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Flüssigkeitsbremse für ItohiTücklaufgeschfitze.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die sich drehenden Teile einer Flüssigkeitsbremse für Rohrrücklaufgeschütze, beispielsweise den Rücklaufregler während des Rücklaufes zu entlasten, um die Abnutzung der Führungsansätze zu verringern. Diese Aufgabe wird der Erfindung gemäss dadurch gelöst, dass der im Bremszylinder beim Rücklauf auftretende Druck auf jene Teile der vorderen Stirnfläche des sich drehenden Rücklaufreglers, welche innerhalb der Bohrung des Bremszylinders liegen überhaupt nicht einwirken kann, u. zw.
bei allen Rückläufen und während deren ganzen Dauer und dadurch, dass der Druck, welcher auf die verhältnismässig kleinen Flächen der Führungsansätze des Reglers wirkt durch einen Gegendruck aufgehoben wird, welchen die die Drosselöffnungen bereits durchströmte, nach hinten abziehende Flüssigkeit auf die Gegenseite des sich drehenden Reglers ausübt, u. zw. auf eine hier vorgesehene Stufe wobei die Anordnung derart getroffen ist, dass im Augenblick des grössten Bremsdruckes, welcher sonst für die Abnutzung der Führungsansätze des sich drehenden Reglers am schädlichsten ist, vollkommene Entlastung des Reglers eintritt während für die kleineren Bremsdrücke, welche für die Abnützung auch weniger schädlich sind, die Entlastung eine nahezu vollkommene ist.
In der Zeichnung ist eine gemäss der Erfindung ausgebildete Flüssigkeitsbremse in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil des Bremszylinders und die wirkenden Teile der Bremse, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1, die Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie ici-111 der Fig. 1 bei offenen Drosselschlitzen und Fig. 4 den gleichen Schnitt bei geschlossenen Drosselschlitzen.
1 ist der bewegliche Bremszylinder, in dessen Innenwand zwei um 1800 gegeneinander versetzte, nach einer Schraubenlinie verlaufende Führungsnuten 74 eingeschnitten sind. Wegen ihrer sehr kleinen Steigung sind sie als gerade Nuten dargestellt. 2 ist die festliegende Kolbenstange, 3 der auf ihr angeordnete Rücklaufregler. Das den Regler tragende Ende der Kolbenstange 2 ist verstärkt und zu einem Hohlraum 5 ausgebildet, der durch ein Schraubenstück 6 mit vorspringendem Flansch 7 abgedeckt ist. In den Hohlraum 5 münden Öffnungen 8 und die in die Umfläche der Kolbenstange eingeschnittenen Drosselschlitze 9.
Die Kolbenstange 2 hat einen Bund 4, dessen Durchmesser gleich ist dem Innendurchmesser des Bremszylinders. Dieser Bund verdeckt jene Teile der vorderen Stirnfläche des Reglers, die innerhalb der Bremszylinderbohrung liegen, so dass der Bremsdruck auf diese Stirnfläche nicht wirken kann. Der Regler 3 wird von einem stufenförmig abgesetzten Hohlzylinder gebildet, dessen stärkerer Teil 10 schrauben-
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Drosselschlitze 13 eingeschnitten sind. Der stärkere Teil 10 des Reglers 3 passt flüssigkeitsdicht in den Bremszylinder 1, in dessen Führungsnuten 14 die Führungsleisten 11 des Reglers gleiten. Dieser liegt mit seiner vorderen Stirnwand 15 am Bund 4 und mit seiner hinteren Stirnwand 16 am Flansch y des Schraubenstückes an, so dass er gegen Längsverschiebung gesichert ist.
Die durch die stufenförmige
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des abgesetzten Reglerteiles 12 samt Flansch 7 des Schraubstückes 6 und die Innenwandung des Bremszylinders 1 lassen zwischen sich einen Ringraum 20 frei, durch welchen die Flüssigkeit nach Verlassen der Drosselöffnungen nach hinten auf die drucklose Seite des Bremszylinders strömen kann.
Die Wirkungsweise der Bremse ist folgende : Durch den Rücklauf des Bremszylinders 1 wird die im Raum 21 befindliche Flüssigkeit unter Druck gesetzt. Dieser Druck kann auf die vordere Stirnfläche 15 des Reglers nicht einwirken, weil der Bund 4 der Kolbenstange alle Teile dieser Stirnfläche, welche innerhalb des Bremqzylinderinneren liegen, verdeckt. Dadurch ist die Hauptentlastung für den
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Regler in der Längsrichtung erreicht, denn der Flüssigkeitsdruck kann nur noch auf die verhältnismässig kleinen vorderen Flächen der über die Bremszylinderbohrung und über den Bund 4 vorstehenden Führungsleisten 11 wirken.
Dieser wenn auch geringfügige Druck trachtet den Bücklaufregler mit seiner hinteren Stirnfläche 16 gegen den Flansch 7 des Schraubenstückes anzupressen. Gleichzeitig strömt die Flüssigkeit durch die Löcher 8 in das Innere der hohlen Kolbenstange und von hier radial nach aussen durch die Drosselöffnungen in den Ringraum 20 und von hier nach hinten auf die drucldose Seite 22 des Bremszylinders.
Nachdem aber der Ringraum 20 kleiner ist als die wirksame Kolbenfläche (Innenfläche des Bremszylinders weniger der Fläche des zylindrischen Teiles 2 der Kolbenstange vor der Bremse) so tritt in diesem noch ein gewisser Druck auf, welcher auf die Stufe 18 des Reglers wirkt und den Regler gegen den Bund 4 zu schieben versucht, ihn also von seiner hinteren Stützfläche abzuheben versucht. Durch geeignete Abmessung des Ringraumes 20 kann im Augenblick des Auftretens des grössten, also des schädlichsten Bremsdruckes, im Ringraum 20 ein derartiger spezifischer Druck erhalten werden, das der Gegendruck auf die Stufe 18 den Regler schwebend erhält, d. h. dessen volle Entlastung herbeiführt. Soll dies der Fall sein, so müssen folgende Bedingungen erfüllt werden.
Das Produkt aus dem grössten Bremsdruck und der Grösse der vorderen Fläche der Führungsleisten, muss gleich sein dem Produkt aus dem Druck im Ringraum 20 und der Grösse der Entlastungsstufe 18. Das erste Produkt ergibt eine Kraft, welche den Regler an sein hinteres Widerlager andrückt, und das zweite Produkt ergibt ein gleich grosse Kraft, welche den Regler in entgegengesetzter Richtung verschiebt, so dass der Regler theoretisch in der Längsrichtung schwebt, d. h.. vollkommen entlastet ist.
Die Vernichtung der Rückstossenergie selbst erfolgt auf bekannte Weise beim'Durchströmen der Flüssigkeit durch die Drosselöffnungen 9 und 13. Durch Verdrehen des Reglers. werden diese Drosselquerschnitte derart beeinflusst, dass sie immer kleiner werden und nach einem bestimmten Rücklaufweg ganz absperren, wodurch der Rücklauf dann aufhören muss.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitsbremse für Rohrrücklaufgeschütze, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeit beim Rücklauf aus dem Bremszylinder zuerst in einen Hohlraum (5) der Kolbenstange (2) eintritt, und von dort radial nach aussen durch Drosselöffnungen (9, 13) strömt, und dass der im Druckraum (21) des Bremszylinders (1) herrschende Bremsdruck auf jene Teile der vorderen Stirnfläche (15) des sich drehenden Rüeklaufreglers () nicht einzuwirken vermag, welche innerhalb der Bremszylinderbohrung liegen, u. zw. bei allen Rücldäufen und während der ganzen Dauer der elben.