<Desc/Clms Page number 1>
Flüssigkeitswiderstand.
Bei Flüssigkeitsanlassern, inbesondere für Induktionsmotoren, muss in vielen Fällen ein vollständiges Ausschalten verhütet werden. Man hat deshalb die Elektrodenbleche so angeordnet, dass sie auch in der äussersten Stellung noch ein wenig in die Flüssigkeit eintauchen, und hierbei besteht noch die Gefahr, dass bei zu tiefem Flüssigkeitsstand oder bei Abnutzung der Elektroden dennoch ein gänzliches Ausschalten des Widerstandes stattfindet. Um diese Nachteile zu umgehen, wurde vorgeschlagen, dauernd dem Flüssigkeitswiderstand einen genügend hohen festen Widerstand parallel zu schalten. Diese Widerstände sind jedoch, da mit dauernder Einschaltung gerechnet werden muss, sehr gross und schwer, so dass sie viel Platz und hohe Kosten erfordern.
Insbesondere, wenn der Flüssigkeitswiderstand als Anlasswiderstand bei Schwungradumformern mit Antrieb durch Induktionsmotoren dient, dauert der Anlassvorgang verhältnismässig lange Zeit und erfordert besonders reichliche Bemessung.
Nach der Erfindung sollen die Vorteile eines Parallelwiderstandes zu dem eigentlichen Flüssigkeitswiderstand beibehalten werden, ohne dass hierzu ein fester Widerstand mit seinen Nachteilen benutzt wird.
Eine solche Einrichtung ist durch die deutsche Patentschrift Nr. 137304 bekannt geworden.
Hier wird die leitende Verbindung zwischen dem Wicklungszweigen des Motors auch dann noch aufrecht erhalten, wenn die Elektroden vollständig aus der Flüssigkeit herausgehoben sind, und zwar durch ständig von den Tauchelektroden herabtropfende Flüssigkeit. Allein diese Verbindung ist unsicher und in ihrer Wirkung schwer bestimmbar.
Erfindungsgemäss sollen deshalb die Gefässe durch kommunizierende Röhren miteinander verbunden werden, so dass für alle Fälle eine zweite dauernde, leitende Verbindung geschaffen ist. Sind diese Röhren aus Metall hergestellt, also selbst leitend, dann werden Isolierstücke eingebaut, die dauernd mit Flüssigkeit gefüllt sind, welche dann die einzelnen Rohrteile leitend miteinander verbindet. Bohrung und Länge der Isolierstücke bestimmen die Grösse der von ihnen eingeschlossenen Flüssigkeitssäu'en und damit deren Widerstand.
In der Figur ist als Beispiel der Erfindung ein dreiphasiger Anlasswiderstand für einen Induktionsmotor angegeben. Mit den drei Schleifringen des Motors, die nicht bezeichnet sind, sind die isoliert aufgestellten Flüssigkeitskästen 5,6, 7 verbunden. In die Flüssigkeiten tauchen die verschiebbaren Elektroden 1, 2, 3 ein, die dauernd durch ein Verbindungsblech 4 miteinander verbunden sind und somit den Nullpunkt des elektrischen Systems ausserhalb des Rotors darstellen. An die Flüssigkeitsbehälter sind die drei kommunizierenden
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
lediglich, dass das Wasser in den Rohrleitungen nicht unter einen bestimmten Stand sinkt.
Falls in dem gewählten Beispiel die Rohre 8, 9, 10 selbst leitend sind, ist dieser niedrigst zulässige-Wasserstand durch die Lage der Isolierrohre 11, 12, 13 gegeben. Es ist dafür zu sorgen, dass das Wasser stets aus diesen Isolierröhren heraus in die leitenden Rohre 8, 9, 10 reicht. Man kann selbstverständlich aber auch den Schwimmer so anordnen, dass er einen höheren Wasserstand dauernd aufrecht erhält. Diese zweckmässige Anordnung ist in der Figur getroffen. Der Wasserspiegel kann infolge der Wirkung des Schwimmers nicht unter den punktiert angegebenen Stand sinken.
Nur beim Ausbleiben der Wasserzufuhr durch die Leitung 25 würde auch, trotzdem die Schwimmerleitung in Ordnung ist, ein zu starkes Sinken des Wasserspiegels eintreten können, so dass selbst die Isolierrohre 11, 12, 13 leer werden, und damit der Parallel widerstand ausgeschaltet. wird. Um auch in diesem Falle eine Sicherung des Motors zu haben, ist am Schwimmer eine Kontaktplatte 18 angebracht, die mit zwei Kontakten 19, 20 eines Sicherheitsstromkreises zusammenwirkt, in dem ein Schaltmagnet 21 liegt, der aus dem Transformator 23 gespeist wird. Der Schaltmagnet hält den Netzschalter 22 des Motors entgegen der Wirkung der Feder 24 geschlossen, so lange er unter Strom steht. Das Einschalten des Netzschalters kann auch lediglich dadurch geschehen, dass der Schaltmagnet durch eine der bekannten Druckschalter unter Spannung gesetzt wird.
Wenn somit die Platte 18 bei zu geringem Flüssigkeitsstand den Stromkreis des Schaltmagneten unterbrochen hat, kann ein Wiedereinschalten des Statorschalters 22 nicht vorgenommen werden. Es muss also erst für Wiederherstellung des richtigen Flüssigkeitsstandes gesorgt werden. Falls der Statorschalter 22 nicht nur durch den Schaltmagneten, sondern auch durch einen Handgriff einschaltbar ist, wird zweckmässig eine elektromagnetische Kupplung irgendwelcher Alt mit den Kontaktmessern des Schalters angeordnet, deren Stromkreis ebenfalls durch die Kontaktplatte 18 derart beeinflusst wird, dass sie nur dann Griff und Schaltmesser kuppelt, wenn der Schwimmer einen genügend hohen Wasserspiegel anzeigt. Ist somit der Schwimmer tiefer gesunken, so kann auch mit dem Handgriff der Schalter nicht eingelegt werden.
Auf diese Weise ist eine völlige Sicherheit gegen Wiedereinschalten des Motors geschaffen worden, falls aus irgendwelchen Gründen der Wasserspiegel zu tief sinkt.
Falls es sich nur um einen einpoligen Flüssigkeitswiderstand handelt, z. B. lediglich
EMI2.1
zu verbinden. Es wirkt dann die im Isolierrohr 11 eingeschlossene Wassersäule ebenfalls als Parallelwiderstand zu dem eigentlichen Flüssigkeitswiderstand uud verhindert eine Unterbrechung des Rotorstromkreises.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Flüssigkeitswiderstand mit Tauchelektroden, dadurch gekennzeichnet, dass der zwecks Vermeidens des völligen Ausschaltens in bekannter Weise parallel geschaltete Widerstand aus die Flüssigkeit des Widerstandes in den Anlassergefässen untereinander in Verbindung bringenden Flüssigkeitssäulen besteht, die in kommunizierenden Röhren eingeschlossen sind.