AT91525B - Verfahren zum Einlagern von Futtermitteln in Lagertürmen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Einlagern von Futtermitteln in Lagertürmen u. dgl.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren   zum   Einlagern von Futtermitteln in Lagerttirmen 11. dgl. 



   Zum Einlagern von Futtermitteln hat man turmartig Behälter errichtet, die bei grösseren Anlagen einen Durchmesser von etwa 5   m und   eine Höhe von etwa 15   1n   aufweisen. Die eingelagerten Futtermittel, wie Klee, Rübenblätter usw. unterliegen in der Nähe des Turmbodens einem erheblich höheren Druck als in den oberen Turmteilen, so dass die unter der Wirkung des Lagerdruck erfolgende Feuchtig-   keitsausscheidung   entsprechend ungleichmässig wird. Die unten sich ansammelnde Feuchtigkeit kann 
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 dem Einlagergut Milchsäurebakterien zuzusetzen, um eine günstige Gärungswirkung hervorzurufen. 



  Die Beseitigung eines zu grossen Feuchtigkeitsgrades ist aber gleichwohl Bedingung. Dabei schwankt der Feuchtigkeitsgehalt nicht unerheblich nach der beim Einlagern herrschenden Witterung, so dass nie mit einem bestimmten Feuchtigkeitsgehalt gerechnet werden kann. 



   Es ist schon vorgeschlagen worden, das Lagergut zunächst von der ihm anhaftenden Feuchtigkeit zu befreien. Zu dem Zweck ist es durch eine Schneckenpresse mit   trichterförmig sich   verengendem Siebmantel hindurchgedrückt worden. Hiebei wird indessen das Arbeitsgut so stark gepresst, dass es sich zur Einlagerung in die eingangs erwähnten Türme nicht mehr eignet, ganz abgesehen davon, dass der Vorschlag, derart ausgepresstes Gut in Lagertürmen aufzubewahren, nicht gemacht worden ist. 



  Nach dem bekannten Vorschlag sollte eine Siebpresse dünbreiige und schlammige Massen bearbeiten. 



   Die Erfindung geht, um einen möglichst gleichmässigen Feuchtigkeitsgrad zu erhalten, davon aus, das Lagergut vor dem Einbringen in den Turm unter einen Druck zu bringen, welcher etwa dem in den unteren Turmteilen herrschenden entspricht. Das durch Mittel entsprechender Art zerkleinerte Lagergut wird durch ein Steigrohr Åauf die Höhe des Turmes befördert, um von dort in den Turm hineinzufallen. Dabei entsteht im unteren Teil des Steigrohres ein Druck, der dem im unteren Teil des gefüllten Turmes herrschenden Druck entspricht. Das Steigrohr wird dabei mit einem oder mehreren Siebuntersätzen ausgestattet, durch welche die Ausscheidung der zuviel vorhandenen Feuchtigkeit aus dem Arbeits- 
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 im Steigrohr wird der in dem unteren Teil des letzteren herrschende Druck noch erhöht.

   Eine Regelungmöglichkeit für die   Druckverhältnisse   ist aber ohne weiteres gegeben, indem man die Speisestelle für das Steigrohr in entsprechender Höhe über dem Erdboden bzw. der Turmsohle anbringt. 



   Um nicht von wechselnder Feuchtigkeit oder trockener Witterung abhängig zu sein und die Sicherheit zu haben, dass das Lagergut stets mit dem gleichen Feuchtigkeitsgehalt in den Turm gelangt, wird das Arbeitsgut zunächst einer Wäsche unterzogen, wobei sich nicht nur ein anfänglich stets gleicher Feuchtigkeitsgehalt ergibt, sondern zugleich noch in an sieh bekannter Weise erdige Beimengungen usw. entfernt werden. Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Figur zeigt eine Schnittdarstellung in einfachen Linien. 



   Der Tauchkolben a wird in dem Zylinder durch beliebige Antriebsmittel auf-und abbewegt. 



  Zur Steuerung der   Ein-und Auslassöffnungen c   und   cl   des Zylinders dient ein mit entsprechenden Durchbrechungen versehener Drehschieber e, der wiederum durch beliebige Mittel entweder ständig herumoder hin-und hergedreht wird, so dass er beim Kolbenaufgang, wie dargestellt, die Eintrittsöffnung c offen, die Eintrittsöffnung cl verschlossen hält. Beim Niedergang wird dann natürlich c verschlossen und cl geöffnet. Das Arbeitsgut tritt durch den Rumpf f zu und gelangt über   cl   dann unmittelbar in das 
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 Höhe am unteren Teil des Rohres g ist ein Siebteil   h   angeordnet, in dessen Inneren noch ein hohler Sieb-   körper &    angedeutet ist, an welchem sich ein Ableitungsrohr m unmittelbar anschliesst. 

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   Beim Aufwärtsgang des Kolbens a füllt sich der Zylinder b mit dem breiigen Arbeitsgut, das dann beim Kolbenniedergang durch das Rohr g gedrückt wird. Die sich unter der Druckwirkung ausscheidende Flüssigkeit tritt durch das äussere und das innere Sieb   h   bzw. 7c aus. Wenn Luft mit in den Pumpen- 
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 trennen. 



   Kommt das Verfahren zur Anwendung für Anlagen mit verhältnismässig niedrigen Türmen oder Lagerbehältern, bei welchen die Höhe des Steigrohres an sich nicht die genügende Sicherheit für den   gewünschten     Flüssigkeitsauspressungsgrad   ergibt, dann kann man den Druck an der Ausscheidungstelle des Steigrohrteiles durch bekannte Mittel erhöhen, beispielsweise indem man das Rohr nach oben hin entsprechend verengt oder indem man andere Bewegungshindernisse anwendet, die eine Druckerhöhung zur Folge haben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Einlagern von Futtermitteln in Lagertürme u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsgut durch ein Steigrohr auf die Höhe des Turmes befördert wird, wodurch im unteren Teil des Steigrohres ein Druck entsteht, der dem im unteren Teil des gefüllten Turmes herrschenden Druck entspricht und in an sich bekannter Weise das Entfernen von durch den. Druck ausgeschiedener Feuchtigkeit durch im Steigrohr vorgesehene Siebe bewirkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitgut, ehe es dem Steigrohr zugeführt wird, einer Wasserbehandlung in dem Masse ausgesetzt wird, dass es zum Steigrohr, unabhängig von Witterungseinflüssen, stets mit dem gleichen Feuchtigkeitsgehalt gelangt. EMI2.2
AT91525D 1921-11-24 1921-11-24 Verfahren zum Einlagern von Futtermitteln in Lagertürmen u. dgl. AT91525B (de)

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