<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Für Käfigankerwicklungen verwendete man bisher vorzugsweise Kupfer und Messing, also Metalle, die sich ohne Schwierigkeiten weich oder hart löten lassen. Neuerdings stellt man jedoch diese Wicklungen aus Zink oder Aluminium her, und besonders beim letzteren Metall ist das Löten und Schweissen zwar nicht unmöglich, aber doch mit bedeutend höheren Kosten verbunden, während blosses Vernieten wegen der auf den Aluminiumoberflächen sich bildenden Oxydhaut schlechten elektrischen Kontakt ergibt. Das Bestreben geht infolgedessen dahin, die Verbindungsstellen bei der Kurzschlussankerwicklung überhaupt zu vermeiden.
Da nun die elektromechanischen Verhältnisse beim Induktionsmotor mit Kurzschlussanker nicht merklich verschlechtert werden, wenn man den Kurzschlussring an einer Stelle, und zwar auf beiden Ankerseiten an der gleichen Stelle, aufschneidet, so hat man Käfigankerwicklungen aus einem einzigen zusammenhängenden Blechband hergestellt, in welches der Zahnteilung entsprechend Öffnungen eingestanzt sind und welches bei der Herstellung einmal um den Anker derart herumgelegt wird, das die zwischen jenen Öffnungen stehen gebliebenen Blechstreifen als Ankerleiter in die Nuten des Ankers zu liegen kommen. Um schmale, tiefe, anstatt breiter, flacher Nuten zu erhalten, hat man diese Blechstreifen zwischen den zusammenhängenden alb Kurzschlussringe dienenden Blechbändern um go verschränkt und so eine Wicklung mit radial stehenden Blechstreifen als Leitern erzielt.
Ferner hat man die Herstellung vereinfacht und die axiale Länge der Wicklung auf das durch die Breite der Kurzschlussringe bedingte Mindestmass beschränkt, dadurch, dass man die in der Verlängerung der Leiterstreifen liegenden Teile der Stirnverbindungen zusammen mit den in die radial gerichteten Ankernuten einzulegenden Leiterstreifen ebenfalls hochkant stellte, wie dies in Fig. i veranschaulicht ist. In der linken Hälfte dieser Figur liegen die Stirnverbindungen g der gefalzten Stäbe d des Kurzschlussankers f innen, in der rechten Hälfte aussen, der obere Teil der Figur zeigt einen Querschnitt des Ankers, der untere Teil eine Ansicht desselben von einer Stirnseite.
Eine weitere Vereinfachung wird nach der Erfindung dadurch erzielt, dass man die Leiter mit dem in ihrer Verlängerung liegenden Teil der Stirnverbindungen derart abbiegt, dass die Stirnverbindungen ein zickzackförmiges Band bilden, indem die die Ausschnitte des Blechbandes begrenzenden Teile der Stirnverbindungen sich jeweils vom Grund einer Nut bis zur Öffnung der benachbarten erstrecken. Dadurch wird. zugleich eine gute Ventilation der Stirnverbinder bewirkt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen für den Erfindungsgegenstand dargestellt. Für die Wicklung nach Fig. 3 werden etwa nach Fig. 2 aus einem Blechband a Rechtecke b von mindestens der Breite c eines Zahnes des in Fig. 3 gezeichneten Kurzschlussankers f ausgestanzt, derart, dass zwischen den Öffnungen b Streifen d von höchstens der Breite o der Nutentiefe des Ankers stehen bleiben. Diese Streifen d sind die Ankerleiter, während aus den äusseren Randleisten g, deren Breite h nach dem erforderlichen Widerstand bemessen wird, die Stirnverbindungen bzw. Kurzschlussringe gebildet werden. Die Leiter- streifen d werden mitsamt den in ihrer Verlängerung liegenden Teilen der Stirnverbindungs-
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Beispielsweise ist hier das Blechband mehrmals, nämlich zweimal, um den Ankerkoiper herumgelegt. Das hat bei den hochkant bzw. radial gerichteten Stäben den bedeutenden Vorteil, dass man in der Lage ist, die äussere Nutenöffuung A gegenüber der Nutenbreite e bei zweimalige Umgang auf die Hälfte, bei mehrmaligem Umgang noch mehr zu verkleinern, d. h. sogenannte halbgeschlossene Nuten auszuführen. Durch die Nutenschlitze 11 wird erst das Leiterband dl, gl und nachdem dies in der Nut etwas nach der Seite geschoben ist, das'Band d2, g2 eingelegt. Beide Bänder können natürlich aus einem Stück bestehen. Je mehr Bänder bzw.
Umgänge eines zusammenhängenden Bandes man verwendet, um so kleiner und daher günstiger wird das Verhältnis der Schlitzbreite k zur Nutenbreite e.
Auch eine Wicklung nach Fig. 4 lässt sich zum Zwecke, halbgeschlossene Nuten ausführen zu können, mehrmals um den Anker herumlegen. Diejenige nach Fig. 4 ist aus einem Blechband etwa nach Fig. 5 und 6 entstanden, jedoch besitzt hier der Leiter d statt der zweifachen (Fig. 6) die dreifache Blechdicke, indem der ausgeschnittene Blechlappen zweimal zusammengefalzt wurde. Die Stirnverbindungen sind wieder wie bei Fig. 3 zickzackförmig gebogen. Die gleiche Wicklung kann auch aus einem entsprechend Fig. 7 und 8 geschlitzten und gefalzten Blechband hervorgebracht werden.
Um allzudünne Stanzpatrizen, welche leicht abbrechen, zu vermeiden, kann man die Nutenbreite e nach Fig. 9 grösser machen als die Blechdicke d und nur den Nutenschlitz A schmal lassen. Auch dann erhält man halbgeschlossene Nuten. Der freibleibende Nutenraum kann dann mit Metall oder Isolierstoff 1'ausgefüllt werden.
Eine abweichende Ausführungsform der Wicklung, bei der ebenfalls der Gedanke verwirklich wird, die Bleche in den Nuten zu falzen, ist in den Fig. 10 bis 12 angegeben.
Nach Fig. 10 wird der Blechstreifen a abwechselnd innen und aussen mit Schnitten versehen, dann entsprechend Fig. 11 fächerartig zusammengefalzt und darauf nach Fig. 12 auseinandergezogen. Die Leiter d besitzen dann doppelte, die Kurzschlussverhinder g einfache Blechdicke. Diese weisen auch bei kleinen Ankerdurchmessern die für das Einbringen in die radialstehenden Nuten notwendige Elastizität auf.
Bei allen Ausführungsformen werden die beiden Enden der Wicklung mechanisch mit- einander vereinigt (in Fig. 3 und 4).
Für die Herstellung mag es zuweilen angebracht sein, die Nuten nicht radial, sondern im Winkel zum Radius zu stellen. Auch lassen sich alle Ausführungsformen der Wicklung
EMI2.1
geschränkte"Nutung des Ankers geeignet sind.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Käfigwicklung für Induktionsmotorenanker mit schmalen rechteckigen, radial gerichteten Nuten, bestehend aus einem einzigen zusammenhängenden, rechteckigen Blechband, in welchem Öffnungen für den Durchtritt der Ankerzähne angebracht sind, während die zwischen den Öffnungen stehen bleibenden Blechstreifen die Ankerleiter bilden und zusammen mit den Teilen der Stirnverbindungen, welche die Verlängerung der Leiterstreifen bilden, durch Umbiegen hochkant gestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Umbiegen so erfolgt, dass sich die die Ausschnitte (b) des Blechbandes begrenzenden Teile (g)
der Stirnverbindungen jeweils vom Grund einer Nut bis zur Öffnung der benachbarten erstrecken und infolgedessen die Stirnverbindungen ein zickzackförmiges Band bilden (Fig. g und 4).