AT93906B - Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen oder Chrom. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff- und siliziumarmen Chromlegierungen oder Chrom.Info
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Description
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Wenn kohlenstoff-und siliziumarme Chromlegierungen nach dem Verfahren des Stammpatentes Nr. 86787 hergestellt werden, indem eine Chromlegierung mit verhältnismässig hohem Siliziumgehalt und daher niedrigem Kohlenstoffgehalt durch Bessemern-eventuell in Gegenwart von Stoffen, die SMerstoffchromverbindungen oder siliziumdioxydbindende Stoffe oder beide enthalten, - von dem darin enthaltenen Silizium befreit wird, erhält man ausser der kohlenstoff-und siliziumarmen Chromlegierung eine Silikatschlacke, die Chrom enthält.
Die'e Schlacke kann, da ihr Chromgehalt verhältnismässig hoch ist. beispielsweise als Rohstoff für die Herstellung der Siliziumchromlegierung verwendet werden, die als Augangsmaterial beim Bessemern angewendet wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird so verfahren, dass Schlacke von einem späteren Stadium eines vorhergehenden Bessemerprozesses-wo das Entsilizieren demgemäss verhältnismässig weit fortgeschritten ist-einem folgenden Bessemerprozess zugeführt wird, der sich in einem verhältnismässig frühen Stadium des Entalizierungsverlaufes befindet.
Am bequemsten ist dieses Verfahren so auszuführen, dass man die Schlacke, die, nachdem das Ent, ilizieren in gewünschtem Grade durchgeführt ist, im Bessemerofen vorhanden ist, dort nach Möglichkeit verbleiben lässt, worauf eine neue Menge zum Bessemern bestimmter Siliziumchromlegierung in denselben Ofen eingeführt wird und das neuerliche Bessemern beginnt.
Bei der Ausführung der oben angeführten Verfahrensweise muss zu ihrer technischen und ökonomischen Bedeutung der Bessemerprozess, dem in der einen oder andern Weise Schlacke von einem vorhergehenden Prozess zugeführt wird, bei einem früheren Entsilizierungsstadium unterbrochen werden, als jenem, in dem sich der vorhergehende Bessemerprozess befand, von dem die Schlacke stammt ; ferner
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Um die Erfindung zu. verdeutlichen, - mag folgendes Beispiel angeführt werden.
Wenn eine geschmolzene Siliziumchromlegierung auf die Weise behandelt wird, dass freier Sauerstoff, beispielsweise inForm von Luft, durch dieselbe geblasen wird, werden die Bestandteile der Legierung, vor allem Silizium, aber auch Chrom, oxydiert. Die Oxydationsprodukte bilden eine chromhaltige Silikatschlacke.
Es ist beim Bessemern von siliziumreichem Ferrochrom festgestellt worden, dass ein gewisses bestimmtes Verhältnis herrscht zwischen dem augenblicklichen Siliziumgehalt der Legierung, die gebes-
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Chromgehalt der Schlacke auf etwa 3% sinkt, wenn der Siliziumgehalt der Legierung-auf etwa 15% gesunken ist.
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einerseits und dem Chrom in der Schlacke anderseits wirkt offenbar so, dass von der Menge Chrom, die in Form von Legierung und eventuell Sauerstoffchromverbindungen dem Prozess zugeführt wird, der Teil, der sich nach dem Bessemern in der Schlacke befindet, insoweit für den Prozess verlorengeht, als er sich nicht in den koMenstoff-und siliziumarmen Endprodukten vorfindet.
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gebracht, dass Schlacke, die in einem Stadium eines Bessemerprozesses erhalten wurde, wo der Siliziumgehalt der gebessemerten Legierung niedrig und demgemäss der Chromgehalt der Schlacke. verhältnismässig hoch ist, einem folgenden Bessemerprozess in einem früheren Stadium zugeführt wird, wo der Siliziumgehalt der gebessemerten Legierung noch verhältnismässig hoch ist, worauf, sobald die Gleichgewichtslage zwischen dem Siliziumgehalt der Legierung einerseits und dem Chromgehalt der Schlacke anderseits sich eingestellt hat, das Bessemern unterbrochen und alle im Bessemerofen vorhandene Schlacke abgezogen wird, bevor das Bessemern fortgesetzt wird.
Am einfachsten ist im allgemeinen das Verfahren so auszuführen, dass man, sobald ein Bessemerprozess zu Ende geführt ist, die Schlacke im Konverter zurückhält, während die kohlenstoff-und siliziumarme Chromlegierung abgestochen wird. Zu der im Ofen befindlichen Schlacke gibt man eine neue Menge Siliziumchromlegierung und bessemert, bis der Chromgehalt der Schlacke ein Minimum ist, zieht die Schlacke ab und setzt das Bessemern fort, eventuell unter Zuführung von Stoffen, die Sauer-
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von Stoffen, die Sauerstoffchromverbindungen enthalten, erfolgt.
Um die Bedeutung des Verfahrens ersichtlich zu machen, mag hinzugefügt werden, dass beim
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einer gleichen Siliziumchromlegierung nach dem vorliegenden Verfahren die entsprechende Ausbeute 95% war, wobei die Endprodukte im ersten Falle nur 65% Cr, im letzteren Falle dagegen 74% Cr enthielten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von kohlenstoff-und siliziumarmen Chromlegierungen oder Chrom nach Stammpatent Nr. 86787, dadurch gekennzeichnet, dass Schlacke eines Bessemerprozesses in einem weiter fortgeschrittenen Stadium des Entsilizierens einem folgenden Bessemerprozess bei einem früheren Stadium des Entsilizierens zugeführt wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Entsilizierung in gewünschter Weise als Nebenprodukt erhaltene Schlacke einem folgenden Bessemerprozess so früh wie möglich während des Entsilizierungsprozesses zugeführt wird.3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Entsilizierung in gewünschtem Grade durch Bessemern wenigstens die Hauptmenge der im Ofen befind- EMI2.6 selben Ofen zurückgehalten wird.4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bessemerprozess nach Eintritt des Gleichgewichtszustandes zwischen dem Siliziumgehalt der gebessemerten Legierung und dem Chromgehalt der Schlacke unterbrochen wird, worauf die im Ofen befindliche Schlacke abgezogen wird, bevor das Bessemern fortgesetzt wird.
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