<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Leistung einer Verbrennungskraftmasdine fallt bekanntlich bei sinkender Drehzahl derart stark ab. dass man bei den mit Verbrennungskraftmaschinen betriebenen Kraltwagen
EMI1.2
beim Anfahren ein.
Dieses Wechseln der Übersetzung beim Anfahren und in Steigungen erfordert eine gewisse Geschicklichkeit und bringt weiterhin den Nachteil, dass beim Wechseln von einer Stufe in die nächst höhere Stufe zunächst die Leistung um einen gewissen Betrag fällt. wodurch in manchen Fällen die an sich erreichbare höhere Stufe nicht eingeschaltet werden kann. da der Leistungsabfall die Beschleunigung auf diese Stufe nicht ermöglicht. Es tritt, somit in vielen Fällen eine Geschwindigkeitsvermindermig ein. die insbesondere bei anhaltenden Steigungen von einschneidender Bedeutung ist.
Gemäss der Erfindung ist nun nicht nur die Notwendigkeit eines Wechsellls der Übersetzung während der Fahrt mit all ihren Unannehmlichkeiten, sondern auch das kostspielige. empfindliche, schwere und erheblichen Platz beanspruchende Wechselwerk überhaupt vermieden. Dieser Fortschritt wird durch eine neue Bemessung der Verbrennungskraftmaschine im Vergleich zu der von ihr entnommenen Leistung erreicht. Die Kraftmaschine wird nämlich gemäss der Erfindung so gebaut. dass sie an sich ein Vielfaches (z. D. Vier-oder Fünffaches) dessen leisten konnte, was sie bei dem betreffenden Fahrzeug äusserstens hergeben muss, so dass sie schon bei sehr geringer Drehzahl die höchste von ihr verlangte Leistung abgibt.
Dies sei an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert :
EMI1.3
2400 Umdrehungen in der Minute die grösste Leistung aufweist und wie üblich dann auf die Kardanwelle oder das Differentialgetriebe unmittelbar arbeiten kann, wenn der Wagen eine entsprechende Geschwindigkeit annehmen kann. Da beim Anfahren und beim Befahren steiler Steigungen jene Geschwindigkeit nicht zustande kommt. so könnte die Kraftmaschine den Wagen nicht rasch genug bezw. überhaupt nicht vorwärts bringen, weil sie bei einer Drehzahl von etwa G00 Umdrehungen in der Minute nur etwa 10 PS leistet.-
Fig. 2 stellt eine Charakteristik dar für den Fall. dass das Fahrzeug, wie gebräuchlich. mit einem vielfachen Wechselwerk ausgestattel ist.
Hiebei ist der ideale Fall angenommen, dass die Übersetzung keine Energie aufzehren würde. Bei dieser Darstellung ist die Fahrgeschwindigkeit des Wagens als Abszisse angenommen, jedoch in solchem Massstab, dass sie, im Massstab der der Fig. 1 gemessen, zugleich für den Fall des unmittelbaren Antriebs, (vierter Gang) die
EMI1.4
den dritten Gang mit IH und den vierten Gang mit IV bezeichnet. Man erkennt, dass an den Schnittstellen der Zweige ; besonders der Zweige I und II. die Zweige so stark abfallen, dass bei gewissem Verhältnis von erforderlicher Leistung und Fahrgeschwindigkeit (in dem Raum
<Desc/Clms Page number 2>
zwischen der 40 PS-Linie und den Charakteristikzweigen, z. B.
I und II) das Fahren sehr schwierig wird und ständiges Wechseln der Übersetzungen erfordert. Die Notwendigkeit des jedesmaligen Entkuppelns und Einkuppelns beim Wechseln erschwert das Fahren dabei oft fast bis zur Unerträgliehkeit.
Fig. 3 zeigt als Beispiel, welche Charakteristik der Kraftmaschine desselben Fahrzeuges, das
EMI2.1
Schnittdarstellung des Vergasers dieser Kraftmaschine.
Die Maschine treibt ständig unmittelbar auf das Differentialgetriebe. Ihre Zylinderinhalt und dementsprechend auch ihre Triebwerksteile sind so bemessen. dass die Maschine bei 2400 Umdrehungen in der Minute etwa 160 PS leisten könnte und bei entsprechender Einstellung am Vergaser schon bei etwa 600 Umdrehungen tatsächlich die verlangte Höchstleistung von 40 PS abgibt. Die Triebwerksteile sind bei dieser Maschine im Gegensatz zu den bekannt'-n übermessenen Verbrennungskraftmaschinen für Flugzeuge eher noch etwas stärker als schwächer im Vergleich zu den Zylinderinhalten, da bei den kleinen Drehzahlen, z.
B. 600 in der Min.. bei denen schon die volle Leistung erzielt wird, der Massendruck, der bei hohen Drehzahlen
EMI2.2
Bemessung der Triebwerksteile erlauben wurde, ganz bedeutend geringer ist.
Die Vergaserquerschnitte und soweit nötig, auch die Ventilquerschnitte der Maschine, der Schwimmer und die Düse, der Gemischlufttrichter usw. sind derart bemessen oder eingestellt. dass schon bei 600 Umdrehungen ein günstiger Betrieb erzielt ist, also z. B. die für die Ver-
EMI2.3
etwa SO i) e. annimmt, Der Vergaserraum ist aber z. B. bei f1 (Fig. 4) derart verengt. dass bei rascherer Fahrt und entsprechend erhöhter Drehzahl der Maschine die Geschwindigkeit der Luft derart zunimmt, dass eine natürliche Abdrosselung der Lieferungsmenge erfolgt, so dass die Zylinder nur zum Teil gefüllt werden. Dies kann weiterhin noch dadurch erhöht werden. dan die Querschnitte des Einlassventils entsprechend gewählt werden.
Die Folge ist. dass die Leistung der Maschine die erforderlichen 40 PS trotz hoher Drehzahl nur wenig übersteigt oder im wesentlichen gleich bleibt, etwa wie die Charakteristik in Fig. 3 zeigt.
Um eine noch genauere Gleichhaltung der Leistung zwischen den Drehzahlen 600 und 2400 zu erreichen, kann man mittels Reglerorganen, die in Abhängigkeit vom Unterdruck im Vergaser gesteuert werden, die Luft-, Brennstoff oder Gemischquerschnitte entsprechend verändern.
Die in Fig. 4 dargestellte übliche Drosselklappe soll dem Führer in bekannter Weise die Möglichkeit geben, unterhalb der erfindungsgemäss konstanten Leistung der Maschine die Leistung nach seinem Belieben durch mehr oder weniger starkes Drosseln zu verringern, soweit sie nicht voll benötigt wird.
Bemerkenswert ist, dass trotz der bei Anwendung der Erfindung erforderlichen Grösserbemessung der Kraftmaschine Gewicht und Gestehungskosten, ja sogar die totalen Betriebskosten infolge des Wegfalls des Wechselwerkes geringer ausfallen als bei Wagen üblicher Bauart.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verbrennungskraftmaschine für Kraftwagen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung des üblichen Übersetzungsgetriebes die Abmessungen der Kraftmaschine (Zylinderinhaite um ! Triebwerksteile) bei der verlangten Höchstdrehzahl einem Vielfachen der verlangten Leistung entsprechen, die für die Treibmittelzufuhr massgebenden Abmessungen der Luft-, Brennsteff- und Gemischquerschnitte, der Ventilquerschnitte usw. aber derart bemessen sind, dass von der Drehzahl an, bei der sich die höchste verlangte Leistung einstellt (z. B. bei 600 Umdrehungen in der Minute 40 PS), die Treibmittelzufuhr derart beschränkt wird, dass die Maschinenleistung bei Erhöhung der Drehzahl im wesentlichen gleich bleibt.