AT89041B - Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate. - Google Patents

Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate.

Info

Publication number
AT89041B
AT89041B AT89041DA AT89041B AT 89041 B AT89041 B AT 89041B AT 89041D A AT89041D A AT 89041DA AT 89041 B AT89041 B AT 89041B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
edgewise
winding according
tape
coil winding
electrical machines
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aeg Union Elek Wien
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg Union Elek Wien filed Critical Aeg Union Elek Wien
Application granted granted Critical
Publication of AT89041B publication Critical patent/AT89041B/de

Links

Landscapes

  • Coils Of Transformers For General Uses (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate. 



   Vorliegende Erfindung betrifft eine besondere Ausführungsart der bekannten Spulenwicklungen aus hochkantig   gewickeltem   Flachkupfer oder sonstigem Material, die bisher hauptsächlich für   Magnetwicklungen   grösserer Maschinen Verwendung gefunden hat. 



   Die Verwendungsmöglichkeit der in üblicher Weise ausgeführten Hochkantspulen ist jedoch an einige Voraussetzungen gebunden. Zunächst ist es notwendig, den Spulen kreisrunde oder ovale Formen zu geben. Dabei hängt das Mass des kleinsten Krümmungsradius von den Querschnittsdimensionen des Leiters und dessen Biegsamkeit ab : je breiter und flacher das Leiterband ist, desto grösser muss der Radius sein, um welchen es gerade noch hochkant gebogen werden kann. Da nun meistens durch die Abmessungen einer Maschine der Krümmungsradius und die radiale Stärke der Spule (welche im Falle der Hochkantwicklung gleich ist der Breite des Kupferbandes) bestimmt ist, so ergibt sich dadurch eine Minimalstärke des Bandes in axialer Richtung der Spule, welche mit Rücksicht auf gutes Hochkantbiegen nicht mehr unterschritten werden kann.

   Damit ist auch ein Minimalquerschnitt und eine Begrenzung des Stromes nach unten gegeben, für welche eine Hochkantwicklung im betreffenden Falle noch ausführbar ist. 



   Ein zweiter Nachteil der normalen Hochkantwicklung liegt darin, dass beim Biegen die innen liegende Kante gestaucht, die aussen liegende Kante gedehnt wird, wodurch sich der ursprünglich rechteckige Querschnitt in einen keilförmigen verwandelt und die aufeinanderliegenden Flächen der einzelnen Windungen nicht mehr parallel bleiben, was im Hinblick auf die eingelegte Isolation nicht günstig ist. Bei kreisrunder Spule kann man dem zwar abhelfen, indem man dem Kupfer von Haus keilförmigen Querschnitt gibt und in dem Sinne biegt, dass er in der fertigen Spule rechteckig wird. Dieses Mittel versagt naturgemäss bei ovalen Spulen, zu welchen aber die   Maschinenabmessungen   meist zwingen. 



   Die im weiteren beschriebene Neuerung soll nun eine Herabsetzung des Leiterquerschnittes, d. h. die Anwendung von Hochkantspulen auch für kleinere Stromstärken, ausserdem die Ausführung derselben als rechteckige und mehreckige Spulen in beliebiger Abmessung mit überall rechteckigem Leiterquerschnitt ermöglichen. 



   Gemäss der Erfindung wird die Wicklung in folgender Weise hergestellt :
Bezeichnet man mit a die radiale Spulenausdehnung (Breite des Leiters auf der Spule), mit b die Höhe des erforderlichen Leiterquerschnittes, mit a x b also den Querschnitt selbst, 
 EMI1.1 
 diesem Bande werden, wie Fig. i zeigt, in entsprechend regelmässig wiederkehrenden Abständen c und d, welche die lichten Weiten der zu wickelnden Spulen darstellen, Quadrate von der Seitenlänge a ausgestanzt. Das so zugeschnittene Bind wird dann um die Mittellinie x-x umgebogen, so dass sich ein Leiter von der Breite a, der Dicke b längs c und d 
 EMI1.2 
 wird dieses Band abermals um die in Fig. 2 angedeuteten Diagonalen A-E, F-D usw. der ausgenommenen Quadrate zusammengebogen, wodurch die einzelnen Windungen mit den gewünschten Seitenlängen e, d entstehen (Fig. 3).

   Der Vorgang bei dieser Operation ist dabei gemäss Fig. 5 so gedacht, dass sich die Spule auf ein um seine Vertikalachse drehbares Prisma P aufwickelt. Die Linie y-y bedeutet die räumliche Lage der Kante, um welche die Ecken jedesmal gebogen werden. Das nach Fig. 2 vorbearbeitete Band befindet sich auf der Trommel T in einiger Entfernung von y-y. Es mag nun den Anschein haben, als wenn beim Aufwickeln der Spule und jedesmaligen Umbiegen des von der Trommel ablaufenden Bandes, dieses eine stets zunehmende Verdrillung erfahren müsste. Man kann dies bei feststehender Biegungskante y-y dadurch umgehen, dass man das Prisma P abwechselnd vor dem Abbiegen einer Ecke um   900 in   einem und vor dem Abbiegen der nächstfolgenden Ecke um 2700 im entgegengesetzten Sinne unter Festhaltung des bereits aufgewickelten Bandes verdreht.

   Durch diesen Wechsel des Drehsinnes entsteht anstatt einer fortschreitenden, nur eine zeitweilige geringe Verdrillung des Bandes, welche bei genügender Entfernung zwischen Trommel und Prisma nicht hinderlich wirkt. 



   Man könnte auch die Parallellogramme auf derselben Seite des Bandes ausstanzen, wobei das Band ohne Rückdrehung der Spule fortlaufend aufgewickelt werden könnte. Es müsste dann aber die   Biegungskantey-y   abwechselnd um   900 in   der Horizontalen verdreht werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei der beschriebenen   Ausführungsform   der Hochkantspulen lässt sich bedeutend dünneres Leitermaterial verarbeiten als nach der Methode des Hochkantbiegens, und es wird dadurch möglich, Spulen für kleinere Stromstärken und Spulen von beliebigen Seitenlängen auszuführen, bei denen auch die Isolation zwischen den stets parallel bleibenden aufeinanderliegenden Flächen der einzelnen Windungen gut festsitzt. 



   Wie aus Fig. i zu ersehen ist, hat der Querschnitt an den Stellen der ausgestanzten Quadrate den halben Betrag des ursprünglichen Querschnittes, Die dadurch entstehende   Widerstindserhöhung   des ausgestreckten Bandes kommt aber im zusammengelegten Zustande in der fertigen Spule nicht mehr voll zur Geltung. Denn die aufeinanderliegenden Flächen der beiden Teile, welche eine Windung bilden, geben soweit Kontakt, dass mit Ausnahme der Fugen   A-B,   B-E, D-F usw. (Fig. 3) der Gesamtkörper einer Windung elektrisch einem homogenen Kupferkörper fast gleichkommt. Die Querschnittkontraktion ist somit auf das kurze Stück von der Länge einer Fugenbreite reduziert.

   Die an diesen Stellen entstehenden Wärmemengen sind sehr klein und es ist für diese eben eine gute Ableitung nach beiden Seiten des gut leitenden Kupferbandes gegeben. Übrigens kann die Widerstandserhöhung dadurch beseitigt werden, dass die zusammengefalteten Teile des Bandes an den Stellen der Dreiecke A-B-E.   C-D-F   usw. mit einander verlötet oder verschweisst werden. Hierbei können auch die Fugen   A-B,   B-E,   C-F,   C-D usw. leitend überbrückt werden, so dass an keiner Stelle eine Querschnittsverminderung stattfindet.

   Die Verlötung, Verschweissung, gegebenenfalls Vernietung, der zusammengefalteten Bandteile an den Ecken oder auch nach der ganze Länge erfolgt erfindungsgemäss noch zu dem Zwecke, damit in dem Falle, als die Spulen für umlaufende Wicklungen verwendet werden, eine grössere mechanische Festigkeit erzielt werde. 



   Die in neuerer Zeit zwecks Vergrösserung der Oberfläche ausgeführten Hochkantrippenspulen, bei welchen einzelne Windungen über die anderen hervorstehend ausgeführt werden, lässt sich auch mit der neuen Wicklungsart erreichen. Es sind zu diesem Zwecke nur die Längen c und d stellenweise entsprechend zu vergrössern. Eine solche Ausführung ist in Fig. 4 dargestellt. Nach einer Anzahl Windungen mit den Seitenlängen c und d folgt eine Windung mit den grösseren   Längen c'und d'und   ragt infolgedessen über die anderen Windungen vor. 



   Auch vieleckige Spulen können nach der neuen Methode ausgeführt werden, nur sind dabei statt der Quadrate Parallelogramme auszustanzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :     I. Hochkantspulenwicklung für   elektrische Maschinen und Apparate, gekennzeichnet durch einen bandförmigen Leiter von doppelter Breite und halber Höhe des erforderlichen
Leiterquerschnittes, der am Rande mit im wesentlichen   parallelogrammförmigen   Aus- nehmungen versehen ist und einerseits um die Mittellinie des Bandes und andrerseits um
Diagonalen der   parallelogrammförmigen   Ausnehmungen zu eckigen Windungen flach zu- sammengebogen ist.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform der Hochkantwicklung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände (c, d) der parallelogrammförmigen Ausnehmungen voneinander so gewählt sind, dass einzelne Windungen eine grössere Seitenlänge erhalten und gegen die übrigen hervorstehen.
    3. Ausführungsform der Hochkantwicklung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verminderung des Leitungswiderstandes die zusammengefalteten Teile des Leiterbandes an den Windungsecken miteinander verlötet oder verschweisst sind.
    4. Ausführungsform der Hochkantwicklung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verminderung des Leitungswiderstandes auch die Stossfugen leitend überbrückt sind.
    5. Ausführungsform der Hochkantwicklung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erhöhung der mechanischen Festigkeit die zusammengefalteten Teile des Bandes auf der ganzen Länge miteinander verlötet oder vernietet sind.
    6. Verfahren zur Herstellung der Hochkantspulenwicklung nach den Ansprüchen i, a, 3,4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelogrammförmigen Ausschnitte abwechselnd auf beiden Seiten des Bandes angebracht werden und letzteres im zusammen- EMI2.1
AT89041D 1920-06-12 1920-06-12 Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate. AT89041B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT89041T 1920-06-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT89041B true AT89041B (de) 1922-07-25

Family

ID=3609500

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT89041D AT89041B (de) 1920-06-12 1920-06-12 Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT89041B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69710109T2 (de) Gewickelte,gewellte Feder und deren Herstellungsweise
DE102007041866A1 (de) Elektrische rotierende Maschine mit einem Wicklungsteil und Verfahren zur Herstellung des Wicklungsteiles
DE102019100007B4 (de) Gleichtaktfilter
DE3783731T2 (de) Wickelkern mit dem querschnittsumfang enthaltenden kreisrunden und elliptischen abschnitten.
DE1613077A1 (de) Elektromotor und Verfahren zu seiner Herstellung
DE6915256U (de) Elektrische spulen und verfahren zu deren herstellung
DE2601205C2 (de) Ablenkjoch für Kathodenstrahlröhren
DE2445504A1 (de) Induktionsheizsystem
AT89041B (de) Hochkant-Spulenwicklung für elektrische Maschinen und Apparate.
DE1439441A1 (de) Verlustarme Spulenwicklung fuer eine Induktivitaet
DE2309727B2 (de) Verfahren zur Herstellung von insbesondere als Vorschaltgerät für Gasentladungslampen zu verwendende Drosseln oder Transformatoren
DE372206C (de) Hochkantwicklung fuer elektrische Maschinen und Apparate
DE2456124A1 (de) Verfahren zur ausbildung und zur behandlung einer offenen spule mit gas sowie offene metallstreifenspule
DE525006C (de) Verfahren zur Herstellung von Spulen aus Flachbaendern fuer elektrische Zwecke
DE1538250A1 (de) Transformatorkerne mit Streujoch
DE2401492A1 (de) Elektrische spule und verfahren zu ihrer herstellung
CH416817A (de) Magnetkern, insbesondere für Transformatoren oder Drosseln
DE112021005505T5 (de) Drosselspule
DE1015548B (de) Verfahren zur Herstellung von geschlossenen UEbertragerkernen aus bandfoermigem magnetisierbarem Material
DE1815560A1 (de) Teilbarer lamellierter magnetischer Kern fuer einen Transformator oder eine Drosselspule grosser Leistung
DE658984C (de) Spule aus flachem Leitermaterial fuer elektrische Maschinen o. dgl.
DE554795C (de) Schwingspule fuer elektrodynamische Lautsprecher
DE361873C (de) Eisenkern fuer Induktionsspulen
DE1638339A1 (de) Magnetkern
DE45079C (de) Armatur für elektrische Motoren und dynamo-elektrische Maschinen und Bewickelungsvorrichtung für diese Armatur