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Mittels radialer Luftzylinder und Kolben wirkendes pneumatisches Rad.
Bei den bisherigen, mittels radialer Luftzylinder und Kolben wirkenden, pneumatischen.
Rädern sind diese Zylinder und Kolben fast ausnahmslos gleichzeitig auch als Speichen des Rades ausgebildet. Diese Ausführungsform hat, ausser der durch diese Art der Zylinder-und Kolbenanordnung bedingten plumpen, schwerfälligen Bauart, viele andere Nachteile, welche diese für die Praxis unbrauchbar machen. Insbesondere ist es die durch die Speichenanordnung beschränkte Anzahl der wirkenden Zylinder und Kolben, welche für den angestrebten weichen, pneumatikartigen Lauf unzureichend sind, weil das Rad dadurch nicht am ganzen Umfange auf Luftpolstern rollt, wie dies sein sollte. Ferner waren auch die wirkenden Lufträume viel zu gross, um bei dem geringen erlaubten Spiele der Kolben eine ausreichende und wirksame Kompression der Luft in den Zylindern zu ermöglichen.
Um diesen Übelständen abzuhelfen, hat man schon versucht, die gesamten wirkenden Teile bei solchen Rädern in den Radkranz zu verlegen, um einerseits die Verwendung leichter Radkörper zu ermöglichen und andrerseits die wirkende Luftmenge wesentlich zu vermindern. Es wurden zu dem Zwecke Luftzylinder, Kolben und der zur Versorgung dieser mit Druckluft dienende, gemeinsame Luftbehälter in einen auf den Radkörper besonders aufzusetzenden Radkranz eingebaut. Eine solche Konstruktion wurde z. B. durch die amerikanische Patentschrift Nr. I080I28 bekannt, wo die Luftkammer als ein den Laufkranz des Rades bildender hohler Ring ausgeführt ist, in welchem die radialen Zylinder mit ihren Öffnungen gegen die Radmitte liegend, fest eingebaut sind, während die in diesen spielenden Kolben mit den freien Enden an dem festen Felgenkranz des Rades anliegen.
Doch auch diese Ausbildung des Rades hat noch viele solche Nachteile, welche dessen praktischer Verwendung hinderlich im Wege stehen, denn, abgesehen davon, dass der Luftbehälter auch hier ungeteilt ist, ist es ein grosser Nachteil, dass dieser selbst gleichzeitig den Laufkranz bildet.
Der Laufkranz ist der gerade am meisten in Anspruch genommene Teil des Rades und dessen geringster Defekt macht ihn zur Gänze unbrauchbar. Und solchen Defekten ist dieser hohle Laufkranz mehr als jeder andere Laufkranz ausgesetzt. Mit dem fortwährend unmittelbar auf dem Boden rollenden Laufkranze ist aber gleichzeitig auch dessen ganze innere Einrichtung den schädlichsten Beanspruchungen ausgesetzt, um so mehr, als sich der ganze Luftbehälter (Laufkranz) samt Zylindern und Kolben auch dem Rade gegenüber in ununterbrochener Bewegung senkrecht zur Achse und in der Umfangsrichtung befindet, wodurch auch die Erhaltung des
Druckes im Luftbehälter und die Ergänzung der Luft derselben sehr erschwert wird.
Ein weiterer Nachteil dieser Konstruktion liegt in deren schwierigen Ausführbarkeit, die namentlich durch die mit den Mündungen gegen die Radmitte gerichteten Zylinder bewirkt wird, deren Bohrungen zufolge dieser Lage nur äusserst schwer in nötiger Weise ausgedreht werden können.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft nun ein solches mittels radialer Zylinder und Kolben wirkendes pneumatisches Rad, bei dem nicht nur die Nachteile der bisherigen schweren Speichenkonstruktion, sondern auch jene der bisher bekannten vorerwähnten Kranzkonstruktion dadurch behoben sind, dass der in Gestalt eines hohlen Ringkörpers ausgeführte Luftbehälter erfindunggemäss durch Querscheidewände in mehrere voneinander luftdicht abgeschlossene und unabhängige Kammern geteilt und als mit den Speichen des Rades unmittelbar und starr verbundener Felgenkranz ausgebildet ist, in welchen kleine, radiale, beiderseits offene Zylinder, dicht nebeneinander liegend, derart eingebaut sind, dass sie einzeln oder gruppenweise mit je einer der Kammern des hohlen Kranzes kommunizieren,
während die in diesen spielenden Kolben mittels den Laufkranz des Rades bildender Schuhe oder unter Vermittlung eines letztere umfassenden besonderen Laufxinges in unmittelbarer dichter Aufeinanderfolge am Boden laufen, so dass stets mehrere Kolben gleichzeitig zur Wirkung kommen. Nachdem nun durch die dichte Anordnung der Zylinder, durch die Teilung des Luftbehälters in Kammern und die einzeln oder gruppenweise Verbindung der Zylinder mit den einzelnen Kammern die jeweilig zur Kompression gelangende Luftmenge auf ein entsprechendes, möglichst geringes Mass herabgesetzt ist, kann nicht nur die gesamte Luftmenge in dem relativ feststehenden Radkranze leicht auf gleichmässigen Druck erhalten werden, sondern es wird dadurch auch trotz des geringsten Spieles der Kolben bei jeder Belastung des Rades,
an jedem einzelnen seiner jeweilig am Boden laufenden Punkte eine aus- giebige, gleichmässige Kompression erzielt, welche einen vollkommen stoss-und sprungfreien, weichen, pneumatikartigen Lauf des Rades gewährleistet. Die Konstruktion des ganzen Radkranzes ist sehr einfach und leicht ausführbar. Die Zylinder sind, wie alle anderen Teile leicht
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zugänglich und im Bedarfsfalle leicht auswechselbar. Die wirkenden Teile, ebenso wie der Luftbehälter selbst, kommen mit dem Boden nie in Berührung und sind daher gegen jede Beschädigung geschützt.
Ein solches den Gegenstand der Erfindung bildendes Rad ist in der Zeichnung in vier beispielsweisen Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigen die Fig. I, 2, 3 und 4 eine Ausführungsform des Rades, bei der unmittelbar an den Kolben sitzende, kreissegmentförmige Schuhe den Laufkranz des Rades bilden, während in den Fig. 5, 6,8, 9 und 10 eine Ausführungsform des Rades dargestellt ist, bei der ein diese Schuhe umfassender besonderer Ring die Lauffläche des Rades bildet. Ausserdem ist in den Fig. i bis 6 eine Ausführungsform des Rades dargestellt, bei der die Zylinder in den Hohlraum des Radkranzes hineingebaut sind, während die Fig. 7 bis 10 eine solche Ausführungsform zeigen, bei der die Zylinder, an der äusseren Peripherie des Radkranzes sitzend, ausserhalb seines Hohlraumes angeordnet sind.
Das Rad besteht erfindungsgemäss der Hauptsache nach aus dem als geschlossener, metallischer Hohlring ausgebildeten, in der in Fig. I, 2 und 6 ersichtlich gemachten Weise unmittelbar und starr mit den Speichen des Rades verbundenen Felgen-bzw. Radkranze a, in welchen an beiden Enden offene Zylinder b radial eingebaut sind und der durch in der Zeichnung nicht dargestellte radiale Querscheidewände in mehrere voneinander luftdicht abgeschlossene Kammern geteilt ist, mit denen die Zylinder b einzeln oder gruppenweise kommunizieren. Dementsprechend ist somit der Ring a in so viel Kammern geteilt, als Zylinder bzw. Zylindergruppen vorhanden sind.
Die Zylinder b sind entweder, wie dies die Fig. i bis 6 zeigen, in den Hohlraum des Ringes a hineingebaut oder in diesen hineingeschraubt und von diesem eingeschlossen oder, wie in den Fig. 7 bis 10 ersichtlich, freistehend auf dem äusseren Umfange des Ringes a mit diesem in einem Stücke hergestellt, oder auf diesen aufgeschraubt angeordnet, in welchem Falle sie also freiliegen. Die letztere Ausführungsform hat ersterer gegenüber den Vorteil, dass der den Druckluftbehälter der Zylinder bildende Ring a wesentlich kleiner und schmäler wird und leichter herzustellen ist, wogegen bei ersterer Ausführungsform die eingeschlossenen Zylinder mehr geschützt sind und die Höhe des Radkranzes um die Zylinderhöhe geringer ist. In den Zylindern b sind metallene Kolben c luftdicht spielend eingesetzt, deren Hub nach aussen in einer später beschriebenen Weise begrenzt ist.
Der Ring a ist mit Druckluft gefüllt, welche die Kolben c nach aussen drückt.
Die Abdichtung der Kolben c gegen die Zylinderwände erfolgt durch mehrere in dessen Mantelfläche eingeschnittene Ringnuten d von geringer Tiefe (Fig. i und 2), die ähnlich wie eine Labyrintdichtung wirken. Die abdichtende Wirkung kann noch durch in dem Kolben c angeordnete Dichtungsstulpen e erhöht werden, deren über den Rand des Kolbens hervorstehender Rand von der Druckluft gegen die Zylinderwand gepresst wird, wie dies in Fig. 2, 5, 6,8 und 9 ersichtlich ist. Unmittelbar an den Kolben c sind in Form von Kreissegmentstücken gestaltete und in ihrer Gesamtheit einen gegliederten Ring bildende Schuhe f befestigt, die bei der einen Ausführungsform des Rades (Fig. i bis 4) zusammen den eigentlichen Laufring des Rades bilden.
Zwischen den einzelnen Schuhen sin Spalte g belassen (Fig. 2, 3 und 4), damit sich die einzelnen Schuhe nicht gegenseitig in ihrer Bewegung hindern. Die jeweilig am Boden laufenden Schuhe drücken unter dem Einflusse der auf dem Rade ruhenden Last die zugehörigen Kolben in ihre Zylinder hinein. Dieser Bewegung setzt naturgemäss der Luftdruck in der betreffenden Kammer des Ringes a und im zugehörigen Zylinder oder den Zylindern b einen Widerstand entgegen, wodurch das Rad seine Elastizität erlangt.
Um zu verhüten, dass vom Boden aus auf die Schuhe f seitlich einwirkende Drücke die Kolben c schädlich beeinflussen, sind letztere mittels seitlicher Schenkel an seitlich vorstehenden
Passflächen k des Ringes a radial geführt. Um aber die Kolben c auch in Richtung des Radumfanges gegen schiefe Drücke zu sichern, sind diese Flächen k mit Vertiefungen Ai versehen (Fig. 4), in welche die seitlichen Schenkef der Schuhe feingreifen. Zufolge dieser Führung nach zwei Richtungen muss sich jeder Kolben c unbedingt radial bewegen, so dass keine schädlichen Reibungen auf seine Dichtungsfläche einwirken können und diese somit stets gleichmässig bleibt und dicht hält.
Die Schmierung der Kolben c erfolgt durch in den einzelnen Kammern des Ringes a eingebrachtes Öl, das beim Umlauf des Rades infolge der Schleuderkraft aus den Kammern auch in jeden Zylinder gelangt und die Schmierung der Zylinderbohrungen bewirkt.
Zwischen den Kolben c und den Schuhen f ist eine Zwischenlage i (Stulpe) aus Leder, Filz o. dgl. elastischem, weichem Stoff eingelegt, um die Übertragung von die Schuhe f bei der Fahrt treffenden harten Stössen auf die Kolben c möglichst sanft zu gestalten. Diese Zwischenlage i wird ringförmig um jeden Kolben c herum aufgestülpt, um die Kolben vor Staub und Schmutz möglichst zu schützen (Fig. i und 2). Die Befestigung der Zwischenlage i und die Verbindung der Kolben c mit den Schuhen f ist in abgeänderter Form in den Fig. 5,6, 8 und 9 dargestellt, wo der Boden jedes Kolbens c eine Vertiefung hat, in. die ein Zapfen k des Schuhes f eingreift, Die Lauffläche der Schuhe f kann behufs Schutzes gegen Gleiten in der in Fig. 4 ersichtlichen Weise, aber auch beliebig anders geriffelt sein.
Auch kann in die Lauffläche des
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Schuhes eine Einlage (Fig. 5) aus Pressspahn,-Zellulose, Leder, Holz, Gummi o. dgl. eingesetzt werden, um das Geräusch des Metalles bei der Fahrt zu dämpfen.
Um das Eindringen von Strassenschmutz oder Staub durch die Spalten g zwischen den einzelnen Schuhenf zu verhindern, sind diese Spalten g von innen, entweder wie in Fig. 2 ersichtlich, mittels Lappen 1 aus Leder o. dgl. oder, wie in Fig. 3 dargestellt, durch je eine Haube 11 aus Leder ci. dgl. verdeckt, die an den beiden Enden eines jeden Schuhes f an ausgebildeten Versteifungsrippen m befestigt sind. Sowohl der Lappen 1 wie auch die Haube 11 behindern die Schuhe f in keiner Weise in ihrer Bewegung, sondern machen alle ihre Bewegungen mit, wodurch das Eindringen von Schmutz wirksam verhütet wird. Die Schuhe. l können in geraden Linien enden, in welchem Falle die Spalte g geradlinig verlaufen.
Es ist jedoch zweckmässiger, die Schuhe an ihren Endkanten so auszubilden, dass jeder Spalt g im Grundriss die Gestalt einer im stumpfen Winkel gebrochenen Linie erhält, wie" dies Fig. 4 zeigt. Diese Form hat den Vorteil, dass der eine Schuh stets noch auf dem Boden rollt, wenn schon der nächstfolgende zu rollen beginnt, wodurch der Übergang von Schuh zu Schuh und somit der Lauf des Rades sanfter wird. Die Spalten g können nötigenfalls auch noch durch aussen an einem Ring n befestigte, seitliche Lappen Mi (Fig. I) verdeckt sein.
Um das Herausschleudern der einzelnen Kolben c und der mit ihnen fest verbundenen Schuhe f durch den in den Kammern und Zylindern herrschenden, ziemlich hohen Luftdruck zu verhindern, sind die Schuhe f beiderseits mit zur Radachse konzentrischen Rippen 1. (Fig. i und 2) versehen, mit denen ebensolche innere Rippen o der aussen am Radkranz a beiderseitig befestigten Ringplatten n zusammenwirken. Die Ringplatten n sind mittels Schrauben am
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Ringrippe cl in einen Ringfalz des Kranzes a eingreift, entlastet ist. Die Schuhe f und mit ihnen die Kolben c können sich somit, äusseren Drücken zufolge, radial bis zu einer durch die Konstruktion bedingten Grenze gegen die Radachse hin bewegen, während die zusammenwirkenden Rippen o und ml deren Hub nach aussen begrenzen.
Um beim Überfahren von Hindernissen, wie Steine, Vertiefungen u. dgl, . ein durch das hierbei zumeist plötzlich erfolgende Wiedervor- springen der hineingedrückten Kolben c verursachtes hartes, metallisches Aneinanderschlagen der Rippen o und mi zu verhüten, ist zwischen diese ein Ring p aus Leder o. dgl, eingelegt (Fig. i und 2).
Wie ersichtlich, muss das Rad beim Rollen auf dem Boden, nachdem es stets mit mehreren,
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entgegensetzenden Widerständen, entsprechend dem in den Zylindern b oder im Kranze a herrschenden Luftdruck nachgeben und ist also praktisch vollkommen elastisch und ergibt
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gleichmässigen Gang, wie die gewöhnlichen pneumatischen Gummiräder, ohne jedoch der raschen Zerstörung in dem Masse wie diese ausgesetzt zu sein. Die Luft wird so wie bei Gummipneumatiks durch Rückschlagventile q hindurch in die Kammern des Ringes a eingeführt und auf einen dem
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Luftpumpe an einem Fortsatz qt des Ventilgehäuses befestigt wird,
Zur stetigen Ergänzung der zufolge Undichtigkeiten, eventuell entweichenden Luft auch während der Fahrt, dient folgende Einrichtung.
Die Radachse ist mit einer axialen, am äusseren Ende durch eine Schraube t oder in anderer Weise luftdicht verschlossenen Bohrung s versehen (Fig. i und 2). Vom Antriebsmotor des Wagens wird eine auch während der Fahrt ein-und ausschaltbare Luftpumpe betätigt, deren Druckrohr mit der Achsenbohrung s. in geeigneter Weise verbunden ist. In der Radnabe ist ein zylindrischer, vorne durch einen die Achse durchlassende
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fläche an den Wandungen des Hohlraumes der Radnabe an, während deren vierte innere, in der Mitte durch einen Ringspalt geteilte Zylinderfläche sich an die Radachse anschmiegt. Ein in den Hohlring u eingesetzter starrer Ring v sichert dessen Anliegen an den Hohlraumwandungen.
Der Ring v dient dazu, den hohlen Ring M in seiner Lage festzuhalten und vor dem Zusammendrücken durch den Luftdruck zu schützen. Der Deckel x hält den Ring 26 stets an der erforderlichen Stelle und ermöglicht nötigenfalls die Herausnahme und das Auswechseln des Ringes M. Die durch die Achsbohrung s zugeführte Druckluft gelangt durch radiale'Bohrungen y der Radachse in den Hohlraum des Ringes u und presst ihn nun an drei Seiten gegen die Wandungen des Hohlraumes der Radnabe und an der vierten Seite gegen die Radachse, so dass ein Entweichen von Luft durch einen Spalt,
zwischen Radachse und Nabe durch den Ring u vollkommen ver-
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Aus dem Ring u gelangt die Luft durch radiale Bohrungen Vi im Ringe v und im Lederringe M sowie radiale Bohrungen z in der Radnabe und durch den Rohranschlussstücken ql ähnlich ausgeführte Rohrkupplungen q2 hindurch in die einzelnen Kammern des Radkranzes a und ersetzt oder verdichtet die Luft in letzteren. Wie ersichtlich, kann Druckluft ohne weiteres auch während der Fahrt den Kammern des Radkranzes zugeführt werden, um die allenfalls entweichende Luft zu ergänzen.
Eine Abänderung der beschriebenen Ausführung des Rades ist in Fig. 5 bis IO dargestellt.
Diese unterscheidet sich von der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass hier
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geschoben wird. Wird nach Aufbringung des Laufringes 11 Druckluft in die Zylinder eingeführt, so lässt sich der innere Teil des Rades an keiner Seite aus dem Laufringe 11 herausziehen.
Infolge dieser Bauart wird die auf dem Rade ruhende Last nicht mehr von einem oder zwei Kolben, wie im vorigen Falle, sondern von sämtlichen in der jeweiligen unteren Radhälfte befindlichen Kolben aufgenommen, da der Reifen 11 die auftretenden Kräfte auf sämtliche untere Schuhe 1 bzw. Kolben c überträgt. Zwischen dem Laufring 11 ulld den vor und hinter dem jeweilig untersten Schuh 1 befindlichen Schuhen tritt hierbei eine gewisse Verschiebung und
Reibung auf, so dass auch bei dieser Bauart die radiale und quer gerichtete Führung A und Ai erforderlich ist, um die Kolben c vor der Wirkung von schiefen Drücken zu schützen und hier- durch ihr luftdichtes Schliessen dauernd zu sichern.
Zwischen den Schuhen 1 und dem Lauf- ring 11 wird ein Ring la aus Leder, Tuch o. dgl. eingelegt, um durch Unebenheiten des Bodens verursachte Stösse, Erschütterungen u. dgl. gedämpft auf die Kolben zu übertragen ;
Die Lauffläche des Laufringes 11 kann mit einer Einlage i aus Holz, Pressspahn, Zelluloid, Gummi oder anderem zähen, aber weichen Stoff versehen sein (Fig. 5,6, 8, 9 und IO), die in geeigneter Weise am Laufringe 11 befestigt wird und zur Verringerung des Rasselns des Stahloder Eisenreifens beim Rollen am Boden dient. Bei dieser abgeänderten Bauart kann das Eindringen des Strassenschmutzes oder Staubes ins Radinnere leichter als im vorigen Falle verhütet werden.
Hierzu werden zwei Ausführungsbeispiele in Fig. 5 dargestellt. Das eine ist links in dieser ersichtlich ; bei diesem ist am Ränder des Laufringes 11 eine Ringplatte na befestigt, die bis auf eine seitlich. am Radkranze a ausgebildete ebene Ringfläche a1 hinüberreicht. Am Rande dieser Platte na ist innen in geeigneter Weise ein Ring n3 aus Leder, Textilmaterial o. dgl. befestigt, der sich auf der Fläche al im erforderlichen Masse verschieben kann und das Eindringen von Strassenschmutz und Staub ins Radinnere, zu den Kolben usw. verhindert. Die Platte na wird so geformt, dass sie mit einer gewissen eigenen Federung den Dichtungsring na gegen die Fläche al presst. Die gleiche Anordnung ist auch in Fig. 8 mit denselben Bezugszeichen veranschaulicht.
Auf der rechtsseitigen Hälfte der Fig. 5 wird eine Abart dieser Staubschutzvorrichtung gezeigt. Am Ränder des Radreifens ist wieder eine Ringplatte n befestigt ; hier ist aber auch an einer Fläche a2 des Radkranzes a eine Ringplatte Mg befestigt, in deren Rande gleichfalls ein Ring na aus Leder o. dgl. Stoff festsitzt. Der Strassenschmutz und Staub wird nun hier durch den zwischen den beiden Platten n4 und Mg eingeklemmten Dichtungsring na am Eindringen ins Radinnere verhindert.
Fig. 8 bis 9 zeigen Ausführungsformen, bei welchen der Radkranz a aus einem Stück mit den Zylindern b hergestellt ist und die Zylinder am äusseren Umfange, des den Luftbehälter bildenden Radkranzes a freistehend sitzen. Diese Ausführungsart zeichent sich durch den 'besonders gering bemessenen schlanken Radkranz a und durch seine leichte Herstellbarkeit den bisherigen gegenüber aus.
Fig. 7 stellt einen Schnitt durch die Zylinder b nach der Linie A-A der Fig. 8 dar. Wie ersichtlich, sind die Seitenteile der Schuhe f auch hier, wie in Fig. I, 2 und 4 seitlich am Radkranz geführt, nur sind hier an Stelle der früheren geraden Führungen hund h1 Schwalben- schwanzführungen ha vorgesehen, welche den Schuh 1 am Kranze a radial führen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist der Kolben c als geschlossener Hohlkörper ausgebildet. Die zur Abdichtung des Kolbens c dienende innere Stulpe e ist hier durch einen geeigneten
Deckel niedergehalten, während die zwischen Schuh und Kolben angeordnete, durch einen in eine zentrale Vertiefung Cl des Kolbenbodens eingreifenden Zapfen k des Schuhes 1 festgehaltene äussere Stulpe i nicht mehr lose mit ihrem freien Rande an der Zylindermündung anliegt, sondern ringsherum mittels eines inneren, zweiteiligen und auf der Innenseite wellenförmig ausgebildeten
Ringes sowie eines auf diesen aufgeschraubten, ungeteilten Ringes (Schraubenmutter) is mit dem ebenfalls wellenförmig ausgebildeten unteren Ende des Zylinders b dicht verbunden ist, so dass die aus dem Hohlraum des Radkranzes zwischen der Stulpe e bzw.
Kolben c und der
Zylinderlauffläche b noch hindurchtretende Druckluft sich in dem durch den schlaffen Teil der
Stulpe i gebildeten Ringraum ansammelt und nicht weiter entweichen kann. Infolge dieser Anordnung können hier die früher erwähnten Führungen h, h1 und A : entfallen, da auch bei
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diesem weiter entweichen zu können.
Zum Schutze gegen das Eindringen von Staub und Schmutz ist hier an beiden Seiten des Rades je ein, einerseits am Radkranz a und andrerseits an dem die Schuhe f umfassenden Laufring 11 befestigter Lederring n (oder ein aus einem anderen biegsamen Stoff bestehender
Ring) angeordnet, welcher den ganzen Radkranz beiderseits abschliesst und vor Staub usw. schützt. Ausserdem ist bei dieser Ausführungsform zwischen den Schuhen f einerseits und dem diese unter Zwischenlagerung eines Stossdämpfungsringes/3 aus Leder o. dgl. umfassenden Laufring 11 andrers¯eits eine die z.
B. beim Bremsen des Rades eintretende Verschiebung zwischen
Rad und Laufring 11 in der Umfangsrichtung verhindernde Vorrichtung vorgesehen, die aus in der Vertikalmittelebene des Rades und in der radialen Mittellinie der einzelnen Schuhe 1 zwischen der Mantelfläche der letzteren und des Lauringes 11 in von der Mitte aus nach beiden Richtungen des Radumfanges sich im Querschnitt verjüngenden Hohlräumen angeordneten Metallkugeln 15 besteht.
Bei der Ausführungsform des Rades gemäss Fig. 10 sind schliesslich der Radkranz a und der Zylinder b getrennt ausgeführt, oder die Zylinder b unter Zwischenlage je einer schlaffen
Dichtungsscheibe i1 aus Leder oder sonstige biegsamen Stoff auf am äusseren Umfange des
Radkranzes a ausgebildete Gewindestutzen freistehend aufgeschraubt.
Die Dichtungsscheibe oder Membrane il liegt hier mit ihrem mittleren Teile lose auf dem Boden des auch hier als geschlossener Hohlkörper ausgebildeten Kolbens c auf und die im Hohlraume des Radkranzes a befindliche und durch die Membrane i1 sicher abgeschlossene Druckluft wirkt vermittelst dieser biegsamen'Membrane auf den Kolben zu Bei dieser Ausführungsform erübrigt sich also eine weitere Abdichtung des Kolbens c gegen die Druckluft, da diese aus dem Hohlraume des Rad- kranzes a gar nicht entweichen kann. Auch hier kann natürlich die in Fig. 9 ersichtliche Staub- schutzvorrichtung n sowie die Gleitschutzkugel y'g zur Anwendung kommen, während die Leder- stulpe i hier fortbleiben kann.
PATENT-ANSPRÜCHE : i, Mittels radialer Luftzylinder und Kolben wirkendes pneumatisches Rad, bei dem die
Zylinder und Kolben sowie der die Zylinder mit Druckluft versorgende, gemeinschaftliche Luft- behälter im Radkranze angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits der als hohler
Ringkörper ausgeführte Druckluftbehälter durch Querscheidewände in mehrere voneinander luftdicht abgeschlossene und voneinander unabhängige Kammern geteilt und als mit den Rad- speichen unmittelbar und starr verbundener Felgenkranz (a) ausgebildet ist, in welchen kleine, radiale, beiderseits offene Zylinder (b) dicht nebeneinander liegend derart eingebaut sind, dass sie einzeln oder gruppenweise mit je einer der Kammern des Felgenkranzes (a) in Verbindung stehen und dass andrerseits an den in den Zylindern spielenden Kolben (c) unmittelbar.
befestigte, am hohlen Felgenkranz mit nach aussen begrenzten Hub radial geführte, in ihrer Gesamtheit einen gegliederten Ring bildende Schuhe (f) oder ein letztere umfassender Laufring (1) den
Laufkranz des Rades bilden, so dass die Kolben beim Laufen des Rades in ununterbrochener
Aufeinanderfolge wirken und einen pneumatikartigen, elastischen Lauf des Rades sichern.