<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Für die @von Asphaltpapierröhren u. dgl. wurden bereits die verschiedenartigsten Verfahren und Tränkungsstoffe vorgeschlagen : unter anderem auch Verfahren, bei welche i Papier-und
EMI1.2
wurden. Abgesehen davon, dass Rohre von der vorstehend beschriebenen Art sich zufolge ihres grossen @ papier- bzw. Holzstoffgehaltes ausserordentlich teuer stellen, verlieren dieselben, wie allgemein bekannt. nach kurzer Zeit ihre Wasserdichtigkeit, da bei diesen Röhren der Papier- bzw. Holzstoffgehalt über wiegt und die Papier-bzw. Holzstoffmasse nach längerem Liegen im feuchten Erdreieh wiederum stark hygroskopisch wird.
Diese l'belstände lassen sieh der Erfindung gemäss dadurch beseitigen, dass der
EMI1.3
des Zellkörpers kann gruppenweise oder einzel vorgenommen werden ; wesentlich ist nur. dass die Füllung in solcher Weise zu erfolgen hat. dass das zellulare Wandungsgefiige des Papierkörpers durch und durch mit Füllstoff ausgefüllt wird.
In der Zeichnung zeigen die Fig. 1 und 2 ein gemäss der Erfindung hergestelltes Asphal papierrohr im Längsschnitt und Querschnitt. Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Isolierplatte im Schnitte und Ansicht.
Die Fig. 5, ss und 7 veranschaulichen eine zur Herstellung von Asphaltpapierrohren besonders geeignete
Vorrichtung samt den dazugehörigen Einzelheiten. In den Fig. 8 bis 12 bzw. Fig. 13 sind zwei weitere
Vorrichtungen zur Herstellung von Asphaltpapierröhren gemäss der Erfindung veranschaulicht. In den
Fig. 14 bis 16 sind einige Muffenverbindungen für Asphaltpapierrohre dargestellt. Wie aus den Fig. 1 bis 4 ersichtlich, besteht der Asphaltpapierkörper gemäss der Erfindung aus einem eigenartigen, aus gewelltem
Baustoff, z. B. Wellpappe, hergestellten Zellkörper, der durch und durch von kanalförmigen Zellen durch- setzt ist.
Der Zellkörper gemäss den Fig. l und 2 besteht aus einem aus gewelltem Baustoff. r hergestellten
Wickel, der an beiden Seiten offen ist und dessen Zellkanäle ? parallel zur Wickelachse verlaufen. Der
Zellkörper gemäss den Fig. 3 und 4 besteht aus mehreren übereinander geschichteten Lagen ! ;'.. ,. r" aus gewelltem Baustoff, dessen Zellen z in zueinander parallelen Scharen durch den Zellkörper verlaufen.
Die Zellen selbst sind mit irgend, einem erhärtenden thermoplas ischen Füllst off y. beispielsweise Asphalt. ausgefüllt. Der Füllstoff wird in später zu erläuternder Weise entweder in den fertig gebauten Zellkörper eingepresst bzw. in den Zellkörper eingesaugt oder während des Aufbaues des Zellkörpers zwischen die einzelnen Zellkörperschichten eingetragen.
Die eigenartige zellulare Wandungsstruktur des Rohres gewährleistet ein Fertigprodukt. bei welchem der Asphaltgehalt im Gegensatz zu den bisher bekannten Papierröhren den Papiergehalt weit Übersteigt. ohne den Verbund zwischen den Papier- und Asphalt- schichten ungünstig zu beeinflussen.
Die Herstellung von Röhren bzw. Platten von der vorstehend beschriebenen Struktur kann auf die verschiedenartigste Weise erfolgen ; die in der Zeichnung dargestellten Vorrich. ungen sind nur als beispiels- weise Ausführungsformen aufzufassen. Die Vorrichtung gemäss Fig. 5 besteht aus einem mit Dampf- schlangen 1 anwärmbaren Kessel 2. an welchen eine Zuflussleitung 3 für flüssige Füllstoffe, beispielsweise
Asphalt, vorgesehen ist. An dem unteren Ende des Kessels sind ein oder mehrere Verteilrohre 4
EMI1.4
Auf dem Verteilrohre 4 ist mittels des federnden Gehänges 6 eine Siebplatte 7 aufgehängt, die über der heizbaren Auffangwanne 8 angeordnet ist.
Mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung lassen sich Rohre der eingangs erwähnten zellularen Wandungsstruktur auf sehr einfache und intensive Weise mit
<Desc/Clms Page number 2>
Füllstoff füllen. Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, die zu füllenden Zellrohre an ihrer oberen Mündung mit einem Propfen 9 (Fig. fui) zu verstopfen und hierauf auf die Siebplatte aufgestellt in die Fiillkappe 5 einzubringen. Ist dies geschehen, so wird die an dem Kessel 2 angeschlossene Druckmittelleitung 10 in Tätigkeit gesetzt und hiedurch der flüssige Füllstoff auf dem Wege 2. 4, 5 unter Druck in die Zellenröhren eingepresst. Der aus den Zellenröhren austretende Füllstoff fliesst in die Auffangwanne 8 und kann erforderlicher. falls in den Sammelkessel 2 zurückgeleitet werden.
Das Einpressen von Füllstofflüssigkeit in die Zellen des Zellkörpers kann auch gruppenweise vorgenommen werden. Zu diesem Zwecke ist es nur erforderlich, eine grössere Zahl von Zellröhren in einen Füllmassenbehälter einzuführen und die Zellrohrgruppe in dem Behälter einer unter Druck stehenden flüssigen Füllmasse durch längere Zeit hindurch auszusetzen. Die Einbringung von Füllstoff in die Zellen des Zellkörpers kann auch durch Saugwirkung erfolgen. Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist in den Fig. 8 bis 12 veranschaulicht. Dieselbe besteht aus einem heizbaren Füllmassenbehälter 11, an welchen ein Zufiihrungsrohr 12 für flüssige Füllmasse angeschlossen ist.
Oberhalb des Füllmassenbehälters ist ein Saugrohr 1. 3 angeordnet. das in bestimmten Abständen mit einer Reihe von Öffnungen 1 : Y (Fig. 11) versehen ist. Über diesen Öffnungen 13' ist eine saugkappe 14 angeordnet, deren Mundstück 14 auf das zu füllende Zellenrohr aufgesetzt wird. Die Zellenrohre werden vor ihrer Einführung in das Saugkappenmundstüek 14' mit ihrem unteren Ende auf Pfropfen 15 aufgesteckt, die den Innenkanal der Rohre abschliessen. Das Füllen der Zellenkanäle der Röhren erfolgt sofort beim Intätigkeitsetzen der Saugleitung 1. 3, wobei die im Behälter 10 befindliche Flüssigkeit in der aus Fig. 10 ersichtlichen Weise in die Zellkanäle der Röhren eintritt.
Die Beendigung der Füllung kann durch das auf den Saugkappen vorgesehene Fenster 16 wahrgenommen werden. Sind die Zellrohre vollständig mit Füllstoff gefüllt, so wird die Kappe in die aus Fig. 12
EMI2.1
zwischen die Zellkörperschiehten einzutragen. Die hiezu erforderliche Vorrichtung ist in Fig. 13 veranschaulicht. Dieselbe besteht aus einem Vorratswickel 2ss für Wellpappe und einem Vorratswickel 21 für glattes Verbundpapier. Das Verbundpapier wird von dem Wickel M über die Führungswalzen 22,. 2. 3 gegen die aus Wellpappe bestehende Materialbahn geführt, wobei zwischen die beiden Materiallagen flüssiger Asphalt oder eine ähnliche Füllmasse in dicker Schicht durch die Vorrichtung 24 eingetragen wird.
Der so erhaltene einschichtigeZellkörper wird hierauf auf dem Dorn 26 in einer Lage aufgewickelt. Hierauf wird die vor dem Wickeldorn 26 befindliehe zweite Füllmassenauftragvorrichtung 27 in Tätigkeit gesetzt.
EMI2.2
hiedurch Rohre von verschiedener Dicke zu erzeugen.
Sämtliche der vorstehend beschriebenen Asphaltpapierkörper lassen sich nach ihrer Erhärtung in vorzüglicher Weise bearbeiten : es lassen sich aus denselben durch Dreh und Hobelarbeit die verschiedenartigsten Körpergebilde erzeugen. In den Figuren 14, 15 und 16 sind einige durch einfaehe Dreharbeit hergestellte Muffenprofile für Asphaltpapierröhren gemäss der Erfindung veranschaulicht.
EMI2.3
1. Ashaltpapierkörper für Kanalisationsröhren, Dichtungszwecke u. dgl.. dadurch gekennzeichnet. dass er aus einem aus gewelltem Baustoff hergestellten Zellkörper besteht, dessen Zellen mit Asphalt oder Füllstoffen ähnlicher Beschaffenheit gefüllt sind.