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Verfahren zur Herstellung von schwingungsfähigen Systemen, die aus einem lamellierten
Magnetanker und einer diesen Anker tragenden Membran bestehen.
Die Erfindung bezieht sich auf die Bauart und Herstellung von schwingungsfähigen Systemen, die aus einer Membran und einem Anker eines Magnetsystems bestehen, wie sie beispielsweise bei Telephonen verwendet werden. Es kommt bei solchen Systemen wesentlich darauf an, gute Schwingungeigenschaften gleichzeitig mit den besten magnetischen Verhältnissen im Anker bei möglichst kleiner Masse des gesamten Systems zu erzielen, um eine möglichst hohe Strahlungsdämpfung bei gutem Gesamtwirkungsgrad zu erreichen. Unter guten Schwingungseigenschaften soll hier insbesondere der Fortfall derjenigen schädlichen Dämpfung im schwingenden System verstanden werden, die durch gegenseitige Reibung an Teilen des schwingenden Systems entsteht.
Da gute magnetische Eigenschaften eine Zusammensetzung des Magnetankers aus Blechen erforderlich machen, ist diese Gefahr schädlicher innerer Reibungdämpfung besonders bei den Blechen des Ankers und an ihren Befestigungsstellen mit der Membran vorhanden.
Wenn man einen solchen Anker, wie das bisher üblich war, auf eine Membran aufsetzt, so muss man dieselbe wegen des hinzutretenden Ankergewichtes entsprechend dicker machen, um die gewünschte
Höhe der Eigenfrequenz des aus Anker und Membran bestehenden Systems zu erhalten. Man erhält dann also zur ursprünglichen Membranmasse nicht allein das Mehr an Ankermasse hinzu. sondern auch noch das Mehr infolge der grösseren Membrandicke. Man kommt so auf unzulässig grosse inaktive Massen des schwingenden Systems.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, dass der Anker in eine zweckmässig seiner Form entsprechende Aussparung der Membran eingesetzt wird. Hiedurch tritt das Ankergewicht oder wenigstens ein Teil desselben an Stelle des Gewichtes des ausgesparten Teiles der Membran, so dass die Masse des gesamten Systems (Membran mit Anker) nicht wesentlich grösser wird, als die Masse einer entsprechenden durchgehenden Membran ohne Anker.
Die Erfindung hat weiter ein besonders vorteilhaftes Herstellungsverfahren solcher aus Anker und Membran bestehenden Systeme zum Gegenstand. Das Verfahren gliedert sich im Prinzip in drei Stufen : Die erste Stufe besteht darin, dass die zur Herstellung des Ankers bestimmten unter sich gleich grossen Bleche zu einem Paket geschichtet und durch massive Platten, die auf gegenüberliegende Stiin- kt1tn des Blechpaketes aufgeschweisst werden, zu einem festen Block vereinigt werden. Alsdann wird dieser Block durch geeignete Bearbeitung seiner nicht von den vorgenannten Platten bedeckten Flächen (durch Abdrehen, Hobeln od. dgl. ) in eine solche Form gebracht, die der beabsichtigten Form des Ankers in Aufsicht entspricht.
Endlich wird der so vorbereitete Block in eine in Form und Grösse entsprechende Öffnung in der Membran eingesetzt, an seinem ganzen Umfang mit ihr verschweisst und alsdann bis auf die gewünschte Höhe abgeschnitten, so dass er nur noch aus Blechen besteht. (Die in der ersten Stufe angeschweissten Platten werden dadurch entfernt.)
Die zweite Stufe des Verfahrens kommt natürlich dann in Fortfall, wenn die Querschnittsgestalt des bei der ersten Stufe des Verfahrens entstandenen Pakets der beabsichtigten Gestalt des Ankers entspricht.
Um die Herstellung solcher Systeme wesentlich zu vereinfachen und zu verbilligen, wird weiter gemäss der Erfindung das Ankersystem aus Blechen hergestellt, die von vornherein ganz oder bis
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auf eine geringe Bearbeitungszugabe am Rand auf die endgültige Form zugeschnitten sind, und die ohne besondere Befestigung in die Membranaussparung eingesetzt und durch Andrücken des Innenrandes der Membransubstanz und der Bleche aneinander in der Membran festgehalten werden.
An Hand der Fig. 1-12 ist die Erfindung im einzelnen näher erläutert. Die Bleche a, a, a werden in der in Fig. 1 dargestellten Art mit ihren Flächen aufeinander gelegt und zweckmässig durch einen (nicht besonders dargestellten) Haltebügel zusammengepresst. Die starken Eisenplatten PI und P2 werden alsdann auf die Stirnflächen des so entstandenen Paketes aufgeschweisst. Dann können die Haltebügel entfernt werden. Durch Abdrehen bis auf die in Fig. 1 angedeutete Kreislinie wird das. Paket in einen Zylinder verwandelte Dieser Zylinder wird in ein seinem Umfang genau entsprechendes Loch in der Mitte der Membran m - Fig. 2 - gesteckt. Der Innenrand der Membran an dem Loch ist keilförmig abgestochen, wie man in den Schnittfiguren 3 und 4 sieht.
Die alsdann vorhandenen Vertiefungen rings um den Zylinder werden mit flüssigem Schweissgut s, y gefüllt. Dadurch erhalten die Bleche eine neue Halterungin der Membran selber. Das Paket wird schliesslich längs der punktierten Linie in Fig. 3 abgeschnitten. Fig. 4 und 5 zeigen das fertige System in Schnitt und Aufsicht.
Soll aus dem Paket der Fig. 1 ein viereckiger Anker hergestellt werden, wie er in Fig. ss dargestellt
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Blechpaket wird wiederum, wie bei Fig. 1 beschrieben, behandelt. Der Zylinder wird mit einer Schicht geschmolzenen Eisens versehen und in diese ein Gewinde eingeschnitten. In der Fig. 7 ist auf der linken Seite von der Mittelachse ein Schnitt durch die Membran mit eingeschraubtem Anker, rechts von der Mittelachse der Anker mit der aufgesehraubten Schicht geschmolzenen Eisens dargestellt.
Wesentlich vereinfacht wird das Herstellungsverfahren in der in den Fig. 8-12 dargestellten Weise.
In der Fig. 8 sind die Bleche b in nahezu riehtiger Grösse ausgestanzt, u. zw. mit einer Randform, die gestattet, die Membransubstanz an-oder einzudrücken (Fig. 8). Diese Bleche werden lamellenartig in eine zweckmässig viereckige Aussparung in der Membran m eingeschichtet (Fig. 9, Seitenansicht und Aufsicht). Zwecks festerer Schichtung kann als letzte Lamelle ein keilförmig vorgearbeitetes Stück eingetrieben werden. Wenn die Einschichtung der Lamellen beendet ist, wird durch eine besondere Pressvorrichtung die Membransubstanz gegen die Kanten der Bleche bzw. die Blechkanten gegen die Membransubstanz gepresst (Fig. 10).
Um eine grössere Widerstandsfähigkeit des so hergestellten Magnetsystems zu erhalten, kann statt einer völligen Durchbrechung der Membran an der zur Aufnahme des Bleehpakets bestimmten Zone auch eine Aussenkung oder Einbuchtung erfolgen, wie es z. B. in Fig. 11 und 12 dargestellt ist.
Das hat allerdings den in anderer Hinsicht zu beachtenden Nachteil, dass die Masse des Systems etwas grösser wird. Zur grösseren Sicherheit kann auch noch an den Stirnkanten der Bleche dort, wo sie in die Membran eingesetzt werden, eine leichte Verlötung erfolgen, wie es z. B. in Fig. 12 bei c. ss angedeutet ist, doch hat die Praxis gezeigt, dass auch nichtgelötete Systeme völlig zufriedenstellend arbeiten.
Gegebenenfalls können zwecks besseren Haftens der Bleche aneinander dieselben vor dem Zusammen- fügen mit irgendeinem Klebstoff (Lack, Bakelit od. dgl. ) bestrichen werden. Nach dem Zusammenbau werden sie erwärmt, wodurch sie aneinanderkleben.
Das Verfahren der Erfindung kann mit Vorteil bei allen Arten von elektromagnetisch wirkenden Sehwingungssystemen zur Anwendung gelangen, wie sie im Telephon-, Signal- und Fernmeldewesen, in der Grammophontechnik, der Unterwassersehalltechnik und allen verwandten Gebieten gebraucht werden, gleichgültig, ob es sich um Sender oder Empfänger handelt, und ausserdem bei der Herstellung von Oszillatoren für andere Zwecke, z. B. in der Elektrotechnik (Phasenkompensatoren), in der Heilkunde (Massageapparate) und auf verwandten Gebieten.
Die Verbindung zwischen Anker und Membran kann natürlich auch durch Lötung, Verschraubung od. dgl. erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Membran mit Magnetanker, dadurch gekennzeichnet, dass das wirksame Ankereisen in eine Aussparung oder Einsattlung der Membran eingesetzt ist.