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Elektrouenröhre.
Es ist bekannt, dass bei Kathodenstrahlenrelais mit drei Elektroden das Gitter als Abschluss eines Glasrohres so ausgebildet wird, dass es mit diesem in das eigentliche Vakuumrohr eingeführt wird. Ferner sind Elektronenröhren mit fadenförmiger Glühkathode und diese umgebende Gitterelektrode sowie auch Anoden und Gitter bekannt, die an ein Glasrohr angebracht sind, das in das Innere der Röhre ragt, Die vorliegende Erfindung bezweckt, nicht nur das Gitter, sondern alle Elektroden an dem Glasrohr zu befestigen, um die Massenherstellung solcher Röhren in Einklang mit den gegenwärtig geltenden Grundsätzen der zweckmässigsten elektrischen Anordnung zu bringen und die Herstellung möglichst zu vereinfachen.
Die gegenwärtigen Kathodenverstärlnr haben eine vollständig elektrische Trennung der Entladungsräume des Glühfadens von jenem der Anode zurVoraussetzung. Bei der Hochvakuum-Velstärker- röhre werden deshalb nicht nur die drei Elektroden einander möglichst genähert, sondern es wird dem Gitter, ohne dass dasselbe bis zur Glaswand reicht, eine so grosse Ausdehnung gegeben, dass die aus der Glühkathode austretenden Elektronen zur Anode nur gelangen können, wenn sie das Gitter treffen, um das Gitter herum aber nicht. Nun versagen derartige Verstärker-und Senderröhren, auch wenn die Glühkathode nicht durchgebrannt ist, im Laufe der Zeit.
Der Grund hiefür ist die Tatsache, dass aus den Elektroden sowie aus der Glaswand im Laufe der Zeit Spuren von Restgasen austreten, wodurch das ganze Röhreninnere leitend wird, da diese Restgas schwach ionisiert werden. Der störende Einfluss dieser Ionisierung macht sich aber durch das Auftreten von Nebenschlüssen um das Gitter herum dadurch bemerkbar, dass die Verstärkung aussetzt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind nun einfache, konstruktive Massnahmen, um solche Verstärker-und Senderröhren, aber auch Röhren, die von vornherein Gasreste beinhalten, bis zum Durchbrennen des Glühfadens verwenden zu können. Es wird nämlich das Gitter auf einem besonderen, in das Innere der Verstarkerrohre reichenden Rohre so angebracht und zugleich diesem Gitter eine solche Form gegeben, dass auch, wenn sonst störende Gasreste vorhanden sind, doch das Auftreten von Nebenschlüssen der obbezeichneten Art ausgeschlossen ist. Der Raum, in welchem sich die Glühkathode befindet, bleibt dann auch beim Auftreten von Ionisation von jenem, in welchem die Anode untergebracht ist, dauernd elektrisch getrennt.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform mit aufgeschobenen Elektrodenzylindern, wobei der Gitterraum nach oben zu mit wesentlich gleichem leitenden Material abgesohlossen ist.
Fig. 2 stellt eine Ausführungsform der Erfindung dar, bei welcher beispielsweise zwei zylinderförmige Hilfselektroden sowie der Anodenzylinder auf dem tellerförmig erweiterten Glasrohr angebracht sind.
Fig. 3 zeigt die konzentrische Anordnung mehrerer Hilfselektrodenzylinder, die oben offen sind und deren Abstand durch unten und oben eingelegte Ringe aus isolierendem Material aufrecht erhalten wird.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung mit kastenförmigen Elektroden.
Am oberen Rande einer Glasröhre R in Fig. 1 ist der oben geschlossene Gitterzylinder G aufgeschoben und durch die Schelle S gehalten. Über den Gitterzylinder ist der beispielsweise oben offene Anodenzylinder A geschoben, der entsprechend grösseren Durchmesser hat, aus zwei Teilen bestehen kann und nur unten, wo er durch eine Schelle 81 gehalten wird, verengt ist. Der Glühdraht H ist unten durch einen Träger T gehalten und oben durch einen beispielsweise zweifach abgesetzten Drahtbügel B, der
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nach erfolgtem Zusammenbau das äussere Glasgefäss K angeschmolzen.
Das Rohr R wird unten in bekannter Weise gequetscht und bildet gleichzeitig den Fuss.
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Anodenzylinder A und konzentrisch der, oder bei Bedarf die, Gitterzylinder Gl, G2. Der Glühfaden R ist wieder unten durch einen Träger T, oben durch den zweifach abgesetzten Bügel B gehalten und durch das Isolierstück J von den Zylindern isoliert. Die Gitterzylinder Gl, G2 sind oben abgeschlossen.
Fig. 3 zeigt eine Ausfuhrungsionn, bei welcher der notwendige genaue Abstand der konzentrisch angeordneten Zylinder voneinander durch Distanzringe D aus isolierendem Material aufrechterhalten wird. Das Rohr R ist oben wieder tellerartig erweitert und trägt auch den Anodenzylinder A. Die Gitter- zylinder Gl, G2 sind jedoch nicht an diesem Teller befestigt, sondern stehen nur auf und sind vom Anodenzylinder durch die isolierenden Distanzringe D voneinander entfernt gehalten. Stäbe S aus isolierendem Material, die durch entsprechende Löcher in den Zylindern durchgesteckt sind, halten die Ringe unten und oben in ihrer richtigen Lage fest. Den oberen Abschluss der Zylinder bildet eine Platte P2 aus Glas oder einem anderen Isoliermatenal.
Gleichartige Distanzringe werden auch am oberen Rande der Elektroden angewendet und durch zwei gegenüberstehende Löcher in dem Anodenzylinder A ein Stab 8 aus isolierendem Material gesteckt, damit ein einheitlicher, starrer Zusammenbau unter möglichster Aufrechterhaltung der notwendigen Abstände gewährleistet wird.
Das Rohr R kann aber auch am oberen Ende rechteckig geformt sein, wie dies die Fig. 4 zeigt.
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beispielsweise in verkehrter V-Form innerhalb der gitterförmigen Hilfselektrode in an sich bekannter Weise angebracht sein. Der Gitterkasten ist hiebei oben abgeschlossen, hingegen der Anodenkasten offen. Die Aufhängung führt isoliert durch den oberen Gitterdeekel.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektronenröhre zum Verstärken und Erzeugen von elektrischen Schwingungen mit zueinander konzentrisch angeordneten Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem tellerartigen Ansatz (P) eines Glasrohres (B) die Elektroden (A, G) und der Glasbehälter (K) angebracht sind.