen bringen. Da jedoch infolge der langsamen Bewegung des Zeigers diese Kontaktgebung zu lange dauern und zu langsam unterbrochen werden würde, was störend wirkt und zum Verbrennen der Kontakte durch Lichtbogenbildung führt, ist in die Verbindung zwischen der Batterie und dem Uhrwerk noch ein zweiter schneller arbeitender Kontakt eingefügt.
Dieser zweite Kontakt besteht zunächst in einer Kontaktscheibe 27, die auf der Minutenzeigerwelle des Uhrwerks festgesetzt ist und vier Gruppen von je fünf Zacken 28 besitzt, die beispielsweise entstanden sind, indem von einem 60zähnigen Zahnrade immer abwechselnd fünf Zähne stehen gelassen und zehn Zähne fortgeschnitten sind. Isoliert vom Uhrwelk ist ein Federträger 29 befestigt, und dieser trägt in einem Schlitzbogen 30 mittels Klemmsehraube 31 an verschiedenen Punkten festspannbar eine Kontaktfeder 32, die an der Spitze mit Isolierplättchen 33 beiderseits belegt ist.
Diese Kontaktfeder wird
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gegenüber der Zacke mit der Stirnfläche ihres Metallteiles Kontakt und gleitet nach einigen Sekunden von der Zacke ab, so dass sie nach Art eines Sehnappsehalters den Funken abreisst und das Signal scharf
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möglicht dabei eine wie dargestellt radiale oder auch etwas tangentiale Einstellung der Feder gegenüber der Kontaktscheibe 27 ; hiedurch kann die Kontaktgebungszeit in weitgehendem Masse von wenigen Sekunden bis auf etwa eine Viertelminute eingeregelt werden. Der Federträger 28, 29 ist mit dem zweiten Batteriepol verbunden, so dass also der Strom von der Batterie über beide Kontakte 10, 23 und 27,32 in Hintereinanderschaltung zum Läutewerk und wieder zur Batterie zurückfliesst.
Indem der Kontakt 10, 23 während einer längeren Zeit die Berührung aufrecht erhält, entsteht der Abreissfunke immer nur an dem zweiten Kontakt 27, 32, so dass dieser die Signalgebung beherrscht und demgemäss je fünf Signale von einigen Sekunden Dauer in minutlichen Perioden zustande kommen ; derartige Signale wirken so charakteristisch, dass sie nicht überhört oder, bei Ausbildung als Liehtsignale, übersehen werden können. und dabei ist der Stromverbrauch ausserordentlich gering.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrische Kontakteinrichtung für stromschliessende Uhrwerke mit zwei in den Weckerstrom- kreis hintereinander eingeschalteten Kontakten auf verschieden schnell umlaufenden Wellen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kontakt auf der Stundenzeigerwelle als Kontakthebel (23-25) mit einem an beliebigen Umfangsstellen des Zifferblattes einsteekbaren Kontaktstöpsel (10) zusammen arbeitend ausgebildet ist, während der zweite Kontakt eine auf einer schneller laufenden Welle befindliche und an den KontaktgebungssteIIen gezahnte Scheibe (27) ist, an der eine von den Zähnen mitgenommene und dann zum Abschnappen kommende Feder (32) als zweiter Kontaktpol schleift.