AT85535B - Fester Brennstoff für Koch-, Heiz- und Leuchtzwecke. - Google Patents

Fester Brennstoff für Koch-, Heiz- und Leuchtzwecke.

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  Fester Brennstoff für Koch-, Heiz- und Leuehtzwecke. 



   Das Bedürfnis nach einem handlichen, sauberen nnd womöglich festen Brennstoff für den Hausbedarf, die Touristik, Ärztepraxis, den Toilettentisch usw. hat zur Verfestigung des Äthylalkohols geführt, sei es durch Zusatz von Seife, die aber eine Aschebildung bei der Verbrennung mit sich bringt und auch andere Nachteile zeigt, wie Ausfliessen beim Brennen u. dgl., sei es durch Zusätze, wie Acetylcellulose u. dgl., die aber teuer sind ; auch verflüchtigt sich der als Smaragdin bekannte und mittels Acetylcellulose verfestigte Alkohol nach und nach, so dass er unter Luftabschluss aufbewahrt werden muss, schwitzt beim Erwärmen Alkohol aus und brennt flackernd. 



   Man hat auch das Paraformaldehyd für Brennzwecke vorgeschlagen. Aber abgesehen von seinem hohen Preise, der von demjenigen des Ausgangsmaterials, des Methylalkohol,   herrührt,   haftet ihm als grösster Fehler der scharfe, unerträgliche Geruch nach dem Auslöschen an, der ihn für den Gebrauch in bewohnten Räumen ausschliesst, sowie der Umstand, dass er beim Brennen sintert, so dass die daraus hergestellten Körper zusammenkleben, was ihn für viele Zwecke unverwendbar macht. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein fester Brennstoff für   Koch-,   Heiz-und Leuchtzwecke, der aus Metaldehyd, dem bisher technisch unverwertet gebliebenen Polymeren, des Acetaldehydes, in kohärentem Zustand gebildet ist. 



   Metaldehyd entsteht als Nebenprodukt bei der Herstellung des Paraldehyds, wenn man den Umwandlungsprozess (Behandlung mit wenig Säure) in der Kälte vornimmt. 



  Metaldehyd ist im Gegensatz zu den Formaldehyd-Derivaten unlöslich in Wasser und hat eine sehr kleine Dampfspannung, ist daher unbeschränkt haltbar, leicht zu befördern und aufzubewahren und geruchlos. Er brennt, ohne zu schmelzen, mit ruhiger, farbloser Flamme ohne Hinterlassung von Asche völlig geruchlos ; auch kurz nach dem Erlöschen ist der
Geruch nach Acetaldehyd schwach und schnell verschwindend. Nach dem   Verlöschen.   der Flamme kühlt er sich überraschend schnell, ab und zeigt infolgedessen wenig oder keine
Nachwirkungen der Verbrennung. 



   Zur Benutzung als Brennstoff wird der Metaldehyd, welcher. gewöhnlich in fein kristallinischer, sehr voluminöser Form entsteht, in einen kohärenten Zustand gebracht, indem er z. B. durch Druck zu Presslingen verarbeitet wird. Komprimiert man das kristallinische Material, so entstehen Presslinge, die mit ruhiger und gleichmässiger Flamme verhältnismässig langsam abbrennen, ohne einen Rückstand zu hinterlassen. Bei Verwendung von sehr hohen Drucken, z. B. von mehreren hundert Atmosphären, wachsen die Metaldehydkristalle in-und durcheinander und es ergibt sich ein marmorharter Körper. Das Pressen kann auch unter Benutzung eines Bindemittels, z. B. Kolophonium oder dessen Lösungen, Chloroform usw., geschehen. Durch Zusatz organischer und unorganischer Stoffe, z. B. Kampfer, Strontiumsalze, Natriumsalze usw., kann man die Flamme leuchtend machen und färben.

   Bei passender Wahl der Zusätze, z. B.   Desinfektions-und   Riechstoffe, gelangt 
 EMI1.1 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Fester Brennstoff für Koch-, Heiz- und Leuchtzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass EMI2.1 2. Fester Brennstoff gemäss Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem komprimierten Gemisch von Metaldehyd mit einem Bindemittel gebildet ist.
    3. Fester Brennstoff gemäss Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem komprimierten Gemisch von Metaldehyd und einer Substanz, die die Leuchtkraft oder die Farbe der Flamme beeinflussen kann, gebildet ist.
AT85535D 1919-09-16 1920-03-08 Fester Brennstoff für Koch-, Heiz- und Leuchtzwecke. AT85535B (de)

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