AT95242B - Testflüssigkeit zur raschen Beurteilung der Brauchbarkeit von Motorenbenzin. - Google Patents

Testflüssigkeit zur raschen Beurteilung der Brauchbarkeit von Motorenbenzin.

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AT95242B
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Vittorio Dr Serravallo
Edmund Dr Weis
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Vittorio Dr Serravallo
Edmund Dr Weis
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  Testflüssigkeit zur raschen Beurteilung der Brauchbarkeit von lotorenbenzin. 



   Die Erfindung bezweckt die rasche Feststellung'der Brauchbarkeit von   Motorenbenzin.   sowie der darin enthaltenen Zusätze, wie Benzol, Alkohol, Tetralin, Petroleum und schwere   Mineralölkohlel-   wasserstoffe. Erreicht wird dies durch Verwendung einer   Testflüssigkeit, welche   Benzol und Alkohol vollkommen löst, Tetralin, Benzin und Petroleum nur in geringeren Mengen und erst durch grösseren
Zusatz in Lösung bringt, während die schweren Petroleumkohlenwasserstoffe darin unlöslich sind. 



   Als solche Testflüssigkeit eignet sich z. B. Azeton, Amylazetat oder Phenol, denen als Lösungs-   verchlechterer Essigsäure,   als   Lösungsbeschleuniger   Alkohol oder Benzol zugesetzt wird. Der   Zusatz   von   Lösungsverschleohterern   und Lösungsbeschleunigern hat sich experimentell als wichtig erwiesen, weil Azeton je nach seiner Qualität ein verschiedenes Lösungsvermögen gegenüber Benzin aufweist. 



   Durch Zugabe von Essigsäure wird eine Kompensation herbeigeführt, da schon ein geringer Zusatz   dèr-   selben das   Lösungsvermögen   des Azetons erheblich herabsetzt. Um nicht mit zu grossen Mengen der
Mischung Azeton-Essigsäure arbeiten zu müssen, wird noch Benzol zugesetzt, welches mit Benzin in jedem Verhältnis mischbar ist. 



   Gleichzeitig mit diesem verschiedenen Lösungsvermögen der Testflüssigkeit kommt bei diesem
Verfahren auch der Eintritt differenter Färbungen in Wirksamkeit. Der Testflüssigkeit sind nämlich zwei Farbstoffe zugesetzt, die nicht nur in bezug auf Farbe, sondern auch in bezug auf   Löslichkeit   differieren. Es wird z. B. ein gelber und ein blauer Farbstoff gewählt, von denen der gelbe in Fetten löslich, während der blaue in Fetten unlöslich ist. Tritt bei Vornahme der Probe eine Trennung in zwei
Schichten auf, so wird die eine Schichte (Petroleum, Tetralin, Benzin) eine gelbe Färbung aufweisen, weil die in dieser Schicht enthaltenen Betriebsstoffe den gelben Farbstoff herauslösen, während die andere
Schichte blau wird. Selbstverständlich kann auch eine andere Farbenkombination gewählt werden. 



   Da die Testflüssigkeit ein bestimmtes spezifisches Gewicht besitzt, so wird man auch nach der
Lage der entstehenden Schichten einen Schluss auf die Natur des Betriebsstoffes machen können. Bei
Tetralin, das spezifisch schwerer ist als die Testflüssigkeit, wird die gelbe Schichte unter der blauen liegen, während bei Anwesenheit von Benzin oder Petroleum die gelbe Schichte über der blauen liegen wird. Ebenso wird, zum Unterschiede von Petroleum, bei Anwesenheit von Schweröl die gelbe Schichte unter der blauen liegen. Schweröl und Tetralin hingegen lassen sich dadurch unterscheiden, dass auf weiteren Zusatz von Testflüssigkeit die Differenzierung in zwei Schichten verschwindet und die ganze
Flüssigkeit einfärbig grün wird, wenn Tetralin zugegen ist, während die gelbe Schichte unten erhalten bleibt, falls   Schweröl   zugegen ist. 



   Werden diese Farbenerscheinungen mit dem Lösungsvermögen der Testflüssigkeit kombiniert.   zo   lässt sich auf Grund einer Variation der zugesetzten Mengen von Testflüssigkeit auch bis zu einer gewissen Grenze der Prozentsatz einer Mischung zweier Motorbetriebsstoffe feststellen. 



   Wie die Prüfung eines Motorbetriebsstoffes vor sich zu gehen hätte, soll mit folgenden Beispielen ersichtlich gemacht werden, welchen eine   Testflüssigkeit   folgender Zusammensetzung zugrunde gelegt   tourde   : 90   cm3   Azeton, 10   cm3 verdünnte   Essigsäure (1-041) und 10 cm3 Benzol. 



   Beispiel I :   3em3   der grünen Testflüssigkeit werden mit   2cm3   Motorbetriebsstoff gemischt. 



   Die Mischung bleibt klar und grün. Es liegt kein Benzin vor, sondern Benzol oder benzolhältige
Mischungen. 



   Beispiel II :   3cm3   der grünen Testflüssigkeit werden mit 2em3 Motorbetriebsstoff gemischt. 



   Die Mischung trennt sich in zwei Schichten : eine gelbe untenstehende und eine blaue obenstehende. 



   Es liegt Tetralin vor. 

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   Beispiel III : 3cm3 der grünen   Testiiüigkeit werden   mit   2M ; s Motorbetriebsstoff gemacht.   



  Die Mischung trennt sich in. zwei Schichten : eine gelbe obenstehend und eine blaue untenstehende. 



  Es liegt Benzin vor. 



   Beispiel IV : Wenn nach Beispiel III Benzin zugegen ist, so kann auf dessen Reinheit geprüft werden, indem eine weitere Menge von   Testflüssigkeit hinzugefügt wird.   Je nach der Menge der Testflüssigkeit. welche erforderlich ist, die obenstehende gelbe Zone zum Verschwinden zu bringen und die ganze Mischung wieder grün zu färben, kann nach einer Skala auf den Zusatz von Petroleum zum Benzin geschlossen werden. 
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 mit dem   Prüfungsgerät   zur Anwendung kommt,-erweist sich nach den   Ausführungen   von P.

   Schwarz   (Chemiker-Zeitung 1922,   S. 401) nur bei grösserem Benzolzusatze als verlässlich und bewirkt besonders von Laien häufig unberechtigte   Beanstandungen.   Ausserdem erfordert sie in den meisten Fällen eine   vielstündige (meist   24 Stunden) Beobachtungszeit und beruht nicht, wie das vorliegende Verfahren, auf der Verwendung einer Kombination von Flüssigkeiten und Farbstoffen, sondern nur auf der differenten   Lösungsfähigkeit   des verwendeten   Dracorubinharzes.   Wie aus den Ausführungen von Dieterich und Ostwald (Chemiker-Zeitung 1917, S. 789) ersichtlich ist, wird der Draeorubinprobe nur unter Anwendung der   Kapillaranalyse grössere   Sicherheit gegeben.

   Kapillaranalytische Verfahren, weichen jedoch in der Technik der   Ausführung   ganz von dem neuen Verfahren ab und können nur in einem Laboratorium in der Hand eines geübten Analytikers und mit grossem Aufwand an Zeit zur Ausführung gelangen. 



   Gegenüber dieser Methode bildet das vorliegende Verfahren insofern eine Neuheit, indem   es :     a)   ohne   Vorkenntnisse und Übung und   ohne die Notwendigkeit eines Laboratoriums arbeiten lässt ; b) nicht nur Benzol von Benzin unterscheiden lässt, sondern auch die Gegenwart anderer Motorbetriebsstoffe erkennen lässt, wie Alkohol, Tetralin, Petroleum ; e) bei festgestellter Anwesenheit von Benzin auch auf die Güte des Benzins zu prüfen gestattet, indem ein erheblicher die Tätigkeit des Motors   beeintlächtigender   Gehalt an hochsiedenden Kohlenwasserstoffen (Petroleum) ermittelt werden kann ;

   cl) infolge   der differen-   
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   ganz bestimmte Testflüssigkeit   in Anwendung gelangt, von der Qualität der Reagentien   unabhängig macht.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Testflüssigkeit zur raschen Beurteilung der Brauchbarkeit von Motorenbenzin, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus einem Lösungsmittel, wie Azeton, Amylazetat, Phenol od. dgl. besteht, in welchem Alkohol und Benzol leicht, Tetralin, Benzin, Petroleum und die schweren   Mineralölkohlenwasser-   stoffe wenig oder   gar nicht löslich   sind.

Claims (1)

  1. 2. Testflüssigkeit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lösungsmittel Lösungsverschlechterer, wie Essigsäure, und Lösungsbeschleuniger, wie Benzol oder Alkohol zugesetzt sind.
    3. Testflüssigkeit nach Anspruch l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Lösungsmittel zwei verschiedene Farbstoffet von denen der eine fettlöslieh ist, zugesetzt sind.
AT95242D 1922-10-19 1922-10-19 Testflüssigkeit zur raschen Beurteilung der Brauchbarkeit von Motorenbenzin. AT95242B (de)

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