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AntriebsvorrichtungfürWinden.
Der Zweck der Erfindung ist. eine Antriebsvorrichtung für winden zu schaffen, mittels welcher die Last gehoben, gesenkt und in Schwebe gehalten werden kann, ohne eine Kupplung zwischen der Windentrommel und dem Getriebe vorsehen zu müssen. Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht darin, die neue Antriebvorrichtung für die Steuerung eines Drehkranes zu benutzen.
Die Antriebsvorrichtung gemäss der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass auf der Welle der Windentrommel eine ein Übersetzungsgetriebe aufnehmende Bremsbandtrommel sowie eine ein Sperrad und eine Klinke einschliessende Bremsbandtrommel lose angeordnet sind und das Übersetzungsgetriebe aus einem auf der Welle aufgekeilten und einem mit der Antriebsscheibe verbundenen lose auf der Welle sitzenden Zahnrad sowie zwei auf der in der Trommel befestigten Welle lose drehbaren mit den Rädern kämmenden Planetenrädern besteht, derart, dass das Übersetzungsgetriebe in Verbindung mit der Bremsbandtrommel einen beliebig regelbaren Antrieb der Windentrommel in der Hubrichtung ermöglicht, während durch die Bremssperrvorrichtung ein regelbares Absenken der Last bewirkt werden kann.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sitzt auf der Hauptwelle X-X frei drehbar eine Bremsbandtrommel 1, eine Windentrommel 29 und eine selbsttätige Feststellbremse für die Last. Diese besteht aus einem Gehäuse oder einer Trommel 26, die lose auf der Achse X-X sitzt.
Die Trommel 26 schliesst ein auf der Welle X-X aufgekeiltes Sperrad 27 und eine ständig mit diesem in
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und M gelagert ist und das ganze Getriebe trägt. In der Trommel 1 sind zwei Paar Zahnräder angeordnet. Eine starr mit der Trommel 1 verbundene Welle Y-Y dient als Drehpunkt für zwei starr miteinander,
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während das durch das Rad-5 getriebene Rad 2 durch den Keil 32 fest mit der Welle X-X verbunden ist. Das Rad. 3 besitzt eine als Hülse ausgebildete Verlängerung 25, die lose auf der Welle X-X sitzt. Auf diese Hülse wird die motorische Kraft unter Vermittlung einer aufgekeilten Riemenscheibe 33 übertragen.
Auf den Aussenumfang der Trommel 1 wirkt eine schematisch in Fig. 2 dargestellte Bandbremse. Das die Trommel 1 umgebende Band ist an einem Ende an einem festen Punkt 34 und am anderen Ende an einer Feder befestigt, welche mittels seines beweglichen Gewichtes 36 gespannt wird.
Wird die Trommel 1 durch die Bremse festgestellt, so wirken die beiden Paare der Zahnräder als Geschwindigkeitsverringerer und die Welle Y-Y dient als Stützpunkt der Zahnräder. so dass die durch die Trommel 31 eingeleitete Antreibskraft auf die Welle X-X iibertragen wird. Wird die Antriebskraft grösser als das aus der Adhäsion der Bremse entstehende Element, so dreht sich die Trommel 1 im umgekehrten Sinne der Welle X-X und das auf die Welle X-X übertragene Moment bleibt konstant auf der durch die Umfangreibung der Bremstrommel bestimmten Höhe. Hiedurch wird die Begrenzung des durch die Zahnräder übertragenen Antriebsmomentes hervorgerufen.
Um die Umdrehung der Trommel 29 plötzlich anzuhalten, genügt es. die Wirkung der Bremse auf die Trommel 1 dadurch aufzuheben, dass man die Feder 3-5 durch Anheben des Gewichtes.' ? vollständig entpsannt.
Zur Verringerung der Hubgeschwindigkeit genügt es, die Spannung der Feder : 35 teilweise zu verringern, um die Trommel 1 mehr oder weniger schnell, je nach der Reibung des Bremsbandes umlaufen zu lassen. Die Trommel 29 kann mithin mit einer Geschwindigkeit umlaufen, die nur so gering ist, wie dies erwünscht ist. Infolgedessen kann die Last ausserordentlich sanft abgesetzt werden.
Zum Senken der Last genügt es, die Feststellbremse der Trommel 26 zu lösen und die Trommel 1 frei umlaufen zu lassen. Letztere kann alsdann als Geschwindigkeitsänderungsvorrichtung beim Senken dienen, indem durch teilweise Spannung der Feder 35 eine mehr oder weniger grosse Bremsung erzielt wird.
Man erhält auf diese Weise eine ausserordentlich sanft wirkende Vorrichtung und die Last kann mit grosser Genauigkeit an der gewiinsehten Stelle abgesetzt werden.
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Die Zahnr der können selbsttätig geschmiert werden, indem man die Trommel 1 mit Schmiermaterial füllt.
In vielen Fällen kann das Verhältnis der Zahnräder so gross gewählt werden, dass die Winde nur eine Tragwelle für sämtliche Getriebe zu besitzen braucht. Letzteres ist in Fig. 1 der Zeichnungen der Fall.
Diese Anordnung gemäss der Erfindung vereinigt alle Vorzüge, welche man an eine Hubvorrichtung stellen kann. nämlich : 1. Die selbsttätige Begrenzung des Antriebsmomentes, welches auf das die Last tragende Organ übertragen wird.
2. Die Antriebsvorrichtung dient gleichzeitig als ständige Kupplung.
3. Die Hubgeschwindigkeit der Last kann nach Wunsch verändert werden.
4. Das Zahnrädergetriebe dient auch zum Ändern der Senkgeschwindigkeit der Last nach Wunsch.
5. Es wird hiedurch eine Hubvorrichtung geschaffen, die nur eine Umdrehungswelle besitzt und bei welcher sämtliche Elemente stossfrei eingeschlossen sind und selbsttätig geschmiert werden.
Die neue Antriebsvorrichtung findet eine bemerkenswerte Anwendung bei der Steuerung von Drehkranen. Die auf der drehbaren Plattform eines Drehkranes angeordneten Getriebe lassen sich in folgende drei Gruppen unterteilen :
1. das Getriebe für die Hubbewegung,
2. das Getriebe für die Schwenkbewegung, und
3. die Getriebe für die Fahrbewegung.
Die erste Bewegung erfordert lediglich die Übertragung des Antriebsmomentes in einem Sinn, u. zw. beim Anheben, während das Senken durch die Schwerkraft erfolgt. Bei den beiden anderen Bewegungen muss das Antriebsmoment in dem einen, oder anderen Sinne übertragen werden. Jedes dieser Getriebe stellt eine Art Winde dar, bei welcher der Widerstand in beiden Richtungen gleich gross ist.
Die Verwendung der Antriebsvorrichtung erfordert in diesen Fällen ein, zwischen der Bremse und dem Organ, auf welches der Widerstand sich überträgt, eingeschaltetes Umsteuergetriebe. Die Steuerung des Umsteuergetriebes wird durch die Vereinigung zweier nebeneinander auf der gleichen Antriebswelle an-
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werden kann.
In den Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform des letzteren dargestellt. In Fig. 3 ist das rechte Getriebe 1' in Ansicht. das linke 1 im Längsschnitt nach der Achse dargestellt. Fig. 4 veranschaulicht in schematischer Draufsicht die Vereinigung der Organe eines Drehkranes mit einer Antriebsvorrichtung für die Hubvorrichtung und dem Umsteuergetriebe für die Schwenkbewegung. Das Getriebe für die
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Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist in jeder Trommel , das Antriebsrad 2 auf der Welle X-X aufgekeilt, während das Zahnrad 5 lose auf dieser Welle angeordnet ist. Letztere Welle dient in allen Fällen dazu. unter Zwischenschaltung von Kugellagern, beispielsweise für die Trommel 1 der Kugel-
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kann nach Wunsch durch eine in Fig. 2 veranschaulichte Bandbremse festgestellt werden.
Das Antriebsmoment des Rades 2 wird auf das lose Rad 5 unter Vermittlung des Räderpaares 5, 6 übertragen. Die Räder 5 und 6 sitzen auf der Welle Y-Y, die mit der Trommel 1 starr verbunden ist.
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liegt. Das lose auf der Antriebswelle sitzende Zahnrad 3 wird von Kugellagern 9 und 10 getragen. Es ist starr mit dem Rad 11 (11') verbunden ; welches das Antriebsmoment nach aussen überträgt.
Wird die Trommel 1 durch die Bandbremse festgestellt, so bildet das ganze einen Geschwindigkeitsverringerer, während, wenn die Trommel frei ist, das Rad 11 in Ruhe verbleibt und die Trommel 1 sich lose um die Welle X-X'dreht. Die Vereinigung der beiden Getriebe 1 und , stellt ein doppeltes Getriebe dar, welches entweder für die Schwenkbewegung oder die Fahrbewegung verwendet werden kann.
Die Fig. 4 zielt, wie bereits angegeben worden ist, nur auf eine Umsteuerung für die Schwenkbewegung hin, jedoch ist es selbstverständlich, dass die im nachfolgenden beschriebene Vorrichtung sich genau so gut für die Umsteuerung der Fahrbewegung anwenden lässt. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist angenommen worden. dass die um den : Mittelpunkt 12 drehbare Plattform zu kleine Abmessungen besitzt, als dass es möglich wäre, die Steuerungen der Getriebe auf einer einzigen Antriebswelle anzuordnen. Infolgedessen ist die Anordnung der Organe wie folgt : 13 bezeichnet eine Kraftmaschine, beispielsweise einen Elektromotor, eine Dampfmaschine oder eine Verbrennungskraftmaschine.
Dieser Motor treibt direkt eine Welle T-T an, die zum Tragen der Getriebetromme11a für die Hubvorrichtung dient, deren Trommel mit 14 und deren Feststellbremse mit 15 bezeichnet sind. Eine zweite Antriebswelle X'- X erhält ihre Bewegung durch Kegelräder 16 und 17 von der ersten Welle. Die Rechtecke 18, 18 stellen die Lager dar, in welchen die Wellen T, T und X'X umlaufen.
Das doppelte Getriebe 1, l'steuert das Umsteuergetriebe durch Kegelräder 19, 19'und 20. Die Räder 11 und 11'der Bremse arbeiten mit den Rädern 21 und 21'zusammen, die starr mit den Rädern
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19 und 19'verbunden und lose auf der Achse Z Z angeordnet sind. Durch einen Steuerhebel 22 wird bei der Bewegung in dem einen oder anderen Sinne die Bremse 1 bzw. l'festgestellt und infolgedessen wird die Bewegung der Welle X1 X auf das Rad 11 oder 11' übertragen, wodurch die Umdrehung des horizontalen Kegelrades 20 in dem einen oder anderen Sinne bestimmt wird.
Auf der Vertikalwelle des Rades 20 ist ferner ein Zahnrad 2 : ; befestigt, welches mit einem an der unteren feststehenden Plattform des Kranes befestigten Zahnkranz 24 kämmt. Die obere bewegliche durch die Drehung des Rades 23 mitgenommene Plattform des Kranes läuft um den Mittelpunkt 12 des Zahnrades 24 um.
Das doppelte Getriebe bietet ausser den der beschriebenen Bremse anhaftenden Vorteile noch die
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ohne Stoss überzugehen. Infolge der Begrenzung des Antriebsmomentes durch die auf den Umfang der Trommel 1 oder der Trommel 1 wirkende Bandbremse hat der heftige Wechsel der Drehrichtung zunächst ein Gleiten der Trommel zur Folge, wobei die Reibung fortschreitend die Trägheit der in Bewegung befindlichen Massen verringert und schliesslich vernichtet. Das Anhalten der Masse erfolgt daher stetig und die umgekehrte Bewegung beginnt ohne Zeitverlust.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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(33) verbundenen. lose auf der Welle (X,X) sitzenden Zahnrad (2. bzw. 3) sowie zwei auf der in der Trommel (1) befe-'tigten Welle ('. r lose drehbaren, mit den Rädern (2,.'3) kämmenden Planetenrädem
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