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Einrichtung zur Vorführung stereoskopischer Films.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung der im österr, Patente Nr. 83930 beschriebenen Einrichtung zur Vorführung stereoskopiseher Films, und zwar speziell des Synchronisators.
Fig. i bis 4 zeigen verschiedene Schaltscheiben, der die Erregung der Blendenmagnete steuernden Synchronisatoren.
Fig. 5 zeigt ein Schema der Einrichtung bei Verwendung von Gleichstrom zur Erregung der Blendenmagnete.
Fig. 6 zeigt einen als Kommutator ausgebildeten Synchronisator bei Verwendung von
Gleichstrom zur Erregung der Blendenmagnete.
Fig. 7 zeigt eine Einrichtung, welche das Verstellen der Kontakte am Synchronisator gegeneinander gestattet.
Fig. 8,9 Schaltscheiben mit vergrössertem Isoliersektor zur Verfrühung des Ausschaltmomente.
Der Antrieb des Synchronisators kann nämlich von verschiedenen Achsen des Vor- führungsgetriebes abgeleitet werden. Die direkte Kupplung mit einer Achse ist immer dann zulässig, wenn einer Umdrehung der betreffenden Achse 2,4, 6..... kurz eine gerade Anzahl von Bildwechselmomenten entspricht. Sonst ist die Einschaltung einer Zahnradübersetzung erforderlich.
Die Fig. i bis 4 zeigen die bei direkter Kupplung des Synchronisators mit einer Achse des Vorführungsgetriebes sich ergebenden Schaltscheiben, sowie die sich ergebenden Möglichkeiten für die Bürstenversetzung, wobei von der Erwägung auszugehen ist, dass in dem
Moment, da die Bürste/ auf das Isolationssegment i aufzulaufen beginnt, die Bürste k2 auf ein leitendes Segment l auflaufen muss. Hierbei sind die isolierenden Sektoren immer mit den Buchstaben i bezeichnet und schraffierte die leitenden nicht schraffierten mit den Buch- staben . Dies ergibt bei direkter Kupplung des Synchronisators mit einer Achse, deren Umdrehung zwei Bildwechselmomenten entspricht, eine zweiteilige Schaltscheibe und eine
Bürstenversetzung von 1800 (Fig. i).
Setzt man den Synchronisator auf eine Achse, bei welcher eine Umdrehung vier Bild- Vtechselmomenten entspricht, so ergibt sich eine vierteilige Schaltscheibe gemäss Fig. 2 und nur ein einziger Winkel von 900 für die Bürstenversetzung.
Kuppelt man den Synchronisator mit einer Achse, bei welcher eine Umdrehung sechs bzw. acht Bildwechselmomenten entspricht, so ergeben sich sechs-bzw. achtteilige Schaltscheiben, gemäss den Fig. 3 und 4. Die Bürstenversetzung kann bei der sechsteiligen Schaltscheibe
600 oder 1800, bei der achtteiligen 450 oder 1350 betragen.
Bei Verwendung von Gleichstrom ergeben sich den Schaltscheiben analoge Kommutator- scheiben und sei von der Serie derselben in Fig. 5 der Fall herausgegriffen, wo eine Um- drehung der Kupplungsachse 2 Bildwechselmotoren entspricht.
Der Kommutatorring weist in diesem Falle zwei Segmente SI und S2 auf, die durch Zwischenlagen und Z2 voneinander isoliert sind.
Zur Stromzufuhr dienen die Bürsten k1 und k2, die mit den Polen einer Gleichstrom- quelle verbunden sind. Die Ableitung des Stromes geschieht durch die Bürsten lzl und 3, die an den Ringen mund n schleifen, und zwar ist der. Ring m mit dem Segment si, der
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Über einen Umschalter U werden die beiden Blendenmagneten E und Ei ständig erregt, und zwar mit einer dem Lauf des Kommutators entsprechenden, wechselnden Polarität.
Die Blende d ist mit einem permanenten Magnet p als Anker versehen. Aus den Stromläufen ergibt sich ohne weiteres, dass nach jeder halben Umdrehung ein Wechsel der Stromrichtung im äusseren an die Bürsten lzl und h2 angeschlossenen Stromkreis vor sich geht und damit ein Wechsel der Polarität der in diesen Stromkreis geschalteten Blendensteuermagnete.
Kuppelt man unter Verwendung von Gleichstrom den Synchronisator mit Achsen, bei denen einer Achsumdrehung 4,6, 8..... kurz eine gerade Zahl von Bildwechselmomenten entspricht, so ergeben sich bezüglich der Teilung des Kommutatorringes und'Versetzung der Bürsten kl und k2 ganz analoge Verhältnisse wie bei den Synchronisatoren mit Schaltscheiben gemäss Fig. i bis 4.
Gleich der Einrichtung gemäss österr. Patent Nr. 83930 basiert auch die Einrichtung gemäss Fig. 5 auf dem Prinzip der Betrachtung eines Stereofilms (alternierende, stereoskopisch
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aufgenommene Rechts-und Linksbilder) durch ein Lorgnon mit elektromagnetisch gesteuerter Blende, welche die Durchsicht jeweils nur für das rechte bzw, linke Auge, und zwar genau so lange freigibt, als ein Rechts-bzw. Linksbild projiziert erscheint. Daraus ergibt sich, dass die die Blendenbewegung steuernden Elektromagnete dafür zu sorgen haben, dass ein vollständiger Synchronismus zwischen dem Augwechsel im Lorgnon und dem Bildwechsel herrscht.
Während dies bei der Einrichtung gemäss österr. Patent Nr. 83930 dadurch erreicht wird, dass ein rotierender als Schalter ausgebildeter Synchronisator, der beispielsweise mit der Achse des Maltheserkreuzes direkt gekuppelt sein könnte, jeweils nur dem Rechts-bzw. Linkselektromagneten Erregerstrom zuführt, solange ein Rechts-bzw. Linksbild projiziert erscheint, während er den bezüglichen anderen Magneten stromlos lässt, zeigt die Einrichtung gemäss Fig. 5 einen Synchronisator bei Verwendung von Gleichstrom, sowie das Schema der ganzen Anordnung.
Die Blendenelektromagnete E und sind beide ständig erregt und hat der nunmehr als Stromwender fungierende Synchronisator S die Aufgabe, die Stromrichtung und damit die Polarität der Blendenmagnete genau im selben Momente umzukehren und dadurch den Augwechsel herbeizuführen, in welchem der Bildwechsel erfolgt. Der Synchronisator besteht in vorliegendem Ausführungsbeispiel aus zwei durch isolierende Zwischenlagen Zi und getrennten Ringsegmenten SI und S2, denen durch zwei Kontaktbürsten kl und/ Strom zugeführt wird. Zur Abnahme des Stromes dienen die an den Ringen m und n schleifenden Bürsten hl und h2.
Der Ring m ist mit dem Segment SI'der Ring n mit dem Segment s2 leitend verbunden.
Der Umschalter U dient dazu, während der Vorführung einen Augwechsel zu beliebigen Momenten durchführen zu können, sobald dies dem Operateur notwendig erscheint.
Während der Kommutator unbedingt an die Verwendung von Gleichstrom gebunden ist, können die mit Schaltscheiben versehenen Synchronisatoren bei Gleich-und Wechselstrom Anwendung finden, haben somit eine universellere Anwendbarkeit als die Kommutatoren.
Die Anwendung eines gemäss Fig. 5 als Stromwender ausgebildeten Synchronisators und von durch Gleichstrom ständig erregten Elektromagneten, erfordert entweder die Anwendung permanenter Magnetanker an der Blende oder die Anwendung von Elektromagnetankern, gewährt jedoch den Vorteil, dass im Moment des Polwechsels an den Steuermagneten zugleich die Anziehungskraft des einen und die abstossende Kraft des anderen Steuermagneten zur Geltung kommt, d. h. die Steuerwirkung ist viel intensiver. Diese Anordnung weist daher gegenüber der mit Wechselstrom gespeisten bei gleicher Sicherheit und Raschheit der Steuerwirkung und gleichem Stromverbrauch geringere Dimensionen auf,
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grössere Sicherheit und Raschheit der Steuerwirkung, Vorteile, die naturgemäss erheblich ins Gewicht fallen.
Fig. 6 zeigt einen vierteiligen Synchronisator für Gleichstrom, bestehend aus vier durch
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dessen Wirkungsweise bei der allein zulässigen Bürstenversetzurig von 900 ganz analog ist, wie die des zweiteiligen Kommutators gemäss Fig. 5.
Um die Synchronisatoren bei verschiedenen Apparaten austauschbar verwenden zu können und ein-und denselben Synchronisator mit verschiedenen Achsen kuppeln zu können, werden erfindungsgemäss die Schaltscheiben (bei Wechselstrom) bzw. die Kommutatorringe (bei Gleichstrom) austauschbar in einheitlichen Typen, hergestellt, die Kontaktbürsten A und Ai dagegen jede für sich allein verstellbar an einer Scheibe oder an irgendeinem anderen als
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versetzung fixiert werden können und die gebräuchlichsten Winkel (z.
B. 45, 60, oo usw.) durch entsprechende Markierung überdies rasch eingestellt werden können.
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Die Kontaktbürsten kl und k2 sind auf zwei mittels der Arme und V2 um die Achse g des Synchronisators verschwenkbaren Trägern tl und t2 angeordnet, die auf der feststehenden Scheibe r in beliebigen Winkeln zueinander einstellbar sind, beispielsweise durch eine Fixierschraube x1 bzw. x,. Für die gebräuchlichsten Winkelversetzungen (45, 60, go, 1350 usw.) sind Bohrungen Yv Y2 usw. vorgesehen, welche ein rasches Einstellen und sicheres Fixieren'des Bürstenwinkels gestatten.
Es ist jedoch wohl zu beachten,'dass unabhängig von dieser Verstellbarkeit der Kontakte kl und k2 gegeneinander, das in einer bestimmten Lage, an einem gemeinsamen Organ fixierte Bürstenpaar gemeinsam verstellt werden kann, um eine gewisse Voreilung der Elektromagneterregung (bei Wechselstrom) bzw. des Polwechsels (bei Gleichstrom) gegen- über dem Bildwechsel zu erzielen.
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Diese gemeinsame Verdrehung des Bürstenpaares, die bei vorliegenden Ausführungsbeispielen zweckmässig durch-Verdrehung der Scheibe r, im allgemeinen durch Verdrehung des die Bürstenträger fixierenden Organes gegenüber der Schaltscheibe bzw. dem Kommutator vorgenommen wird, hat-sich-als notwendig erwiesen, um die bei grosser Vorführungs- geschwindigkeit störend auftretende Trägheit der Elektromagnete, durch Voreilung ihrer Erregung bzw. des Polwechsels zu kompensieren.
Die Fig. g und 9 zeigen Schaltscheiben mit vergrösserten Isolationssegmenten um eine Verfrühung des Ausschaltmomentes herbeizuführen. Eine solche Verfrühung des Ausschaltmomentes bedingt zwar, dass für ganz kurze Zeit beide Elektromagnete stromlos sind, hat aber zur Folge, dass der im nächsten Moment zur Erregung gelangende Elektromagnet kräftiger zur Geltung kommt, da der andere Magnet bereits kurze Zeit stromlos ist, als
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um bei Anwendung von Bürsten mit breiterer Schleiffläche ein gleichzeitiges Erregen beider Elektromagnete zu verhindern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
I. Einrichtung zur Vorführung von auf einem Film hintereinander angeordneten und
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gesteuerten, die Durchsicht jeweils nur für das dem projizierten Bild entsprechende Auge freigebenden Blenden, dadurch gekennzeichnet, dass der die Erregung der Blendensteuermagnete regelnde mit dem Getriebe des Vorführungsapparätes mechanisch gekuppelte Synchronisator durch ein aus stromleitenden und isolierenden Segmenten bestehendes Schalt-
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